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Wer hat wieviel Verlust in diesem Jahr 2021

  • Dieses Thema hat 116 Antworten und 33 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Tage, 9 Stunden von Martha.
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  • #62422 Antworten
    Christian
    Forenmitglied
    Buchtip:

    @ Manfred HH – mir geht´s ähnlich, nach anfänglich gutem Hummeljahr eine miserable Bilanz. Es waren wie im Vorjahr wieder ca. 22 von 25 Hummelkästen mehr oder weniger lang besiedelt, aber fast alle Königinnen sind verschwunden während der Schlechtwetterphase.

    @ Bulli – weil ich seit vielen Jahren viel dokumentiere, gelten Deine Angaben analog auch für meine Gärten. Hier blühen die bei Hummeln sehr beliebten Weigelien und Akeleien, sehe aber kaum welche. In diesem Jahr scheint auch die ohnehin kleine Population an Waldhummeln und Veränderlichen ausgestorben. Einen Hoffnungsschimmer gibt´s im 2. Garten, in dem jetzt die Wildrosen prächtig blühen: Jede Menge Hummeln! :-) Hier brauchen die Hummeln die Konkurrenz meiner Bienenvölker nicht zu fürchten.

    Grüße! Christian, Oö.

    #62463 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    @Christian,

    was meinst Du, woran der Unterschied liegt? Gab es in deinem 2. Garten keine Trachtlücke während der schlechten Tage oder sind dort weniger brütende Vögel?

    Ich muss ganz ehrlich sagen bei uns gab es immer mal wieder Temperaturen unter null Grad. In den Situationen erfrieren die Blüten und weit entwickelten Knospen der Rhododendren. Bis die noch nicht so weit entwickelten Knospen nach so einem Ereignis weiter wachsen, dauert es einige Zeit. Die Zeit ist auf jeden Fall zu lang für die Hummelköniginnen. Keine Ahnung welche Pflanze in der Situation hilft. Die Mahonie war im Anfang eine Lösung. Später war sie schon durchgeblüht.

    #62524 Antworten
    Christian
    Forenmitglied

    @ Bulli, meine beiden Gärten liegen auf 420 und 510 m Seehöhe – da ist die jeweilige Vegetation unterschiedlich entwickelt. Überall gibt es über´s ganze Jahr viele Blühpflanzen, geht im Frühling schon los mit etwa 5.000 gepflanzten Krokussen usw. Denke, die Königinnenverluste hängen nicht mit Nahrungsmangel zusammen, aber entweder direkt mit dem Wetter (Hagel, Schneefall, Kälte) oder indirekt durch die vielen Vögel hier, die es wohl auch nicht leicht hatten, die schwere Zeit zu überstehen.

    Gestern flogen nach exakt 21 Tagen die ersten Ackerhummel-Arbeiterinnen. Interessant ist auch, wie es mit der Erdhummelkönigin im unterirdischen Schwegler weitergeht. Habe dokumentiert, dass sich Anfang April eine für den Nistkasten interessiert hat, Ende des Monats eine einen Beobachtungsflug absolviert hat, Mitte Mai verschollen war und seit Anfang Juni wieder fliegt – auch gestern wieder. Ob das noch was wird?

    #62532 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    @Christian,

    Danke. Hier war es der Wechsel von langer Zeit mit hohen Temperaturen zu langer Zeit mit niedrigen Temperaturen.

    Es wäre schön, wenn hier auch neue Nestgründungen nach Mitte Mai stattgefunden haben. Ich hoffe auf drei Nester von Gartenhummel, Ackerhummel und Steinhummel. Wenn sich das bewahrheitet, wird den Sommerblühern mehr Bedeutung zukommen, als in den Vorjahren. Mal sehen.

    #63463 Antworten
    Frank
    Forenmitglied

    Also ich denke, dass 2021 nun definitiv mein letztes Jahr mit den Hummeln war.
    Gestern mal in den Karton geschaut. Nur eine Arbeiterin, ein zerstörtes Honigtöpfchen und ne Menge Wachsmottenlarven darin.
    Verstehe ich nicht. Es war die allererste Besiedelung eines nagelneuen Kastens seit 2 Jahren und schon ist die Motte drin. Das ist so frustrierend…. ich denke beim ersten Mal passiert das kaum….?
    Werde wohl meinen Kasten verkaufen und mich den Hornissen widmen. :|

    #63464 Antworten
    osmia
    Forenmitglied

    @frank, nicht aufgeben.

