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Steinhummel-Rückkehrerinnen-Drama

  • Dieses Thema hat 18 Antworten und 9 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Monaten von MarthaMartha.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 19)
  • Autor
    Beiträge
  • #45589 Antworten
    Christoph
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo zusammen,

    in einem meiner Kästen hat sich eine Steinhummelkönigin von selbst angesiedelt – trotz halbgeschlossener Klappe. am 26.4.2020 lagen dann 3 tote Steinhummeln vor dem Kasten auf dem Boden. Am 27.4. lagen dann weitere 4 tote im Kasten auf der Polsterwolle, 2 Königinnen krabbelten auf der Polsterwolle herum. Am 28.4. fand ich 2 weitere tote Steinhummeln auf der Polsterwolle. Und ein paar Tage später lagen 2 weitere tote Steinhummeln beim Eingang, so dass es jetzt insgesamt 11 tote Steinhummel-Königinnen sind. Eine ist lebend im Kasten und sirrt, wenn man sie stört. Ob diese alle anderen getötet hat oder ob jeweils andere in Kämpfe verwickelt waren, lässt sich nicht sagen. Es gibt auch keine Arbeiterinnen; alle Hummeln sind etwa gleich groß.

    Ich habe mal gelesen, dass es unter Steinhummeln öfters Rückkehrereinnen gibt, die sich dann bekämpfen. In dem besagten Kasten waren letztes Jahr ebenfalls Steinhummeln. Aber 11 tote, das überrascht mich und hab ich so noch nicht erlebt. Beschäftige mich seit über 15 Jahren mit Hummeln und Kästen.

    Hat jemand von Euch Ähnliches erlebt? – Evtl. mit anderen Arten?

    Viele Grüße
    Christoph

     

    #45592 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Christoph!

    Ähnlich viele tote Steinhummel-Königinnen hatte ich auch schon mal vor Jahren, sogar eine Baumhummel und eine Kuckuckshummel war dabei so weit ich mich erinnere. Mal eine oder zwei in einem Kasten ist ja nichts “besonderes”, aber so viele hatte ich nur ein mal.

    Auch aktuell hat @gingillinos genau das selbe Thema: Viele tote Hummeln

    Grüße Stefan

    #45594 Antworten
    gingillinos
    Forenmitglied

    Ja damit mußte ich leider auch Erfahrungen machen. Zu lesen unter Stefans Link. Insgesammt habe ich dieses Jahr 15 tote Hummeln.aus verschiedenen Kästen..So bleiben mir bisher 2 belegt. Da mache ich jeden Tag Aufnahmen um zu kontrollieren das sie noch da sind.. Bisher ist alles gut..Diese Jahr ist alles anders..Muß ich feststellen..Ob es am Schaltjahr liegt ich weis es nicht, aber dem wird ja viel zugeschrieben..Auch meine Pflanzen im Garten kommen nicht vorwärtz..Also kann man nur das Beste daraus machen..Ich gehe mal davon aus das in der Natur gerade das gleiche passiert, nur sehen wir es nicht..Es fliegen nur ganz wenige Hummeln und Nachwuchs habe ich noch keine in der Natur gesehen,  nur ein paar Baumhummel Minis in meinem Garten.🥺😧

    #45595 Antworten
    Manfred HH
    Forenmitglied

    So extrem hatte ich es nicht nicht gehabt, das Maximum bei mir waren vier tote Königinnen, 3 Dunkle Erdhummeln und eine Steinhummel.

    Noch nie hatte ich solche Probleme bei den Pocketmakerarten. Die scheinen insgesamt weniger aggressiv zu sein, auch gegenüber anderen Königinnen der eigenen Art. Dabei sind Gartenhummeln ja auch sehr gute Rückkehrerinnen.

    Nebenbei: Das von einer Erdhummel übernommene verwaiste Baumhummelnest ist nichts geworden, die Baumhummelarbeiterinnen haben die Erdhummelkönigin aus dem Kasten vertrieben. Die beiden Arten sind offenbar zu inkompatibel für eine Nestübernahme.

    #45602 Antworten
    petersberg
    Forenmitglied

    Eine  Nestübernahme durch eine Rückkehrerin konnte ich schon 2 mal vereiteln habe sie vorsichtig weggefangen und in den leeren Kasten gesetzt und dann ist sie abgedüst…schade und Glück das ich immer dabei war.

    Heute wieder das gleiche Spiel fliegt an die Lüftungslöcher und vor der geschlossenen Klappe rum.

    Sie ist sehr groß gegenüber der Inhaberin des Kastens..die seit 3 Tagen die ersten Arbeiterinnen hat.

    An bei ein Bild von einer kleinen Arbeiterin.

    Attachments:
    #45604 Antworten
    petersberg
    Forenmitglied

    Nachtrag…Sie nimmt per du den leeren Kasten nicht an….und ich gehe zu 90% davon aus das es immer die gleiche ist.
    Die Untersuchung des Kastens immer wieder ein und das selbe Schema.

    #45619 Antworten
    jimjack
    Forenmitglied

    @Manfred,

    kann man nicht so sagen. Als einzelne “erfolgreiche” Erfahrung kann ich eine Ansiedlung einer Erdhummel in einem verwaisten Baumhummelnest, bei dem die Königin verloren ging, beisteuern.

    Dort flogen gemeinsam Baumhummelarbeiterinnen und -dohnen mit der Erdhummelkönigin samt späterem Nachwuchs parallel. Aber es gab keine Erdhummeldrohnen oder – jungköniginnen.

