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Was ist da in meinem Hummelhaus?

Ansicht von 11 Beiträgen - 1 bis 11 (von insgesamt 11)
  • Autor
    Beiträge
  • #60598 Antworten
    Markus
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo liebe Hummelfreunde,

    mein Name ist Markus und ich komme aus dem LK Tuttlingen (zw. Bodensee und Schwarzwald)

    Nach doch einigen erfolglosen Jahren  ist es mir dieses Jahr zum ersten mal aktiv gelungen, eine Erdhummel in einen oberirdischen Kasten  anzusiedeln.

    Die Freude ,aber auch die Neugierde ist groß, daher habe ich kurz den Deckel gehoben ;-)

    Hier sind mir allerdings, wohl weitere Ansiedler aufgefallen :o

    Ich hab Fotos davon im Mauerseglerforum

    https://www.mauersegler-forum.de/viewtopic.php?f=78&t=79&sid=6de08e62be97820cd6e737eed372268e&p=20862#p20857

    gepostet, da wir auch dort in Sachen Hummeln aktiv sind, hoffe dies ist kein Problem für Euch, bzw. den Forenbetreiber, dass ich nun hier poste und verlinke. Ansonsten bitte den Beitrag wieder löschen.

    Immer wieder Gerne verweisen/verlinken wir auch natürlich auf das Pollenhöschen.

    Nun zu meiner Frage, sind dies Schädlinge auf der Kapokwolle ? sollte ich aktiv werden? was meint Ihr ?

    Würde mich sehr über Tipps freuen.

    Vielen Dank an Euch, tolles Forum

     

    LG

    Markus

     

    #60599 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Markus!

    Ich denke Du hattest da (mindestens) eine Maus drin. Das sieht wie Mäusekot aus. Ideale Bedingungen für ein Hummelnest. :ja:

    Und ja: Der Trichter geht senkrecht zum Hummelnest. Wenn du mit einem feinen Holzstäbchen (z. B. Schaschlikstab) mit leicht kreisenden Bewegungen diesen Gang im Kapok etwas aufweitest, kommst Du nach wenigen Zentimetern zum Honigtopf. Das aber bitte nur an einem warmen Tag und sehr vorsichtig machen.

    Fotos kannst Du auch hier direkt anhängen, bist ja angemeldet. :)

    Grüße an das Mauersegler-Forum, speziell auch an den “Bodensee” :winken:

    #60607 Antworten
    Markus
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Stefan,

     

    vielen Dank für Deine Antwort und fürs verschieben :ups: , damit hätte ich tatsächlich zuletzt gerechnet, eine Maus :o   dennoch bin ich einigermaßen beruhigt.

    Da ich jetzt ja stolzer Hummelvolkbesitzer bin, werden hier von mir natürlich auch weitere Beiträge mit Fotos ;-) folgen.

    Vielen Dank nochmals Stefan.

    LG

    Markus

    #60618 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    In den schlitzartigen Vertiefungen würde ich auf Kot von Ohrenkneifern (Forficula auricularia) tippen.

    Ich habe mir irgendwann notiert, dass die Imagos (Käfer) in Hummelnestern als Nektarräuber auftreten.

    In Wildbienenhotels mit Niströhren klauen sie den Pollen.

    Übernachtungshilfen für Ohrwürmer sollten möglichst weit entfernt von Wildbienenhotels und Hummelnistkästen aufgestellt sein.

    VG Bulli

    PS:

    Chatura Vaidya, Kaleigh Fisher, John Vandermeer (2018):
    “Colony Development and Reproductive Success of Bumblebees in an Urban Gradient”

    Die Forscher fanden Ohrkneifer fressend an alten Wachstönnchen (ob zwischen Wachs- und Pollentönnchen unterschieden wurde?) und als Räuber an Larven und Puppen.

    #60620 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Markus!

    Verlassene Mäusehöhlen sind ja typische natürliche Hummelnester. Ideale Bedingungen also bei Dir! :)

    Mit Ohrenkneifern habe ich überhaupt keine Erfahrungen, diese hatte ich noch nie in einem meiner Hummelnester. Jedoch habe ich schon öfter davon gelesen. Bitte beherzige das was @Bulli schreibt und habe ein Auge auf “Ohrenzwicker”, wie sie bei uns in der Gegend genannt werden.

    Grüße Stefan

    #60639 Antworten
    Markus
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Stefan und Bulli,

    ok, werde die vermeintliche Ohrenzwickerbrut (auch bei uns so genannt) mal “verschärft”  beobachten.

