Hummelklappe – JA oder NEIN?

Dieses Thema enthält 28 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  ULLME vor 3 Monate, 3 Wochen.

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  • #25205 Antwort
    Irene Vielhaber
    Irene Vielhaber
    Forenmitglied

    Hallo Leute.
    Mir ist komplett klar, dass die Hummelklappe unseren Völkern zum Schutz dient, jedoch würde mich mal interessieren was ihr generell für Meinungen dazu habt.

    Ich hab ja heuer das erste mal einen besiedelten Hummelkasten, deshalb fehlt noch einiges an erfahrung.
    In den letzten Tagen beobachte ich immer wieder Nachteile der Hummelklappe und das stört mich.
    Ich denk dann darüber nach wie sehr sich die Hummeln dadurch gestört in ihren Abläufen fühlen und wie viel das wohl ausmacht.
    Ich beobachte Arbeiterinnen die mit toten Larven durch die Klappe wollen aber es nicht schaffen … sie laufen dann x msl hin und her.
    Weiters beobachte ich welche die heimkommen aber Probleme haben die Klappe zu öffnen weil sie zu stressig hin und her laufen und einfach nur schnell rein wollen.
    Dann kommt es mal wieder vor, dass die Klappe durch Regen oder so nass wurde und quasi anklebt für eine Zeit.
    Oder es „macht“ eine Hummel von innen an die Hummelklappe und die Klappe klebt wieder an.

    Bitte teilt mir eure Erfahrungen mit und erzählt mir ob ihr eine Klappe verwendet oder nicht und welche Gründe ihr dazu habe. Danke!!
    Lg, Irene

    #25208 Antwort
    Irene Vielhaber
    Irene Vielhaber
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Stau vor der Hummelklappe …

    Die Kleine Arbeiterin ist so mini!!
    Echt der Hammer!! xD

    #25212 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Also ich bleibe bei der Hummelklappe. Sie schützt das Hummelvolk vor fremden Königinnen (Übernahme), Fliegen und natürlich der Wachsmotte. Wenn auch nicht zu 100%, aber doch zum größten Teil. Der einzige Nachteil ist, man muss die Klappe regelmäßig “warten”, d.h. fast tagtäglich die Klappe und den Vorbau reinigen. Dies ist aber erst später nötig, wenn das Volk schon ziemlich groß ist. Die toten Larven können sie auch im Vorbau ablegen, sie werden dann später von mir entsorgt. Regen sollte eigentlich nicht an die Klappe kommen. Eine ausreichende Überdachung wäre hilfreich. Aber Wasser verdunstet ja schnell. Der Stress an der Hummelklappe ist nicht so tragisch, eigentlich immer lustig mit anzusehen. Sollte mal eine Hummel überhaupt nicht mit dem öffnen klar kommen, dann helfe ich mit einer Pinzette etwas nach. Die meisten Schwierigkeiten haben immer die Jung-Königinnen. Ich finde das immer lustig, dass Gedrängel und Geschubse. So viel Lustiges hat man bei Honigbienen bestimmt nicht?

    #25224 Antwort
    bumblebee-me
    bumblebee-me
    Forenmitglied

    Hallo zusammen,
    nachdem ich nach 20 Jahren immer wieder mit der Wachsmotte zu kämpfen hatte, überlegte ich tatsächlich,
    ob es noch Sinn macht, Hummeln künstlich anzusiedeln. Deshalb hatte ich ab 2010 für einige Jahre keine
    Hummelansiedelung in Häusern. Natürliche Ansiedelungen in meiner Kräuterspirale aus Natursteinen klappten
    dagegen sehr gut und hatten auch Erfolg. Erst im letzten Jahr wieder zwei (B. lapidarius u. B. pratorum).
    Nun sind an allen meinen Hummelkästen (alte Schweglerkästen) die Holzvorbauten geändert mit Luftlöchern
    und Hummelklappen versehen worden. Deshalb schließe ich mich der Meinung von Detter voll und ganz an.
    Bis jetzt bin ich mit den Klappen vollkommen zufrieden. Den Hummeln helfe ich auch oft, wenn sich eine
    am Eingang schwer tut reinzukommen. Aber auf die Klappen möchte ich nicht wieder verzichten.

    LG Bumblebee-me

     

    #25233 Antwort
    Irene Vielhaber
    Irene Vielhaber
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Alles klar!
    Danke für die ausführlichen Antworten!
    :D

    Und wie steht ihr zum Thema Vorbau?
    Welche Vor- und Nachteile hat dieser?
    (außer, dass er eine “tolle” Toilette abgibt!)
    Braucht man einen?

