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Temperaturmessung im Hummelhaus

  • Dieses Thema hat 8 Antworten und 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Woche von Bulli.
Ansicht von 9 Beiträgen - 1 bis 9 (von insgesamt 9)
  • Autor
    Beiträge
  • #61298 Antworten
    Elke
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Als Hummel – Neuling würde ich gern die Temperatur im Hummelhaus überwachen. Das Haus steht ganztägig im Schatten und hat 4 Lüftungslöcher, die ich öffnen kann. Aber ich wüsste z.B. nicht, wann ich bei sehr hohen Temperaturen miit Kühlakkus helfen muss.

    Was benutzt ihr für Thermometer und wo wird die Temperatur gemessen. Aus dem Bauch würde ich sagen, Messung mit Sensor im Pappkarton. Liege ich richtig? Welche Temperatur sollte nicht überschritten werden? Könnt ihr ein Thermometer empfehlen.

    #61308 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Hallo Elke, das mit den Temperaturen im Nest hatte @Bulli erst vor einigen Tagen sehr verständlich erklärt, guckst Du hier: https://pollenhoeschen.de/Hummelforum/Thema/kurz-vorgestellt/ , Beitrag #60976.

    Ich richte mich ausschließlich nach den Außentemperaturen im Vollschatten, wo auch die Hummelkästen stehen. Dort stehen auch Thermometer (die man zuvor mit anderen Außenthermometern kontrollieren sollte, ob sie recht genau anzeigen). Ich benutze die “Mini Digital” Hygrometer & Thermometer, bekommst Du bei A**zon. Die sind zwar für den Innenbereich, funktionieren aber hervorragend auch draußen, sofern sie halbwegs trocken stehen, und zeigen erstaunlich genau an.

    Bei ca. 28/29 Grad Außentemperatur im Schatten stecke ich in jeden Hummelkasten für einige Stunden zwei Kühlakkus nebeneinander, und zwar hinter den Nistkarton. Die Kühlakkus sind einzeln in einem passenden Waschhandschuh und dann jeweils in einer Zipper-Tüte (damit der Nistkarton trocken bleibt). Das passt in die Hummelkästen vom Platzbedarf her sehr gut rein.

    Bei weniger Platz, wo ich den Innenraum nur von oben kühlen kann, liegt im Sommer anstatt des Nistkartondeckels ein Gitterrahmen mit feinem Drahtgeflecht auf dem Nistkarton. Auf dieses Gitter lege ich dann zwei Kühlakkus drauf, verpackt wie zuvor beschrieben.

    Beide Methoden haben an den heißen Tagen sehr gut funktioniert. VG Marylou

    #61310 Antworten
    Elke
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ich danke dir für deine ausführliche Erklärung, das hilft mir sehr. Ich werde auch noch lesen, was @Bulli geschrieben hat.

    Es ist halt alles noch so neu, aber man lernt jeden Tag dazu :) . Ich bin aber definitiv vom Hummel-Fieber infiziert.

    #61312 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Sehr gern geschehen! Ich finde es gut, dass Du Dich auch um solche Fragen kümmerst. Das sind ganz grundlegende und wichtige Kenntnisse, die jeder Hummelfreund im Vorfeld parat haben sollte und nicht erst dann, wenn es “brennt”. Insofern – alles super von Deiner Seite aus!

    #61728 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    @alle

    Ich möchte in den Innenkarton eines mit Erdhummeln besiedelten Hummeltischler-Kastens einen Bluetooth-Thermometer kleben, um von nun an die Innentemperatur zu kennen. Das bedeutet, Deckel ab, Pappkarton auf, Thermometer anpressen, alles wieder zu. Müsste eine kurze Aktion sein, bin aber ziemlich unsicher.
    Fragen:

    1. wann? (bei Dunkelheit mit Stirnlampe)
    2. was, wenn Hummel wegfliegen?
    3. womit ist zu rechnen? (hab noch nie aufgemacht)
    4. reicht ein Aussenthermometer (Methode Marylou oben)?

    Danke für eure Tipps. Gruss Ueli, CH

    #61730 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Ueli!

