Christian: Wildblumenwiese

Hi Jürgen,
ich stimme Martin zu. Du kannst nach prüfen der Bodenbedingungen nen entsprechenden Samen säen. Aber am Ende wird nicht alles dastehen. Im Lauf der Zeit wird sich die wiese entwickeln. Einige arten werden verdrängt, andere kommen von selbst hinzu.
Dazu kommt, dass die Hummeln ihre Trachtpflanzen haben, jede Art ein paar eigene.

Ich arbeite da eher mit Blumenbeet. Bin nun 3x umgezogen und hab es immer so gehalten: Ich hab gecheckt welche Hummeltrachtpflanzen natürlich wild wachsen. Die hab ich, sofern sie nicht schon vor Ort waren, im Garten eingebracht.
Diese Trachtpflanzen sind auch hier bei bombus de in nem Verzeichnis aufgeführt.
Ein Stück kleines Wiese wird bei mir nicht gemäht, sehr zur Freude der Grashüpfer ein weiteres 0,5m2 mähe ich auch nicht. Rein zufällig ne Monokultur vom breitblättrigen Wegerich. Den liebt die Steinhummel.

Dann gibts ganz tolle Hummeltrachtpflanzen die Primärbesiedler sind. Sprich: jedes Jahr neu umgraben. Das sind der Klatschmohn, wenn da früh um 6 Uhr die Blüten aufgehen, da brummts nur so. Das is ne rechte Freude. Bis Mittag sind die dann wieder abgefallen.
Dann natürlich Phaccelia (muss immer wieder neu gesäht werden. Die keimt nämlich im September. Sollte noch etwas Frost kommen, stirbt alles ab.)
und für die Langrüßler der einjährige Rittersporn.

So eine Miniackerfläche macht auch weniger Arbeit wie ne Wiese, finde ich. Und ich hab gezielt was für Hummeln, aber nicht nur.

Viel Erfolg
Solltest du dennoch mit ner Wiese gute Erfahrungen machen, dann bitte poste das doch hier. Allzuoft geben wir hier Tips und erfahren nicht, was daraus geworden is. Meine, wenigstens für mich zu sprechen, ich lerne auch gern dazu.

Christian

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