Kategoriearchiv: Meine Hummeln 2026
Die größte Hummel der Welt ist durch Zuchthummeln bedroht
Die Riesenhummel Bombus dahlbomii lebt in Chile und Argentinien und ist die größte Hummel der Welt. Früher war sie dort sehr häufig und ein wichtiger Bestäuber für viele Pflanzen. Heute ist die Art jedoch stark bedroht und aus mehr als der Hälfte ihres Lebensraums verschwunden.
Der wichtigste Grund dafür ist die europäische Hummel Bombus terrestris. Diese wurde 1997 nach Chile gebracht, um Nutzpflanzen wie Tomaten zu bestäuben. Die Hummeln entkamen jedoch aus den Gewächshäusern und breiteten sich schnell aus.
Die invasive Art bringt Krankheiten und Parasiten mit, gegen die die einheimische Riesenhummel kaum Schutz hat. Außerdem vermehrt sich die europäische Hummel sehr schnell und nimmt anderen Bestäubern Nahrung weg. Dadurch wird das gesamte Ökosystem gestört.
Wissenschaftler warnen, dass die Riesenhummel bald aussterben könnte, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Deshalb gibt es heute Projekte in Chile und Argentinien, bei denen Menschen Sichtungen der Hummeln melden können.
Die Wissenschaftler sind sich jedoch einig, dass der Schutz der Riesenhummel nur funktionieren kann, wenn der Import der europäischen Hummel gestoppt wird.
Das bedeutet auch für Europa:
Hummelarten, die aus anderen Ländern eingeführt wurden, stellen eine Bedrohung für die heimischen Hummeln dar.
- Krankheiten und Parasiten
Zuchthummeln können Krankheitserreger auf wilde Hummeln übertragen, etwa Pilze, Milben oder Viren. Dadurch können heimische Bestände geschwächt werden. - Verdrängung heimischer Arten
Große Populationen gezüchteter Hummeln konkurrieren mit Wildhummeln um Nahrung und Nistplätze. Das kann lokale Arten unter Druck setzen. - Genetische Vermischung
Wenn gezüchtete Unterarten entkommen und sich mit regionalen Populationen paaren, kann es die lokalen Anpassungen verwässern. - Ausbreitung invasiver Arten
In manchen Ländern wurden fremde Hummelarten eingeführt, die sich anschließend unkontrolliert verbreiteten und Ökosysteme veränderten. - Ökologische Ungleichgewichte in Gewächshäusern
Kommerzielle Hummeln werden oft zur Bestäubung von Tomaten oder Beeren eingesetzt. Entkommene Tiere können außerhalb der Gewächshäuser Einfluss auf natürliche Pflanzenbestäubung nehmen.
Und genau deshalb sind Zuchthummeln so gefährlich.
Quellen
- Foto: Pato Novoa, Wikimedia Commons, Bombus dahlbomii.jpg. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bombus_dahlbomii.jpg, Lizenz CC BY 2.0, unverändert
Bewerte diese Seite
Warum manche Blumen glänzen
In der Natur gibt es viele verschiedene Farben und besondere Lichteffekte. Manche Blumen wirken eher matt, andere glänzen stark im Sonnenlicht. Auch bei Tieren kann man solche Effekte beobachten, zum Beispiel bei schimmernden Fischschuppen oder glänzenden Käfern. Wissenschaftler der Uni Würzburg wollten herausfinden, warum manche Pflanzen glänzende Blüten besitzen und welche Vorteile oder Nachteile dieser Glanz mit sich bringt.
Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher Hummeln. Hummeln eignen sich besonders gut für solche Experimente, weil sie Blumen über Farben und Licht erkennen und wichtige Bestäuber von Pflanzen sind.
Glanz bei Blüten
Eine glänzende Oberfläche reflektiert das Licht ähnlich wie ein Spiegel. Dadurch entstehen helle Lichtblitze, wenn sich das Licht oder der Blickwinkel verändert. Matte Oberflächen dagegen streuen das Licht gleichmäßig in viele Richtungen. Deshalb sehen matte Blumen aus fast jedem Blickwinkel gleich aus.
Die Forscher stellten fest, dass glänzende Blumen zwar eher selten sind, aber in vielen verschiedenen Pflanzenfamilien vorkommen. Das deutet darauf hin, dass der Glanz im Laufe der Evolution mehrmals entstanden ist und für Pflanzen einen Nutzen haben muss.
Der Versuch mit den Hummeln
Um herauszufinden, wie Hummeln auf glänzende und matte Blumen reagieren, bauten die Wissenschaftler künstliche Blumen aus Epoxidharz. Einige dieser Blumen hatten eine glänzende Oberfläche, andere eine matte. Außerdem wurden verschiedene Farben wie Blau und Gelb verwendet.
Die Hummeln mussten in mehreren Versuchen zwischen den Blumen wählen. Dabei untersuchten die Forscher, ob die Tiere glänzende Blumen lieber mochten, ob sie Farben unterscheiden konnten und wie gut sie Blumen aus größerer Entfernung erkannten.
