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Königin fliegt wieder aus

  • Dieses Thema hat 16 Antworten und 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 7 Monaten von jimjack.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 17)
  • Autor
    Beiträge
  • #58565 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Liebe Hummelfreunde,

    Ich brauche mal euren Rat/eure Erfahrung.

    Ich habe unter anderem ein kleines Erdhummelwildnest im Garten. Seit dem 18.4. fliegen fast ununterbrochen die 5 Sammlerinnen emsig ein und aus. Es gab ungefähr alle 10 Minuten einen Ein- oder Ausflug. Seit einigen Tagen habe ich jetzt aber keine Arbeiterinnen mehr gesehen (gut ich war auch nicht immer vor ihrem Nest und wenn dann nur so 5-15 Minuten).

    Heute jedoch sah ich zu meiner größten Verwunderung die Königin einfliegen (man erkennt die Königin daran, dass sie auf der einen Seite des Hinterleibs von Anfang an fast keine weißen Haare  hatte). Rein rechnerisch sollte die zweite Generation gerade am Schlüpfen sein.

    Habt ihr so was schon beobachtet?

    Da es ein Wildnest ist, weiß ich natürlich nicht wie es drinnen aussieht, ob z.B. eine Übernahmeversuch die Arbeiterinnen dezimiert hat und diese nun nicht mehr genug Nahrung herbei schaffen.

    Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.

    Grüße, Frederik
    <p style=”text-align: left;”>P.S.: Da die Königin lebt und ausfliegen kann und die zweite Generation gerade schlüpfen sollte, wird es sicher nicht ganz so schlimm sein…</p>

    #58566 Antworten
    Hans-Juergen Schubert
    Forenmitglied

    Kann verm. am Temperatureinbruch gelegen haben. Können schnell verhungern.

    #58569 Antworten
    Manfred HH
    Forenmitglied

    5 ausfliegende Arbeiterinnen sind für die erste Generation recht viel, normal sind 2-4. Wenn nach einiger Zeit die Königin wieder mit ausfliegt, ist dies ein Zeichen, dass im Nest etwas nicht stimmt. So kann es sein, das die Arbeiterinnen witterungsbedingt nicht genug Nahrung sammeln können, es können zu viele Arbeiterinnen verloren gegangen sein oder – was bei Naturnestern öfter vorkommt – das Nest selber zu viele Ressourcen benötigt, z.B. weil es zu feucht geworden ist.

    Eine Ferndiagnose ist also schwierig.

    #58571 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ok, danke für eure Rückmeldungen.

    Dann beobachte ich mal weiter.

    An der Witterung liegt es denke ich nicht (tagsüber bis zu 15°C) und am Nahrungsangebot auch nicht (viele blühende Apfelbäumen im Garten und der Nachbarschaft, sowie ein blühendes Rapsfeld in 100-200 Metern entfernung).

    Hoffentlich schaffen es die Kleinen!

    Den Zuckerwasserlego nehmen sie leider nicht an :|

    #58638 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Bin seit 45 Minuten vor dem Wildnest und es bietet sich das gleiche Bild.

    Keine Arbeiterinnen fliegen, dafür viermal die Königin. Sie ist fast ununterbrochen unterwegs, fliegt allerdings keinen Pollen ein, nur Nektar. Komisch. Eigentlich sollte es Kokons der 2. und Larven der 3. Generation gegen…

    Hoffentlich fliegen jetzt bald die Arbeiterinnen der 2. Generation. Ob die Königin aber allein das gewachsene Nest bebrüten kann, ist fraglich… :nein:

    #58739 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ok, des Rätsels Lösungs heißt Okkupation.

    Als ich eben an meinem kleinen Wildnest vorbei ging, konnte ich beobachten, wie eine sehr dunkle und große terrestris- Königin aus dem Eingang kam und einen minutenlangen Orientierungsflug vollführte.

    Damit dürfte der Verbleib der ersten Arbeiterinnen und nun auch der Nestgründerin geklärt sein :ugly:

    Naja, hauptsache es gibt eine Königin, die später im Jahr dann Jungköniginnen produzieren kann.

    Aus Sicht der nun neuen Nestmutter ist der Zeitpunkt der Okkupation ideal: die zweite Generation sollte in etwa gestern angefangen haben zu schlüpfen, und durch die mittlerweile sicher schon großen Larven der dritten Generation, wird es bald schon schnell noch mehr neue Arbeiterinnen geben….

    Es gibt aber auch sehr positive nachrichten aus dem Garten.

    Gerade konnte ich das erste Mal einen Trauerschnäpper im Garten beobachten. Diese Art ist hier leider sehr selten.

    Der Trauerschnäpper ist nun die 55. Vogelart, welche ich in unserem Garten seit Beginn meiner Aufzeichnungen (November 2018) beobachten konnte :hurra:

    Viele Grüße, Frederik

    #58740 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Hallo Frederik,

    Danke für den Bericht,

    Gut, dass das Volk eine Königin hat, auch wenn es die Nestgründerin dann nicht geschafft hat. Aber sie hat sicher gute Vorarbeit geleistet.

