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Antwort auf: Bacillus thuringiensis

#66103
janfo
Forenmitglied
Buchtip:

@osmia

Danke dass du nochmal erklärt hast was genau du meinst, gebe dir da auch in dem Sinne Recht.

Der Mensch hat wie jedes Lebewesen einen Einfluss auf sein Umfeld. Aufgrund der technischen Entwicklung der Menschheit, den Fähigkeiten die mit anderen Tieren nicht vergleichbar sind und der großen Anzahl an Menschen ist der Einfluss extrem groß, leider in den allermeisten Fällen negativ.

Das Eichhörnchen in deinem Beispiel hat ja auch einen Einfluss, indem es Haselnusssträucher “pflanzt”. Viele andere Tiere schaffen sich auch ihre eigene Lebensgrundlage, Vögel “pflanzen” Sträucher die ihnen leckere Beeren bescheren, Elefanten pflanzen Affenbrotbäume, deren Samen sogar darauf angewiesen sind. Viele Tiere vergiften ihren Lebensraum auch, z.B. sind die Ausscheidungen von Fischen für dieselben giftig bzw. können ihren Lebensraum negativ beeinflussen, andere Tiere müssen ständig weiterziehen um nicht die eigenen Lebensgrundlagen zu übernutzen und somit zu zerstören. In großen Natürlichen Lebensräumen regelt sich das alles von allein. Der Mensch verbraucht mittlerweile leider so viel Platz, dass es kaum noch wilde Flecken auf der Erde gibt, er beeinflusst den Lebensraum so stark, dass es zu großen Schäden kommt.

Der Mensch könnte auch anders, davon bin ich überzeugt. Er könnte ein schaffendes Element, ein Vielfalt förderndes Element in der Natur sein. So wie wir es im kleinen machen in unseren Gärten. Es braucht allerdings noch viel Fortschritt geistig und technisch. Der Ressourcenverbrauch ist auch einfach viel zu groß, die Art der Erzeugung zu wenig auf die ökologischen Auswirkungen bedacht. Es bahnt sich eine ökologische Krise an das heißt die Menschheit wird die Chance haben daraus zu lernen, allerdings auf die harte Tour, viel der ökologischen Vielfalt wird auch unwiederbringlich verloren gehen. Wenn diese Chance nicht ergriffen wird, wird sich eine leidvolle Zeit anschließen. Das sind Zeithorizonte die unsere Lebenszeit wohl überschreiten. Hier könnte man philosophisch werden und Utopien oder Dystopien entwerfen das würde hier in dem Thread aber zu weit führen.

Ich finde den Gedanken schön, dass man mit der richtigen Pflanzenwahl im Garten teilweise weit über seine Lebenszeit hinaus einen positiven Einfluss auf die umgebende Natur haben kann. Viele heimische Pflanzen können sich durch Versamung halten und breiten sich aus.

Ob es für die “Natur” besser ohne uns wäre, wage ich dennoch zu bezweifeln. Aber mein Naturbegriff ist auch etwas weiter gefasst. Wie vorher geschrieben halte ich den Menschen für einen wichtigen Teil der Natur weil wir auf dem Planeten Erde die am weitesten “fortgeschrittene” Lebensform sind. Weil wir der Teil der Natur sind, der der Natur zur Selbsterkenntnis verhilft. Der die Schönheit der Natur erkennen kann. Es hängt auch vieles am Naturbegriff, ob man ihn auf die Erde beschränkt oder einen Universalen Ansatz verfolgt. Die Natur auf der Erde wird auch den Menschen überleben. Die Artenvielfalt ist immer großen Schwankungen unterlegen. Soll natürlich keineswegs die Schäden relativieren, denn die müssen wir selbst bitter ausbaden. Der Mensch hat das ökologische Schicksal seines Lebensraums, der Erde in der Hand. Er muss weise mit den Ressourcen umgehen. Es wird sich herausstellen ob die Menschheit fähig ist diese Evolution zu einer ökologischeren, nachhaltigen Spezies zu vollziehen.

Sorry wenn ich etwas ausschweifend geworden bin. Es erklärt vielleicht ein bisschen meine Haltung zur Natur.