Mein erstes Hummelhaus
- Dieses Thema hat 5 Antworten sowie 2 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Jahren von
Torben aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
21. Februar 2023 um 22:21 Uhr #75593
TorbenForenmitgliedMoin zusammen,
dieses Jahr starten wir mit unserem ersten Hummelkasten. Dafür haben wir in die Variante von Doris Gründer investiert.
Viele Dinge kann man hier im Forum gut nachlesen. Einige Details sind mir aber noch nicht so ganz klar. Sicherlich gibt es hier aber erfahrene Mitstreiter, die viele gewinnbringende Ideen haben.
Das Aufstellen des Hauses möchte ich nun kurzfristig erledigen (schattig+Vorbauseite nach Nord und damit Einflugöffnung nach Osten).
Leider sind leicht unterschiedliche Aussagen zum Anlocken zu finden. Muss ich den Vorbau öffnen oder reicht es nur die Wachsmottenklappe zu öffnen? Der Eingang, welcher von beiden auch immer, muss mit Moos und Steinen dekoriert werden.
Macht es Sinn das Haus mit einem größeren Stein zu beschweren?
Neben Streu und Kapok habe ich von Moos im Inneren gelesen. Ist das eher hilfreich oder störend und das mitgelieferte Material reicht?
Ansonsten sind mir einige Kleinigkeiten noch unklar. Hummeln sind ja ziemlich entspannt. Reicht es das Haus 2-3 Meter von der Terrasse entfernt aufzustellen? Der geplante Standort befindet sich innenliegend an einer Hecke, auf deren anderer Seite immer mal vorbeispaziert wird. Oder ist das den Tierchen zu unruhig und man stört sich gegenseitig? Kann man überhaupt in 1-2 Metern Entfernung vorbei gehen oder sollte man das besser nicht?
Dann soll man ungefähr im Mai das Thermovließ entfernen. Geht das einfach so nach Einbruch der Dunkelheit oder stören sich die Hummeln daran, wenn ich an deren Heim rumfummel??
Sorry für den Fragenkatalog…aber das schwirrt mir derzeit alles im Kopf rum…
Vorab schon mal vielen Dank und Gruß
Torben
<p style=”text-align: right;”></p>21. Februar 2023 um 22:39 Uhr #75596
janfoModerator- DE 34233
- 246 m
Hallo und Herzlich Willkommen Torben,
Muss ich den Vorbau öffnen oder reicht es nur die Wachsmottenklappe zu öffnen?
Besser ist der Ansiedlungserfolg durch die große Vorbauklappe da der Eingangsschlauch der zum Nest führt dann direkt gesehen wird. Wenn der seitliche Eingang bereits zum Ansiedeln genommen werden soll ist der Nachteil, dass die Hummel erstmal um die Ecke laufen muss um ins Nest zu kommen, nicht jede Königin findet den Eingang. Ausnahmen bestätigen die Regel.
mit Moos und Steinen dekoriert werden.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass es wie ein Mauseloch aussieht und es nicht zu viele Öffnungen/Ritze in der Nähe gibt die vom eigentlichen Eingang ablenken würden.
Macht es Sinn das Haus mit einem größeren Stein zu beschweren?
Ja, macht Sinn.
Neben Streu und Kapok habe ich von Moos im Inneren gelesen. Ist das eher hilfreich oder störend und das mitgelieferte Material reicht?
Kapok + Einstreu reicht auch aus, ich persönlich nutze immer noch ein wenig Moos weil ich mir einbilde dass die Hummel es dann als natürlicher ansieht. Belegen dass dadurch ein größerer Ansiedlungserfolg gewährleistet ist kann ich es aber nicht.
Reicht es das Haus 2-3 Meter von der Terrasse entfernt aufzustellen?
Ja, reicht aus. Bei Baumhummeln kann es bei Hitze auch mal etwas aggressiver zugehen aber im Normalfall stellt das kein Problem dar. Ich habe meine Kästen auch direkt neben der Terrasse aufgestellt und laufe oft daran vorbei. Probleme gab es noch nie.
Dann soll man ungefähr im Mai das Thermovließ entfernen. Geht das einfach so nach Einbruch der Dunkelheit oder stören sich die Hummeln daran, wenn ich an deren Heim rumfummel??
