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Hummelkästen wurden wieder nicht angenommen!

  • Dieses Thema hat 24 Antworten und 12 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Jahr, 1 Monat von MarylouMarylou.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 25)
  • Autor
    Beiträge
  • #37748 Antworten
    Falk
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo in die Runde,

    meine 2 Hummelkästen wurden nach 2018 schon wieder nicht besiedelt, obwohl im  April reger Hummelbetrieb war. Die Königinnen suchten immer woanders z.B. am Ufer des Gartenteichs, am Kompost, Rasen und Wiese. Einmal gelang mir der Fang einer Hummel im Suchmodus, aber sie wurde hysterisch und wild, einsetzen zwecklos.

    Zur Lage der Hummelnisthilfen:

    -Sie standen ca. 20 cm auf selbstgebaute Gestelle übern Boden (Leimringe als Ameisenschutz)

    -Fluglochausrichtung nach Ost

    -Halbschattig

    -in Umgebung blühten Lungenkraut, Veilchen, Primeln, Krokusse

    -gefüllt sind sie immer noch mit Hobelspäne, trockenem Moos und Katzenhaare

    Vor ca. 2 Wochen wurde mir auf einem Wildbienenseminar geraten Mäusekot (Zoohandlung) in die Nisthilfe zu legen, darauf reagieren Hummelköniginnen unwiderstehlich. Vielleicht funktionieren auch Reste eines gesunden Hummelnestes?

    Wer weiß Rat was ich in 2020 besser machen kann??

     

    Viele Grüße

    Falk

    Attachments:
    #37750 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Falk!

    Das Problem ist, dass Deine Hummelhäuser noch nicht nach Hummeln riechen (Mäusekot habe ich selbst noch nie ausprobiert). Deshalb musst Du besser dekorieren oder aktiv einsetzen.

    War schon mal ein Hummelnest im Hummelhaus, wird es ziemlich wahrscheinlich in den nächsten Jahren von alleine besiedelt. So wie die beiden Kästen jetzt auf dem Foto zu sehen sind werden sie aber wahrscheinlich nur von Baumhummeln selbst-besiedelt. Der Eingang ist zu weit vom Boden weg.

    Für andere Hummelarten musst Du das Ganze interessanter machen und dekorieren. Beim dekorieren lehnst Du Äste und Moos an das Hummelhaus so, dass die Hummeln beim Suchen direkt zu dem Loch geleitet werden. Ein Beispiel findest Du hier:

    Hummelansiedlung

    Wenn dann eine Königin sicher ein paar Tage drin ist, kann man das ganze Gerümpel wieder weg räumen, am besten bei Dunkelheit, denn dann orientiert sich die Königin am nächsten Tag neu.

    “Halbschatten” ist nicht gut. Unbedingt ganztägig für vollen Schatten sorgen. Sonst ist so eine heiße Juniwoche mit 35 Grad und mehr auch gleichzeitig das Ende der Hummelsaison. Das fängt mit Schwitzwasser und Schimmel an und endet mit geschmolzenem Wachs. Und das genau in der Zeit in der Geschlechtstiere z. B. bei den Baum- oder Steinhummeln in Produktion sind.

    Ansonsten: Wunderschöner Garten, nicht aufgeben! :hummel:

    #37758 Antworten
    Manfred HH
    Forenmitglied

    Wichtig ist, dass die suchende Hummel vom Boden zum Kasten geleitet wird und dazwischen keine größeren Spalte sind. Ich würde die Länge der Stützen bei deinen Gestellen mindestens halbieren. Hier ein Bild wo die Selbstbesiedlung gut klappt (die Nisthilfe oben links im Bild hat sich nicht bewährt, sie wird zwar recht sicher angenommen, allerdings gehen zu viele Nester durch Witterung und Feinde zugrunde).

    Attachments:
    #37760 Antworten
    jimjack
    Forenmitglied

    Ich bekomme immer von Bekannten eine Handvoll vom gebrauchten Hamsterstreu. Seitdem siedeln sich, zugegebn ich habe nur einen Kasten, regelmäßig Hummeln an.

