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Hitzewelle macht Insekten den Garaus?

  • Dieses Thema hat 19 Antworten und 9 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Jahr, 2 Monaten von MarthaMartha.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 20)
  • Autor
    Beiträge
  • #37270 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Ein bisschen reißerisch ist diese Themenüberschrift für eine Meldung, die eigentlich nur ein dröger Verwaltungsakt ist.

    Immer wieder wird geschrieben, dass Insekten auch im Sommer Trachtpflanzen brauchen, die zur Aufrechterhaltung der Nektar- und Pollenproduktion mit ausreichend Wasser versorgt werden sollen. Gestern wurde wieder in vielen Gärten Wasser verteilt, um die Blüten offen und um die Trachtpflanzen des Frühjahrs bis zum nächsten Insektenversorgungseinsatz am Leben zu halten. Laubbäume brauchen pro heißem Tag über 350 Liter Wasser (entspricht Niederschlag von mindestens 4,4 mm Regen auf einen Kreisring von 5 m Radius um einen Baumstamm … pro Tag).

    Wegen der seit drei Jahren anhaltenden Trockenheit in der BRD und den aktuell hohen Temperaturen müssen jedoch die ersten Bürgerinnen und Bürger diese Unterstützung der Flora einstellen. Es wird zuviel geplanscht und zuviel bzw. zu lange geduscht. Das Wässern des Gartens, was die Behörden sehr leicht von der Straße aus erkennen können, wurde nun unter Androhung von Bußgeldern verboten in:

    Löhne, Bad Oeynhausen, Hüllhorst, Hille (ab 26. Juni, 17.08 Uhr, Kreis Herford, Wiehengebirge, NRW)

    Sogar über die Warn-App NINA vom BBK, eigentlich bekannt für Warnungen vor Unwetter und Überschwemmungen, wurde gewarnt (Meldung).

    Wenn man im Sommer die Trachtpflanzen vertrocknen lassen muss, dann sind Steingärten doch die richtige Lösung?!

    Ich verstehe, dass die Bundesregierung sich über die 19% Mehrwertsteuer freut, wenn Gartenbesitzer neue Pflanzen kaufen müssen, weil die alten ausgewachsenen Pflanzen auf Geheiß der Behörden im Sommer vertrocknen gelassen werden mussten.

    Wer Wasser sparen muss, legt Steingärten an. So sehen es die Behörden in Süd-Californien (USA) und Arizona (USA), die für die Umwandlung von Trachtpflanzengärten zu Steingärten sogar Subventionen zahlen. Bleibt mehr Wasser zum duschen und planschen.

    Zum Vergleich:
    Hier sah ich schon letzte Woche die ersten gelben Nadeln an Kiefern, die sich nach den zwei heißen Tagen (25. und 26. Juni) nun von der Spitze her braun färben. Dabei wurde das Gießen von Blumen noch nicht unter Strafe gestellt und es wurden bislang auch keine Hobbygärtner kriminalisiert. Vor fünf Jahren brauchten Kiefern und Thujen hier noch nicht gegossen zu werden.

    VG Bulli

    #37279 Antworten
    Frank
    Forenmitglied

    Wer gießt denn Kiefern und Thujen? :? Gehören die auch zu den Trachtpflanzen?
    Bin mir fast sicher, wer Kiefern und Thujen im Garten oder auf dem Grundstück stehen hat und gießt, der hat nur einen englischen Rasen und keine Sommerblumenwiese.

    Auf das richtige Gießen kommt es an. Nicht jeden Tag eine halbe Gießkanne schlückchenweise.
    Besser ist es nach 3 bis 4 Tagen kräftig zu gießen. Wenn die Oberfläche abgetrocknet ist, sollte man hacken oder mulchen.
    Aber das wisst Ihr ja….

    Bei uns wurde jetzt vermeldet, dass die Talsperren voll seien und man sich mit dem Wasserverbrauch nicht einschränken müsse. Solche Meldungen finde ich unverantwortlich!
    Wasser ist eine lebensnotwendige Ressource und nicht in unbegrenzten Maßen verfügbar. Man sollte immer sparsam damit umgehen! :ja:

    #37290 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallihallo!

    Wir haben hier keinen anormalen Sommer. Vor ein paar Tagen gab es ein kräftiges Gewitter (ohne Hagel, den gab es früher öfter mal) mit 40 Litern Niederschlag auf einer halben Stunde. Seitdem ist gegossen und die Regenwasservorräte sind voll. Das nächste Gewitter steht in drei Tagen vor der Türe. Und die 35 Grad die es Vorgestern waren haben wir die letzten 30 Jahre an die ich  mich erinnern kann immer wieder mal gehabt.

