Johanna: Hummelpflanzen an falschen Plätzen

Hallo,

ich muss mal meinen Frust loswerden. Bei uns in der Nähe des Mains blühte die ganze Zeit ein wunderbares Brachlandstück: Königskerzen, mauretanische Malve, Kletten, Natternkopf, junge Fuchsschwänze und was sich halt noch so auf Ödland ansiedelt. Bei jedem Spaziergang hab ich mir vorgenommen, mir so einen Natternkopf-Busch für den Garten auszugraben. Gestern kommen wir hin – alles gemäht, so tief, dass kaum die Blattrosetten noch erkennbar sind. Aber nicht, dass davon Heu gemacht wird, nein – alles auf einen Haufen geschoben, zum Verrotten. Also völlig unnötig, weil das Stück unbearbeitet bleibt und sowieso irgendwas wild aufgehen wird. Das war auch kein Landwirt, das Stück gehört entweder der Stadt oder ist privat. Ökologischer Totalschaden – zumindest für die Insektenwelt.

Wenn man anfängt, sich mit den Hummeln zu beschäftigen, schaut man auch anders in die Umgebung. Und dabei ist mir noch was aufgefallen. Immer öfter sehe ich Verkehrsinseln bepflanzt mit Hummelpflanzen: Kleearten und Salbei sind mir aufgefallen, wahrscheinlich ist es eine Wildblumen-Mischung. Könnte man ja meinen, das wäre ökologisch sinnvoll.
Entpuppt es sich am Ende aber nicht als Insektenfalle durch die häufig beidseitig fahrenden Autos?? Da braucht man sich wundern, wo die ganzen Königinnen bleiben, die erst einen Kasten besiedeln und dann nicht wiederkommen.

Also da müßte irgendwie mehr zur Aufklärung von Stadtverwaltungen beigetragen werden.

Gruß Johanna

Themenübersicht öffnen: Hummelpflanzen an falschen Plätzen

Schreibe einen Kommentar