    #37762 Antworten
    Timo
    Forenmitglied

    Vielleicht helfen auch Reste eines alten Hummelnests, um eine neue Ansiedlung möglich zu machen? Kann man ggf. auch mit Mäusekot mischen, um die Chance zu erhöhen.

    Ansonsten würde ich dir empfehlen, weiter eine aktiv-Ansiedlung zu probieren. Bei meiner Erstsbesiedlung habe ich gut 7 Versuche gebraucht, bis sich eine Steinhummel ansiedeln ließ.

    Nicht aufgeben!

    #37929 Antworten
    Falk
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo,

    danke erstmal für die vielen Tipps. Meine Hummelkästen sind zu hoch für die Hummeln und riechen noch nicht nach Hummeln, ok. Mit dem Mäusekot werde ich auf jeden Fall ausprobieren, Reste eines Hummelnests organisieren wird da schon schwieriger :?                                                                                                                                 Eine Aktivansiedlung wird auch schwierig, da ich nur stundenweise im Garten bin und einer Hummelkönigin nicht hinterherjagen möchte (mit der Besenstielmethode hatte ich leider auch keinen Erfolg).

    Viele Grüße                                                                                                                                                                                  Falk

    #37967 Antworten
    Christian
    Forenmitglied

    Servus Falk, mit vielen Frühblühern im Garten (Krokussen) wird das schon.;-) In meinem Garten blühen 1.000e – hab sicher an die 5.000 im Laufe der Jahre gepflanzt. Beste Grüße! Christian

    #37978 Antworten
    Ugini
    Forenmitglied

    Hallo Falk
    Hast schöne Häuser aufgestellt, kann mir nicht vorstellen, warum die nicht bezogen werden, ich hatte das Glück, das von meinen drei Häusern eins immer von alleine besetzt wurde, und wie schon angesprochen meistens dies, das letztes Jahr ein Volk gehabt hat.
    Sobald die Hummelköniginnen im Frühling rauskommen, suchen Sie Blüten, ich habe bei mir im Garten sehr viele Obstbäume, die von den Hummeln rege befruchtet werden und die sind schon sehr fleißig, den bevor die Bienen da sind, haben die schon einiges an Arbeit geleistet.

    Ich habe einen kleinen schwach wüchsigen Pfirsichbaum auf der Südseite der Ideal ist um Hummeln einzufangen, und auch einen Aprikosenbaum, der  leider manchmal viel zu früh austreibt und da bei uns im Monat März es Frosttage gibt, wie im letzten Jahr, sind die Blüten vorhanden, was gut ist für die Hummeln, aber es gibt keine Aprikosen.
    Dieses Jahr war der Frühling Super und es war eine Blütenpracht, voller Insekten und vor allem die ersten waren die Hummelköniginnen. ( Siehe Video)

    Ich habe auch schon probiert, Königinnen einzufangen und habe mir gedacht wie man das am besten machen könnte.
    Habe dementsprechend mir etwas einfallen lassen. Wie du auf den Bildern siehst,
    Habe ich eine große Spritze umgebaut und als Hummelfanggerät entwickelt.

    Die Idee ist, man nimmt eine große Spritze, bohrt sie vorne mit einem Stufenbohrer aus und leimt mit einer Wärme Kleber Pistole je nach Größe des Flug-Loches den entsprechenden Riffelschlauch ein, den man zuvorderst mit einem Zapfen bestücken kann, solange die Königin transportiert wird, auch können kleine Luftlöcher in die Spritze gebohrt werden, wenn sie länger transportiert wird.

    Ich bin zwar dagegen, dass man Königinnen länger transportiert oder vom eigenen Garten weg transportiert, da man nicht weiß, ob sie schon eine Behausung gefunden haben.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, da so, die Hummeln am wenigsten gestresst werden.