    Derzeit 29 Grad, ein angenehmes Lüftchen… :hurra:

    #37316 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo zusammen

    Trotzdem, alle Jahre wieder – eine Hitzewelle – . Nach reiflicher Überlegung fokussiere ich mich vermehrt auf Erdbauten, wenigstens 1/3 von den Kästen in den Boden. Was haltet ihr davon? :?

    #37318 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Martha!

    Da hast Du mit Temperaturen (kalt oder warm) sicher die wenigsten Probleme für einige Arten.

     

    #37319 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Stefan

    Danke für einige Arten, für welche dann nicht?

    #37321 Antworten
    Stefan
    Admin

    Na von den Temperaturen her für alle. :hummel:

    Nur wird es nicht so einfach sein z. B. eine Baumhummel anzusiedeln. Geht natürlich schon, aber ich denke auch Ackerhummeln oder Wiesenhummeln sind oberirdisch leichter anzusiedeln.

    Probiere es aus, ich habe keine unterirdischen Hummelhäuser. Keinerlei Erfahrungen damit. Die baue ich gefühlt schon seit 5 Jahren… :lachtot::kaffee:

    #37326 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Danke Stefan, werde ich machen :kaffee:

    #38464 Antworten
    Bulli

    Gerade sind die hälfte der Landkreise in Brandenburg vom “Wasser-Entnahmeverbot” betroffen.

    Wasser aus Seen, Flüssen und Gräben darf entweder gar nicht in Gärten verwedet oder nur nachts zwischen 21 und 7 Uhr abgepumpt werden. Der Sinn ist die Oberflächengewässer zu schützen.
    Erlaubt ist bislang anscheinend noch die Entnahme aus Hausbrunnen, der Wasserleitung und der Regenwasserzisterne.

    “A von der eh, man sollte schon das über, sich gut überlegen, ob man das Wasser entnimmt. Es sind bis zu 50.000 Euro, können an Strafzahlungen erfolgen.” Kurt Augustin, Umweltministerium Brandenburg, Abteilung Wasser. In: rbb, Brandenburg Aktuell, 3. August 2019, Themenblock: “Wassermangel in Brandenburg”, Minute 5:32 – 5.43.

    @Frank
    Thujen und Kiefern in Gärten sind vertikale Grünflächen für den Winter und Schatten im Sommer. Wer den Garten im Winter grün sehen möchte, braucht immergrüne Büsche. Was sich an brauner Erde oder vertrockneten Sommerblühern dahinter befindet … ist egal.

    #38556 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallihallo!

    Also hier in Südostbayern ist ein ganz normaler Sommer zum Glück sind wir an meinem Ort vor diesen extremen Wetterlagen noch einigermaßen verschont. Im Juni war es mal fast zwei Wochen heiß, sonst war nix. Soeben hatten wir wieder ein leichtes Gewitter, die Wasservorräte sind voll.

    Der Juli war angenehm sommerlich, manchmal sogar etwas frisch.

    Ich hoffe dass auch bei Euch jetzt endlich auch mal “normaler” Regen eingesetzt hat?

    #38635 Antworten
    Detter
    Forenmitglied

    Kannst du vergessen @Stefan, über Berlin ziehen die dicksten Regenwolken, manchmal mit Unwetterwarnungen, nur es fällt kein Regen :regen: oder so wenig, dass es noch nicht einmal nass unter den Bäumen wird. :nein:   Ab 10 bis 15 cm ist der Boden knochentrocken. :cry:   Ich renne fast jeden Abend mit der Gießkanne in der Wohnanlage rum, um wenigstens die paar Blumen zu gießen und die Vogel- und Insektentränke aufzufüllen.

    #38707 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Hier in der Ecke ist das Wetter seit Wochen genauso wie von @Detter für Berlin geschildert. Bei angekündigten Gewittern oder dunklen Wolken kommt kein Tropfen Regen, 10 km weiter schüttet es wie aus Eimern. Der letzte leichte Regen kam hier am 6. Juni.

    Die irre Hitze hier hielt sich wochenlang sehr hartnäckig und schwankte zwischen 38 bis 41 Grad im Schatten, inzwischen “nur” noch 29 bis 35 Grad i.S. Die Sonne tut auf der Haut weh, und das ziemlich direkt und nicht erst nach 10 Minuten.

