Der Marienkäfer – ein früher Helfer im Frühling

MarienkäferDer Marienkäfer gehört zu den bekanntesten Insekten in Europa. Viele Menschen erkennen ihn sofort an seinem roten Körper mit schwarzen Punkten. Nach dem Winter wird der Marienkäfer oft schon im frühen Frühling aktiv, wenn die Temperaturen steigen. Marienkäfer gehören zur Familie Coccinellidae. In Europa gibt es über 100 verschiedene Arten. Eine der bekanntesten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer.

Merkmale

  • Größe: etwa 5–8 mm
  • Farbe: meist rot mit schwarzen Punkten
  • typische Art: 7 schwarze Punkte
  • runder, gewölbter Körper
  • kurze Beine und Fühler

Die Punkte dienen nicht zum Zählen des Alters, wie viele glauben.

Lebensraum

Marienkäfer leben in vielen verschiedenen Lebensräumen:

  • Gärten
  • Wiesen
  • Felder
  • Wälder
  • Parks

Sie halten sich oft dort auf, wo viele Blattläuse vorkommen, denn das ist ihre wichtigste Nahrung.

Warum sieht man sie im Frühling?

Marienkäfer überwintern als erwachsene Käfer. Im Winter verstecken sie sich zum Beispiel:

  • unter Laub
  • unter Baumrinde
  • in Felsspalten
  • manchmal auch in Häusern

Oft überwintern sie in großen Gruppen, um sich gegenseitig zu schützen. Wenn es im Frühling wieder wärmer wird, kommen sie aus ihren Verstecken und beginnen sofort mit der Nahrungssuche.

Nahrung

Marienkäfer sind sehr nützliche Tiere, weil sie viele “Schädlinge” fressen. Ihre Lieblingsnahrung sind:

  • Blattläuse
  • kleine Insekten
  • manchmal Milben

Ein einzelner Marienkäfer kann bis zu 50 Blattläuse pro Tag fressen. Auch die Larven der Marienkäfer fressen sehr viele Blattläuse. Deshalb gelten Marienkäfer als wichtige Helfer in der Landwirtschaft und im Garten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Der Lebenszyklus eines Marienkäfers besteht aus vier Stadien:

  • Ei
  • Larve
  • Puppe
  • Käfer

Die Weibchen legen ihre gelben Eier meist auf Blätter mit vielen Blattläusen. Nach wenigen Tagen schlüpfen Larven. Die Larven sehen ganz anders aus als erwachsene Marienkäfer – eher wie kleine schwarze „Mini-Alligatoren“. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich. Daraus schlüpft schließlich der fertige Marienkäfer.

Besonderheiten

Marienkäfer haben mehrere besondere Eigenschaften:

  • Wenn sie sich bedroht fühlen, können sie eine gelbliche Flüssigkeit aus ihren Gelenken abgeben. Diese schmeckt für Feinde bitter.
  • Ihre rote Farbe warnt viele Tiere: „Ich schmecke nicht gut!“

Viele Menschen sehen den Marienkäfer als Glücksbringer.

Bedeutung für die Natur

Marienkäfer sind sehr wichtig für das Ökosystem:

  • sie verringern Schädlinge wie Blattläuse
  • sie helfen Pflanzen gesund zu bleiben
  • sie sind Nahrung für andere Tiere

Darum gelten sie als sehr nützliche Insekten.

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Stefan

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Töging am Inn (Südostbayern), 398m