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Hummelsaison von Ueli

  • Dieses Thema hat 76 Antworten und 10 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Wochen, 3 Tage von Ueli.
Ansicht von 15 Beiträgen - 61 bis 75 (von insgesamt 77)
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    Beiträge
  • #56567 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied
    Beitragsersteller
    Buchtip:

    @Marylou: das ist gut zu wissen. Ich beherzige deinen und Stefans Rat auf alle Fälle, ich habe die Mädels bisher machen lassen. Heute war kalt und nicht viel Flugbewegungen, aber die wenigen waren schon entschlossener.

    Etwas ärgerlich ist die unzuverlässige Aufzeichnerei, pro Ausflug würde ich über den Tag gleich viele Einflüge erwarten. Denkste, Zufallstreffer ! Das eingesetzte Handy ist wahrscheinlich zuwenig leistungsfähig und öfter mit sich selber beschäftigt. Nun gut, ich fasse langsam Vertrauen ins Volk, die können das, auch ohne Filmkamera.

    #56569 Antworten
    Stefan
    Admin

    Wenn ich Filme, dann stelle ich das immer lieber etwas zu empfindlich ein. Die Sichtung und das löschen von “leeren” Videos gehört da einfach dazu und ist nicht weiter schlimm. :)

    #56666 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    @ueli

    Was tun deine kids?

    #56668 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @Thilo

    Danke für die Nachfrage. Heute war sonnig, aber kalt. Die Mädels sind zögerlich aus- und eingeflogen, meist mit Mühe beim Klappen öffnen, weniger Probleme beim Einfliegen. Nur wenige Aufnahmen sind gelungen, ich denke, einige Flüge habe ich verpasst. Ich fasse langsam Vertrauen und muss nicht mehr Zeuge jeder Bewegung sein, die schaffen das schon.

    Bringt mich auf die Überlegung: was läuft ab jetzt? Meine Vermutungen:
    a) das Volk wächst, erkennbar am intensiveren Flugverkehr
    b) die Geschlechtstiere werden herangezogen, erkennbar an deren Grösse. Aber das dauert wohl noch mindestens bis Ende Juni
    c) Unvorhergesehenes passiert wie Kuckucke, Okkupantinnen, Parasiten etc., wie hier im Forum berichtet wurde.

    Ab wann und wie oft soll der Kasten zwecks Kontrolle geöffnet werden? Erkennt man Wachsmotten anders als durch Nestkontrolle (keine Ahnung, obs hier welche gibt, auf 370m.ü.M, Schweizer Mittelland)? Was rät die Community?

    Gruss Ueli

    #56708 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    Hallo Ueli,

    ich wollte dir lang antworten, aber weil ich bestätigen musste, dass ich kein Roboter bin, ist alles weg.

    Nun also kurz:

    Deine Hummeln sind happy family😊.

    Erdhummeln sind sicher 3 potentiell 4 Monate da. Einen Monat vor Ende beginnt die dann alte Königin die Eier für die neuen Königinnen und die Jungs zu legen. Diesbezüglich hast du also nichts zu erwarten. Sie wird damit erst in einem, möglicherweise auch erst in 2,5 Monaten überhaupt erst beginnen.

    Jetzt sind deine Hummeln happy family😊. Das heißt, es gibt viele Arbeiterinnen. Und damit haben Thronräuberinnen keine Chance mehr – mit Ausnahme der Kuckuckshummeln, denen ist eine Klappe aber fast immer zu viel Mühe. Diesbezüglich bist du also auch sorgenfrei🌟💫💫⭐🌟🥳.

    Ja. Jede Woche gibt es nun neue und größere Arbeiterinnen. Eine Außendiensthummel ist nach spätestens 14 Tagen Arbeit zu Tode verschlissen, da wird viel ‘getauscht’. Der Innendienst lebt länger…

    #56709 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    Ja. Wachsmotten.

    Ich habe keine Ahnung von Höhenzügen. Ich komme aus der Weite.

    Ich weiß bloß: regional ist es unterschiedlich.

    Für mich kann ich sagen: Ja. Ich habe in jedem einzelnen Kästen, den ich je hatte, zumindest einmal Wachsmotten. Auch die Hornissen haben welche. Ich persönlich muss immer damit rechnen.

