LUC: Hummelkasten

>Ich fände die herkömmlichen Fliegengitter von der Maschenweite her eigentlich ausreichend, nur könnten sie von Hummeln, Wespen etc. durchgenagt werden. Daher würde ich einfach ein altes Spritzschubsieb aus der Küche nehmen (die man über die Bratpfanne legt), die sind aus engmaschigem Metallgeflecht und genau richtig für diesen Zweck.
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>Wachsmotten werden – vorausgesetzt, das Hummelvolk lebt dann innen in einer Kartonkiste – nicht durch diese Maschen versuchen, Eier abzulegen. Sie orientieren sich nach dem Duft und werden daher eher über den normalen Eingang einzudringen versuchen, wo der Duft am stärksten ist. Daher ist eine Wachsmottenklappe zu empfehlen (plus zusätzliches Belüftung, da die Klappe die Luftzufuhr über den Eingang unterbindet)
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>Wenn Du noch mehr Inputs für den Bau eines Hummelhotels suchst, guck mal bei [http://www.hummelfreund.com/ Hummelfreund.com] vorbei. Wir haben die Kästen nach Jürgens Anleitung gebaut und lediglich den fertigen Vorbau inkl. Klappe und Belüftung dort bestellt.

Werte Helena,
ich habe durchaus Erfahrung im Nistkastenbau. Wenn man verschiedene Foren durchsieht, hat man den Überblick wer welche Bauart bevorzugt. Teils werden Plastikkisten mit Abdeckung verwendet, Hummelklappe dran u. mit Riffelrohren mit dem Innenkasten verbunden. Das Material spielt da keine Rolle, der Zweck muss gegeben sein. Auch ich verwende u.a. solche Kisten mit Erfolg. Auch die komplette Klappenkonstruktion mach ich mir selber.

Die Sorge ist die, dass wenn die Motte ihre Eier ausserhalb des Kastens ablegt, die schlüpfenden Raupen durch das zu grobmaschige Gaze durchschlüpfen. Deshalb mein Begehr nach feinster Metall/Alugaze. Die Meterware müsste auch deutlich günstiger im Preis sein als die Manufaktur-Ware aus der Küchenabteilung. Ich mache ja am Aussenkasten mind.2 grössere Belüftungslöcher dran, und als Zusatzsicherung über dem Innenkasten auch.
Zudem gebe ich in den Innenkasten diverse Aroma-Utensilien rein: Lavendel, Thuja, ätherische Essenzen usw.
Hauptsache ist, je näher ich ans Hummelnest komme, umsomehr muss der Kasten nach Destillatfabrik stinken.
Bloss nicht nach Hummelnest. Bloss die lauernden Fliegen (von Dir schon erwähnt ) lassen sich davon nicht abschrecken.
Vielleicht orientieren sie nach Gehör.

mfg LUC

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Helena: Hummelkasten

Ich fände die herkömmlichen Fliegengitter von der Maschenweite her eigentlich ausreichend, nur könnten sie von Hummeln, Wespen etc. durchgenagt werden. Daher würde ich einfach ein altes Spritzschubsieb aus der Küche nehmen (die man über die Bratpfanne legt), die sind aus engmaschigem Metallgeflecht und genau richtig für diesen Zweck.

Wachsmotten werden – vorausgesetzt, das Hummelvolk lebt dann innen in einer Kartonkiste – nicht durch diese Maschen versuchen, Eier abzulegen. Sie orientieren sich nach dem Duft und werden daher eher über den normalen Eingang einzudringen versuchen, wo der Duft am stärksten ist. Daher ist eine Wachsmottenklappe zu empfehlen (plus zusätzliches Belüftung, da die Klappe die Luftzufuhr über den Eingang unterbindet)

Wenn Du noch mehr Inputs für den Bau eines Hummelhotels suchst, guck mal bei [http://www.hummelfreund.com/ Hummelfreund.com] vorbei. Wir haben die Kästen nach Jürgens Anleitung gebaut und lediglich den fertigen Vorbau inkl. Klappe und Belüftung dort bestellt.

