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Antwort auf: Erdhummel Königin verläßt das Nest im Juni

#48039
AvatarTF-HH
Forenmitglied
Beitragsersteller
Buchtip:

Hallo,

mind. 3 große Jungköniginnen welche heute immer wieder ausfliegen – die sind tatsächlich durch.

Die hatten den zweiten Gang gebraucht damit diese ausfliegen können, der erste Gang war wohl zu eng …

Schade das mit der Akazie – wären bestimmt mehr geworden. Hoffe die schaffen das ins nächste Jahr!

Für Interessierte: Es gibt die Seiten

https://www.die-honigmacher.de/kurs2/kalender.html oder von Jaesch-Immengarten

Hier sind für Imker  Trachtpflanzenlisten aufgeführt, bei Jaesch auch für Hummeln etc.

Wenn man diese abgleicht kann man versuchen Nahrungsprobleme zu beheben.

Das Destaster mit der Akazie hat mir zu Denken gegeben.

PS: Bei uns am Kreisel steht auch eine Akazie – auch da lagen überall tote Erdhummeln !

Das sind alles diese weißen Scheinakazien. Ich hatte mal eine echte Borstenrobinie – keine Probleme.

Im Hummelbuch von Hagen wurde u. a. Manose bei Linden als Todesursache beschrieben.

Vielleicht liegt hier doch eine gewisse Unverträglichkeit vor??

Dieses Massensterben auch tritt nicht imer auf. Ich vermute das das mit der Menge der Niederschläge zu tun haben könnte. Dieses Jahr war Mai/Juni staubtrocken bis endlich Mitte Juni etwas Regen fiel. Die Akazie steht in voller Blüte und produziert soviel Duftstoffe bei der Hitze das das wie Drogen auf die Hummeln wirkt. Vielleicht führt diese einseitige Ernährung, wie bei uns auch, zu einer Nährstoffunterversorgung bei Hummeln und das könnte dieses Verhalten erklären, als wenn die Hummeln sich vergiftet hätten. Die ersten Arbeiterinnen sind ja, sagen wir mal nicht so schlau wie ihre großen Nachfolger. Daher hatte ich das Nest erst gar nicht mitbekommen, da die Herrschaften einfach nach Oben in den Baum flogen.

Und mein Wagen steht direkt daneben!

 

Werde dann im Herbst mal für Mai/Juni was passendes anpflanzen um diese Abhängigkeit zu durchbrechen wenn die Akazie mal wieder in voller Blüte steht.

Hat jemand diese wilden Zimt-Himbeeren bei sich ?  Sollen ein Renner bei Hummeln sein.

 

Antwort von Pelzflieger – Futtermangel:

Ja – kommt auch auf die Umgebung an. Bei uns wurde der Stadtteil seit 2005 – würde politisch sagen: aufgewertet oder anders gesagt – umgepflügt. Aus einem ruhigen Stadtteil mit großen Gärten folgen Beton und Co. Überall stehen auch noch die gefürchteten Fichtenbestände aus der Nachkriegszeit – freut sich nur der Käfer.

Ich hatte einigen der Bienenbäume bei bienenbaum.com gekauft. Herr Thien welcher diese Bäume selber züchtet fragte mich im Gespräch weshalb ich nicht in Bienen mache.

Wenn ich aber im TV manchmal diese Selbst-Imker sehe – O’weh.

Und wenn man im Internet nach Berichten in Europa über das <span lang=”en”>Colony Collapse Disorder liest wird Privat-Imkern u. a. die Mitschuld an Varoa gegeben. Man stellt sich nicht so eben mal ein paar Bienen hin und das war’s. Wenn diese Krankheiten haben übertragen diese ja auch an Wildbienen, wie deformierte Fügel und anderes. Die Bombus-Arten sind ja mittlerweile auch betroffen. Da muss man schon Zeit und Verantwortung haben.</span>

Und man soll ja nicht die sich nun abzeichnende Klimazonenverschiebung nach Norden außer Acht lassen.

Da kommt noch was auf uns zu. Nabu und Wissenschaft habe ja leider feststellen müssen, das die Bombus-Arten nicht wie andere Tierarten mal soeben nach Norden machen werden. Im Schlimmsten Falle wird selektiert werden.

Wer ist von den Arten die wichtigere – alle reden von Bienen und Bienen, Vergessen wurde nur Bombus.

Gerade beim großen Wiesensalbei kann man das gut erkennen, den die Hummel beißt die Bütenstempel ab wenn nichts mehr zu holen ist – das kommt den anderen Insekten ja zugute. Spart Zeit und man braucht sich nur auf die anderen Blüten konzentieren. Was ist wenn es Bombus nicht mehr geben sollte?

Dann haben Biene und Co. ein wohl ein Problem.

Für mich war daher klar, das Bombus-Arten eine wichtigere Rolle im Hintergrund spielen und die anderen Arten davon profitieren. Wie heiß es so schön: Man muss das Große Ganze betrachten

Und früher hatte ich mal so um die 10-15 Terrestris-Königinnen im Frühjahr gesehen- lang war’s her – 2003-5

Nun nicht mal 5.

Daher kann man wohl froh sein über jede Könnigin die es schafft.

Und diese nassen Winter sind auch nicht gerade förderlich.

 

Sollte ich bei mir einen Bienenstock hinstellen kann ich die Hummelsnester vergessen. Die Fäkalien der Bienen sind nähmlich so kontaminiert, das es die Hummeln im Umkreis dahinraffen würden. Für Bienen hätte ich auch nicht die Zeit .

Ergo bastel ich solange am Wild-Garten rum bei bis kein Platz mehr ist.

Durch die Trockenheit habe ich nun endlich den Natternkopf bei mir. Die toten Fichten schaffen so viel Licht das manche Rasenflächen einfach verdorren und die Versauerung des Bodens nachläßt. Da wird halt abgetragen und Wildblumen und Co. kommen zum Einsatz – wie sich der NABU das so wünscht.

So – wenn die Königinnen es bis nächstes Jahr schaffen weiß ich zumindest wo ich Nistkästen hinstelle und erspare dann allen hoffentlich ich die allgemeien Stecherei.

 

Gruß

Thorsten