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Hummelkönigin ist krank

  • Dieses Thema hat 47 Antworten und 10 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Wochen, 1 Tag von FrederikFrederik.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 48)
  • Autor
    Beiträge
  • #57121 Antworten
    Josephin Scholz
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo ihr lieben.

    Ich bin verzweifelt, ich fand vor 4 Tagen eine Steinhummel Königin, sie schien leblos. Ich nahm Sie in die Hand und nach kurzer Zeit bewegte sie ihre Beinchen ganz wenig. Ich nahm sie mit nachhause und versuchte ihr zuckerwasser anzubieten doch ohne Erfolg. Seit 4 Tagen versuche ich es immer wieder mit dem zuckerwasser. Doch ihr befinden hat sich bisher nicht verändert. Sie bewegt kaum sichtbar ihre Beinchen und an und zu ganz ganz langsam ihre Flügel. Auch ihr hinterleib pumpt noch aber alles wirklich kaum sehr. Ich weiß mir keinen Rat was ich tun soll. Sie tut mir so leid. Kann es eine Krankheit sein? Irgendwelche Parasiten die sie quälen.

    Bitte helfen sie mir weiter

    Liebe Grüße Josi

    Attachments:
    #57125 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Jesephin!

    Das ist sehr nett von Dir und gut gemeint, aber Hummeln sind Wildbienen und die gehören nach draußen in die Natur.

    Du kannst sie auf eine blühende Erika setzen, falls sie Hunger hat wird sie dieses Angebot annehmen. Viel mehr kannst Du leider nicht tun. Falls sie Parasiten hat, ist es leider sowieso schon zu spät.

    Die flinken Meisen brüten derzeit, vielleicht ist das ihre “Aufgabe”. Das hört sich brutal an, ist aber in der Natur nun einmal so vorgesehen.

    Schade, ich hätte Dir gerne schöneres geschrieben.

    #57126 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Josi

    Solche Hummeln tun einem sehr leid, ich weiss. Aber leider ist die Realität so, viele Hummeln sind von Parasiten betroffen, denen nicht mehr zu helfen ist. Wenn sie nur geschwächt wäre, würde sie das Zuckerwasser annehmen, so meine Erfahrung. Ist traurig 😞.

    #57127 Antworten
    Josephin Scholz
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Stefan und Martha.

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe schon befürchtet das es keine guten Nachrichten geben wird und mir die Hände gebunden sind. Es tut einem wirklich so leid sie so dahinsiechen zu sehen da ihr Zustand eben einfach stagniert.

    Ich werde sie nachher in meinen Garten setzten. Sie der Natur zurück geben.

    Nach 4 Tagen ständigen bangen und Sorgen ist das wohl der beste Weg. Leider.

    Danke euch

    #57128 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Josi

    Bitte achte darauf, dass sie im Garten nicht von Ameisen belästigt werden kann.

    #57134 Antworten
    Anonym

    Hallo Josi,
    ich habe bereits mehrmals fluguntüchtige Hummelköniginnen gerettet, indem ich ihnen einfach in einem Kästchen mit Proviant (eine Futterstelle in der Ecke des Kastens und eine mitten im Nistmaterial, wo ich die Hummel daran gesetzt habe) Asyl in der Wärme gewährt habe. Einmal hat es eine Woche gedauert bis sie sich soweit erholt hat, dass sie deutliche Anzeichen einer Erholung von sich gab, danach 10 Tage bis sie wieder flügge wurde. Erst dann kam sie mit ihrem Kasten nach draußen. Am Ende der Saison verließen sehr viele Jungköniginnen ihr Nest.

    Siehe meine Videodokumentation einer Hummelrettung:

    Wenn sie bereits draußen ist findest Du sie sicherlich an derselben Stelle und reiche ihre eine Stützende Hand. Wenn sie einige Nächte überstanden hat, bestehen gute Schanzen, dass sie sich erholt.

    Übrigens: es war gut, dass ich meinen Hummeln 2 Tage Hausarrest verordnet habe. Sie verübeln es mir keineswegs und in einem der beiden Kästen sind vor 2 Tagen erste kleine Junghummeln erschienen. Ich würde es in Zukunft wieder so tun.

    Nochmals übrigens: Stefan, so sehr Du Dich bemühst, Du weißt auch nicht alles besser. Forsythien blühen sehr wohl und werden auch von Bienen und Hummeln aufgesucht. Manchmal wärest Du gut beraten, Dich mit Deiner Meinung nicht vorzudrängen. Insbesondere mit Ratschlägen, die für Hummeln so gut wie Todesurteile sind. Fürs Sterben ist immer Zeit genug nach einem beherzten Rettungsversuch.

