Hummeln ansiedeln
Ähnlich wie Vögel lassen sich auch Hummeln im heimischen Garten oder auf dem Balkon ansiedeln. Wer schon einmal einen Nistkasten für Gartenvögel wie Meisen aufgehängt hat, kennt das Grundprinzip: Eine passende Nisthilfe und ein geeignetes Umfeld reichen oft aus, damit sich die Tiere von selbst niederlassen.
In Deutschland kommen um die 40 heimische Hummelarten vor, von denen sich aber nur eine Handvoll regelmäßig in Gärten und Parks beobachten lässt. Alle Hummelarten stehen unter besonderem Schutz und dürfen weder gefangen noch eingesperrt werden. Für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen sind sie außerordentlich wertvoll: Bei gleicher Anzahl an Blütenbesuchen erzielen wildlebende Insekten wie Hummeln einen deutlich höheren Fruchtansatz als Honigbienen, da sie in derselben Zeit ein Vielfaches an Blüten anfliegen.
Der Nistplatz für Hummeln
Ähnlich wie bei Vögeln unterscheiden sich auch bei Hummeln die Ansprüche der einzelnen Arten an den Nistplatz. Manche suchen verlassene Mäuselöcher, andere Steinspalten, Mauerritzen oder verlassene Vogelnester. Diese natürliche Vielfalt erklärt, warum sich Hummeln sowohl mit unterirdischen als auch mit oberirdischen Nisthilfen ansiedeln lassen.
Eine Nisthilfe allein reicht dafür allerdings nicht aus. Ohne ein ausreichendes Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst bleibt auch der beste Nistkasten leer, denn die Königin verbraucht ihre Reserven schnell und ist auf Nektar und Pollen aus der unmittelbaren Umgebung angewiesen.
Der richtige Zeitpunkt
Der richtige Zeitpunkt, um ein Hummelhaus aufzustellen, ist Ende Februar. Die Königinnen kommen – je nach Wetter – von Ende Februar bis Mai. Manchmal sogar bis Juni. Empfehlungen für einen geeigneten Nistkasten für Hummeln findest Du im Hummelhaus-Vergleich und bei den Bauanleitungen.
Der Standort für das Hummelhaus ist das Wichtigste
Für das Hummelhaus benötigen wir einen Platz im Garten oder auf dem Balkon, der sich ganztägig im Schatten befindet. Am besten unter einem natürlichen Schattenspender.
Ein Sonnenschirm bietet längst nicht den Schatten, wie ihn z. B. ein Baum liefert. Ideal ist ein buschiger Strauch (z. B. Haselnuss) mit dichtem Laub oder auch ein Gebäude, das dem Hummelhaus den ganzen Tag Schatten spendet.
Der Platz sollte idealerweise in einer ruhigeren Ecke des Gartens liegen. Im Umkreis von 2 bis 3 Metern des Hummelhaus-Eingangs sollten Trachtpflanzen stehen. Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokus oder Taubnesseln wirken wie Magnete auf Hummelköniginnen. Auch sollte dieser Bereich nicht gemäht werden. Eine “unaufgeräumte Ecke”, bei der auch mal sogenannte “Unkräuter” oder Brennnesseln aufgehen dürfen, wäre ideal.
Man liest immer wieder, dass das Hummelhaus Morgensonne haben sollte. Davon halte ich nichts. Spätestens im Juli/August gibt es Nächte mit 25 Grad und mehr. Die Morgensonne hat im Hochsommer so viel Kraft, dass sie das Hummelhaus ohne Probleme auf 40 Grad und mehr erhitzen kann. Zur Erinnerung: Hummeln bauen ihr Nest aus Wachs. Und Wachs beginnt bereits ab etwa 40 Grad zu schmelzen. Nur ein heißer Tag reicht und das Hummelnest ist unwiderruflich zerstört. Deshalb sind Balkone mit südlicher Ausrichtung leider völlig ungeeignet.
Hummeln ansiedeln
Wer Hummeln im Garten oder auf dem Balkon ansiedeln möchte, kann grundsätzlich zwischen zwei Herangehensweisen wählen: der passiven Ansiedlung, und der aktiven Ansiedlung. Beide Methoden werden ausführlich in den folgenden Beiträgen beschrieben, empfohlen wird hier allerdings ausschließlich eine sogenannte passive Ansiedlung.
Selbstansiedlung (passive Ansiedlung) der Hummelkönigin - Der Begriff Selbstansiedlung, auch als passive Ansiedlung im Gegensatz zur aktiven Ansiedlung bezeichnet, meint das selbstständige Auffinden und Besiedeln von… .
Aktive Ansiedlung von Hummelköniginnen - Dank Internet gibt es zur aktiven Ansiedlung von Hummelköniginnen in ein Hummelhaus bereits viele Anleitungen, die meisten haben jedoch mit… .Bewerte diesen Beitrag
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Stefan aktualisiert.
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