Fröhlicher Erdüberlastungstag

Dieses Thema enthält 6 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Bulli vor 1 Jahr, 3 Monate.

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  • #5383 Antwort

    Bulli

    Heute ist Erdüberlastungstag.
    Das heißt, die Menschen haben die von der Erde nachhaltig produzierte Nahrung und Energie für das Jahr 2017 bereits aufgebraucht. Ab jetzt muss mit Raubbau an der Natur wie Überfischung, industriellem Ackerbau, illegalem Holzeinschlag usw. die Zeit bis Ende des Jahres überbrückt werden.

    Das heißt für die Fans des schwarzen Humors … es sind ca. 33 % zu viele Menschen auf der Welt. Aber das darf keiner sagen. *pssst*
    :dunno:

    #5384 Antwort

    Kai
    Forenmitglied

    Da widerspreche ich dir aber gewaltig- auch wenn es sich um einen Witz handeln soll. Wenn 33% Menschen “zuviel” wären, hieße das ja, dass die bisherige Praxis total okay wäre, es müssten halt nur 1/3 der Menschen weg. Das ignoriert aber völlig, dass für die Ressourcenübernutzung nur ein kleiner Teil der Menschen verantwortlich ist und sich der Aufwand Jahr für Jahr erhöht, also der Erdüberlastungstag jedes Jahr früher zu “feiern” ist.
    Ich verstehe natürlich die Idee hinter dieser “Rechnung” und bin auch der Meinung, dass dieser denkwürdige Tag nicht nur in den 20 Uhr Nachrichten erwähnt werden sollte, sondern auch in jeden Kalender gehört. (Als kleines Klebeschild, das beim Kalenderkauf beiliegt, so dass man das dann anbringen kann, wenn das Datum feststeht.)

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 3 Monate von  Kai.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 3 Monate von  Kai.
    #5386 Antwort

    Bulli

    Ach, dieser Tag heißt auch Weltüberlastungstag 03.08.2017.

    In Korrelation dazu gibt es auch einen Deutschlandüberlastungstag 2017. Das ist der Tag, an dem die Biomasse, die von der regenerativen Natur in Deutschland produziert wird, von der Bevölkerung in Deutschland für das Jahr 2017 komplett ausgebeutet war. Dieser Tag war am 24.04.2017, dem 124. Tag im Jahreskreis.

    Für die Liebhaber des schwarzen Humors:
    In Deutschland leben 66% Menschen zuviel für die Natur.

    #5387 Antwort

    Bulli

    Hallo Kai, hallt alle,

    der Überlastungstag für Deutschland zeigt, dass die Bewohner von Deutschland gar nicht ökologisch nachhaltig auf Basis des aktuellen Lebensstandards leben können. Nur durch nicht nachhaltigen Verbrauch von Biomasse, den Import von Biomasse aus dem Ausland oder das Ausbeuten von fossilen Biomasse-Speichern (Erdgas, Erdöl, Braunkohle, Steinkohle) kommen die Deutschen über das Jahr.

    Naja. Sie könnten schon was ändern, wenn sie die Konsumgüter wieder fürs ganze Leben kaufen würden und entweder total aufbrauchen (mehrfach gestopfte Socken, Flicken auf Hosensäumen und Knien) und die Konsumgüter vererben.

    Wenn der Überlastungstag am 31. Dezember ist, dann leben die Menschen nachhaltig von und mit der Natur.

    Die Rechnung des Bevölkerungs-Überschusses ist plakativ, zugegeben. Ein Arbeiter verbraucht mehr als der Durchschnitt, ein Penner unter der Brücke verbraucht deutlich weniger.
    In den 1980ern rätselte man noch wieviele Menschen zuviel auf der Erde leben würden. Ich war für maximal 500 Millionen pro Erde, andere meinten 3 Millionen pro Erde. Durch den Erdüberlastungstag wird dieser Wert für jedes Jahr neu berechnet. So gut wie jedes Land überlastet die Möglichkeiten der Natur, sonst gäbe es keine Hungersnöte, keine Versteppung und keine Ausbreitung der Wüsten.

    Umweltschutz ist ein komplexes Thema.

    Nehmen wir den Rückgang der Insekten. Ist er positiv oder negativ?
    Die Insekten verbrauchen Sauerstoff und stoßen CO2 aus. Von CO2 haben wir aber schon zu viel in der Atmosphäre. Also ist die Reduktion von CO2-Emittenten eine gute Sache. Auf der anderen Seite wird Bestäubung verhindert, was die Biomasseproduktion verringert. Die Biomasseproduktion ist aber bereits durch den hohen CO2-Anteil in der Luft schon deutlich erhöht.
    Also … braucht die Welt wild lebende Insekten?

    Die im Augenblick fortschrittlichste Entwicklung ist der Bau von Photovoltaik auf Stelzen über bewirtschafteten Feldern. Durch den Schatten der Module (Streifen mit Abständen, von Nord nach Süd verlaufend) spenden Schatten im Sommer, verzögern jedoch sich die Reifung der Feldfrüchte um einige Tage. Demgegenüber beginnt durch den Klimawandel die Anbausaison immer früher und dauert länger. Die Zeit bis zum Winter reicht für die Feldfrüchte somit locker aus. Diese Doppelnutzung ist so neu, dass die EU bislang keine Kategorie für solch doppelt genutzte Flächen hat. Solche Anlagen sind im Augenblick auch nicht durch den Erneuerbare-Energien-Gesetz förderungsfähig.

    VG Bulli

    #5388 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Leute, dass ist ein Hummel-Forum und kein Polit-Talk. :conf: Wer sich gerne politisch betätigen möchte findet da bestimmt genügend andere Möglichkeiten?

    #5389 Antwort

    Kai
    Forenmitglied

    Es wäre allerdings interessant zu wissen, wieviel CO2 ein Hummelvolk emittiert. Und natürlich was ein Hummelvolk in Kuhflatulenz entspricht.

    #5391 Antwort

    Bulli

    Hallo Kai,
    Ja, genau. Ein schwieriges Thema. Darum die Reduktion auf den Erdüberlastungstag.
    Ich bin für Biodiversität, aber die Überbevölkerung und schrumfpende private Nutzgärten machen’s schwierig.

    @detter
    Politische Streitereien möchte ich nicht herauf beschwören. *sssssip*

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Antwort auf: Fröhlicher Erdüberlastungstag
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