Wenn der Eingriff nicht zu lang dauert (was er ja im Normalfall nicht tut) stellt das kein Problem dar. Die Meisten Hummeln werden es wohl nicht merken, da es ja eh dunkel ist und sich im Nest so schnell keine anderen Bedingungen einstellen.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen
Wünsche dir viel Erfolg!lg Jan
21. Februar 2023 um 22:57 Uhr #75598
TorbenForenmitgliedBeitragserstellerHi Jan,
vielen, vielen Dank! Das ist mehr als “ein wenig” Hilfe! Dadurch habe ich erst mal einen Startplan. Mal sehen wie sich das Ganze entwickelt.
Inzwischen haben sich noch 2 weitere Fragen ergeben.
Wie es es mit Regen in der Zeit, in der der Vorbau geöffnet ist? Stört der Regen oder gelangt keine Feuchtigkeit ins Innere?
Dann habe ich noch gelesen, dass man ganz gut in Lego-Steinen zufüttern kann (im Vorbau). Gerade in der Anfangszeit stelle ich mir das sinnvoll vor. Mache ich das genau so wie mit dem Thermovließ, also bei Dunkelheit flott ran und erledigen? Oder gibt es noch einen anderen Trick?
Nochmals vielen Dank und Gruß
Torben
21. Februar 2023 um 22:59 Uhr #75599
TorbenForenmitgliedBeitragsersteller….ach ja, beim dem HH war ein recht langer Draht um die Mottenklappe aufzustellen. Macht es Sinn den zu kürzen oder ärgere ich mich dann später und biege ihn lieber in der passenden Länge?
21. Februar 2023 um 23:18 Uhr #75600
janfoModerator- DE 34233
- 246 m
vielen, vielen Dank! Das ist mehr als “ein wenig” Hilfe! Dadurch habe ich erst mal einen Startplan. Mal sehen wie sich das Ganze entwickelt.
Hallo Torben, freut mich
Ich bin auch schon gespannt, jede Saison ist anders
Wie es es mit Regen in der Zeit, in der der Vorbau geöffnet ist? Stört der Regen oder gelangt keine Feuchtigkeit ins Innere?
Feuchtigkeit sollte nicht in nennenswerten Mengen in das Nestinnere gelangen, die Hummeln können das Nestklima auch zu einem gewissen Grad beeinflussen. Wichtiger ist da bei manchen Kästen die Tropfkante nachzurüsten als dass ein Wassereintritt durch den Vorbau wahrscheinlich ist. Wenn es in dieser Zeit tatsächlich mal extrem stark, seitlich Regnet und keine Hummel ausfliegt könnte man aber darüber nachdenken den Vorbau für die Dauer des Regenschauers zu schließen.
Man sollte, wenn die Wachsmottenklappe herabgesenkt ist, darauf achten, dass diese nicht so stark an dem Vorbau festklebt (durch Adhäsionskräfte des dünnen Wasserfilms) wenn es geregnet hat, dass die Hummeln sie nicht mehr bedienen können. Ansonsten muss man es abtrocknen. Ich hatte damit aber bisher keine Probleme.
Dann habe ich noch gelesen, dass man ganz gut in Lego-Steinen zufüttern kann (im Vorbau). Gerade in der Anfangszeit stelle ich mir das sinnvoll vor.
Ich persönlich würde nicht zufüttern, ich überlasse gern viel der Natur. Zufüttern kann z.B. die Entwicklung des Volkes von der Entwicklung der umgebenden Natur etwas abkoppeln, Pflanzennektar ist der Zuckerlösung meines Erachtens immer vorzuziehen durch die vielfältigen Inhaltsstoffe (-> viele, ökolgisch wertvolle, Blühpflanzen pflanzen), Außerdem kann zufüttern auch Ameisen oder andere Tiere anlocken. Es Besteht auch die Gefahr dass die Hummeln sich den Pelz/die Füße verkleben. Durch Verdunstung (speziell in offenen Behältnissen wie z.B. Legosteine) kann die Zuckerlösung schnell ihre Konsistenz ändern.
Allerdings gibt es natürlich auch Fälle wo man durch Zufütterung ein Volk insofern beeinflussen konnte, dass mehr Jungköniginnen und Drohnen ausfliegen konnten und somit die Art gefördert wurde.Macht es Sinn den zu kürzen oder ärgere ich mich dann später und biege ihn lieber in der passenden Länge
Ja, den Draht solltest du besser biegen statt kürzen.
lg Jan
21. Februar 2023 um 23:31 Uhr #75601
TorbenForenmitgliedBeitragserstellerKlasse, nochmals vielen, vielen Dank!
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.