Bulli: Frage zur Zuckerlösung – Steinhummeln nehmen sie im Freiland nicht an
Hallo,
ach, die 1:1:2 Zuckerlösung ist die alte Mischung. Seitdem es heißer ist, nutze ich die 1:1:3 Mischung. Beide wurden und werden durch Steinhummeln verschmäht.
Nach der Lektüre des Internets erscheint es sinnvoll eine Mischung zu wählen, die ähnlich ist wie der zur Zeit von den Sonnenblumen angebotene Nektar.
Der erste Versuch wird eine Mischung mit 13 % Traubenzucker, 13 % Fructose, 4 % Saccharose und 70 % Wasser.
Bei Erfolg wird der Wasseranteil reduziert.
Viele Grüße
Bulli
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Bulli: Nachtrag – Links
PS: Die Links vom vorstehenden Beitrag klickbar gemacht:
[http://www.oekonetz.interactive-design.at/start.php?link=515&nav=1 Hummelparadies]
[http://heidishabseligkeiten.blogspot.de/2007/09/erntedank.html Bild 2007-09-27]
[http://www.woche.at/deutsch-goritz/magazin/im-paradies-leben-die-koeniginnen-m532102,36039.html Bild 2011-03-26]
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Bulli: Entwicklungen zur Wachsmottenklappe, Lochverengung, Plexiglasvorbau, Lüftungsrohr
Hallo Wilhelm,
Danke für den Link.
Habe mir die Seiten sofort durchgelesen … und oftmals gestaunt.
Danach habe ich noch mal die Ausarbeitung “Ansiedlung” von E. v. Hagen gelesen.
Danach noch dies und das … und dann war schon viel Zeit vergangen. :-)
> Befestigt wird die Klappe mit einem Doppelseitigem Klebeband
Vermutlich muss die Dicke des Kebebandes bei der Klappenkonstruktion berücksichtigt werden, damit keine großen Spalten entstehen.
>> Ich glaube nämlich nicht an sooo schmutzige Hummeln.
> Da hast du aber noch keine Erfahrung mit den Steinhummeln vor allem
> wenn es drausen viel regnet wird es besonders schlimm
Ja, stimmt. Allerdings weiß ich schon, dass Hummeln sich trocknen, indem sie die Feuchtigkeit aus den Haaren zum Abdomenende kämmen, mit dem Abdomen langsam über den Boden schleifen und eine feuchte Spur hinterlassen. Der Boden kann dann nicht saugfähig genug sein.
Zum Thema Verkotung und Abfallgrube hatte ich mir schon überlegt ob es nicht sinnvoll wäre für den Vorraum eine Art Spaltboden mit 3 Millimeter Spalten zu konstruieren unter dem eine Auffangschale oder irgendetwas saugfähiges liegt. Wenn die Auffangschale eine eigene Klappe bekäme, könnte sie gegen eine neue ausgetauscht werden, ohne gleich den Boden des Vorraums auswechseln zu müssen und so die im Vorraum herum laufenden Hummeln zu stören. Keine Ahnung wie praktikabel das ist. Auch in Hinblick auf Parasiten, die sich in den Spalten bzw darunter verstecken könnten. Allerdings könnte man an den Wänden unter dem Spaltboden, also um die Auffangschale herum Raupenleim streichen. Keine Ahnung, ob so ein Spaltboden funktionieren würde. Sauber wie nach dem Einlegen eines neuen Bierdeckels wird ein Spaltboden bestimmt nie sein. Und aufquellen wird er vermutlich auch.
Ich dachte auch schon mal an eine Laufröhre mit umlaufenden Spalten, durch die Kot usw in Auffangtaschen herunter fallen könnte. Allerdings wären dies dann aufwendige Wegwerfartikel und die Hummeln stopfen gerne die Röhren mit Nistmaterial zu.
>> Plexiglasvorbau
Nach langer Suche habe ich einen weiteren Hummelnistkasten wiedergefunden, der eine Plexiglasscheibe am Vorbau verwendet. Es sind die Hummelnistkästen von Franz Schmidlechner. Anscheinend wird sukzessive weiterentwickelt, denn es gibt von diesen Kästen ein paar Fotos im I-Net, die verschiedene Varianten zeigen.
Mit zwei Einwegmottenklappen (senkrecht hängend, im inneren des Vorbaus) oder ohne.