    Aber -selten- gibt es auch Regionen, die das Glück haben, davon verschont zu sein. Ob du dazugehörst, weiß ich nicht

    #56712 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    ‘Kontrolle.

    Das ist natürlich individuell. Jeder macht sein Ding.

    Ich persönlich bin nicht kompetent genug, eine Empfehlung geben zu können, was ein ‘must have’ ist.

    Ich kann nur sagen, was ich tue: ich kontrolliere jeden Kasten jeden einzelnen Tag.

    Am Anfang, wenn bloß die Königin da ist, schaue ich nach den Legosteinen, danach ob kein Moos oder Kapok den Eingang verwuschelt.

    Später, wenn es viele sind, mache ich immer ihre Kotecke sauber und gebe frische Einstreu rein – und tausche ihren Legostein.

    Man sieht dann, wo die Nestkugel ist. Ich hebe jeden einzelnen Tag ab dem Moment, in dem ca die dritte Arbeiterinnengeneration da ist, das Moos in der Umgebung der Nestkugel an und schaue – und auch in der Kotecke.

    Gibt es quicklebendige wimmelnde weiße Maden – oder später leider Gottes schon raupenähnliche Wesen, sind das: Wachsmotten.

    Dann musst du sofort handeln.

    Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Aber ich brauche immer Wachsmottenspray. Ohne geht es nicht. Das erste, was ich diese Saison getan habe, war Wachsmottenspray kaufen…

    #56713 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Ueli  Nestkontrollen sind ein Spagat zwischen „nicht stören“ und „eventuelle Wachsmotten-Larven frühzeitig genug entdecken“ wollen. Wachsmotten kommen hier leider gehäuft vor, daher kontrolliere ich meine Kästen einmal wöchentlich und wegen des Nestklimas ausschließlich bei trockenem und warmem Wetter.

    Bei Deinen Höhenmetern haben Deine Hummeln gute Chancen, eher keinen bis wenig Besuch von Wachsmotten zu bekommen, trotzdem ist es nicht ausgeschlossen.

    Allgemein wird gesagt, dass neue Hummelkästen im ersten Jahr kaum von Wachsmotten heimgesucht werden, da sich der Hummelgeruch noch nicht im Kasten festgesetzt hat. Aber auch das ist keine Garantie für eine Wachsmotten-Freiheit.

    Über die Wachsmotte hast Du sicher schon unter WISSEN, Gefahren, Feinde und Parasiten nachgelesen. Empfehlenswert ist auch der Link Die verschiedenen Hummelnestmotten-Stadien unter dem Text. Dort findet man Fotos, damit man eine bessere Vorstellung vom Aussehen der Motten, Eier, Larven etc. bekommt.

    In einem „sauberen Nest“ ist das von den Hummeln verwebte Nistmaterial (Kapok, Kleintierstreu, Moos etc.) auch Wochen später noch fluffig und lässt sich leicht an- und abheben.

    Eine zunehmende Zähigkeit beim vorsichtigen Abheben des oberen Kapoks deutet auf das Vorhandensein von Wachsmotten-Larven hin, die Du im frühen Larvenstadium nur mit viel Glück optisch ausmachen kannst. Nach dem Eischlupf sind sie zwischen 1 bis 3 mm lang, und jede für sich sucht sich ihren eigenen Weg durch das Nistmaterial bis zur Nahrungsquelle.

    #56714 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Thilo  Meine kleine zutrauliche Erdhummelarbeiterin :hummel:kam aus einem auswärtigen Nest zu Besuch und suchte ihren extra für sie eingerichteten Lego-Futterteller mehrmals täglich auf. Sie kam genau sechs Wochen lang und es war immer dieselbe. Und vorher hatte sie ja auch schon gelebt, ehe sie ihre Lego-Zusatzfutterstelle entdeckte. Unglaublich, was ich mit der Kleinen erlebt habe, und unendlich traurig, als sie eines Tages nicht mehr kam.

    #57012 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    @ Marylou

    Ja. Ich weiß. Ich glaube dir jedes Wort.

    Sie sind so individuell und ein Wunder.