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LUC: Hummelkasten

Hallo zusammen,
möchte den Hummelstand vergrössern, sprich ich baue mir noch einige Behausungen dazu. Bei den Belüftungsöffnungen bringe ich dazu feines Gitter an. Jedoch sind die herkömmlichen Fliegengitter relativ grobmaschig. Ich denke da an Maschendurchmesser mit max. 0,5 mm. Finde jedoch im Handel u. auch im Netz keine entsprechende Meterware. Könntet Ihr Händler-bzw. Adressen nennen, mit Metallgaze-Angebot.
Pollenschutzgitter ist mir doch etwas zu fein.
Besten Dank für ev. Angaben.

mfg LUC

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Martin: Insektenflugbericht

>Die vestalis Drohnen flogen die Bäume in der Nähe an der dem Wind abgewandten
>Seite hoch und herunter ab. Sammeln sich dort die Jungköniginnen?

Das ist -soweit ich mich erinnere- noch nicht abschließend geklärt. Bei Drohnen verschiedener Arten wurde dieses Verhalten bereits beobachtet. Auf ihrer Patrouille fliegen sie bestimmte Stellen ab, die sie mit Pheromonen markiert haben. Ich habe das mal bei einem Ackerhummelmännchen beobachtet. Es wäre natürlich naheliegend, dass damit Weibchen angelockt werden sollen. Eine Paarung konnte auf oder in der Nähe solcher Stellen (Darwin nannte sie “Brummplätze”) allerdings noch nie beobachtet werden. (Goulson 2009) Da ist also noch Forschungsbedarf.

>Die B. vestalis Königin, die ich im Frühjahr sah, hatte jedenfalls wenige gelbe Haare seitlich auf dem T3.

Dann war es vielleicht sogar eine bohemicus, denn die kann auch gelbe Haare auf T3 haben.

Gruß,
Martin

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gil bonnez: UPDATE 19/07

Today i have make a video buth in the next days you wil see it,the nest has 180 workers and there are stil workers that come out.there is queen brood in the nest buth I must wait before they come out.The queen is healty she lays so much eggs that the workers some times must release some larve in the nest because there is no room enough.

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Bulli: Blütenzustandsbericht – Dahlien

Hallo Katrin,

die Blütenblätter sind zwischen durchsichtigen grünlichen Häutchen geklemmt, in denen sie offensichtlich heranreiften und diese dann kurz vorm erblühen zu durchstoßen. Diese grünen Häutchen sind sehr stark mit dem Stengel verbunden. Die Häutchen sind regelrecht platt wie aneinander, übereinander und aufeinander geschichtete Kreissegmente Und dazwischend die Blütenblätter
Es fallen nach dem Verblühen zwar ein paar Blütenblätter ab … vier, fünf, … zehn … , aber die meißten werden einfach nur beige-braun und hängen mit der Zeit labberig herunter.
Ich glaube eher würden die Blüten anfangen zu faulen, als dass die Blätter abfallen. Aber bis dahin kommt es erst gar nicht, weil sie vorher schon entsorgt werden.

Testweise könnte ich mal ein paar Dahlien rupfen, wenn sie gerade anfangen zu verblühen. Aber die grünen Häutchen sehen auch nicht gerade schön aus … hast du schon gut beschrieben.

Viele Grüße

Bulli

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Bulli: Insektenflugbericht

Hallo zusammen,

ziemlich ruhig hier im Forum.
Lassen meine Beiträge das Engagement absterben?