    Temperaturangaben im Schatten sind nur dann sinnvoll, wenn man sich auch im Schatten aufhalten kann.

    Trotz regelmäßiger und ausgiebiger Wässerei sind teilweise Jungtriebe, Blätter und Blüten verbrannt.

    Inzwischen bin ich für jedes Wölkchen dankbar, das die Sonne verdeckt.:ja:

    Auf Aussagen wie “Freuen Sie sich heute auf 16 :irre: Stunden Sonne.” reagiere ich inzwischen äußerst allergisch.

    #38709 Antworten
    jimjack
    Forenmitglied

    Hier im Südosten des Ostens :D war auch im Prinzip normaler Sommer. Zweimal kurze Perioden mit Hitzetagen mit 38°C (Juni) und 36°C (Juli). Der Juli war anfangs aber recht kühl und i.A. dümpelt es wohl den Rest-August bei ca. 20..25°C herum.

    Leider gabs hier in meiner Ecke in DD wirklich recht wenig Regen. Januar-März waren überdurschschnittlich, der Mai ok und der Rest teils weit unterdurchschnittlich. Insgesamt waren es zuviele Südwest-Wetterlagen – das gibt dann für DD meist keine oder nur wenig  der vorhergesagten Niederschläge. Das führt dann zu täglich-abendlichen Gießorgien im Garten…

    Aber man kann das nicht verallgemeinern. 20..30km weiter weg gab es genug Regen in diesem Jahr.

    Zum Thema noch – Insekten sind ansich viele zu sehen. Viele Honigbienen und auch eine ganze Menge Hummeln (Erd- und Ackerhummeln) an Lavendel, Persovskie, Mönchspfeffer und diversen Kräutern (Basilikum, Salbei).

    #38710 Antworten
    petersberg
    Forenmitglied

    @Marylou

    Die Sonne ist sehr heftig und das  Uv-Licht scheint immer ungebremster auf die Erde zu gelangen.

    2 Apfelbäume(10 Jahre alt) stehen fast ohne Laub da.

    Die Seerosenblätter haben große braune Brandflecken und das will schon was heißen. :krank:

    Das ist nur in meinen kleinen Garten global sind die Folgen wahrscheinlich schon katastrophal.

    Wann begreifen die Politiker endlich das es 5 vor 12 ist?

    VG. :kaffee:

    #38712 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Petersberg Wie recht Du hast! Die wenigsten Politiker interessiert das Klima und dessen Auswirkungen. Wissenschaftler werden weltweit als Wirrköpfe dargestellt und deren Ergebnisse abgetan oder schlichtweg ignoriert. Die Ursachenbekämpfung/-abstellung bleibt außen vor oder man schafft jahrelange Übergangsfristen, die dann im Sand versickern.

    In Deutschland beißt man sich an den Autos fest (im Ausland eine Lachnummer sondergleichen) und neuerdings an den Ölheizungen. Wäre ich in der Politik, würden mir die persistierenden synthetischen Chemikalien und deren Mix in unserer (Atem-)Luft mehr Sorgen bereiten als der Feinstaub, der sich nur allzu gut der Allgemeinheit präsentieren lässt. Aber komplexe Themen sind generell unbequem und offensichtlich auch zu kompliziert, um sich ernsthaft damit zu beschäftigen, zumal sie das Wachstum bremsen würden und somit den Profit schmälern.
    Die Menschheit und Nimm-Gesellschaft hat immer noch nicht verstanden und will auch nicht verstehen, dass es bei allem auf das Gleichgewicht ankommt.:ja:

    Vergangenes Wochenende besuchte ich Hummelfreunde, die berichteten, dass an der holländischen Grenze – unmittelbar anschließend an dortige Naturgebiete – neuerdings (Hobby-)Imker aus Deutschland unerwünscht ihre Bienenbeuten aufstellen:maul:. Auch so kann man Artenvielfalt einschränken. Von holländischer Seite aus geht man wohl inzwischen dagegen vor.

    Wir im Forum schaffen mit unseren Gärten leider nur ein Winzlingsreich für die immer mehr schwindende Artenvielfalt. Wenn ich dann noch lese und auch selber erfahre, dass in Nachbargärten der Aufräum- und Spritzwut gefrönt wird:irre: , fällt mir wirklich nichts mehr ein.

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