Christoph B.: Meine Erfahrungen
Hallo zusammen,
hab alles mit Interesse gelesen. Hier einige meiner Beobachtungen: Habe ja eine Norwegische Kuckuckshummel in meinem Baumhummelnest. Sie war sehr hartnäckig. Sie hat schon früh den Kasten immer wieder beobachtet, da war die Klappe nur wenig offen, als Schutz gegen Doppelbelegung. sie ging auch in den Kasten, hat geprüft und kam wieder raus. Die später verschlossene Klappe war dann bei der Nestübernahme absolut kein Hindernis. Die Klappe mag die Chancen verringern, aber sicher ist es nicht. Bei all diesen “Tricks” verändert man nur die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Erwünschtes passiert.
Kuckuckshummeln suchen sehr intensiv am Boden, aber manche auch an Wänden, im Efeu etc. Also auch da gibt es keine Sicherheit. So wurde ja auch mein Baumhummelkasten entdeckt.
Aktiv Kuckucke einsetzen würde ich nicht. Mir scheint es eh genügend Kuckucke zu geben.
Gestern entdeckte ich an dem Baumhummelkasten eine weitere Norwegische Kuckuckshummel (am Lüftungsgitter). Ob es eine weitere war oder die, die das Nest übernommen hatte – keine Ahnung. Hab sie dann weggefangen und weit weg (8 km) wieder fliegen lassen – für alle Fälle…
So viel für heute. Viele Grüße
Christoph
>Hallo Helena, hallo Christian, hallo Hummelfreunde,
>schon am 09.05.12 in einer Antwort auf Christians Einsetzen einer Rupestris vertrat ich die gleiche Meinung. Mit welcher Hartnäckigkeit eine Kuckuckshummel vorgeht konnte ich erst gestern beobachten. Nachdem drei Steinhummeln, davon eine Selbstansiedlerin, nicht zu einer Volksgründung in den Kästen hinter meinem Haus kamen, freute ich mich über eine Rückkehrerin in einen Kasten in meinem Garten am Stadtrand. Allerdings musste sie eine vorher eingezogene Baumhummel vertreiben. Ich nahm mir also die Zeit, um nach den Kästen zu schauen. In einem flog die erste Generation einer Erdhummel und hatte keinerlei Probleme mit der hier eingebauten Zweiklappensperre. Im zweiten Kasten war noch immer die Steinhummelkönigin am Aus und Einfliegen. Die Mottenklappe war etwa 4 mm noch geöffnet. Nun „verdunkelte sich der Himmel“ (Spaß) und eine riesige Felsenkuckuckshummel flog schnurstracks auf das Landebrettchen am Eingang zum Kasten. Sofort wischte ich sie mit dem Finger vom Eingang weg, worauf sie empört und hastig abflog. Aber nur um eine kleine Runde zu drehen, um erneut einen Anlauf zu nehmen. Dieses Mal gab ich ihr mit meinem Taschentuch einen Schlenker, worauf sie im Gras einen Purzelbaum schlug und davonflog. Nun war längere Zeit Ruhe und ich begann mich zu ärgern, weil ich nicht besonnener reagiert hatte. Sogleich holte ich aus der Gartenlaube ein kleines Glas mit Polsterwolle und begab mich wieder auf Wachposten, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich den dreisten Kuckuck für immer vergrämt hatte. Nun verschloss ich die Klappe komplett und wartete.
>Nach gut 20 Minuten kam die Steinhummelkönigin und hatte nur wenig Mühe mit der nun vollständig verschlossenen Klappe. Wie von der Rupestris aufgelauert, kam diese erneut und versuchte ebenfalls die Klappe zu öffnen, doch in diesem Moment war ich mit meinem Abfangglas zu Stelle und macht auf der Heimfahrt einen größeren Umweg, um sie in sicherer Entfernung wieder frei zu lassen. Es war schon ein eindrucksvolles und sicher auch wehrhaftes Tier, welches mir beim verlasse des Glases faßt ins Gesicht flog.
>Viele Grüße Bernde
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