Nu, ja.
Die Sache mit dem B. vestalis Drohn hat sich nicht mehr regeln lassen und nun hat es sich regelrecht verschlimmert.
Inzwischen brausen hier mehr als drei B. vestalis Drohnen an den … inzwischen 27 geöffneten … Roten Sonnenhüten (de.wikipedia.org/wiki/Sonnenh%C3%BCte_(Echinacea) ), vermutlich Echinacea purpurea.
Natürlich sind auch einige Erdhummelarbeiterinnen dran.
Also doch nicht nur Drohnen. :-)
Interessant ist, dass die Hummeln nur da sind, wenn die Sonne klar vom Himmel knallt. Sobalt sich auch nur eine transparente Wolke vor die Sonne schiebt, sind erst die terrestris Erdhummelarbeiterinnen und wenn die Wolke fast die Sonne verdeckt auch die vestalis Drohnen weg.

Schade, dass ich im Frühjahr noch nicht wusste, wie eine B. vestalis Königin aussieht und wen sie befällt.
Es ist voll ärgerlich. Die Erdhummelarbeiterinnen sind endlich in einer stattlichen Größe und Anzehl da und nu ist das Nest übernommen.

Heute war teilweise ordentlich Südwind.
Die vestalis Drohnen flogen die Bäume in der Nähe an der dem Wind abgewandten Seite hoch und herunter ab. Sammeln sich dort die Jungköniginnen?
Die Tierchen sind außerdem sehr Störungsunempfindlich. Man kann ja fast schon die Sonnenhüte schütteln, ohne dass die Drohnen abfliegen. So dicht wie bei denen kann man bei Arbeiterinnen nicht mit der Kamera herankommen.
Die Drohnen üben schon das Aufreiten mit dem gleichen Geschlecht und den Erdhummel-Arbeiterinnen. :-)

Was mich stutzig macht ist, dass die gelben Ecken auf T3 des Abdomens bei allen unterschiedlich ausgeprägt sind.
Ein Drohn hat da so wenige gelbe Härchen an T3, dass man ihn für B. bohemicus halten könnte. Im Gegensatz dazu gibt es einen Drohn, bei dem der ganze T3 gelb behaart ist bis auf eine kleine Lücke in der Mitte.
Auch haben einige gelbe Haare zwischen Mesosoma und Metasoma, aber andere nicht.

Die B. vestalis Königin, die ich im Frühjahr sah, hatte jedenfalls wenige gelbe Haare seitlich auf dem T3.

Hier blüht nun auch eine Prachtscharte. Viele Insekten, auch Schmetterlinge, versuchen sich mal daran, aber nur die B. vestalis-Drohnen graben sich richtig ein und können anscheinend Nektar schlürfen. Die Pflanze steht neben den Sonnenhüten und bezieht vermutlich aus der Nähe ihre Besuchszahlen.

Im Augenblick beginnen die Fuchsien zu blühen. Ackerhummeln nehmen sie sehr gerne an. Anscheinend fliegen die Ackerhummeln immer noch hauptsächlich an den Mauern entlang.

Der senffarbene Fingerhut mit den ganz kleinen Blüten, der auch auf dem Weg der Ackerhummeln wächst und immer noch gut besucht ist, steht komischerweise in den Fugen eines Gehwegs. An der Stelle gibt es wenig Humus in den Ritzen und unter den Platten viel Sand. Das muss eine Sorte für karge Sandböden sein. Wie die da wohl hin gekommen ist!?!
Im Gegensatz dazu stehen hier noch zwei lilafarbene Fingerhüte mit großen Blüten, die aber von Gartenhummeln überhaupt nicht mehr angeflogen werden.

Die sechs Eisenhüte sind weiterhin mickrige 70 cm hoch. An denen sah ich noch niemals eine Hummel seit dem sich die Blüten öffneten. Die Blüten sind auch viel zu lange offen. Da war bestimmt kein Insekt dran.

Einige Blüten hat die Zaunwinde. Die werden anscheinend gut von Ackerhummeln besucht, so dass sie sich nach nur einem Blühtag schon zusammenrollen.

Ich finde es spaßig die Hummeln zu beobachten.

Viele Grüße

Bulli

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