    Das kannst Du am Tag machen. Suche Dir einen normal warmen Tag aus, irgend etwas um 15 bis 20 Grad herum.

    Deckel auf und dann mal abwarten was die Damen machen. Sie werden erst aufgeregt herumschwirren. Guck Dir das Ganze aus wenigen Metern Entfernung an. Irgend wann ist es wieder ruhiger. Da kannst Du das Thermometer ankleben.

    Fertig.

    Ich empfehle dazu helle Kleidung zu tragen.

    Wenn Du ein bereits großes Nest hast, dann kann das ganze aber auch unangenehm werden, Wächterinnen erledigen ihre Arbeit dann oft gewissenhaft. Alle dunklen Dinge (Brillengestelle, Haare, die Kamera) werden gezielt angeflogen. Aber das siehst Du dann ja selbst. Dann einfach rückwärts gehen oder (musste ich auch schon  :ups:   ) davon laufen… :mrgreen:

    Kleinere Völker sind oft komplett friedlich und verstecken sich wenn man den Deckel öffnet, das ist bei Erdhummeln aber eher nicht der Fall.

    Einfach machen! Vorsichtig und überlegt handeln. Das gilt allgemein beim öffnen eines Hummelnestes.

    #62064 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    @Stefan: du bist ja mutig ! Ich schiebe es noch vor mir her, aber im Moment ist’s regnerisch und kaum über 22°C.

    Kann ich zum Kühlen tagsüber den Holzdeckel des Gubisch-Kastens einen Spalt öffnen zur Verstärkung der Luftzirkulation?

    #62065 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Ueli!

    Du kannst so ein Hummelhaus mit einem gesunden Hummelvolk um diese Zeit auch bei 10 Ǵrad öffnen. Die Damen reparieren den “Schaden” innerhalb Minuten. Also keine Sorge, Du machst da nichts kaputt nur durch “schauen”.

    Kann ich zum Kühlen tagsüber den Holzdeckel des Gubisch-Kastens einen Spalt öffnen zur Verstärkung der Luftzirkulation?

    Wieso solltest Du das tun? Das wäre ja eine Einladung für Eindringlinge! Wenn Du mehr zirkulieren willst oder musst, denke über eine Laufgangbelüftung oder einen Klimaaufsatz nach.

    Aber der Nistkasten von Jürgen Börner (Hummeltischler Gubisch) ist sehr ausgereift. Wenn der im Schatten steht braucht es keine extra Belüftung!

    #62072 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    Hallo Ueli,

    so lange es keinen Luftfeuchte-Sensor hat, ist es besser das Bluetooth-Thermometer wasserdicht zu machen (IP-68).

    Du kannst das Thermometer einschweißen mit einem Vakuumiergerät.  Es reicht auch das Thermometer in zwei Druckverschlussbeutel zu stecken. Dann legst du das Teil einfach in eine Ecke im Nistraum.

    Die Dunkelen Erdhummeln können durch eine verhältnismäßig hohe Menge von Enzymen schnell aufheizen, um kurze Strecken zu fliegen. Die Hummeln, die weg sind, kommen erst mal nicht wieder. Das sind dann auch noch Stockhummeln.

    Ich bin eher ein Fan von der beginnenden Nacht (z. Zt. etwa 23:00 Uhr) mit rotem Licht (z. B. Autofokus-Hilfslicht einer Kamera (nicht die im Smartphone):

    Die Prozedur:
    – Innenkarton (Nistraum) öffnen
    – warten bis eine Hummel zu sehen ist
    – zumachen.
    – warten,
    – Innenkarton öffnen,
    – warten bis eine Hummel kommt,
    – zumachen,
    – usw. usf.

    Irgendwann kommt keine Hummel mehr gucken.

    Dann kannst du das Thermometer einlegen, einkleben o. ä. .

    Ach, ja. Nicht hinein pusten. Erdhummeln reagieren panisch auf Kohlendioxid im Atem. Das erinnert sie an Fressfeinde wie Bären, Füchse, Igel, Dachse, usw.
    Sie flüchten dann.

    VG Bulli

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Antwort auf: Temperaturmessung im Hummelhaus
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