Mit Lochdurchmesserreduktion oder ohne.
Mit abgedecktem Legostein oder mit Vogeltränke für das Zuckerwasser.
Es liegt aber auch irgendwas auf dem Boden des Vorbaus … sieht aus wie eine Pappe von einem Gemüsekarton.
[www.oekonetz.interactive-design.at__start.php?link=515&nav=1 Hummelparadies]
[heidishabseligkeiten.blogspot.de/2007/09/erntedank.html Bild 2007-09-27]
[www.woche.at/deutsch-goritz/magazin/im-paradies-leben-die-koeniginnen-m532102,36039.html Bild 2011-03-26]
> Nistkästen mit langen Laufgänge hat Ambros Aichhorn schon beschrieben
Ja, obwohl ich glaube, dass er da weniger an die Kotecken dachte.
Das Prinzip von Ambros Aichhorn ist interessant. Seine wenig von Wachsmotten belästigten Nester ähneln im Aufbau dem von ihm ausgegrabenen Nest Nr. 1.
Es hat mich ziemlich Zeit gekostet, um zu verstehen, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen Aichhorns Konzept der Nistkastenplatzierung an Haken zu dem heute üblichen Konzept der bodennahen bzw im Boden teilversenkten Nistkästen. Vor allem weil es sich auf die Gestaltung des Kamins und der Luftansaugstelle auswirkt.
Das muss ich aber ein anderes Mal ausformulieren.
>> Kotecke
Ambros Aichhorn schrieb von den Völkern, dass nur eines seine Kotecke etwa 5 cm von der Nistkugel entfernt einrichtete. Bei allen anderen scheint die Kotecke näher am Nest gewesen zu sein. Allerdings hatte keine seier Nisthilfen einen Vorbau, wenn ich mich recht entsinne.
Nochmals Danke.
Viele Grüße
Bulli
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Bago: Frage zur Zuckerlösung
Hallo,
danke für die Erklärung.
>Die Mischung wird von den Hummeln besser vertragen.
Hast du das beobachten können. Ich werde es morgen gleich mal ausprobieren.
>Hummeln ernähren sich von Nektar und Pollen von Blütenpflanzen. Nektar ist eine Lösung von Rohrzucker oder Rübenzucker (Saccharose) also Haushaltszucker mit Konzentrationen zwischen 25 und 85 %.
>Die Hummeln nehmen ihn mit ihrem Rüssel auf. In den Speicheldrüsen sind die Enzyme Amylase und Invertase enthalten. Amylase spaltet Stärke und Invertase Rohrzucker in Traubenzucker und Fruchtzucker.
>
>
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Harry: Frage zur Zuckerlösung
Die Mischung wird von den Hummeln besser vertragen.
Hummeln ernähren sich von Nektar und Pollen von Blütenpflanzen. Nektar ist eine Lösung von Rohrzucker oder Rübenzucker (Saccharose) also Haushaltszucker mit Konzentrationen zwischen 25 und 85 %.
Die Hummeln nehmen ihn mit ihrem Rüssel auf. In den Speicheldrüsen sind die Enzyme Amylase und Invertase enthalten. Amylase spaltet Stärke und Invertase Rohrzucker in Traubenzucker und Fruchtzucker.
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Bulli: Frage zur Zuckerlösung – Steinhummeln nehmen sie im Freiland nicht an
Hallo zusammen,
gerne möchte ich mich an das Thema anhängen.
Das Problem ist, dass die Steinhummeln hier die Zuckerlösung nicht annehmen.
Ich füttere gerade 1:1:2 (Raffinadezucker:Fruchtzucker:Wasser) injiziert in Blüten.
Geht nicht anders, wegen der Honigbienen.
Keine der hier herumfligenden Steinhummeln nimmt die Lösung an.
Sie arbeiten z. B. die Sonnenblumenblüte durch, bis sie an die Stelle kommen, auf die ich die Lösung aufgespritzt habe, zucken zurück und fliegen weg.
Dagegen wird die Mischung von Erdhummeln, Ackerhummeln aber auch von Bienen, Schwebfliegen, Wespen und Faltern angenommen.
@Bago
> normalerweise verwende ich 50g normalen, 50g Fruchtzucker
> auf 100ml Wasser. Die Mischung wird gern angenommen.