    Das ist mir im letzten Jahr auch passiert. Nach Jahren ohne Besiedelung wurden im letzten Jahr 2 Kästen angenommen. in beiden Kästen hatte ich Wachsmotten und Kuckuckshummeln.

    Dieses Jahr sind es 5 belegt Kästen.

    Bei den Hornissen ist es auch nicht einfacher, die können ebenfalls von der Wachsmotte befallen werden. Das hab ich vor ein paar Jahren mal erlebt. (Die waren im Vogelnistkasten) Seit dem ich einen Hornissenkasten aufgehängt habe, ist leider keine Hornisse eingezogen. Ich hoffe du hast da mehr Erfolg.

    #63651 Antworten
    Pelzflieger

    @frank, ja, bitte nicht aufgeben. Wenn man nen Kasten aufstellt, der halt nicht natürlich ist, muß man immer wieder nachsehen evtl eingreifen. Mit Erfahrung und den Tips hier, wirst Du auch mit den Motten fertig, hin und wieder nen Rückschlag haben. das ist eben normal. Und machts dann ja auch so spannend.

    Und Hornissen sind wesentlich komplizierter und frustrierender. Von 10 Königinnen brechen da 9 ab. Dann gibts Okkupationskämpfe, dann plündert ne Kohlmeise die Wabe… Mein letztes Horninest hatte ich 2008, dann fast jedes Jahr ne Ansiedlung. Dieses Jahr fliegt endlich ne Arbeiterin mit der Königin, es ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.

    #63657 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @frank   Aufgeben führt nie zum Ziel und mit Hornissen ist es auch nicht besser. Wie hier bereits erwähnt wurde, brechen die ihre Nester plötzlich ab und verschwinden, was ebenso frustrierend ist.
    Versuche es einfach wieder. :winken:

    #64204 Antworten
    Doris
    Forenmitglied

    Hallo, in diesem Jahr hatte ich aus persönlichen gründen leider nicht die Möglichkeit, mich rechtzeitig warm eingewickelt in den Garten zu setzen zum aktiven Einsetzen. Von meinen 26 Kästen waren daher zunächst 5 besetzt. In der ersten Etage meines Hummelstandes siedelte eine Steinhummel. In der 2 Etage siedelte sich eine Baumhummel selbst an.
    Den unterirdischen Schwegler hat eine Erdhummel für sich entdeckt. Dann noch 2 oberirdische Schwegler wurden mit dkl. Erdhummeln selbst besiedelt.
    Vergangene Woche habe ich überall nachgesehen, da die Flugaktivitäten zum größten Teil zum Erliegen kamen.
    Fazit:

    Im Baumhummelnest ca. 10 tote Hummelarbeiterinnen und die tote Königin.

    Im Steinhummelnest dieselbe Situation. Die tote Königin und etwa 7-8 tote Arbeiterinnen.

    Im unterirdischen Schwegler ein schon recht gut entwickeltes Nest, aber Königin tot im Nest und etwa 30
    Arbeiterinnen, alle verendet.

    In einem von den 2 oberirdische Schweglerkästen war immer ein regen Flugverkehr zu verzeichnen. In den letzten 2 Wochen nichts mehr zu sehen. Nachgesehen.
    Ich bin erschüttert. Ein recht großes Hummelnest, 2 tote Königinnen und etwa 60 Arbeiterinnen, auch alle tot.

    Nur noch 1 oberirdischer Schwegler ist aktiv. Jungköniginnen fliegen, aber noch kein Drohn zu sehen. Hoffentlich geht das gut.

    Ich bin traurig, dass mir in diesem Jahr der Erfolg nicht gegönnt ist. Was mag nur passiert sein?

    #64220 Antworten
    Ralph
    Forenmitglied

    Hallo Doris,

    das dacht ich nun, dass es nur bei mir alles schief läuft.

