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Antwort auf: Wer hat wieviel Verlust in diesem Jahr 2021

#59656
Marylou
Forenmitglied
Buchtip:

@Frantisek  “Steini 1” und “Steini 2” waren Steinhummeln. Sorry, ich hätte das im Text korrekt angeben müssen.
Sehr interessant sind die Ausführungen bei den Ackerhummeln, das wusste ich noch nicht, danke dafür!

@Kev 26  Ja, das ist alles sehr traurig, da man auch nicht weiß, was mit den einzelnen Königinnen passiert ist.

@Torsten Mir ist das alles inzwischen ein Rätsel. Auch die unterschiedlichen Verhaltensweisen der einzelnen Arten. Kleine Abweichungen mag es bei den Hummelarten ja geben, aber so extrem?

@all  Die beiden Steinhummeln sind nicht die einzigen Verluste dieses Jahr.
Als das Wetter noch erträglich war, siedelte sich eine Ackerhummelkönigin (Rückkehrerin) am 24.03.2021 in einem Kasten an. Zuckerlösung im Vorbau gab es von Anfang an, die die Königin auch sehr gut annahm. Am 30.03.2021 flog mittags eine Erdhummelkönigin zielgerichtet in diesen Kasten ein. Die Ackerhummelkönigin kam vom Sammelflug zurück in den Kasten, blieb einen Moment drin, kam heraus und flog vor dem Einflugloch hoch und runter, das wiederholte sie unverdrossen mit Pausen zwischendurch. Die Hartnäckigkeit der kleinen Ackerhummelkönigin, genauso auch am nächsten Tag, kann man nur bewundern.
Am 01.04., also am nächsten Tag, kam eine 2. Ackerhummel-Rückkehrerin dazu und flog sofort in den selben Kasten. Ich wunderte mich zuerst über das forsche Vorgehen, bis ich am Verhalten merkte, dass es tatsächlich eine andere Ackerhummelkönigin war. Die erste Königin kam auch immer wieder zum Kasten und in den Kasten zurück. Als am selben Tag noch eine 3. Ackerhummel-Rückkehrerin dazukam, gab die Erdhummelkönigin auf. Die zuletzt dazugekommene 3. Ackerhummelkönigin sah ich am späten Nachmittag schließlich in den Holzstapel fliegen.
Die beiden verbleibenden Ackerhummelköniginnen im Kasten vertrugen sich anschließend gut, soweit ich das bei den Aus- und Einflügen beobachtet habe. Durch das unterschiedliche Verhalten war eindeutig, dass es sich um zwei Ackerhummelköniginnen handelte. Genannt habe ich sie “Schussel” und “Clever” (ist liebevoll gemeint). Die Zuckerlösung im Vorbau wurde weiterhin sehr gut angenommen. Alles ging bis zum 10.04.2021 gut, ab da war plötzlich kein Flugverkehr mehr zu sehen. Die Tage zuvor war sehr schlechtes Wetter mit Schnee und nächtlichen Minustemperaturen gewesen.
Am 13.04.2021 Mehlprobe und Moosfäden, beides blieb unberührt.
Am 18.04.2021 habe ich den Kasten schließlich geöffnet. Außer einem einzigen vollgefüllten Nektartöpfchen war nichts zu entdecken, kein Gelege, keine toten Königinnen.
Da hier viele Meisen sind und ich im letzten Jahr schon viele Ackerhummeln bei Sammelflügen verloren habe, könnten sie vermutlich den Vögeln zum Opfer gefallen sein.

Um die drei Naturnester im/am Holzstapel und das eine Nest unter den Walderdbeeren bange ich auch. Nach dem Unwetter und weiteren heftigen Windböen an den Folgetagen konnte ich bisher nur die Ackerhummelkönigin an der Stirnseite des Holzstapels ausmachen, wo seit dem 06.05.2021 erste Arbeiterinnen fliegen. Dort tat sich zwischendurch wetterbedingt auch drei Tage lang nichts. Zu meiner Erleichterung sah ich dann die Königin ausfliegen, anschließend auch zwei Arbeiterinnen. Zumindest dort scheint alles in Ordnung zu sein. Bei den anderen Naturnestern ist bisher keinerlei Bewegung erkennbar.

Was für ein Chaos alles! Hummelsuchflüge sind hier inzwischen Fehlanzeige. Alle Hummelhäuser stehen leer. Vielleicht taucht noch die eine oder andere Nachzüglerin auf, von denen sich eine für ein Haus interessiert.