Manfred: Temperatur im Schwegler Nistkasten-Isomaterial

Hallo,

eigentlich wollte ich mich zu dem Thema Temeraturen gar nicht mehr äußern aber vielleicht ein paar Fakten (Messwerte!).
1) Der Schwegler-Kasten isoliert überhaupt nicht und der Temperaturverlauf im Kasten hinkt nur wenig dem der Außenluft hinterher (als es im April nochmals Frost gegeben hatte, sank die Temperatur auch im besiedelten Kasten – außerhalb der Polsterwolle – unter den Gefrierpunkt).
2) Die Wirkung der Sonneneinstrahlung ist beim Schwegler geringer als gedacht. Obwohl mein Kasten am Vormittag in der Sonne steht, steigt die Temperatur im Kasten derzeit nur um etwa 2°C über die Außentemperatur im Schatten, im März, wo der Kasten auch mittags noch in der Sonne stand, waren es bis zu 5°C.
3) Die Temperaturerhöhung lässt sich etwas durch Umwickeln des Deckels mit Alufolie reduzieren.
4) Die höchste Luftfeuchtigkeit tritt deutlich vor der höchsten Temperatur im Kasten auf und zwar während der Zeit des stärksten Temperaturanstiegs. Warum dies so ist, weiß ich noch nicht.
5) Insgesamt schätze ich, dass die Höchsttemperatur im Schweglerkasten deutlich unter der Temperatur in Naturnester in Schuppen und Dächern liegt und daher eher unkritisch ist.
Ein Indiz für eine Überhitzung wäre der Rauswurf von Larven in größerer Zahl in auf einen heißen Tag folgenden Nacht. Den Hummeln selber wird es im Kasten ohne Betrieb der Flugmuskeln nie zu heiß werden. Bei der Ventilation mit den Flügeln wird allerdings Wärme produziert, die abgeführt werden muss. Ich gehe daher eher davon aus, dass die Ventialtion auch der Regulation der Luftfeuchtigkeit dient. Bei meinem mittlerweile recht großen Erdhummelvolk (ca. 300-350 Tiere) wird nämlich jezt auch nachts und am frühen Morgen Ventialtion betrieben.

Gruß aus HH
Manfred

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