    Ich freu mich auf eure Antworten! :D

    Lg, Irene

    #25235 Antwort
    Luc
    Luc

    Der Vorbau ist für mich, der mind 10 Jahre Hummeln in bis über 25 besetzten Beuten hatte, eher eine aufwendige Spielerei.  Der Vorteil ist wohl eher an der zusätzlichen Belüftungsmöglichkeit gegeben, aber dies kann man weniger aufwendig auch machen. Hängt aber auch wieder mit der Bauweise der Hummelbeute zusammen. Bei mir gibts  eigentlich nur verschiedene Hummelkästen, u. da könnte ich mit den Vorbauten nur bei wenigen Beuten was  anfangen. Bei den Zucker-gedopten Völkern kann man halt im Vorbau eine Mitnascher-sichere Fütterung einbauen. Wers braucht …

    Der gute Selbstbesiedlungsgrad sprich auch dafür, dass der Vorbau eigentlich überflüssig ist.

     

    VG  Luc

    #25240 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Ich habe zwar überall Vorbauten, aber ich zweifle im Moment gerade am Nutzen? Immer viel Dreck und man sieht ihn ja nicht, da das Türchen ja verschlossen ist. Nützlich ist der Vorbau nur für die Belüftung, aber dann nach der Bauweise von Börner.

    #25241 Antwort
    Manfred S
    Manfred S
    Forenmitglied

    Bei mir hat kein Kasten eine Hummelklappe (schon deshalb nicht, da bei mehrtägiger Abwesenheit keine Kontrolle möglich ist). Es gibt Kästen mit und ohne Vorbau. Für die Abwehr von Wachsmotten halte ich Kästen mit Vorbau für besser, da dann weniger Geruch aus dem Kasten kommt. Wenn kein Vorbau vorhanden ist, halte ich zumindest ein Anflugbrett für sinnvoll, da schwächelnde oder überladene Hummeln beim Anflug nicht abstürzen (es sei denn, das Flugloch ist direkt am Boden).

    #25245 Antwort
    Irene Vielhaber
    Irene Vielhaber
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Danke für eure wertvollen Erfahrungen und dass ihr diese mit mir/uns teilt! :)
    Ich frag euch deshalb wegen dieser Themen aus, weil ich mein Hummelhaus über den Winter umbauen werde.
    Dazu nutze ich meine Erfahrungen von meinem ersten Hummeljahr und natürlich eure langjährigen Erfahrungen. :)

    Thema Hummelklappe:
    Hab mich dafür entschieden, dass sie ein Muss ist und bleibt … auch wenns nicht sehr natürlich ist und meine Hummeln oft nicht auf Anhieb rein kommen. Aber sie schützt und ich könnt es mir nicht verzeihen wenn mein Volk stirbt, weil ich keine Klappe wollte.

    Thema Vorbau:
    Ich zweifle mittlerweile auch an dem Nutzen des Vorbaues, vorallem deshalb weil meiner als Toilette genutzt wird und das echt eine ziemliche Sauerei abgibt. Ich bin voll berufstätig und hab da nicht die Zeit, dass ich jeden Tag sauber mach.

    Nutzen Zufüttern:
    Erst dacht ich mir, dass ich sicher zufüttern werde … hab mich jedoch jetzt in der Praxis dagegen entschieden. Eventuell im äußersten Notfall aber dieser ist ja zum Glück bis jetzt nicht eingetroffen.

    Nutzen Belüftung:
    Klar ein großer Pluspunkt! Kann jedoch sicher anders und einfacher gelöst werden.

    Habt ihr dazu Ideen?? Fotos wären echt toll! :D

    Danke und liebe Grüße aus Linz/OÖ!
    Irene

    #25246 Antwort
    gingillinos
    gingillinos
    Forenmitglied

    Hallo Irene

    Thema Hummelklappe:
    Hab mich dafür entschieden, dass sie ein Muss ist und bleibt … auch wenns nicht sehr natürlich ist und meine Hummeln oft nicht auf Anhieb rein kommen. Aber sie schützt und ich könnt es mir nicht verzeihen wenn mein Volk stirbt, weil ich keine Klappe wollte.

    Ich habe nicht so die 100% ige Meinug das die Hummelklappe so schützt. -sehe es auch immer wenn sie sich so drängeln um durch die Klappe zu kommen. Das tut mir Leid und man möchte sie immer für sie öffnen. Nächstes Jahr werde ich auch mindestens 2 mit Hummelklappe machen. aber nicht alle..Bei meinem Hummelvolk sind Wächter drin ich baue darauf das sie keine Wachsmotten rein lassen..Bis jetzt habe ich auch noch keine Wachsmotten gesehen..Kann aber noch kommen..Wann sie die Völker eigentlich nicht mehr gefährdet…Also ab welchen Zeitpunkt können die Wachsmotten ihnen nichts mehr anhaben…Die Meinuingen über eine Hummelklappe hat mich noch nicht so ganz überzeugt, da die Wachsmotten da auch rein gekommen sind…Ich glaube es kommt auch auf die Gegend an in der man wohnt..Bei dem einen kommen sie mehr vor und bei dem anderen sind sie eher Mangelware…Ich hoffe das ich meine 2 Völker diese Jahr unbeschadet durch das Jahr bekomme.. Hatte vor 2 Jahren eher ein Hummelvolk wegen Unwetter verloren..