    Sobald sie im hinteren großen Teil der Spritze eingefangen sind, was natürlich bei kleinen Bäumen, einfacher als bei größeren ist, kan die Hummelkönigin Währendem sie sich an der Blüte befindet, wird sie vorsichtig in den hinteren Teil der Spritze befördert, wie man auf den Bildern sehen kann, ist eine Klo Papierkarton Rolle vorhanden, die man hin und her schieben kann. Sobald die Hummeln in der Spritze ist, wird, der Karton nach hinten, geschoben so geht die Hummel Richtung licht nach vorne, nun kann man Vorsichtig den Verschluss im hinteren Teil der Spritze anbringen. Sobald die Hummel im vorderen Teil der Spritze ist, sollte man wieder verdunkeln, bis der Moment gekommen ist, wo man die Hummel probiert ins Haus anzusiedeln.
    Da die Hummeln ja immer Richtung Licht gehen, kann man, wenn die Möglichkeit besteht, vom inneren des Hauses, mit einer Taschenlampe das Haus Eingangsloch beleuchten. Nun nimmt man den Zapfen vorsichtig raus und schiebt den vorderen Teil des Riffelschlauchs, in das Flug-Loch hinein.

    Schiebt die Spritze vorsichtig nach vorne, das so, wenig Platz für die Hummel vorhanden ist und sie so sich nach vorne bewegen muss, verdunkelt wieder mit dem Karton, da Sie nun das Licht vom inneren des Hauseinganges wahrnimmt, geht Sie Richtung Nest.

    Bei meinem Haus habe ich ein Klappdeckel und ein schiebe Deckel und eine Scheibe hintereinander, nachdem ich den Klapp Deckel aufgemacht und den schiebe Deckel, raus gezogen kann ich durch die Scheibe mit der Taschenlampe auf das Eingangsloch von hinten leuchten, sobald die Hummel die sich noch in der Spritze befindet, das Licht sieht, geht sie in Richtung Nest.

    Sobald sie in das Haus eingetreten, wird wieder zugemacht, schiebe Deckel rein, Klapp Deckel zu.
    Nach einer gewissen Zeit, sollte man mit der Taschenlampe das Flug-Loch von vorne anleuchten, damit die Hummel den Ausgang findet. Jetzt braucht es Zeit und man kann nur hoffen, dass die Hummel, das Nest als akzeptabel befindet.
    Sobald sie rauskommt und nicht weg fliegt, sondern das Flug-Loch eingemessen, hat man es geschafft.
    Wenn sie wegfliegt, hat sie womöglich schon eine bleibe, oder irgendwas hat ihr nicht gepasst.
    Habe selbst festgestellt, dass wenn das Flug-Loch mit einem kurzen Gang (Riffelrohr) ins Nest hinein, eher besetzt wird, als wenn ein langes Rohr vorhanden ist, das zum Nest führt. (Was aber schlechter ist, wegen den Wachsmotten).

    Auch denke ich, dass der Standort eine sehr wichtige Rolle spielt.

    Also mehr Schatten und weniger Sonne und doch an einem warmen Ort, bei mir ist es schon vorgekommen, das zwei Königinnen, sich unabhängig voneinander, praktisch am selben Ort niedergelegt haben die eine im Hummelhaus die andere in einem Zwischenraum, 40 cm vom Hummel Haus unter dem Fussbodentäfer hatte sie ihr Nest angelegt hat.

    Die Ausserhalb gelegenen Hummelhäuser werden bei mir auch weniger bevorzugt?

    Der bevorzugte Ort befindet sich an der Hauswand im Osten des Hauses. Ich denke, dass sie, im Frühling, wenn es teilweise noch recht kalt ist, einen wärmeren Ort, der sich östlich befindet bevorzugen.

    Vielleicht probierst du 2020 ein paar Königinnen einzufangen um es so jeweils zu versuchen, ob sie sich ansiedeln, das mit dem Geruch, kann ich nachvollziehen, aber denke, dass der Standort wichtiger ist.

    Als ich mein WHOutHaus neu in Betrieb genommen, war es neu und hatte keinen Geruch und es wurde selbständig bewohnt. Auch wasche ich mein Haus jedes Jahr aus und richte es neu ein.

    So nun wünsche ich dir ein gutes 2020 Hummeljahr,

    Grus Ugini. :hummel:

    Attachments:
    #38004 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Ugini    Der grosse, bekannte Hummelforscher, Eberhard von Hagen, hat die Empfehlung gegeben, dass man die Hummeln nicht von den Blüten weg fangen soll, :doh: sondern nur die nestsuchende Königinnen. :hummel:

    #38005 Antworten
    Ugini
    Forenmitglied

    @ Marta

     

    Die erstenHummel die im März erscheinen sind alles Königinnen, also ist jede Hummel die auf einer Blüte im März sich befindet eine Königin, von mir aus gesehen. Aber Danke für den Link sehr interessant.

