Archiv der Kategorie: Archiv Bombus.de
Christian F.: Noch viel schlimmer!
Hallo Karsten,
Ich fürchte es hat sich in den letzten Jahren hier was getan:
“Small hive beetle (Aethina tumida) is known to be able to localize, infest and destroy bumblebee
colonies (Spiewok and Neumann, 2006). ”
Übersetzung: Über den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) ist bekannt, dass er in der Lage ist Hummelkolonien zu entdecken, zu befallen und zu zerstören (Spiekwok and Neumann, 2006)
Quelle: http://www.cdfa.ca.gov/phpps/pe/InteriorExclusion/pdfs/CEQA_BumbleBee.pdf
Das war der schlimmste anzunehmende Fall. Allerdings gibt es wohl noch weiteren Forschungsbedarf, um die Bedrohung richtig einzuschätzen.
Weiteres:
http://www.pwa.ars.usda.gov/research/publications/publications.htm?seq_no_115=254161
Grüße,
Christian
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Bago: Flugunfähige Königin
Hallo Christian,
ich würde es einfach versuchen, dass sollte mit Pollen und Zuckerwasser gehen. Die Holländer machen das bestimmt in einem kleinen Karton, ich meine allerdings irgendwo gelesen zu haben, dass die Holländer eine Art Anfangsnest zur Gründung darein packen. Vielleicht hast du ja noch alte Brutwaben, dann sollte es gehen. Der Karton sollte klein sein 10x10cm, wenn der Königin ein Flügel fehlt, dann kann sie wohl nicht richtig ventilieren.
Vielleicht probierst du den Versuch im Haus, dort sind die Temperaturschwankungen nicht so stark. Auch solltest du Zugluft vermeiden. Bin mal gespannt ob das klapp, aber Artenschutz, wie du das sagst ist es nicht, wenn es eine Waldhummel, dann wäre es etwas anderes.
Viel Glück!!!
Gruß Bago
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Christian: Flugunfähige Königin
Hi,
im Herbst hab ich eine sehr kräftige Jungkönigin im Garten gefunden. Was ihr allerdings fehlte war ein Flügel. Vermutlich eine Vogelattacke.
Ich hab sie gefüttert, in den Tontopf mit Torf gesetzt und das Ganze in die Garage. Ein Überwinterungsversuch. Tatsächlich hat sich die Königin eingegraben und überlebt vielleicht.
Denke sie hat befruchtete Eier, weil sie von den Königinnen stammt, die sich noch an der Brutpflege beteiligten. Also, sie flog ein und aus, was theoretisch auf einen vollzogenen Hochzeitsflug schließen läßt. Sogar ein dezenter Milbenbesatz ist an ihrem Körper, weil ich diese Tiere gern im Nest sehe – ich halte sie für nützlich – könnte daraus ein erfolgreiches Volk werden.
Jetzt ist die Frage wie ich vorgehe, wenn das Tier erwacht. Bis zur ersten flugfähigen Arbeitergeneration muss ich ja die Entwicklung mit steuern. Suchflug kann die Königin nicht machen, auch nicht selber sammeln, ist klar. Es gilt zu erreichen, dass das Tier in nem verschlossenen Karton etc. einen Staat gründet.
Was den Holländern im großen Stil gelingt, sollte mir doch auch gelingen, oder?
Habt ihr Tips was ich beachten muss?
Klar könnte ich der Natur ihren Lauf lassen, ein Beitrag zum Artenschutz isses auch nicht, weil die Dunkle Erdhummel recht häufig ist. Vielleicht ist die mail überflüssig, weil das Insekt den Winter nicht überlebt. Die Jungköniginnen die verkrüppelt geschlüpft sind, hab ich alle sich selbst überlassen.
Denke ich kann Erfahrungen sammeln, vielleicht finde ich mal ne Waldhummel etc. oder ne andere gefährtete Art, wo es wichtig ist, ein erfolgreiches Volk heranzuziehen. Einen Versuch das Leben zu erhalten ist in jedem Fall besser als das Sterbenlassen.