    #45627 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @petersberg   Du schreibst, sie sei sehr gross, könnte es eine Felsenkuckuckshummel sein? :)

    #45669 Antworten
    petersberg
    Forenmitglied

    Hallo Martha :blume:

    Das kann ich mit Sicherheit ausschließen.

    Sie hat einen braunes Hinterteil und auch keine abgetönten Flügel. :hummel:

    #45675 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Detlef    Ich hoffe sehr, dass Du recht behältst. Ich habe schon festgestellt, dass sie sich farblich kaum unterscheiden. :hummel::hummel:

    #45693 Antworten
    Christoph
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Danke für Eure interessanten Beiträge. Vielleicht ist das alles einfach “Natur” und gehört zu den Hummeln. Nur können wir es hierbei relativ gut beobachten. Was es bei anderen Tierarten so alles gubt, wissen wir nicht so genau.

    Für mich stellt sich die Frage, ob Hummelkästen, die jedes Jahr an der gleichen Stelle stehen (man kann sie ja nicht jedes Jahr an eine andere geeignete Stelle im Garten stellen), vielleicht auch kontraproduktiv sind, d.h. sie werden zu schnell gefunden und daher gibt es zu viele Bewerberinnen pro Kasten.

    Umgekehrt gibt es ja nicht immer solche Stechereien. In 3 Fällen sind bei mir Ackerhummelnester in der Wiese von Fuchs o.ä. geplündert und zerstört worden; im Kasten wären sie sicherer gewesen.

    Vor Jahren habe ich mal einen Kasteneingang mit Moos und Steinen sehr natürlich gestaltet. Die Hummel-Königin fand den Eingang und hat nach dem Orientierungsflug erstmal das Eingangsloch mit Moos so verkleinert, dass es nicht mehr sichtbar war. Schutz vor anderen suchenden Hummelköniginnen? Das geht bei Kästen mit Klappe nicht – siehe oben, Kasten wird zu leicht gefunden. Macht mich schon nachdenklich, wie Eingriffe in natürliche Abläufe Folgen haben. Was meint Ihr zu meinen Überlegungen?

    Danke und viele Grüße
    Christoph

     

    #45694 Antworten
    gingillinos
    Forenmitglied

    Vor Jahren habe ich mal einen Kasteneingang mit Moos und Steinen sehr natürlich gestaltet. Die Hummel-Königin fand den Eingang und hat nach dem Orientierungsflug erstmal das Eingangsloch mit Moos so verkleinert, dass es nicht mehr sichtbar war. Schutz vor anderen suchenden Hummelköniginnen? Das geht bei Kästen mit Klappe nicht – siehe oben, Kasten wird zu leicht gefunden. Macht mich schon nachdenklich, wie Eingriffe in natürliche Abläufe Folgen haben. Was meint Ihr zu meinen Überlegungen?

    Diese Überlegung hatte ich auch schon, werde nächste Jahr das noch einmal beobachten..Trotz allem werde ich meine Hummelklappen nächstes Jahr das erste mal einsetzen und dann weiter entscheiden.

    #45695 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    ….Vielleicht ist das alles Natur….

    Ja, wie definiert man „Natur“. Man könnte sagen, Natur ist das, was in ihr frei entsteht und überlebensfähig ist. Sozusagen ein geordnetes Chaos.
    Der Fuchs zerstört Ackerhummelnester in freier Natur, weil er die Nahrung braucht zum überleben, ob die Hummel im Kasten sicherer gewesen wäre, sei dahin gestellt. Vielleicht hätte sie einem Vogel als Überlebenschance gedient.
    Instinktives Verhalten überhaupt werden wir nie richtig verstehen können. Gesichert ist, je mehr wir in die belebte Natur eingreifen, umso grösser das Chaos. :)

     

    #45697 Antworten
    bumblebee-me
    Forenmitglied

    Eine interessante Frage, ob die Ansiedelung im Hummelkasten nicht kontraproduktiv ist. Diese Über-
    legung hatte ich im Laufe der Jahre auch immer wieder angestellt. Da zu Beginn meiner
    Hummelansiedelung keine größeren Probleme, z.B. feindl. Übernahme, mehrere Rückkehrer und
    Wachsmotten auftraten, wurden aus drei Hummelkästen neun. Irgendwann kamen aber die Probleme, die
    Kästen standen doch ziemlich nahe beieinander. Vor allem hatte ich ganz schlimm mit der Wachsmotte
    zu tun, gab es damals weder Hummelklappe noch B.t. Und so entschloss ich mich, zur Reduzierung der
    Kästen auf fünf, die gut verteilt auf meinem Grundstück im Schatten stehen. Die Vorbauten wurden umge-
    rüstet mit Klappen versehen, habe aber bei den Kästen mal auf der rechten, mal auf der linken Seite
    den Eingang. So kann ich die Kästen nach Bedarf austauschen und die Rückkehrer haben es etwas
    schwerer beim “nach Hause” finden. In den letzten Jahren, sowie auch heuer, hatte ich viele Rückkehrer
    von Steinhummeln aber keine toten Königinnen in den Kästen. Im Moment sind drei Kästen mit
    B.lapidarius besetzt, bei Zweien fliegen bereits Arbeiterinnen. Und was natürlich immer wichtig ist,
    das Nahrungsangebot muss passen, das ist für mich der ausschlaggebende Punkt.

     

     

    #45699 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Hummelfreunde  Dank dem blitzschnellen Einflug in ihr Nest konnte eine Wiesenhummel ihr Leben retten. Wäre die Klappe total geschlossen gewesen, hätte das ihr sicherer Tod bedeutet. Auch da gibt es wie überall Vor- und Nachteile. :hummel:

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