    Zudem habe ich heute die Wachsmottenklappe herunter geklappt. Denke mal dass bei diesen lausigen Temperaturen noch keine unterwegs sind.

    Wie “Störanfällig” sind die Hummeln eigentlich ?

    Kann die Nistplatzklappe bedenkenlos geöffnet werden?

    Nur um zu schauen natürlich, ich möchte da nicht weiter daran manipulieren.

    Oder besteht die Gefahr dass die Brut aufgegeben wird.

    Wie ihr seht bin ich absoluter Anfänger und hoffe dass ich mit meiner Fragerei nicht all zu nervig bin ;-)

    Ich weiss ihr habt ein ausführliches und sehr informatives Archiv. Demnächst muss ich mich unbedingt mal dort umschauen.

     

    LG

    Markus

    #60641 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Markus!

    Die Wachsmottenklappe musst Du langsam schließen, schrittweise! Sonst kommen Deine ausgeflogenen Hummeln nicht mehr ins Haus!

    Hummelhaltungs-Crash-Kurs:

    Naturgemäße Ansiedlung und Haltung von Hummeln in Nistkästen zu Schutz- und Vermehrungszwecken

    #60642 Antworten
    Markus
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ja @Bodensee Mauersegler hat mich schon darauf aufmerksam gemacht, vielen Dank für den wichtigen Hinweis Stefan.

     

    Ich habe ein Stöckchen, bzw. jetzt Draht darunter gestellt, die Klappe ist etwa noch zu einem Viertel geöffnet.

    Hm, werde sie aber zur (Einflug)Sicherheit wieder etwas weiter öffnen.

    LG

    Markus

    So sieht es aktuell aus

     

    Attachments:
    #60697 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    > Wie “Störanfällig” sind die Hummeln eigentlich ?
    > Kann die Nistplatzklappe bedenkenlos geöffnet werden?
    > Nur um zu schauen natürlich, ich möchte da nicht weiter daran manipulieren.
    > Oder besteht die Gefahr dass die Brut aufgegeben wird.

    Hallo,

    die Öffnung des Nistraums kann zum Verlust von Stockhummeln führen.

    Man sagt, dass Hummeln ihre Flugmuskulatur erst “auf Betriebstemperatur” bringen müssen, wenn sie fliegen wollen. Das stimmt, aber bei einer Störung im Nistraum können sie 50 cm bis 1 Meter “aus dem Stand” fliegen.

    Die Kleinen gewöhnen sich allerdings auch an Störungen.
    Wenn du den Nistraum öffnest, kommen irgendwann Hummeln “gucken” was los ist. Licht und Erschütterung löst Alarm aus. Dann den Deckel wieder auflegen. Die Hummeln machen dann Kontrollgänge, ob irgendwas eingebrochen ist o. ä. Nach einigen Minuten kann man den Deckel wieder abheben. Kommen die Hummeln aus dem Nest, wieder Deckel drauf, wieder warten … usw. Irgendwann kommt keine Hummel mehr gucken. Aber wenn du dann das Nest aufrießt, werden einige Hummeln abhauen. Es sind Stockhummeln und kennen darum nur diesen Ausgang. Das Einflugloch kennen sie nicht. Sie kommen aber bis zu zwei Tage immer wieder an den Nistkasten und suchen das Nest. Da muss man dann mit einem Kescher die Kleinen einfangen und schnell in den Nistraum buxieren.

    Hm.
    Besser ist es, den Nistraumdeckel schnell gegen eine hummeldichte Scheibe zu ersetzen. Entweder aus Glas zugeschnitten (dein Glaser kann helfen) oder aus Acrylglas zugesägt (dein Baumarkt hilft). Wenn du genug geguckt hast, wechselst du wieder zum normalen Nistraumdeckel. Wenn du das Nest aufreißen möchtest, suche dir einen guten Zeitpunkt aus. Abends in der Dämmerung ist eine gute Zeit. Oder in der jungen Nacht mit Rotlicht-LED-Lampe.

    Einige Forscher haben Hummelnistkästen abends in einem kleinen Raum unter Rotlicht geöffnet, damit die Hummeln wenig sehen und die ausgebüxten Hummeln schnell eingefangen werden konnten.

    VG Bulli

    #60702 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Bulli   Toller Bericht! Ich bedanke mich auch. So manch’ unausgesprochene Frage wurde damit beantwortet. 8)

    #60842 Antworten
    Markus
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Stimme Martha voll zu …… und bei mir waren es einige unausgesprochene Fragen ;-)

    Danke Bulli.

    Allen schöne Pfingsten.

     

    LG

    Markus

     

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