Gruß
Christian
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Christian: Erfahrungen mit Rückkehrern
Hi,
Bago spricht was an, was im Detail interessant ist: Welche Arten haben Rückkehrer? Sicher die Dunkle Erdhummel, da beteiligen sich einige Jungköniginnen im Spätsommer sogar an der Brutpflege. Die haben den Platz dann bestimmt gespeichert.
Ist interessant, weil mancher von uns die Kästen im Frühjahr verstellt, damit unter den Rückkehrerinnen kein Kampf um den Nistplatz entsteht.
Könntet ihr mal eure Erfahrungen posten?
Kastenreinigung wir oft angesprochen.
Die alte Seuche muss raus, mit Krankheiterreger. Hast Du nen Scheglerkasten oder etwas robustes? Dann schütte noch kochendes Wasser rein! Einfach zum desinfizieren.
Wenn Du die friedlichen Mitbewohner erhalten möchtest, dann überwintere die alte Streu in nem Karton. Allerdings würde ich sie dann sichten, weil Fliegenkokons (in der Streu) oder Wachsmotten (am Kastendeckel) drinnen sein könnten. Doch bis zum warmen Frühjahr kannst Du sie nicht drinnen lassen, weil Hummeln die Staatengrundung schon früher starten.
Ich stelle meine Kästen Mitte Februar heraus, da müsseen die auch mit neuem Material versehen sein.
Gruß
Christian
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Karsten Grotstück: Bienenstockkäfer – Gefahr für einheimische Bienen und Hummeln
>Bienenstockkäfer – Gefahr für einheimische Bienen und Hummel !!!
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>Der südafrikanische Bienenstockkäfer (Aethina tumida) droht zu einer Gefahr unserer einheimischen Bienen und Hummeln zu werden. Der in Südafrika heimische Käfer, der im Gleichgewicht mit den dortigen Bienen lebt, ist auf bisher ungeklärte Weise 1996 nach Florida und von dort im Laufe der Jahre auch nach Australien und Ägypten verschleppt worden.
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>Durch globalen Handel mit Bienen und Bienenvölkern wächst die Gefahr, den Schädling auch nach Europa zu importieren. Die europäischen Bienen kennen den Käfer nicht und sind ihm wehrlos ausgesetzt. Wirksame Medikamente oder Behandlungskonzepte stehen bisher nicht zur Verfügung. Der Käfer entwickelt sich nicht nur in Bienenvölkern, sondern auch auf überreifen und fauligen Früchten. Er fliegt selbst Blüten an und saugt Nektar. In abgestellten Waben, Honigzargen und Beutenmaterial hat der Käfer auch ohne Bienen beste Entwicklungsbedingungen.
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>Inzwischen ist nachgewiesen, dass sich der Käfer auch in Hummelnestern vollständig entwickelt. Die Eier werden an geschützten Stellen im Bienenstock und auch außerhalb vom Stock abgelegt. Bereits nach drei bis vier Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern. Larven fressen 10 bis 16 Tage Pollen, Brut und Honig. Der Larvenkot verändert den Honig durch “Gärung”, der Honig wird ungenießbar. Die reifen Larven verlassen den Bienenstock zur Verpuppung in der Erde. Die Puppen überwintern im Boden. Die frisch geschlüpften Käfer sind hell gefärbt, im Alter dunkelbraun bis schwarz. Der Käfer ist 5 bis 7 mm lang und sehr mobil. Mehrere Käfergenerationen können sich während der Sommermonate entwickeln. Die Bienen erkennen den kleinen Bienenstockkäfer nicht als Schädling, im Gegenteil er wird sogar von den Bienen gefüttert!
