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Kapok oder Polsterwolle?

  • Dieses Thema hat 18 Antworten und 12 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Jahr, 1 Monat von Manfred HHManfred HH.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 19)
  • Autor
    Beiträge
  • #32377 Antworten
    Doris
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo, nutzt jemand für seine Kästen Polsterwolle?

    #32379 Antworten
    joswol
    Forenmitglied

    Hallo Doris. Ich habe in meinen beiden Kästen Polsterwolle. Ohne Probleme, sind beide mit Erdhumeln besetzt. Heute in einem Arbeiterinnen gesichtet.

    #32380 Antworten
    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ich hätte einen Karton (etwa Archivkarton) Polsterwolle abzugeben bei Übernahme der Portokosten, ca. 7 EUR.
    Benötigst du diese?
    LG

    #32385 Antworten
    jimjack
    Forenmitglied

    In meinen ersten beiden Saisons hatte ich Polsterwolle – einmal nicht besiedelt, einmal abgebrochen mit einem kleinen Honigtöpfchen.

    Seitdem nur noch Kapok. Ist auch einfacher zu bekommen. :)

    #32387 Antworten
    Uschi
    Forenmitglied

    Ich benutze ebenfalls nur noch Kapok. Da die Polsterwolle mittlerweile auch sehr viele Kunstfasern enthält und dies für die Hummeln tödlich enden kann.

    #32388 Antworten
    joswol
    Forenmitglied

    Danke Doris. Habe mir für 10€ eine große Menge beim hiesigen Polsterer geholt. Reicht bestimmt für 10 Kästen.

    #32406 Antworten
    Stefan
    Admin

    Ich zitiere mal Hummelfreund Jürgen Börner:

    Erfahrungen mit Polsterwolle und Kapok

    Ich habe viele Jahre unbehandelte Polsterwolle für meine Hummelpensionen eingesetzt und war immer zufrieden.

    Doch in den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass es immer wieder vorkam das Hummeln Probleme mit dem fliegen hatten und das ich tote Hummeln, manchmal über 25 Stück in meinen Hummelpensionen vorgefunden habe. Einige tote Hummeln, dass ist ganz normal, aber so viele; dies konnte ich mir nicht erklären!

    Die Hummeln ließen sich immer schwer aus der Polsterwolle entfernen.

    Hatte 2009 einen Totalverlust eines Wiesenhummelvolkes. Die dritte Generation von Arbeiterinnen flog bereits und ein reger Flugverkehr war zu beobachten. Doch nach einigen Tagen ließ der Flugverkehr stark nach und ich konnte nur noch selten eine Hummel beobachten. Habe die Hummelpension geöffnet und die oberste Polsterwolle vom Hummelnest vorsichtig entfernt. Es bot sich mir ein schreckliches Bild,Nektartöpfe umgekippt, Hummeln zappelten in der Polsterwolle, alles verklebt mit Nektar und die Königin tot.

    Ich fragte mich, was konnte passiert sein?

    Habe eine große Lupe genommen und mir die Sache etwas näher angesehen.

    Die Hummeln hatten sich mit Polsterwolle umwickelt.

    Flügel der Hummeln konnten sich nicht voll entfalten, da sie von Fäden der Polsterwolle festgehalten wurden. Habe die Fäden etwas näher untersucht und festgestellt, dass es sich um Kunstfasern, bzw. schwer zerreißbare Fäden handelte. Dies war mir beim Hummelnest einrichten, – verzupfen der Polsterwolle nicht aufgefallen.

    Eine Hummel habe ich befreit und festgestellt, dass es sich bei dieser um einen einzigen Faden handelte.

    Das befreien der Hummel war eine sehr mühselige Arbeit, da der Faden mehrmals um die Flügel und zwischen den Flügeln hindurchführte, ebenfalls um Abdom und Kopf. Habe für diese Arbeit eine Standlupe und zwei Pinzetten benötigt und viel Zeit; aber ich wollte unbedingt wissen, wie lang der Faden ist. Er war 104mm lang!

    Polsterwolle besteht aus Altkleidern die in einem Reißwolf zerrissen werden. Leider gelangen dadurch auch Kunstfasern oder Fäden, die sehr schwer zerreißbar sind, mit in die Polsterwolle.

    Polsterwolle wird hergestellt zum Polstern von Polstermöbel. Da stört es nicht, wenn einige Kunstfasern sich darunter befinden. Aber wenn wir die Polsterwolle für unsere Hummeln einsetzen, kann es katastrophale Folgen haben!!

