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Hitzewelle

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 29)
  • Autor
    Beiträge
  • #62608 Antworten
    Niendorfer42
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Wer hat einen guten Rat, um dem Hummelhitel etwas mehr Kühlung zu verschaffen. Mein Haus steht schon im schattigen Eck – sogar noch mit Sonnenschirm. Trotzdem befürchte ich ,dass die Temperatuen in den nächsten Tagen das Wachs zum schmelzen bringen.

    #62616 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Bei ca. 28/29 Grad Außentemperatur im Schatten stecke ich in jeden Hummelkasten für einige Stunden zwei Kühlakkus nebeneinander, und zwar hinter den Nistkarton. Die Kühlakkus sind einzeln in einem passenden Waschhandschuh und dann jeweils in einer Zipper-Tüte (damit der Nistkarton trocken bleibt). Das passt in die Hummelkästen vom Platzbedarf her sehr gut rein.

    Bei weniger Platz, wo ich den Innenraum nur von oben kühlen kann, liegt im Sommer anstatt des Nistkartondeckels ein Gitterrahmen mit feinem Drahtgeflecht auf dem Nistkarton. Auf dieses Gitter lege ich dann zwei Kühlakkus drauf, verpackt wie zuvor beschrieben.

    Beide Methoden haben an den heißen Tagen sehr gut funktioniert.

    #62617 Antworten
    Niendorfer42
    Forenmitglied
    Beitragsersteller
    1. Danke für den Tip. Den habe ich gleich in die Tat umgesetzt und lasse das mal über Nacht wirken. Morgen früh wird dann wieder getauscht.
    #62624 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Um Himmels willen!!! Du zerstörst das Nestklima und schadest dem Hummelvolk!

    Kühlakkus werden grundsätzlich nur bei heißen Außentemperaturen tagsüber ab 28/29 Grad eingesetzt und auch nur für die wenigen Stunden, in denen es so heiß ist!

    #62686 Antworten
    S.L
    Forenmitglied

    Hier kommen jetzt 5 Tage an denen es über 30 Grad wird. Mein Kasten ist voll Kapok. Man kann das Nest der Steinhummeln nicht sehen wenn man den Deckel öffnet. So voll.

    Der Kasten hat hinten drei Lüftungsmöglichkeiten. Oben drauf (unter dem Dach) eine Plexiglasscheibe.

    Was macht man da am Besten? Vorsichtig Kapok entfernen? Plexiglas wegnehmen? Lüftungsklappen auf ist klar aber zur Nacht wieder zu? Alles auf einmal???

    Es ist meine erste Hummelsaison.

     

    #62687 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    Am besten misst du im Nistraum die Temperatur. Die ist maßgebend und soll eigentlich 28 Grad Celsius nicht überschreiten. Bei 32 Grad oder höher sollte sie nie liegen.

    Bei guter Lüftung ist die Nistraumtemperatur ca. 1 bis 3 Grad höher als die Temperatur um den Nistkasten herum. Gute Lüftung heißt auch, dass der Nistkasten ständig Wind abbekommt.

    Bei schlechter Lüftung ist die Nistraumtemperatur mehr als 3 Grad höher als die Temperatur um den Nistkasten herum. Manchmal kann man schlechte Lüftung schon an einem verschimmelten Karton erkennen.

    Schlechte Lüftung verbessern:
    Im Hummelstand oder an geschützten Stellen ist gute Lüftung schierig, darum kann man 5 Volt USB-Lüfter (50x50x10 mm) mit Powerbank einsetzen oder einen sogenannten Klimaaufsatz. Ein Klimaaufsatz ist eine Erweiterungszarge mit größeren Löchern, die nahtlos zwischen Kasten und Deckel passt, z. B. bei Kästen von Harry Abraham oder Doris. Für Holznistkästen muss sie selbst gebaut werden.
    Jürgen Börner hat damals für seinen Hummelstand Nistkästen entwickelt, deren Lüftungslöcher vorne und hinten in den Kästen waren. Dadurch konnte er bei verbesserter Lüftung die Nistkästen enger in den Hummelstand stellen. Dieses Design ist aufwändig und wird zur Zeit von keinem Hersteller angeboten.

