Nahrungssuche der Hummel und Glyphosat

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  • #96629
    Stefan
    Admin
    Beitragsersteller
      • DE 84513
      • 398 m

      Dieser Beitrag enthält Fragen und Antworten zu:

      Nahrungssuche der Hummel und Glyphosat

      #96630
      Christian
      Forenmitglied
        • A-4800, 4851
        • 420, 510 m

        Nach einigem Überlegen provoziert mich das Thema zu ein paar Gedanken, zumal ich das Herbizid Glyphosat in der Landwirtschaft bzw. Roundup in den Gärten neben der Klimakrise, der zunehmenden Bodenversiegelung usw. für einen Hauptgrund des “Bienensterbens” in den letzten Jahrzehnten halte. Das Mittel wird immer wieder in geringen Spuren in Nahrungsmitteln festgestellt und soll potentiell Krebs gefährdend sein – trotzdem schafft es der Erzeuger mittels eigener Gutachten und Lobbying immer wieder die Verlängerung der Zulassung durchzusetzen. Jetzt ist sogar kolportiert, dass solche Zulassungen gemäß EU-Omnibusverordnung dauerhaft erfolgen können. :(

        Dass es in den letzten Jahren ein Umdenken zum Verbot von Glyphosat gab, hat mir Hoffnung gegeben, dass der Politik der Bienen- (halte seit 45 Jahren ein paar Völker) und Wildbienenschutz doch wichtig ist, aber leider folgte immer wieder die Ernüchterung. Es macht mich wütend zu sehen, wie durch Vernichtung der Beikräuter durch Glyphosat den (Wild-)Bienen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Aus meiner – leider pessimistischen – Sicht, ist wohl den meisten Bürgern Artenschutz nicht wichtig, und so können Bayer und parteipolitische EU-Lobby weiter alles tun, damit auf Kosten der Umwelt die Aktien steigen.

        #96631
        Stefan
        Admin
        Beitragsersteller
          • DE 84513
          • 398 m

          Danke Christian!

          Ein sehr schwieriges und komplexes Thema.

          Den schwarzen Peter will ich dabei aber ganz sicher nicht den heimischen Landwirten geben. Während heimische Bauern sehr strenge Umwelt- und Auflagenstandards einhalten, importiert die EU billige Lebensmittel aus Ländern mit weitaus laxeren Regeln. Das Ergebnis landet dann hier in verschiedenster Form auf dem Esstisch. Getreide aus der Ukraine, Kartoffeln aus Israel.

          Deutsche Getreidebauern müssen auch so strenge Düngevorgaben einhalten, dass die Ernte kaum noch für die Herstellung hochwertigen Mehls taugt, während Betriebe im Ausland von diesen strengen Auflagen verschont bleiben.

          Und wenn auf der Nudelpackung “Hergestellt in Deutschland” steht, kann das Mehl hierzu immer noch aus aller Welt kommen.

          Über Lieferkettengesetze lacht die Industrie, der kleine lokale Betrieb wird mit Bürokratie erdrückt.

          Die Verantwortung dafür trägt vorallem die Politik. Wer den privaten Glyphosatverkauf erlaubt und den Import ungleich produzierter Ware zulässt, misst mit zweierlei Maß und schadet sowohl der Natur als auch der regionalen Landwirtschaft.

          Grüße Stefan

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