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Antwort auf: Kastenreinigung

#66002
Doris
Forenmitglied
Buchtip:

So liebe Hummelfreunde, ich werde jetzt mal berichten zum Thema Innenkarton.
Hatte ja bereits mehrfach berichtet, dass allzu große Innenkartons es möglicherweise den Brummern schwer machen, sich heimelig zu fühlen. Die liebenswerten Plüschtierchen scheinen es zu mögen, wenn der Nistkarton nicht zu geräumig ist. Vielleicht einen etwas Kleineren wählen. Mein Favorit ist der Karton vom Hugo aus dem Supermarkt. Diese Kisten sind innen etwas beschichtet. Das beugt der Durchweichung vor. Ich reduziere die Höhe, indem ich die Kartons oben vorsichtig einritze und dann nach außen umbiege. So habe ich gleichzeitig die Fixierung zum Nistkasten.
Obendrauf liegt ein Holzbilderrahmen mit Edelstahldrahtgitter. Das kann nicht durchgenagt werden und fördert die Durchlüftung im Nest. Daher benötige ich keine aufwändige Technik.
Meine Kästen sind zum Teil außen aus OSB, teils ESP und teils aus Dreischichtplatten gefertigt. Bin immer noch am probieren und daher muss ich sagen: Es gibt kein Material, was alle Belange/Anforderungen an einen Nistkasten abdeckt. Hier musst du kompromissfähig sein. Fertige ja zum Verkauf Kästen aus ESP an. Habe bisher nur positives Feedback von all meinen Kunden bekommen. Nachzulesen unter Hummelkästen von Doris. ESP ist leicht händelbar, wetterfest usw. Aber keine Werbung an dieser Stelle.
Meine Streu besteht alljährlich aus Kleintierstreu. Die Konstruktion meiner Kästen garantiert aber immer, dass eine Mindesthöhe vom Einlaufschlauch bis zum Boden des Nistkartons von mindestens 10 cm gegeben ist. Die lieben Tierchen kehren das unterste zu oberst, so meine Erfahrungen. Ansonsten macht es möglicherweise Sinn, des Nistkarton unten zu verstärken. Ist ganz einfach: Untenherum mit Klebeband mehrfach umwickeln. Ist zwar nicht rein ÖKO, aber es hilft. Mach bitte deine eigenen Erfahrungen.
Ich finde es toll, dass du selber einen Kasten gebaut hast.
An dieser Stelle möchte ich aber noch auf einen Feind unserer Hummeln hinweisen. Die Wachsmotten.
Oft ist es so, dass im ersten Jahr kaum ein befall zu erwarten ist, das der Kasten und die Umgebung noch “NEU” sind. Daher bitte für die kommenden Jahre beachten:
Der Vorbau muss 100% dicht sein und auch das Gitter an den Lüftungsgittern muss so dicht sein, dass es den Viechern nicht gelingt, zum eigentliche Nest vorzudringen. Das wäre u.U. das Ende für all die Bemühungen, erfolgreich ein Hummelvolk durchzubringen.
Vielleicht habe ich mit meinen Erfahrungen helfen können, noch in der Vorbereitungsphase für die Saison 2022 unterstützend zur Seite stehen zu können. Ansonsten gerne her mit allen Fragen. Ich helfe gerne.