    Letztes Jahr waren Lissy, Marie und Nelly bei mir – drei Wiesenhummelköniginnen, jede völlig anders. – und haben auch natürlich unterschiedlich gelebt. Nelly hat 3,5 Monate bei uns gelebt – länger, als ‘Hummeln brauchen blühendes Land als theoretischen Höchstwert für ein ganzes Wiesenhummelvolk angibt.

    Und ja: Arbeiterinnen sind natürlich auch… letztes Jahr hatten wir so viele Hummeln, dass die Arbeiterinnen quasi ‘untergegangen’ sind.

    Aber 2018 – aus meinem.ersten Jahr, da weiß ich auch ganz berührende Geschichten von Arbeiterinnen zu erzählen. Eine missgestaltete Stockhummel, die die Klappe nicht öffnen konnte, alles im.Nest in der Auflösungsphase gegeben hat, später die Klappe bewacht hat -mit einer Jungkönigin zusammen- und die ich jeden Mittag einmal auf den Finger genommen habe und ihr in einer kleinen Tour durch den Garten die Blüten gezeigt habe – und als sie zu erschöpft war, sie wieder ins Nest gesetzt habe.

    An ihrem letzten Lebenstag hat sie sich durch die Klappe mit letzter Kraft hindurchgedrückt – und ist auf den glühenden Steinplatten auf dem Weg zu den blühenden Blumen verstorben. Einen Fingerbreit vor einem über und über blühendem Geranienbusch auf der Terrasse.

    Da habe ich auch hart mit den Tränen kämpfen müssen.

    Und Freunde und Family wollten alles erst gar nicht glauben ‘motorisierte automatisierte Klone’, ‘Vogelfutter’ usw.

    #57013 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    Aber es ist Zauberhaft ohne Ende…

    #57015 Antworten
    Thilo
    Forenmitglied

    @Marylou

    Erzähl mal von deiner kleinen Arbeiterin🌟⭐😊

    #57541 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Thilo  Spät gesehen. sorry! Mache ich gerne, aber in einem anderen Thread. Das hier ist doch der Blog von Ueli.

    @Ueli  Was machen Deine :hummel:Mädels?

    #57543 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Zwischendurch mal einen Lagebericht.

    Erdhummeln: seit der Selbstansiedlung sind ca. 34 Tage vergangen, ich schätze, die 2. Brut ist jetzt am Fliegen, diese Arbeiterinnen haben noch Klappen-Probleme beim Ausfliegen. Eine sass heute ca. 10min hinter der Klappe, ohne Anstalten zum Ausfliegen zu machen. Vielleicht hat sie’s probiert, bevor ich’s gesehen habe, und hat resigniert oder auf eine Kollegin gewartet. Sie ist dann ins Nest zurückgekehrt.
    Den Kasten habe ich noch nie aufgemacht, aufgrund der Pollen-eintragenden Arbeiterinnen, die ich sehe, scheint soweit alles bestens. Ich füttere Zuckerwasser, der Lego ist morgens und abends geleert.

    Ackerhummeln: gestern habe ich am zweiten Gubisch-Kasten eine Selbstansiedlung einer Ackerhummel-Königin festgestellt. Yeah, freue mich ungemein, das ist mehr als ich je erwartet habe fürs zweite Jahr. Die Lady habe ich heute zweimal beim Einflug gefilmt, ob mit Pollen, kann ich nicht erkennen. Ich bin nun sehr gespannt, wie der Nestfortschritt bei dieser Art vorangeht.

    Mittlerweile hat sich hier eine Steinhummel schon mehrfach gezeigt, aber im Nektar-Such-Modus. Auch Gartenhummeln sind da und weitere Ackerhummeln. Selbst die Holzbiene hat den Holzblock inspiziert, der letztes Jahr von einem Männchen bewohnt war. Die Temperaturen sind jetzt echt frühlingshaft, so 14-16 °C, Pelz- und Mauerbienen tummeln sich am Lungenkraut, dass es eine Freude ist.

    Mächtig erfreut, Gruss Ueli

    #57555 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Ueli   Toll hergerichtetes Hummelhaus bei der Ackerhummel. Sieht aus wie einen natürlichen Mäusegang. :bravo:

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