    Bücher die es über Hummeln gibt, sind vor vielen Jahren geschrieben worden. Zu dieser Zeit gab es noch Polsterwolle in guter Qualität ohne Kunstfasern darin.

    Deshalb haben die Autoren der Hummelbücher auch die Polsterwolle empfohlen.

    Doch die Zeiten haben sich geändert und es gelangen immer mehr Kunstfasern in die Polsterwolle, z.B. durch Unachtsamkeit der Arbeiter am Reißwolf.

    Den Vertreibern von Polsterwolle möchte ich keinen Vorwurf machen, denn diese können nicht dafür, was sie für eine Qualität von den Herstellern erhalten!

    Das ich nicht wieder so einen Verlust eines Hummelvolkes durch Kunstfasern in der Polsterwolle erleben muss, habe ich mich dieses Jahr umgestellt und benutze ein anderes Polstermaterial, welches schon Früher zum Einsatz beim Polstern kam, bevor die Baumwolle auf dem Markt kam.

    Dieses Polstermaterial nennt sich Kapok und stammt aus den langen Fasern der Früchte eines in den Tropen wachsenden Baumes. Die Fasern sind nur 19mm lang und nehmen keine Feuchtigkeit auf, da sie mit einer Wachsschicht überzogen sind. Kapok ist ein sehr lockeres, leichtes Polstermaterial und hat sehr gute Wärmedämmwirkung.

    #32408 Antworten
    Christian
    Forenmitglied

    Verwendete früher auch ausschließlich Polsterwolle – aus Gründen, wie oben durch Jürgen Börner ausgeführt, nehme ich auch ausschließlich Kapok zum Befüllen der Hummelhotels. War schwierig dieses Material zu bekommen – in keinem Geschäft/Baumarkt kannt man Kapok. So bestellte ich unter “will haben” 2 Matratzen mit dem Material. Die Verkäuferin war so erstaunt, dass ich die Matratzen nicht als Bettauflage benötige, sondern für die Hummelhotels, dass sie mir gleich eine 3. Matratze zum gleichen Preis zusandte. :-) So kommen jedes Jahr Dutzende Hummelfreunde, um sich die HH von mir um einen symbolischen Euro für unseren Sozialverein befüllen zu lassen. Die Hauptsache, die Hummel leben sicher mit diesem Material im Nistkasten… Lb.Gr.! Christian

    #32410 Antworten
    Budmaster
    Forenmitglied

    Hallo. ich habe mir vor ein paar Jahren Kapok im Internet bestellt. Gleich 1 kg, das langt für viele Jahre. Vorher benutzte ich immer nur Moos und Sachen die ich nebenbei fand. Das waren zb Mäusenester  Hundehaare und auch einmal ein aus einem Baum gefallenes Buchfinknest welches einen perfekten Brutraum abgab. :mrgreen:

    #32534 Antworten
    joswol
    Forenmitglied

    Danke für die ausführlichen Schilderungen und die Erfahrungen von H. Börner. Werde in Zukunft auch nur noch Kapok einsetzen.

    #32755 Antworten
    joswol
    Forenmitglied

    Noch ne Frage zum Thema Kapok o.ä. Habe noch Schafwolle. Hat jemand Erfahrung, ob die auch geeignet ist. Kostet mich nichts.

    #32757 Antworten
    Kaktus
    Forenmitglied

    Ich nehme dieses Jahr das erste Mal die ausgebürsteten Haare meiner BKH Katze. Habe genug über den Winter gesammelt und jetzt fein zerzupft als Nest verwendet. Die Erdhummel hat sich schön eingenistet. Mal sehen wie das Jahr damit weiterläuft.

    #32759 Antworten
    Stefan
    Admin

    @joswol: Schafwolle funktioniert auch gut! :)

    #32760 Antworten
    Bernd
    Forenmitglied

    @jaswol

    Du solltest gewaschene Schafswolle verwenden, ungewaschen ist nicht so gut, siehe Link.

    http://www.wildbienen.de/hus-nist.htm

     

     

    #32781 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Kaktus Ausgebürstete Katzenhaare einer BKH (Britisch Kurzhaar) sind prima geeignet.

    Von meinen beiden Perserkatzen kann ich keine ausgebürsteten Haare nehmen, da das einzelne Haar zu lang ist. Selbst die Haare der Unterwolle sind noch zu lang. Damit würde die Gefahr einer Stragulierung der Hummeln im Nest bestehen.

    Kurzhaar-Katzen= ja

    Langhaar-Katzen = nein

     

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