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Antwort auf: Wachsmotten im Hummelvolk

#49977
MarylouMarylou
Forenmitglied
Buchtip:

@osmia Das hast Du richtig in Erinnerung, dass Bt. bei den Wachsmottenlarven ausschließlich im Kleinlarvenstadium wirkt. Ab einer gewissen Larvengröße zeigt Bt. keine Wirkung mehr. Vielleicht traf dies beim Nest von @Pelzflieger zu. Deshalb handelt man bei einem Befallsverdacht immer sofort und sehr schnell.

Wichtig ist auch zu wissen, dass Bt. keine Kontaktwirkung hat, sondern besprühtes „Material“ von den W-Larven gefressen werden muss.

Die W-Larven können sich zudem zeitlich versetzt entwickeln, z.B. bei momentan nicht genügender Nahrung oder z.B. bei Eiablagen von mehreren Wachsmotten hintereinander. W-Larven sind sehr zäh. Sie können hungern, bis genügend Nahrung da ist. Sie können sich je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit langsamer oder schneller entwickeln.

Auch noch interessant: Die Wahrscheinlichkeit eines Wachsmottenbefalls ist umso geringer, je höher die Lage eines Hummelnestes über dem Meeresspiegel ist. Das hängt mit den in Höhenlagen allgemein kühleren Temperaturen zusammen.

Bei Obst und Gemüse wird Bt. in der Bio-Landwirtschaft ebenfalls eingesetzt, da kein Verbraucher z.B. madendurchsetztes Obst kaufen würde. Die konventionelle Landwirtschaft verwendet wahrscheinlich ganz andere Mittel.