    Ich bin seit 3 Jahren mit 5 Häuser dabei. Im Frühjahr fing es auch sehr gut an, mit 5 Besiedlungen, ich habe sogar noch Kästen dazu gekauft. 2 Selbstbesiedlung im Schwegler, wahrscheinlich die Königinnen vom letzten Jahr. Dann kam auch bei mir das große Sterben. Nur noch 3 Häuser mit Erdhummeln. Mitte Juni konnte ich sogar das 1. Mal eine Steinhummel noch zur Nestgründung überreden, welche sich in der Garage verflogen hatte, und ich sie mit dem Kescher einfing.

    Aber seit 1 Woche geht es bergab. In einem Erdhummelkasten kam der Flugverkehr zum erliegen, drin krabbeln noch einzelne verwirrte Hummeln herum. Suchen möchte ich die Königin nicht, da habe ich noch keine Erfahrung. Und die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ob es damit zusammen hängt, dass ich vor 2 Wochen in den beiden Kästen den Deckel vom Brutkasten entfernt habe?? Nun habe ich ihn wieder drauf gemacht.

    In dem anderen Haus ist auch die Aktivität spürbar zurück gegangen. Vorher hatte ich noch eine Jungkönigin bei ihren 1. Flugversuch von diesem Haus beobachten können. Im Steinhummel-Haus rührt sich auch nichts mehr. Vor einer Woche flogen sogar noch die 1. und 2. Brut teilweise intensiv im 5min Takt. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Es gab kein Kälteeinbruch, nur mal 2 Tage Dauerregen, aber versetzt. Wachsmotten habe ich keine. Ich mache neben den Eingängen ab und zu Lavendelöl, das hilft zur Ablenkung vom Geruch.

    Nun habe ich nur noch ein sehr aktives Unterirdisches Erdhummelhaus von Schwegler und das nicht so aktive Haus – und mein Garten voller Trachtpflanzen?!

    Herzlichen Gruß Ralph

    #64225 Antworten
    Pelzflieger

    Also das ist schon sehr seltsam, gerade dass dann wie bei Doris soviele tote Arbeiterinnen im Kasten sind und das gleichzeitig bei fast allen Völker. Einmal ist bei mir ne wiesenhummelkönigin vorzeitig verendet, ein anderes Mal ging ein starkes Ackerhummelvolk zugrunde. Aber stets haben sich die arbeiterinnen verflogen! Der Kasten war dann leer. Ob hier Gift eine Rolle spielt?

    Oder bei Ralph Neonikotinoide. Dass die Hummeln ihr Nes nicht mehr gefunden haben? Ich kann nur spekulieren.

    #64228 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Alle diese Nachrichten von den toten Hummeln stimmen sehr traurig. Dieses Jahr ist vieles anders, und man kann darüber wirklich nur spekulieren 🧐.
    Ich habe bei den Kontrollen “nur” verlassene Nester angetroffen, aber zum Glück keine toten Hummeln. Ein Erdhummelvolk hat es ganz gross geschafft. Noch immer werden Pollen eingetragen, aber die Altkönigin ist natürlicherweise nicht mehr. Die arme, die soviel geleistet hat, wurde kurzerhand aus dem Nest geschmissen. Sie lag vor dem Eingang und wurde noch weiter geschubst. Ich bin mir fast sicher, dass da vor einiger Zeit eine Hofdame das Kommando übernommen hat, denn nun fliegen viele kleine “Buben” (Drohnen), die hoffentlich alle ihre Aufgabe erfüllen, damit der Fortbestand gesichert ist. :D

    Ich vermute, dass es diese Saison bei soviel Regen auch Engpässe an Nahrungsangebot gegeben haben könnte. Die Blüten geben bei viel Regen weniger von dieser so notwendigen Süssigkeit (Nektar) ab, weil die Sonne oft gefehlt hat und bei kultivierten Pflanzen ist dies erst recht der Fall. Nur gewöhnliches Zuckerwasser ist nur ein kleiner Notersatz, da fehlen sämtliche weitere nötige Inhaltsstoffe wie z.B. Mineralbestandteile und Spurenelemente sowie Vitamine, die für Hummeln von lebenswichtiger Bedeutung sind.
    Somit wäre der Futtersirup, den die Imker ihren Bienen als Ersatz für den geklauten Honig 🍯 (bitte nicht falsch verstehen) zu trinken geben, vonnöten (Apiinvert).

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Antwort auf: Wer hat wieviel Verlust in diesem Jahr 2021
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