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Feindliche Übernahmen

  • Dieses Thema hat 27 Antworten und 11 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Monat, 1 Woche von Manfred HH.
Ansicht von 13 Beiträgen - 16 bis 28 (von insgesamt 28)
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    Beiträge
  • #57399 Antworten
    Martha
    Forenmitglied
    Buchtip:

    @Berta Bommel   Markieren von Königinnen würde also Deiner Meinung nach funktionieren!? So wie Imker es mit den  Königinnen tun!? Oder Farbe an Klappe – das würde aber auch Arbeiterinnen oder Wachsmotten markieren :lol:.

    Hummelerkennungssoftware wäre natürlich der Hammer!!!! Oder eben eine Hochgeschwindigkeitskamera! :lol:

    Den Link über Hornissen ist sehr interessant, danke.
    Viel Glück noch mit Deinen weiteren Mietern. :hummel: :hummel:

    #57618 Antworten
    Berta Bommel
    Forenmitglied

    @ Martha, mit der Farbe an der Klappe sollen natürlich nicht alle Hummeln markiert werden.
    Dann würden sie ja wieder alle gleich aussehen :)
    Nur die erste Königin, in dem Zeitraum wo man die Klappe absenkt.
    Damit man dann später feststellen kann, ob eine Übernahme geklappt hat oder eben nicht.

    Frage an alle: Hat schon mal jemand eine Hummel markiert?

    #57640 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied

    @Berta Bommel

    Ich habe das bisher nicht gemacht, aber frage mich, ob das mit der Farbe an der Klappe überhaupt klappt, da:

    1. Ich nicht weiß, ob der Druck der Klappe ausreicht, damit Farbe an der Hummel bleibt und

    2. Die Hummel die Klappe ja mit dem Kopf öffnet und damit evtll. Farbe an die Fühler etc. kommt, was glaub ich nicht so gut wäre…

    Aber wie gesagt, da kenn ich mich nicht aus…

    #57694 Antworten
    Pelzflieger

    Ich hab den Eindruck, wenn mal eine andere Hummelart übernimmt, dann nur den Kasten. d.h. völlig neue Nestgründung und die Brut der ersten Königin geht zugrunde.

    Tote Königinnen derselben Art habe ich oft im Kasten, nur kann ich nicht bestimmen, ob es die Okkupantin oder die Nestgründerin ist. Gelegentlich beobachte ich auch, wenn innerhalb der Art die Wabe übernommen wird, dass der Eindringling von den Arbeiterinnen nicht akzeptiert wird. Das Nest geht dann zugrunde.

    #57704 Antworten
    gingillinos
    Forenmitglied

    Ich hab heute auch eine andere Hummel in ein bereits belegtes Nest rein fliegen sehen. Nach einer Zeit kam sie wieder raus und flog weg. Hatte riesen Schreck. Wenn ich es nicht gerade gesehen hätte wüsste ich es nicht. So denke ich ist es nochmal gut ausgegangen. :hummel:

    #57707 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hier hatte @Berta Bommel mal die Idee, die Mutter Königin zu markieren, würde das gelingen, wäre vielleicht manch Rätsel gelöst. Bei Bienen macht man das ja auch!? :biene:

    #57729 Antworten
    osmia
    Forenmitglied

    Genau so kann man es auch mit Hummeln machen. hatte man nen Artikel gelesen (schon etwas her) da wurden alle Hummel eines Volkes mit einer Markierung versehen (denke die selbe wie bei Bienen). Da kam dann raus, das z.b. blaue Arbeiterinnen auch mal im Roten Nest zu Gast waren.