     

    #25250 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Zum Thema Hummelklappe/Vorbau:

    Bei meinen 11 Völkern habe ich Kästen mit Vorbau, mit Hummelklappe und mein Eigenbau unterirdisch ist offen. Hier hatte die Königin beizeiten den Trichter dicht mit Moos verstopft. Dass die Klappen recht wirksam das Hummelnest vor Wachsmotten schützen, kann ich persönlich nicht einschätzen, da ich mich für eine andere Vorgehensweise entschieden habe. Hatte alle Nester erst vor wenigen Tagen kontrolliert. Bisher glücklicherweise (noch) keine Motten entdeckt.

    In diesem Jahr sind die Vorbauten prima sauber. Letztes Jahr musste ich alle 2 Tage einen Vorbau reinigen. Der Dreck lief schon an der Klappe raus.

    Bei einem Volk dkl. Erdhummeln sind in diesem Jahr auch richtige Hummi-Schweini´s am Werk. Der Kasten ist mit einer einfachen Klappe ausgestattet. Da muss ich fast täglich das “Fenster” putzen. Die Wächterin macht immer ein riesiges Theater. Für den kurzen Moment kommt ein Schwämmchen in den Eingang, was der Dame gar nicht passt. Strafe muss aber sein.

    Vor den Hummelklappen finde ich ab und mal ein verlorenes Pollenpäckchen, aber das ist m.E. normal.

    Zum Thema Zufüttern:

    Habe in diesem Jahr bisher nicht gefüttert. Letztes und vorletztes Jahr hatte ich an einem separaten Schattenplatz im Garten die Glastränken angeboten – waren immer dicht umlagert. Bei der Hitze in der vergangenen Woche hatte ich wieder Zuckerlösung angeboten – vergebens. Ich gehe davon aus, dass die Arbeiterinnen genügend Futter finden, zumal sich die Völker prächtig entwickeln. Füttere auch nicht in den Vorbauten zu, schon wegen einer möglichen Ameiseninvasion. Glücklicherweise sind die Kästen, auch die im Hummelstand, bisher davon verschont geblieben.

    Zum Thema Belüftung:

    Meine Kästen habe ich an den beiden Außenseiten mit jeweils 4 Löchern (a 45mm Durchmesser) versehen. Die Pappkartons sind oben offen. Die Enden sind lediglich nach außen umgebogen, so fixieren sie gleichzeitig den Karton im Kasten. Ein passender Holzbilderrahmen, verschlossen mit Edelstahldraht, dichtet das Nest ab. Bei Nestgründung liegt ein wärmendes Vlies drauf, jetzt als Verdunkelung ein dünnes schwarzes Baumwolltuch. Wenn es wieder so warm werden sollte, kommt jeweils ein 400 ml Kühlakku drauf, der in einem Waschhandschuh steckt (Küchenkrepp reißt zu schnell und bringt mir zu viel Abfall). Den Hummeln scheint´s recht so zu sein. Leider habe ich vergessen, in der vergangenen Woche mal die Nest-Innentemperatur zu messen. Anscheinend streicht genügend Luft über die Kartons; keine Arbeiterinnen wurden zum Fächeln verdonnert.  Die Eigenkreationen haben für mich die Vorteile, dass ich nicht die vielen Löcher in den Karton bohren muss, wesentlich schneller eine Nestkontrolle machen und die genormten Kartons und Bilderrahmen und Handschuhe immer wieder verwenden kann. Bei bisher 20 aufgestellten Kästen ist das eine enorme Arbeitserleichterung.

    Fazit:

    Ich persönlich arbeite weiterhin mit Hummelklappen und Vorbauten, allerdings Eigenbau. Zwar mühen sich gerade die ganz kleinen Arbeiterinnen anfangs ganz schön ab, um ins Nest zu kommen. Aber auch in der freien Natur kann´s mal passieren, dass der Eingang schwer passierbar ist.

    Das war mal wieder ausführliche Berichterstattung aus der Altmark.

    Hummelige Grüße von Doris

    #25252 Antwort
    Irene Vielhaber
    Irene Vielhaber
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    DANKE gingillinos und Doris für die ausführliche Erklärung!! :D

    Bin auf weitere Meinungen gespannt. :D

    #25256 Antwort
    Irene Vielhaber
    Irene Vielhaber
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Bilder sagen mehr als Worte! xD

    Dateianhänge:
    #25339 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Meine Meinung: Hummelklappen sind gut, Vorbauten Luxus. Ich habe beides.

    Praktisch an den Vorbauten ist die Laufgangbelüftung, die finde ich inzwischen wichtig!


    398 ü. n. N.

    #25354 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Hallo Irene, so sieht es z.Z. bei meinen Steinhummeln aus. Jeden Morgen 5 Minuten den Vorbau reinigen und “Fensterputzen. Der Zeitaufwand ist aber vertretbar.  Komischerweise ist in diesem Jahr bei den Erdhummeln (noch) alles sauber.

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Antwort auf: Hummelklappe – JA oder NEIN?
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