Antwort auf: Post von Bertram Münker

#92829
BertramBertram
Forenmitglied

    Später als in den letzten Wintern haben jetzt wieder Waldmäuse drei (von 25) Hummelkästen als Winterquartier bezogen. Nämlich die Kästen, in denen es im Sommer KEIN Hummelnest gab, Moos und Kapok also unbenutzt geblieben sind. Noch nie habe ich erlebt, dass sie in Kästen eingezogen wären, in denen ein Hummelnest war, selbst wenn (in den großen Kästen, etwa von Schwegler) nebenan noch genügend Platz gewesen wäre.

    Ich lasse den Mäusen gern ihr molligwarmes Winterquartier; auch in der Hoffnung, dass der Mäusegeruch im Frühling suchende Königinnen anlocken könnte. Was aber zumindest bei einem Kasten noch nie geklappt hat; der noch dazu auf dem Boden steht. Ein anderer, in 1,70 m Höhe an einem mit Spindelstrauch bewachsenen Spalier (in dem hin und wieder Baumhummeln siedeln) wird dagegen (natürlich nacheinander) gern von  Mäusen UND Hummeln besetzt. Erstaunlicherweise schaffen es die Mäuse nicht nur, sich durch 2 und selbst 1,8 cm schmale Öffnungen hindurchzuzwängen, manche haben sogar gelernt, die Hummelklappe zu betätigen.

    Bisher haben sie im Frühjahr immer von sich aus ihr warmes Zuhause auf Zeit verlassen. Ich hätte aber nichts dagegen, sollte irgendwann mal ein Mäusepaar darin seine Jungen aufziehen.

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