Antwort auf: Hummelhaus von Hummelkasten.de
- DE 41363
- 61 m
@Torsten
Ich arbeite seit letztem Jahr mit Holzinnenkästen, deren Wände 1 cm unter den Lüftungslöchern des Kastens enden. Der Holzinnenkasten ist oben komplett offen und wird mit einem 1 cm Holzrahmen mit aufgeschraubtem 2 mm VA-Gitter abgedeckt. Unter dem Boden sind Abstandsplättchen von 5 mm angeklebt.
Zusätzlich haben alle Außenkästen 9 Lüftungslöcher bekommen (vorhandene aufgebohrt und zusätzliche), also je 3 seitlich und hinten, à 46 mm Durchmesser. Abgedeckt sind diese Lüftungslöcher mit 0,2 mm VA-Maschengewebe.
Der Boden des Holzinnenkastens ist mit 2x doppellagigem Karton abgedeckt.
Das Prinzip hat sich wirklich bewährt, denn die Luft kann oben ungehindert über den Holzinnenkasten streichen und es entsteht kein Schimmel. Die beiden Kartons am Boden des Holzinnenkastens nehmen Feuchtigkeit auf, wobei meist nur die erste Lage durchfeuchtet wurde.
Die Holzinnenkästen lassen sich schnell und einfach mit einem Spachtel abschaben und anschließend aussaugen.
Ein weiterer Vorteil von Holzinnenkästen ist der im Holz haftende Hummelgeruch für die Folgesaison.
Auslöser für diese Aktion war das sehr feuchte Frühjahr vor 2 Jahren, als die doppelwandigen Kartons so durchfeuchtet wurden, dass hier bei 4 Kästen ca. 1 cm Flüssigkeit innen am Boden gebildet hatte. Absaugen und stundeslanges Lüften über mehrere Tage sowie das Einsammeln der Hummeln, die im Zwischenraum saßen. So etwas möchte ich nie wieder erleben!
Noch eine Bemerkung: Auch die Kartons waren oben offen und mit einem Rahmen und Drahtgitter versehen. Gereicht hat das allerdings für einen genügenden Luftaustausch nicht. Daher sollte man auch auf ausreichend viele und große Lüftungslöcher im Außenkasten achten. Umgebaut wurden: 2x Hummeltischlerkasten, 4x NABU-Kasten, 2x Knastladen-Kasten. Einzig die beiden Kästen von Doris hatten von Haus aus eine ausreichende Belüftung.
Ich hoffe, das hilft Dir ein bisschen weiter.