    Einen Trauerschnäpper habe ich auch noch nicht gesehen, 55 Vogelarten ist auch eine stolze Zahl. Habe auch jede Vogelart notiert, muss ich mal nachzählen wie viele es mittlerweile sind die ich im Garten sehen konnte.

    Die Schmetterlingsarten notiere ich mir auch mit jeweiligen Besonderheiten und Futterpflanzen etc. damit ich weiß was ich anpflanzen muss.

    Fütterst du die Vögel? Wenn ja womit? Habe gestern die letzten meiner 500g Mehlwürmer verfüttert. Und habe jetzt nochmal 500g Buffalowürmer bestellt die besser verdaulich sein sollen (keine Dicke Haut wie die Mehlwürmer) und auch für die Jungvögel aufgrund der geringeren Größe besser geeignet sind.

    lg Jan

     

    #58741 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @janfo  @Frederik  Eigentlich durchwegs gute Neuigkeiten. Trauerschnäpper kenne ich auch, die haben vor Jahren mal auf einem Dachbalken genistet, leider haben sie die Krähen oder Elstern entdeckt und weg war das ganze Gelege. :cry:

    Mehlwürmer verfüttere ich nur die weissen, also die gehäuteten, die nehmen die Altvögel sehr gerne für die Aufzucht ihrer Jungen. :)

    #58866 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @Janfo

    Ich betreibe Winterfütterung (Meisenknödel, Weich- bzw. Fetttfutter, Streufutter, Vivara Erdnussbutter, etc.) und seit 1-2 Jahren auch Sommerfütterung (vorallem Meisenknödel, Sonnenblumenkerne, Erdnussbutter und Weichfutter).

    Bisher konnte ich meine Eltern leider noch nicht von der Lebendfütterung überzeugen (bin ja erst 14) :(

    #58868 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Das Lebendfutter füttere ich auch nur zur Brutzeit. Leider kommen meine Buffalowürmer erst irgendwann nächste Woche aufgrund von hoher Nachfrage. Somit müssen sie momentan mit Weichfutter auskommen.

    Aber die Vögel sind teilweise schon recht zutraulich geworden. Und nehmen alles (Futter, Kapok, Wasser) sehr gerne an. Immer wieder schön zu beobachten. Und ab und zu taucht dann ein Vogel auf den man noch nie gesehen hat :)

    Irgendwann wirst du es noch schaffen deine Eltern zu überzeugen ;)

    Bei Lebendfutter ist die Frage ob man selber züchtet oder immer neu dazukauft und die Würmer dann nur anfüttert. Wie machst du das @Martha? Ich hatte eine Zucht mal angefangen, aber da ich sowieso nur zur Brutzeit Lebendfutter füttere kaufe ich mittlerweile so 2-3x 500g Würmer die ich dann relativ schnell verfüttere bevor sie sich verpuppen.

    Mal sehen wie es mit den Buffalos funktioniert.

    Hoffe eine kleine Exkursion in die Vogelwelt ist in deinem Thread in Ordnung Frederik

    #58869 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @Janfo

    Natürlich ist das in Ordnung.

    Vögel waren mein eigentliches Naturthema. Seit 3 Jahren jetzt auch Hummeln und andere Wildbienen.

    Also sind es nun Vögel UND Wildbienen :D

    #58873 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Frederik   Frisch geschlüpfte Vögel (Weichfresser) brauchen Lebendfutter, sonst können sie eingehen. Aber die Vogeleltern wissen das sicher besser und machen intuitiv das Richtige.

    @janfo   Ich kaufe die Mehlwürmer im Zooladen und füttere sie durch bis sie sich häuten. Diese weissen Würmer hänge ich dann in einem Gefäss an einen Baum, geschützt vor Regen und nie zu viel pro mal.

     

     

     

    #58874 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Danke für die Info, Martha.

    Ich füttere auch immer nur einige Wenige jedes mal. Siebe die mit einer Katzenstreuschaufel aus, da ich sie mit Weizenkleie, Hafer und Möhren, Salat, Gurken füttere. So kann ich sie schnell vom Rest trennen.

    Aber da ich nicht so viel Zeit habe immer nur die gehäuteten herauszufischen, habe ich mich jetzt entschieden auf Buffalo-Larven umzusteigen. Mal sehen wie das klappt. Im Prinzip brauchen die, dieselbe Nahrung wie Mehlwürmer, sind nur kleiner und nicht so dickhäutig. Dadurch auch für die Nestlinge gut verdaulich.

    #58875 Antworten
    Senta
    Forenmitglied

    @Frederik allen Respekt, dass du dich in deinem Alter so für die Natur interessierst und einsetzt, bei mir kam das erst Sooo Richtig mit meinen eigenen Kindern :bravo:

    #58877 Antworten
    jimjack
    Forenmitglied

    @Martha,

    das ist erstaunlich mit dem Trauerschnäppernest auf einem Dachbalken. Ansich sind es Höhlenbrüter.

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Antwort auf: Königin fliegt wieder aus
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