Manfred: Interessante Beobachtung nach Umsiedlung
Hallo,
bin seit ein paar Tagen zu einem mittelgroßen Baumhummelvolk (ca. 80-100 Arbeiterinnen, noch keine Geschlechtstiere) gekommen, dass dort wo es war nicht bleiben konnte.
Am ersten Tag nach der Umsiedlung flogen kaum Tiere aus (max. 6 Trachtflüge pro Stunde). Die Tiere waren damit beschäftigt die Nesthülle zu reparieren (aufgrund der nächtlichen Kälte sind hier alle Nester mit einer dicken Wachsschicht umgeben) und den Einflugbereich mit einer Wachsschicht deutlich zu verkleinern.
Am 2. Tag stieg die Zahl der Sammelflüge auf etwa 50 pro Stunde. Dabei war bemerkenswert, das fast alle Tiere, die mit Pollen zurückkamen, Brombeerpollen heimbrachten. Die ertragreichen Brombeerbestände stehen etwa 1,5 bis 2 km vom Nest entfernt, also nicht gerade um die Ecke. Ich glaube nicht, dass so viele Tiere in so kurzer Zeit diese ergiebige Trachtquelle zufällig gefunden haben.
Ich finde, diese Beobachtung stützt die These der Würzburger Hummelforscher, dass auch Hummeln in der Lage sind ihre Artgenossen über ergiebige Trachtquellen zu informieren.
Auffällig am neuen Standort war auch, dass die älteren Arbeiterinnen wesentlich länger brauchten, sich sicher zu orientieren.
Gruß aus HH
Manfred
Themenübersicht öffnen: Interessante Beobachtung nach Umsiedlung