    Man sollte aber bedenken, wenn man seine eigene Hummel mit so etwas markiert, kann sie später weniger Nektar/Pollen organisieren, da sie ja das Gewicht der Markierung mitschleppt. (der Bienenkönigin ist es Wohl egal, da sie nur Eier legt)

    #57872 Antworten
    Martin
    Forenmitglied

    Das Markieren von Königinnen wäre optimal. Ich kann aber verstehen, wenn man sich das nicht traut oder machen möchte. Es ginge natürlich eh nur, wenn man die nötige Genehmigung hat. Die passive Markierung über die Klappe ist zwar pfiffig, aber das wäre mir zu riskant, weil sich die Königin dabei vielleicht Mundwerkzeuge, Antennen, Augen oder Tracheen verkleben könnte.

    Aber selbst wenn wir nicht in jedem Nest wissen, was genau vorgefallen ist, lohnt es sich trotzdem Daten darüber zu sammeln. Dann können wir vielleicht nicht immer sagen, wie häufig intraspezifische Übernahmen erfolgreich sind und wie die Reihenfolge der Übernahmen genau war, aber zumindest welchen Einfluss solche Kämpfe auf die Entwicklung des Nests haben. Wie oft sie vorkommen. Ob bestimmte Konstellationen Übernahmeversuche begünstigen. Und sicher noch einiges mehr. Es geht nicht darum alle offenen Fragen zu klären.

    Hummelerkennungssoftware gibt es in der Forschung übrigens schon. Lange Zeit war es üblich den Hummeln dafür einen verhältnismäßig schweren RFID Chip aufzukleben, aber inzwischen gibt es z.B. die leichtere und günstigere Option den Hummeln eine Art QR-Code auf Papier aufzukleben und eine Software wertet dann automatisch die Bilder einer Überwachungskamera aus. Funktioniert natürlich nur bei freier Sicht auf das Geschehen. https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0136487 Jede einzelne Hummel markieren zu müssen ist aber trotzdem sehr umständlich und macht eigentlich nur im Labor Sinn, wo man nur ein paar Wochen beobachten will und bereits mit einem individuenreichen Volk startet.

    Ich habe im Forumarchiv etwas zum eigentlichen Thema recherchiert. Ich konnte leider keinen Beitrag finden, der zu meiner Erinnerung passt. Bei dem Stammpersonal vor 2010 war die gängige Meinung jedenfalls, dass es nur innerhalb Pollenstorer bzw. Pocketmaker geht. Es wurde allerdings auch darauf verwiesen, dass von Hagen wohl eine Übernahme von pratorum durch sylvarum erwähnt. Bago beobachtete, dass eine hortorum nach der Übernahme die Brut von lapidarius einfach ignorierte. Vielleicht hängt es ganz vom Zeitpunkt ab. Sind wir gespannt, was Manfred berichten wird.

    #57925 Antworten
    Manfred HH
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Kleines Update: Die Gartenhummel trägt fleißig Pollen ein und verteidigt das Nest bisher erfolgreich gegen Rivalinnen, Wiesenhummelarbeiterinnen sind bisher nicht ausgeflogen. Interessant ist eine Beobachtung von einer Gartenhummelkönigin, die such regelmäßig auf dem Flugbrett der beiden besiedelten Kästen niederlässt. Einmal steckte sie mehrere Minuten halb im Einflugloch krabbelte heraus und halb wieder herein und flog erst ab, als die Stockmutter herauskam. Ob sie versucht abzuschätzen, wie riskant ein Angriff wäre?

    Die Erdhummel ist mittlerweile ebenfalls von einer Rivalin getötet worden, hier wurde aber die Brut höchstwahrscheinlich übernommen, da die neue Königin kontinuierlich Pollen einträgt und auch den Umbau im Nistkasten da fortsetzt, wo die alte Königin aufgehört hat (der Kasten ist mit einer Kamera bestückt, die Übernahme selber konnte ich leider nicht beobachten). Einen Angriff hat die neue Königin gegenüber einer kleineren Nebenbuhlerin bereits erfolgreich abgewehrt, beide Königinnen kamen als Kneul vor das Flugloch und das kleinere Exemplar flog dann weg, während die Stockmutter den Eingangsbereich markierte.