    Unter 28 Grad Celsius Umgebungstemperatur:
    – Lüftungslöcher auf,
    – Lüfter ein,
    – Klimaaufsatz drauf

    Über 28 Grad Celsius Umgebungstemperatur:
    – Zuckerwasser in Vorbau und/oder auf Flugbrett bereit stellen.
    – Kühlakkus rein oder Peltierelement-Kühlung einschalten!
    – Lüftungslöcher zu, wenn Kühlakkus drin oder Peltierelemente an sind!
    – Reflektiertes Licht und Infrarotstrahlung der Umgebung vom Nistkasten fern halten
    – – Decken auflegen und seitlich herunter hängen lassen und/oder
    – – Styropor/Styrodur-Isolierplatte auf den Deckel legen und/oder
    – – indirektes Licht durch Platten oder Stoffe seitlich und hinten am Kasten installieren
    – Verdampfungskälte um den Nistkasten erzeugen
    – – nasse Decken auflegen und seitlich hängen lassen (periodisch wässern)
    – – Umgebung mit Rasensprenger o.ä. feucht halten

    Nach der aktuellen Prognose kann es zu tropischen Nächten kommen (Temperaturen von mindestens 25 Grad Celsius)

    Bleibt selber cool.
    Bei hohen Temperaturen können die Kleinen ein bisschen aggessiv werden.
    In der Nähe des Eingangs warnen Wächterinnen vor einem Angriff mit Stachel durch einen Scheinangriff. Die Warnung ist ein absichtlicher Kollisionsflug, meistens ein Stupser an den Kopf. Es kann helfen das Eingangsloch mit einer Absperrung in 2 bis 3 Meter Entfernung abzusichern.

    Macht soviel ihr könnt. Bislang wurde noch niemand nachträglich gescholten.
    Durch hohe Temperaturen im Nest werden in den Tagen danach Larven ausgeworfen.
    Viel Glück.
    VG Bulli

    PS:
    Mehr Kühlakkus gibt’s noch bei Aldi-Nord. Die lilafarbenen und die mintfarbenen kann ich nicht empfehlen.
    Für die, die lieber im Haus sind als draußen in der Sonne liegen, gibt’s Zutaten für ein Bastelprojekt: Es gibt noch Restbestände von Kühlboxen mit Peltier-Element-Kühlung in den Discountern und Baumärkten. Benötigt wird zusätzlich ein 12-13,8 Volt Netzteil mit ca. 10 Ampere Ausgangsstrom (abhängig vom Kühlgerät, siehe Gebrauchsanleitung “maximaler Strombedarf”), z. B. ein konventionelles Autobatterieladegerät ohne automatischen Ladekontroller. Die Schwierigkeit ist die Feuchtigkeit am Kühlelement aufzufangen, damit sie nicht ins Nest tropft.

    #62688 Antworten
    S.L
    Forenmitglied

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Kasten steht frei. Die Lüftungslöcher sind offen. Was meinst Du zu dem Nistmaterial? Soll ich da etwas entfernen? Ich werde in den nächsten Tagen den Boden um den Kasten feucht halten. Das bringt dann auch schon etwas. Zur Not dann feuchte Decke drauf.

    Bis zu welcher Nachttemperatur bleiben die Lüftungslöcher auf? Du schreibst bei unter 28 Grad. Bis wieviel unter 28 Grad?

    #62696 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Mich würden mal die Temperaturen in einem echten Mäusenest unter der Erde interessieren, wenn das jemand weiss. :?

    #62699 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    @Bulli: den Lüftertyp, den du vorschlägst, 5 Volt USB-Lüfter (50x50x10 mm) kann ich in der Schweiz nirgends finden (40x40x10 ginge wohlk auch). Hast du eine Typenbezeichnung, evtl. Lieferant?

    Danke und Gruss Ueli, CH

    #62701 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallu Ueli!

    Da funktioniert jeder PC-Lüfter mit 5V der ungefähr diese Dimension hat. Ob 50×50 oder 40×40 sollte dabei keine so große Rolle spielen.

    Ich würde ihn von außen, nach Außen saugend, installieren. :)

    #62705 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    Danke, @Stefan. Ich habe gemeint, es gäbe Lüfter mit direkt USB-Anschluss, aber diese finde ich nicht in der gewünschten Gehäuseform. Also USB-A-Stecker selber anbringen. Und aussen montieren, weil sich innen Hummeln aufhalten, die haben sich durch den Pappdeckel Zugang verschafft, wohl weils kühler ist.

    #62706 Antworten
    Stefan
    Admin

    Genau so. :)

    Ja, einfach ein altes USB-Kabel nehmen und abzwicken, der schwarze Draht führt Masse der Rote 5V. Da kann eigentlich nicht viel schief gehen.

    #62739 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    @Stefan: so werde ich’s tun, elektrisch ist alles klar, aber mechanisch?
    Habe denkbar schlechte Erfahrungen mit doppelseitigem Klebeband (sog. Montageband). Nach 2 Tagen fällt mein “quick and dirty”-Gebläse ab, jetzt, wo’s wichtig wäre. Wie macht man das besser am belebten Nest? Ich glaub, ich schraube den bestellten Lüfter auf eine gebohrte Leiste und klemme diese mit ‘ner Schraubzwinge über das Lüftungsloch.