    Lieber Gruss Ugo. :hummel:

    #38007 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Ugini    Da hast Du bestimmt recht, aber die Hummel sollte in Suchstimmung sein, bevor man sie fängt und das sind sie nicht, wenn sie erst einmal nach der Winterruhe Nahrung zu sich nehmen. Sorry, das ist nicht meine Meinung, sondern die von bekannten Persönlichkeiten, die Bücher geschrieben und Forschung betrieben haben sowie Vorträge hielten. Das sind unter anderen wie schon gesagt Eberhard von Hagen wie auch Dave Goulson. : :ja: : :hummel

    #38023 Antworten
    Timo
    Forenmitglied

    Reste eines Hummelnests organisieren wird da schon schwieriger

    Das bekommen wir schon hin: wenn die Saison durch ist, kann ich bestimmt ein paar Reste des Nests opfern. Im Prinzip dürften ja Streu/Kapok oder Teile des alten Kartons schon reichen. Das würde ich dann ein wenig in den Eingang und in den Karton reinlegen.

    @Ugini: Beim Fangen der Hummeln von Blüten ist die Ansiedlungsquote bestimmt deutlich geringer als bei suchenden. Und: Woher kann man sonst sichergehen, dass die Königin, die gerade auf einer Blüte sitzt, nicht schon in der Nestgründungsphase ist? Daher: bitte nur suchenden Hummeln ein neues Haus “zeigen”.

    #38116 Antworten
    Georg_Ri

    Ich hatte in der Vergangenheit das gleiche Problem mit meinem oberirdischen “Schwegler Hummelkasten”. Dieser stand auf 6 cm dicken Betonplatten, die ich direkt auf den Boden verlegte. Mit Ausnahme einer einmaligen Selbstbesiedelung durch einen Baumhummel war kein Besiedelungserfolg zu verzeichnen. Auch die aktiven Besiedelungsversuche mit diversen Hummelarten war nicht zielführend. Obwohl ich dieses Jahr im Garten viele Hummeln nestsuchend sah, ignorierten sie den leeren Kasten. Ich entschloss mich dann (auch aus Frust), den Hummelkasten in den Boden einzugraben und zwar so tief, daß der Boden des Hummelkastenvorbaues mit dem anstehenden Boden gleich war. Noch ein bisschen Moos davor gelegt und es hat mit einer Selbstbesiedelung geklappt. Ich weiß nicht, ob das nun ein einmaliger Erfolg war oder nicht. Werde es nächstes Jahr jedenfalls wieder so versuchen.

    Meine Baumhummeln siedeln bei mir immer im gleichen Holzkasten, der allerdings (aus Holzschutzgründen) etwas erhöht aufgestellt ist. Was mich bei diesem Kasten etwas bedrückt sind die Wachsmotten. Aber ich werde zu diesem Problem einen extra Post verfassen.

    #38120 Antworten
    Detter
    Forenmitglied

    Hallo @Falk, wie soll ich das mit den Leimringen verstehen? Du hast Leimringe, gegen Ameisen, an den Füßen angebracht? Da können aber auch die Hummeln :hummel: und andere Nützlinge kleben bleiben. :(:cry:

    #38130 Antworten
    Timo
    Forenmitglied

    Ja, im Prinzip können sich alle möglichen Tiere dran verfangen. Aber das ist ja auch bei Bäumen so. Aber es hält sich in Grenzen. Alternative zu Leimringen ist: Die Füße in Wasserschalen stellen. Allerdings muss dann das Wasser immer mal wieder aufgefüllt werden.

     

    An einem Leimring am Baum habe ich übrigens noch keine einzige Hummel festkleben sehen. Eher mal die ein oder andere Florfliege, hielt sich aber auch in Grenzen.

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Antwort auf: Hummelkästen wurden wieder nicht angenommen!
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