    Offenbar haben dieses Jahr viele Königinnen ihr Nest verloren, vermutlich während der Woche nach Ostern, wo teilweise bis mittags eine Schneedecke lag. Bis auf eine einzige Baumhummel habe ich auch noch keine Arbeiterinnen gesehen.

    #58027 Antworten
    Isabell
    Forenmitglied

    Hallo,

    wir sind seit ein paar Tagen neu hier im Forum. Aber man kommt um diese Seite irgendwie nicht rum, wenn es um Hummelkästen geht- sehr viele nützliche Infos!

    Ich muss sagen, dass mich eure Erfahrungen echt beruhigt haben, da wir aktuell zwei dunkle Erdhummeln in einem Kasten haben, die sich irgendwie noch nicht einig sind.

    Ein Ansiedlungsversuch am 04.04.21 war bei uns mit einer Erdhummel erfolgreich. die Tage danach gab es eine Schneedecke und Frost. Danach war keine Hummel mehr zu sehen. Darauf folgte ein Ansiedlungsversuch am 24.04. – dieser war wieder erfolgreich mit einer Erdhummel.

    Die Mottenklappe wurde am 25.04. gesenkt.

    Gestern waren dann auf der Außen-Kamera zwei dunkle Erdhummeln zu sehen, die zusammen im Kasten waren.

    Finde es erstaunlich, dass die zweite Hummel das mit der Klappe hinbekommen hat….

    …irgendwie sogar besser, als unsere Hummel, die 5 Minuten brauchte um dieses Loch zu finden….

    wir warten mal ab, was sich noch tut… wir sehen seit ein paar Tagen sehr viele Erdhummeln, die sehr angestrengt nach Nistmöglichkeiten suchen… :hummel: :hummel:

    #58196 Antworten
    Manfred HH
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Da die 28 Tage maximale Entwicklungszeit jetzt überschritten sind wird die Gartenhummel das Nest der Wiesenhummel nicht übernommen sondern ein eigenes Nest gegründet haben.

    Ich wage daher einmal folgende These, allerdings ohne ausreichend gesicherte Belegt zu haben:

    Eine Hummelkönigin in der Nestgründungspahse übernimmt nur den Nistplatz, während eine Königin die ihr Nest verloren hat das Nest übernimmt.

    Diese These steht zumindest nicht im Widerspruch zu einschlägigen Berichten in der Literatur, wenngleich es zur ersten geschilderten Situation so gut wie keine Aussagen gibt. Zu dieser These passt auch, dass die Wiesenhummelkönigin nur vertrieben und nicht getötet worden ist.

    #58381 Antworten
    Martin
    Forenmitglied

    Hattest du das Wiesenhummel-Nest vorher eigentlich mal kontrolliert?

    Ich bin gespannt, was du am Ende der Saison davon noch finden wirst. Insbesondere ob man erkennen kann, ob pratorum Arbeiterinnen geschlüpft sind oder nicht.

    #59488 Antworten
    Manfred HH
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    So viele feindliche Übernahmen wie dies Jahr habe ich noch nie erlebt. Bei den Erdhummeln gibt es jetzt, nach 28 Tagen, die ersten Arbeiterinnen, wobei im Kasten 3 tote Königinnen liegen. Dort wo die Wiesenhummel von einer Gartenhummel vertrieben worden ist und die Gartenhummel ein neues Nest gegründet hat, liegt mittlerweile auch eine tote Gartenhummelkönigin im Kasten und der Kasten wird seit Tagen von einer weiteren Gartenhummelkönigin belagert. Wenn es nicht bald Arbeiterinnen gibt, wird es auch hier zu einem weiteren Kampf kommen.

    Meinen Beobachtungen nach hören die Attacken derselben Art auf, sobald Arbeiterinnen vorhanden sind.

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Antwort auf: Feindliche Übernahmen
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