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>Eine bundesweite Kampagne informiert über die Gefahr dieses neuen Bienenschädlings. Auf einer zentralen Informationsveranstaltung am 21. Juni 2003 in Kassel wurde ausführlich über die Biologie des Käfers informiert und mit Verantwortlichen in der Politik und in den Veterinärbehörden über Strategien zur Abwehr beraten. Gefordert wird ein generelles Einfuhrverbot für Bienen nach Deutschland und in die EU.
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>Diesen Forderungen kam die Europäische Kommission inzwischen nach. Ergebnis eines Expertengesprächs am 24. Juni 2003 in Brüssel ist, dass Einfuhrbeschränkungen für Bienen in die Europäische Union vorbereitet werden. Spätestens zur nächsten Bienenimportsaison im Frühjahr 2004 sollen Importe von Bienenköniginnen nur noch unter bestimmten Auflagen möglich sein. Paketbienen oder Bienenschwärme und gebrauchtes Imkermaterial sollen dann einem europaweiten Einfuhrverbot unterliegen, heißt es in einer Pressmitteilung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. aid, Renate Kessen
>Renate Kessen | Quelle: aid infodienst
>Weitere Informationen: mellifera.weitblick.de/bienenstockkaefer/bienenstockkaefer.material/bienenstockkaefer.news
Hier noch ein weiterführender Link zum Bienenstockkäfers:
http://www.bienen.de/wissenswertes_bs_kaefer.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Beutenk%C3%A4fer
http://www.bienenstockkaefer.de/fix/docs/files/Detailinfo-D-Text.pdf
Gruß Karsten Grotstück
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Bago: Königinnenrückkehr
Hallo,
der Kasten muss gereinigt werden und das alte Material muss raus.
Im Frühjahr dann wieder den Kasten herreichten wie letztes Jahr.
Königinnen kehren je nach Art mehr oder weniger häufiger wieder, um welche Art handelt es sich denn?
Viel Glück bei der Wiederansiedlung!
Gruß Bago
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Leo: Königinnenrückkehr
Hallo zusammen
Mein Hummelkasten was letztes Jahr bewohnt. Mehrmals habe ich Königinnen ausfliegen sehen und jetzt zu meiner Ferage. Stimmt es wirklich, dass die Königinnen dieses Jahr im Frühling zurückkehren und den Kasten beweohnen?
Und noch eine Frage.
Muss ich den Kasten vor dem nächsten Einzug eines volkes irgendwie bearbeiten (reinigen, ect.)?
Danke schonmal!?
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Martin: Kurz und Langkopf
>Hi,
>hab mal ne generelle Frage.
>Bei den letzten Bestimmungen habt ihr öfters auf die Kopflänge verwiesen.
Wenn man ähnlich gefärbte Arten miteinander vergleicht kann das schon hilfreich sein. Bei der Unterscheidung von Gartenhummel und Heidehummel ist die Kopflänge wohl das einfachste und sicherste Merkmal…
>Dachte immer, langer und kurzer Rüssel ist die Unterscheidung.
>Deckt sich das mit der Kopflänge? Also: langer Rüssel, gleich langer Kopf?
Tendenziell vielleicht. Allerdings hat die Ackerhummel bspw. keinen langen Kopf, aber trotzdem einen langen Rüssel.
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Christian: Raupen der Wachsmotte zerstören Nistkästen aus Styropor
Hi,
sind ja tausende von Larven und die kann man sogar noch verkaufen! Hab die bei mir alle abgetötet und ausgelegt. Bis zum Abend waren die von den Vögeln verspeist.
Styropor find ich ein ekeliges Material. Muss aber auch in den Kästen gut zur Wärmeregulierunmg sein, wers mag.
Und die Wachsmotten, wie geschrieben, denen rücke ich in Zukunft mit dem Bazillus auf den Leib.
Was mich interessiert: Woher kommts, dass der Schweglerkasten weniger von den Motten befallen wird?
Gruß
Christian
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Christian: Lieblingspflanzen
OK
hab ja meine Liste weiter oben bereits reingehängt. Die is so okay, vergiss meine Überarbeitung von vor 30 min.
Christian
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