Herzlich Willkommen

Du kannst sofort los legen und Fragen stellen oder Antworten schreiben, auch ohne Anmeldung. Willst Du Fotos ins Forum hoch laden, die Livestreams ansehen oder am Quiz teilnehmen musst Du Dich einmalig registrieren und danach anmelden. Oder hast Du Dein Passwort vergessen?

Christian: Eine Frage der Sicht

Hi,
so jetzt gehts mal in Richtung Ethik. Hab ja den Eindruck, dass wir an die Sache mit den Hummeln unterschiedlich herangehen. was ich ehrlich gesagt auch sehr interessant finde. Hoffe Alex, dir ists Recht, dass ich mal so ein Fass aufmache, das die Zoologie (etwas) verlässt. Wenn nicht, dann setzt ruhig nen Schlusspunkt, fänd ich okay.

Ja verstehe eure Anfragen. Mein Handeln is, denk ich bedingt dadurch, wie ich die Sache angeht.
Der Natur die Sache zu überlassen, bedeutet für mich, die Hummeln sich selber zu überlassen. Weil “die Natur” (oder meinetwegen “die Evolution”) an sich, die was will und eingreift gibts nicht.
Das ganze Hummelprogramm in meinem Garten is ja fast komplett in meiner Hand:
Ich stell die Kästen auf und setzt die Hummeln ein und füttere in Notzeiten durch und pflanze Trachtpflanzen.
Als Mäuse meine Steinhummel und Ackerhummeln im April plünderten, hab ich die Eingänge verengt, die Mäuse vergiftet und die Kästen neu besetzt. Als die Wachsmotten beide Völker bedrohten hab ich mit BT eingegriffen und zumindest meine Steinhummel gerettet.
Gegen Milben mach ich nix, weil die Diskussion im Forum mich zu der Einsicht gebracht haben: Die Schaden vermutlich gar nicht und helfen eher.
Das Einzige was nicht in meiner Hand ist ist das Wetter und das Leben: Dass ne Queen geflogen kommt, am Leben bleibt und erfolgreich ein Volk großzieht. Bei meiner Ackerhummel wars so wie bei Bagos Ackerhummel. Die Arbeiterinnen gingen immer wieder verloren. Das Volk is so gut wie tot. Obwohl ich dasselbe gemacht habe wie bei den anderen Arten.

Nun wärs eigentlich entgegen meines bisherigen Handelns bei Wespen zu sagen: “Ich lass allem seinen Lauf”. Also ich könnte das, machs aber nicht. Mein Ziel ist: möglichst gesunde Völker mit viel Reproduktion, also Jungköniginnen. Darauf nehm ich Einfluß. Wenn ich die Überzeugung habe, dass Wespen die Hummelarbeiterinnen so reduzieren, dass Kokons unterkühlt absterben, dann greif ich ein.

Durch fünf abgetötete Arbeiterinnen ist der Wespenstaat nicht bedroht. Aber jede tote Hummeljungkönigin ist ein potentiel totes Volk. Würde aber nie ein Wespenvolk vernichten, da find ich die Tiere dann doch zu interessant. Hab ja sogar eins im Garten angesiedelt. Aber sind auch Entscheidungen, weil mein Sohn ne Allergie hat.

Nun beobachte ich und stelle fest:
Erdhummel (2009 und 2010): null Wespen, null tote Arbeiterinnen in der Kugel.
Wiesenhummel: null Wespen, null tote Arbeiterinnen in der Kugel.
Steinhummel: tote und lebendige Wespen, zig tote Arbeiterinnen in der Kugel.
Dann frag ich noch hier im Forum nach. Wenn mir dann jemand sagt, dass es auch ohne Wespen gerade bei der Steinhummel tote Arbeiterinnen in der Wabe gibt, isses okay.
Wenn nicht, dann folgere ich daraus, dass die Wespen doch des öfteren erfolgreich zustechen.

Also soweit mal.
Abzuwarten bleibt wie das nächste Jahr ist und sich wieder Wespen einstellen.

Gruß
Christian

Themenübersicht öffnen: Eine Frage der Sicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:homepage:  :)  :D  :(  :o  8O  :?  8)  :lol:  :x  :P  :ups:  :cry:  :roll:  ;)  :|  :mrgreen:  :XD:  :DX:  :ugly:  :freu:  :freu2:  :motz:  :haha:  :lachtot:  :god:  :hurra: 
:irre:  O_o  :bravo:  :pfeif:  :ja:  :nein:  :maul:  :doh:  :girl:  :winken:  :kaffee:  :krank:  :biene:  :hummel:  Schmetterling  :regen:  :blume: 
 

*