    Herzliche Grüße allen Gleichgesinnten
    František

    #57135 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Forsythien haben zwar Blüten, aber ohne Nektar und Pollen. Bienen fliegen sie ab und zu an weil sie von dem Gelb angelockt werden, fliegen dann aber schnell wieder weg wenn sie merken dass nichts zu holen ist.

    Es gibt eine Sorte, die wohl ein wenig Nektar und Pollen bereitstellt die Sorte “Beatrix Farrand” Aber die hat wohl kaum jemand im Garten. Und laut meiner Recherche wird die auch kaum bis gar nicht angeflogen.

    Die meisten Forsythien im Handel sind Hybriden, und viele Sorten wurden durch den Einsatz von Colchicin oder ionisierender Strahlung erzeugt. Dabei kommt es wohl zu Störungen der Fertilität bzw. Pollen/Nektarbildung.

    Zuchtziel waren in erster Linie auffallende Blüten, Winterhärte, kompakter Wuchs – und nicht fertile Pflanzen, die von Insekten besucht werden.

    Was ist deine Quelle František?

     

    #57136 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied

    @ Frantisek

    Forsythien blühen zwar und werden gelegentlich auch von Bienen, Hummeln, etc, angeflogen. Aber die Insekten merken schnell, dass es hier nicht wirklich was zu holen gibt (wir haben selber welche, dort ist nichts los).

    Zitat von Utopia über Pflanzen, die Bienen nichts nützen:

    Allerdings gehört die Forsythie zu den vom Menschen gezüchteten Hybriden – die Blüten des Strauchs produzieren weder Pollen noch Nektar und sind damit für Bienen vollkommen nutzlos.

    Viele Grüße, Frederik

    #57138 Antworten
    petersberg
    Forenmitglied

    @ Frantisek
    Als Admin würde ich Dir Hausarrest und Hausverbot erteilen.

    #57139 Antworten
    Anonym

    Meine Quelle sind meine Beobachtungen und Erfahrungen:

    etliche Male beobachtet, wie eine Hummel an einer Forsythie von Blüte zur Blüte fliegt und sammelt, dies wäre kaum der Fall, wenn bereits an der ersten Blüte nichts zu holen wäre. Nektar produzieren Forsythien zwar nur selten, dafür aber Pollen. Dies kann man mit blosem Auge sehen, dafür brauche ich keine Quellen. <span style=”line-height: 1.5;”>Genauso steht es bei mir mit Hilfen bei kränklichen Hummeln, das hätte mir noch gefehlt, einen bösen Ratschlag zu befolgen, nur weil ich es irgendwo gelesen hätte und somit eine Quelle benennen könnte. Sollen wir etwa alle Krankenhäuser abschaffen, weil Kranksein natürlich ist?</span>

    #57140 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied

    Seit wir vor 8, 5 Jahren umgezogen sind, haben wir einige große Forsythien im Garten. Bisher konnte ich nie beobachten, dass eine Hummel/Biene dort Pollen sammelt

    #57141 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Ich habe auch eine Forsythie im Garten, die ich aber in den nächsten Tagen/Wochen entfernen werde. Eben aus genannten Gründen. Ich habe auch genau hingeschaut und auch Pollen gesehen, auch eine Hummel habe ich mal anfliegen sehen, die ist dann aber relativ schnell woanders hingeflogen. Pollen unterscheidet sich Qualitativ zwischen verschiedenen Pflanzen, und die Pollenmenge der Forsythie ist nur sehr gering und wahrscheinlich von schlechter Qualität.

    Ich finde es schwierig auf der einen Seite Stefan vorzuwerfen er würde auch nicht alles besser wissen und dann aber eine Argumentation auf Grundlage von eigenen Beobachtungen aufzubauen, wenn die Evidenz etwas anderes sagt.

    Besser pflanzt man eine Kornelkirsche, die blüht auch früh im Jahr (sogar noch vor der Forsythie) gelb und hat einen Mehrwert für Insekten und später dank der Früchte auch für Vögel.

    #57142 Antworten
    Stefan
    Admin

    @Frantisek: Hast Du heute schlecht geschlafen?

    Bitte aufhören mit dem Unsinn, sonst muss ich hier wirklich administrativ tätig werden, bzw. mich “vordrängeln” wie Du es nennst. :roll:

    #57145 Antworten
    Josi

    Hallo Frantisek,

    Ich weiß ja auch nicht so recht. Ich bin Laie und habe noch kein Hummelkasten. Aber ich wohne am Waldrand umringt von wiesen und viel Hummel Gebummel.

