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agressive Wächter der Baumhummel

  • Dieses Thema hat 3 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Monat, 1 Woche von Karin.
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  • #63164 Antworten
    Karin
    Buchtip:

    Hallo zusammen. Ich habe eine Frage. Mein inzwischen verstorbener Vater, er war Naturschutzbeauftragter, hat vor vielen Jahren mehrere Hummelkästen auf der Terrasse aufgehängt. Jahrezehntelang lebten Hummeln und Menschen auf unserer Terrasse friedlich nebeneinanderher.  Nun habe ich leider, jetzt schon im dritten Jahr “Kamikazefred”  :biene:   auf dem Grundstück. Die Wächter der Baumhummel stürzten sich vom Nistkasten herunter, stechen aggressiv ins Gesicht und schwirren wieder ab. Ich sitze immer ganz friedlich in der Hollywoodschaukel, die so ca. 2 Meter vom Kasten entfernt steht. Mein Freund, der mir nicht glauben wollte, dass das Hummeln sind, die da stechen, wurde letztes Jahr auch attackiert. Selbst meine beiden Hunde werden von den Wächtern vergrämt… Nun haben wir den Kasten entfernt und an einer entlegenen Stelle im Garten plaziert.
    Ich frage mich, was ist los mit diesen Hummeln, ist das jemandem hier auch schon passiert? Nicht mal Wespen reagieren so aggressiv….

    #63165 Antworten
    Stefan
    Admin

    Hallo Karin!

    Das was Du beschreibst kann man vorallem bei Baumhummeln beobachten.

    Wenige Tage im Jahr, wenn die Baumhummeln Hochsaison haben meist Ende Juni, nehmen die Wächterinnen dieser Gattung ihr Aufgabe sehr ernst. Zu dieser Zeit wird die Königin vertrieben oder gar von den eigenen Nachkommen ermordet. Die Arbeiterinnen fangen an selbst Eier zu legen, daraus entstehen dann Drohnen.

    Film: Der Hummelstaat

    Oft sind die Probleme mit “aggressiven Hummeln” hausgemacht, denn diese Aggressivität hängt meist auch mit der Hitze zusammen denen so ein Hummelnhaus ausgesetzt ist. Ein Hummelnest besteht aus Wachs. Wachs schmilzt bei 40 Grad und diese sind in einem Hummelhaus, also einer Holzkiste, schnell erreicht.

    Abhilfe: das Hummelhaus vor der Hummelsaison im Winter (!) in den Schatten umsiedeln. Ein Hummelhaus muss unbeding den ganzen Tag ohne Ausnahme im Schatten stehen.

    Später umsiedeln, also wenn bereits Hummeln nisten, ist nicht mehr möglich.

    Einen Trick gibt es dennoch: Hummeln sind wie kleine Kinder. Was sie nicht sehen das gibt es nicht. Und so reicht es einen einfachen Sichtschutz zu installieren. Das kann ein Bettlaken oder ein Brett sein, schon hat man Ruhe.

    #63198 Antworten
    jimjack
    Forenmitglied

    Hallo Karin,

    habt Ihr den Kasten jetzt mitten in der aktiven Zeit umgehängt? Das geht bei Hummeln nicht – sie finden den Kasten am neuen Standort nicht mehr!

    2m Entfernung ist natürlich nicht viel – Baumhummeln sind sehr eigen in ihrer Privatsphäre. Vermutlich waren früher andere Hummelarten in dem Kasten?

    Ansonsten bitte die Hinweise/Empfehlungen von Stefan beherzigen, dann ist auch mit Baumhummeln gut auskommen. Da spreche auch ich aus eigenen Erfahrungen. :)

    #63220 Antworten
    Karin

    Danke für eure Rückmeldungen. Die Hummelkästen hingen auf der überdachten Terrasse und waren immer im Schatten.

    Ob früher andere Hummelarten in den Kästen waren, kann ich nicht sagen. Leider ist mein Vater, der auch Hummelexperte war, verstorben. Gibt es noch weitere Hummelarten, die hochhängende Kästen annehmen?

    Ich musste die Kästen umhängen, denn man konnte sich nicht mehr auf der Terrasse aufhalten. Leider wurden auch meine Hunde attackiert, die dann nach den Wächterinnen schnappten. Mir war die Gefahr zu groß, dass da was im Hals anschwillt. Wobei ich sagen muss, dass die Stiche im Gesicht zwar recht schmerzhaft sind, aber tatsächlich nicht sehr anschwellen.

    Ich beobachte den umgesetzten Kasten nun täglich und stelle weiterhin ein reges Treiben fest. Ich hoffe, dass die Futtersucherinnen, die im Kasten zurückgeblieben waren, am “Blumentreff” auf die “Verirrten” stießen und ihnen den Weg ins neue Zuhause gezeigt haben…

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Antwort auf: agressive Wächter der Baumhummel
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