> Was würde passieren, wenn man nur normalen Zucker mit
> Wasser vermischt. Ist das für die Hummeln schädlich? Ich
> frage mich nämlich, wofür der Fruchtzucker gut ist…
Wenn ich mich recht entsinne ist der Fruchtzucker dabei, damit die Hummeln die Zuckerlösung schneller akzeptieren (bzw überhaupt akzeptieren) und damit die Zuckerlösung nicht so schnell wieder kristallisiert.
Fruchtzucker in Form von Körnern nimmt die Feuchtigkeit aus der Luft auf und verflüssigt sich somit automatisch. Darum ist Fruchtzucker in Plastikbeuteln abgepackt.
Mit reiner Raffinadezuckerlösung habe ich noch nicht gearbeitet.
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gil bonnez: Queen lays male eggs
Hello,My queen is still alive buth she lay only males eggs,How long wil she do that?And restart laying queen eggs?
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Bago: Frage zur Zuckerlösung
Hallo,
normalerweise verwende ich 50g normalen, 50g Fruchtzucker auf 100ml Wasser. Die Mischung wird gern angenommen.
Was würde passieren, wenn man nur normalen Zucker mit Wasser vermischt. Ist das für die Hummeln schädlich? Ich frage mich nämlich, wofür der Fruchtzucker gut ist…
Gruß Alex aus Dortmund
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Karin B.: Steinhummeln als Terrassenkehrer
Hallo Luc,
ich habe sowas mal bei einem Erdhummelnest beobachtet. Die wohnten unter einer Treppe auf der Terrasse und begannen irgendwann kleine Steinchen vor den Eingang zu rollen. 2 Steinroll-Hummeln waren unentwegt im Einsatz, sogar im Dunkeln! Die Lücke hinter der Treppe war recht groß, ich habe mir gedacht, sie wollten in der Tat das Loch verkleinern, um den Eingang besser unter Kontrolle zu haben. Da saßen auch immer zwei Wächterinnen. Ich hatte mich auch sehr gewundert.
Viele Grüße, Karin
>Hallo zusammen!
>
>Alsdann, die Gschicht ist so:
>Seit ca.1 Tag sind 2 Arbeiterinnen scheinbar nur damit beschäftigt, Sägespäne u. trockenes Erdreich in Grabwespenmanier gezielt den Eingang vollzumüllen. Jedoch nicht vom Nest heraus, sondern sie kehren mit dem Rücken zur Haustür bis ca. 35cm davon entfernt das vor dem Kasten liegende Material zum Eingang hin. Dieser Kasten ist teilversenkt, die Hummelklappe leicht erhöht über Erdbodenebene. Eine kleine Stufe, etwa 1,5cm über Erdbodenniveau ist der Höhenunterschied. Bis jetzt haben es sie geschafft, etwa 2 Händevoll vor die Klappe zu scharren. Klappenunterkante bis Kehricht z.Zt. 0,5cm. Habe dann Nachmittags dieses Material entfernt, beide Hummeln scharrten unbeirrt weiter.
>Volksstärke geschätzte 150 Ex. Sah vor wenigen Tagen erste Jungköniginnen passieren.
>
>Könnt ihr mir dieses scheinbar völlig unnötige Verhalten erklären?!
>Könnte es damit zusammenhängen, dass sie den zur Mottenabwehr über dem Brutraumgitter liegenden, stinkenden Maulwurfskugeln überdecken wollen? Sehe dieses Verhalten aber erst seit gestern.
>
>mfg LUC
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Martin: Pheromonfalle
Die Pheromonfallen locken ja nur die männlichen Tiere an, folgedessen können die Weibchen nicht befruchtet werden… Es sollte eigentlich schon möglich sein, das Pheromon der weiblichen Motte nachzubilden,
Tatsächlich wurden erst kürzlich die Bestandteile analysiert und veröffentlicht. Männchen haben im Laborversuch wohl auch auf die künstlich erstellten Pheromone reagiert.
Females of the Bumblebee Parasite, Aphomia sociella, Excite Males Using a Courtship Pheromone
Jirí Kindl, Pavel Jiroš, Blanka Kalinová, Petr Žácek and Irena Valterová
Journal of Chemical Ecology
Volume 38, Number 4 (2012), 400-407, DOI: 10.1007/s10886-012-0100-3
http://www.springerlink.com/content/e064k31nq0260467/
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