    Ja, hinterher agieren ist stressig. Gibt es Baupläne für Klimaaufsätze zum Gubisch-Kasten?

    #62742 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    @Niendorfer42
    So lange im Nest Leben ist, wird das Wachs nicht schmelzen.

    @S.L
    War von vorn herein viel Kapok in dem Nistkasten?
    Die Nester haben meistens einen Wachsdeckel unter dem Kapok, den Hummeln auch abbauen können, wenn sie ihn nicht mehr brauchen.
    Wenn das Kapok in einer dicken Schicht liegt, kannst du versuchen es schnell zu entfernen. Aber es sollte möglichst keine Hummel abhauen.
    Lüftungsklappen auch in der Nacht offen lassen, denke ich.
    Plexiglas … verstehe ich nicht so ganz. Ich gehe mal davon aus, dass du weder Innenkarton noch Innenkasten hast. Die Plexiglasplatte kann bleiben, glaube ich.

    Unter 28 Grad wird durch die Lüftung die Feuchtigkeit aus dem Nest transportiert. Ob bei dir der Abtransport der Feuchtigkeit in der Nacht bei entweder geöffneten oder geschlossenen Klappen besser funktioniert, kann ich nicht sagen. Ich würd’ die Lüftung wohl eher offen lassen.

    Über 28 Grad sollten die Klappen zu sein, wenn Kühlakkus im Nistkasten sind (beides zusammen). Der Kühlakku ist der kälteste Punkt und die Umhüllung aus Stoff ( um den Kühlakku gewickelt ) nimmt die Feuchtigkeit aus dem Nest auf.

    @Martha
    Keine Ahnung. Hatte mal einen Sensor auf 10 cm oder 15 cm eingegraben, um die Temperaturen zu ermitteln, wann die Königinnen ihre Diapause beenden.

    @Ueli
    Die Größe hatte ich vorgesehen, weil sie leicht vor die Lüftungsöffnung geklebt werden kann, es gibt sie mit Kugellagern und es gibt auch Versionen mit niedrigen Drehzahlen (2500-3500 1/min). Die 40 mm Lüfter drehen schneller (5000 bis 8000 1/min) und machen häufig ein größeres Geräusch. Der Motor ist kleiner und für ein Kugellager ist kein Platz. Damit fängt er früher oder später an zu rappeln. Bei Kugellagern ist das erst viel später der Fall, wenn überhaupt. Erst 40x40x20 mm haben Kugellager, aber die sind zu dick.

    Wenn am Lüfter, den du bekommen kannst, kein USB-A-Stecker ist, kannst du einen solchen Stecker anlöten. Falls du nicht Weichlöten kannst, hilft dir ein Reparatur-Cafe oder ein Adapter (USB-A-Stecker -> 4 pol. Schraubterminal).

    Beispiel Conrad.ch:
    SUNON, 171114, Kugellager,
    Tru Components Adapter USB A-Stecker – 4-pol Terminalblock,

    Bei der Montage außen kann alles mögliche passieren. Im Inneren ist der Lüfter besser geschützt und das Kabel zur Powerbank braucht nicht durch irgendwelche Dichtungen gelegt zu werden. Beim Blasen von innen nach außen ist die Klebefläche größer, wenn der Lüfter innen installiert  ist. Wenn das Klebeband ein wenig in den Luftstrom übersteht, kann der Rotor dennoch nicht blockieren.
    Der 50x50x10 mm Lüfter kann auch gut angeschraubt werden. Wenn er außen angeschraubt wird, wird er mit 1 oder 2 Unterlegscheiben auf Abstand gehalten werden müssen, damit der Rotor nach dem Einlaufen ( ca. 20 Stunden Betrieb) nicht anschlägt oder kratzt. Beim Anschrauben im Inneren (hinaus blasend) braucht man diese nicht.

    Wenn der Lüfter angeschraubt wird, möchte ich ein Lüfterschutzgitter empfehlen.
    SEPA FG50 .

    VG Bulli

    #62773 Antworten
    Frank

    Warum sollte man bei den hohen Temperaturen Zuckerwasser in den Vorbau stellen?

    Ich kann leider noch nicht einmal Wasser versprühen, weil ich nicht vor Ort bin. :( <span style=”text-align: center;”>Kann ich nur hoffen, dass sie sich kümmern und die Hitzewelle überstehen. </span>

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 29)
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