Hallo Daniela, herzlich Willkommen!
Herzlichen Glückwunsch zum Einzug der Hummelkönigin, manche warten auf diesen Moment mehrere Jahre. Ackerhummeln sind am längsten aktiv und sind mit die friedlichsten Hummelarten. Dafür sieht man sie jedoch seltener am Haus, weil sie relativ kleine Völker bilden, die sich langsam entwickeln (Das andere Extrem wären Baumhummeln, bei denen ist immer etwas los, aber der “Spuk” ist in nur wenigen Wochen vorbei).
Keine Sorge, das mit den Pollenhöschen dauert manchmal eben etwas länger, oder Du hast es bereits übersehen? Irgendwann siehst Du die Königin nur noch ganz selten, oft nur 1 oder 2 Mal am Tag. Sie brütet dann. 
Keine Eile bei neuen Hummelhäusern mit der Klappe, denn Du hast keine Rückkehrerinnen vom letzten Jahr, die um das Haus konkurrieren. Deshalb kannst Du die Klappe noch offen lassen. Wachsmotten gibt es jetzt auch noch nicht.
Du solltest jetzt als ersten Schritt langsam die Deko entfernen, Stück für Stück, denn Du willst ja keine weiteren Hummelköniginnen anlocken. Das gäbe nur Stechereien.
Die Hummelklappe kannst Du trotzdem jetzt schon langsam so weit schließen, dass sie etwa noch 5 mm offen ist. Lass das so lange, bis Du Nachwuchs siehst. Die erste Generation Arbeiterinnen ist relativ klein, oft winzig. Die Königin fliegt immer noch selbst aus, um Pollen und Nektar zu sammeln. Ab der zweiten Generation Arbeiterinnen etwa verbleibt die Altkönigin im Nest (ab jetzt kannst Du das erste Mal aufatmen, denn das Nest hat einen wichtigen Schritt gemacht). Du erkennst die zweite Generation relativ gut, weil diese meist um einiges größer ist, als die erste Generation. Erst jetzt beginnst Du vorsichtig mit dem Klappentraining.
Viel Freude beim Beobachten und viel Glück mit der Königin.
Grüße Stefan