    Da es heute so schön sonnig ist habe ich sie vorhin zu mir aufs Tischchen in den Garten gestellt in die Sonne. Nach etwa einer halbe. Stunde sah ich nach ihr und sie pumpte wie verrückt mit ihrem Hintern. Weiterhin Beinchen und Flügel bewegt sie ganz ganz leicht.

    Kennst du diese Symptome?

    Sie fährt ab und zu ihren Rüssel ein Stück raus aber auf keinen Fall so weit wie es normal wäre also so lang.

    Ich denke ja auch wie Stefan und Martha sagten das es schwer ist und sie nicht mehr zu retten ist aber dachte vll auch das es einige Tage dauert bis sie sich VIELLEICHT erholt.

    Aber wenn sie nichts frisst? Verhungert sie mir doch auch.

    Also ungelogen mir geht’s richtig ans Herz wenn ich sie so sehe.

    Liebe Grüße

    #57147 Antworten
    Anonym

    Hallo Josi,
    die Sache mit dem Rüssel ist wichtig: wenn sie den Rüssel hinausgestreckt hätte und nicht in der Lage wäre, ihn wieder einzuziehen, wäre jede Mühe umsonst, solche Hummeln sind verloren. Wenn Du einen Rettungsversuch unternehmen willst, nimm eine kleine Schachtel, die weich auszupolstern ist, wenn Du nichts besseres hast, dann eben mit Watte, obwohl sie nicht besonders geeignet ist. In die Mitte des Polstermaterials kommt ein Legostein gefüllt mit Zuckerwasser (2 Gewichtsteile Wasser und jeweils 1 Gewichtsteil Fruktose und Sacharose) und direkt daneben die Hummel. Alles wird mit Polstermaterial abgedeckt, die Schachtel zugedeckt und bei Zimmertemperatur zur Ruhe gestellt. Die Zuckerlůsung muss alle Paar Tage ausgetauscht werden, denn sie neigt dazu auszuhärten. Solange die Hummel keine Anzeichen von sich gibt, die Schachtel verlassen zu wollen, beschränke Dich auf einen Kontrollblick morgens und einen abends. Die Hummel darf auf keinen Fall erhöhter Temperatur ausgesetzt werden, eine Zimmertemperatur ist optimal für sie. Das ganze kann einige Tage dauern, doch wenn die Hummel in Reichweite aufbewahrt wird, kann man eines Tages ihr Streben nach Freilassen aus der Schachtel nicht überhören. Inzwischen kannst Du Dich nach einem Hummelkasten umsehen, es kann auch eine Pappschachtel sein, die mit Styropor ausgekleidet und mit Polstermaterial gefüllt wird. In eine Wand kommt ein Loch, ca. 2 cm Durchmesser, es sollte nicht verstopft, lediglich (wenn für mehrere Stunden keine Aufsicht möglich ist) mit kleinem Gitter verriegelt werden. In die Mitte des neuen Hummeldomizils kommt der gesamte Inhalt der Rekonvaleszenz-Schachtel, samt mit dem Nistmaterial, frisch aufgefülltem Legostein und Hummel. Sobald sich die Hummel soweit erholt, dass sie zum Flug abhebt, lasse sie bitte im geschlossenen Raum fliegen und pass gut auf, ob ihr ein Rundflug im Freien zuzumuten ist. Schafft sie es nicht, kraftvoll bis zur Fensterscheibe zu fliegen, ist sie noch nicht für die Freiheit reif. Fangen kannst Du eine herausgeflogene Hummel am einfachsten in eine Streichholzschachtel, sowohl vom Boden als auch von einer Fensterscheibe. Sobald Du feststellst, dass die Hummel freigelassen werden kann, kommt sie draußen mit der Pappschachtel auf eine geschützte trockene Stelle und es bleibt abzuwarten, ob sie einen Rückflug schafft. In der Regel verdankt sie ihre Rettung mit der Einnistung im zugewiesenen Domizil.

    In meinem Video ist der Abschnitt der Rekonvaleszenz zu sehen, als die Hummel aus ihrer Starre erwachte und vor Tatkraft strotzte. Vorhin war es nicht so aufregend, sie verschlief die meiste Zeit.

    So wie Du ihr Verhalten beschreibst, würde ich gute Chancen auf ihre Genesung sehen.

    Ich wünsche Die jeden erdenklichen Erfolg.

    František

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Antwort auf: Hummelkönigin ist krank
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