Die Ergebnisse der Untersuchung
Die Experimente zeigten zuerst, dass glänzende Blumen aus großer Entfernung leichter zu erkennen sind. Die glänzende Oberfläche reflektiert das Sonnenlicht sehr stark und erzeugt helle Lichtreflexe. Dadurch fallen die Blumen den Hummeln schneller auf. Besonders bei starkem Sonnenlicht ist dieser Effekt deutlich sichtbar.
Allerdings entdeckten die Forscher auch einen Nachteil. Die Hummeln konnten die Farben glänzender Blumen schlechter unterscheiden als die Farben matter Blumen. Der starke Lichtreflex überdeckt teilweise die eigentliche Farbe der Blüte. Deshalb fiel es den Hummeln schwerer, ähnliche Farben voneinander zu unterscheiden.
Die Wissenschaftler sprechen deshalb von einem sogenannten „Trade-off“, also einem Kompromiss. Der Glanz sorgt zwar dafür, dass Blumen besser gesehen werden, gleichzeitig macht er aber die genaue Erkennung schwieriger.
Warum manche Blumen matt sind
Die Forscher untersuchten auch die Oberfläche echter Blumen. Dabei fanden sie heraus, dass matte Blumen meist kegelförmige Zellen auf ihrer Oberfläche besitzen. Diese Zellen streuen das Licht gleichmäßig. Glänzende Blumen dagegen haben eher flache Zellen, die das Licht spiegeln.
Früher dachte man, dass die Form der Zellen hauptsächlich dazu dient, die Farben der Blüten zu verstärken. Die neue Studie zeigt jedoch, dass die Oberflächenstruktur auch wichtig für die Sichtbarkeit und Erkennung der Blume ist.
Bedeutung der Forschung
Die Ergebnisse sind nicht nur für Blumen wichtig. Auch bei vielen Tieren spielen glänzende Oberflächen eine große Rolle. Zum Beispiel können glänzende Effekte bei der Partnersuche, beim Tarnen oder beim Schutz vor Feinden helfen.
Die Studie zeigt außerdem, wie unterschiedlich Tiere ihre Umwelt wahrnehmen. Für Menschen sehen glänzende Blumen vielleicht einfach nur schön aus, für Hummeln beeinflusst der Glanz aber direkt, wie gut sie Blumen finden und erkennen können.
Fazit
Zusammenfassend zeigt die Untersuchung, dass glänzende Blumen sowohl Vorteile als auch Nachteile haben. Sie werden von Hummeln schneller entdeckt, weil sie das Licht stark reflektieren. Gleichzeitig erschwert der Glanz aber die genaue Unterscheidung der Farben.
Der Glanz von Blumen ist deshalb eine besondere Strategie der Natur. Pflanzen nutzen ihn, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Bestäuber anzulocken. Die Forschung macht deutlich, wie wichtig Licht, Farben und Oberflächen in der Kommunikation zwischen Pflanzen und Tieren sind.
Quelle
Bewerte diese Seite
Ein Sandarium – Lebensraum für Wildbienen
Ein Sandarium ist eine gezielt angelegte, offene Sandfläche, die bodennistenden Wildbienen als Nistplatz dient. Viele dieser Arten legen ihre Brutröhren nicht in Holz oder Pflanzenstängeln an, sondern im Boden – bevorzugt in lockeren, sandigen und gut durchlässigen Bereichen.
In der Natur entstehen solche Lebensräume durch Prozesse wie Flussufer, Dünen oder offene, trockene Böden. Da diese Flächen heute selten geworden sind, kann ein Sandarium im eigenen Garten einen wichtigen Ersatzlebensraum schaffen.
Etwa 75 Prozent aller Wildbienenarten in Deutschland sind bodennistend und auf offene, sandige und ungestörte Bodenstellen angewiesen. Ein Sandarium kann hier gezielt helfen, indem es genau diese Bedingungen nachbildet. Zu den typischen Bewohnern zählen unter anderem Sandbienen, Furchenbienen und Seidenbienen, die warme, lockere und vegetationsfreie Sandböden bevorzugen.
Wildbienen sind sehr wichtige Bestäuber und effizienter als Honigbienen. Viele Arten sind jedoch gefährdet, unter anderem durch Bodenversiegelung, intensive Landwirtschaft und strukturarme Gärten ohne offene Erde. Ein Sandarium bietet ihnen daher eine einfache Möglichkeit, wieder geeignete Brutplätze zu finden und unterstützt so die heimische Artenvielfalt.
Wie wird ein Sandarium angelegt?
Das ist relativ einfach, aber einige Dinge sind wichtig:
Für ein Sandarium sollte ein sonniger, warmer und möglichst windgeschützter Standort gewählt werden, idealerweise in Südlage und an einem trockenen Platz. Schattige Sandarien werden nicht angenommen! Die Fläche sollte mindestens 1–2 m² groß sein – je größer, desto besser – und etwa 30 bis 50 cm tief angelegt werden. Als Material eignet sich ungewaschener, lehmhaltiger Sand, da eine Mischung aus Sand und etwas Lehm optimale Bedingungen für bodennistende Wildbienen bietet; reiner Spielsand ist hingegen ungeeignet.
- Die Fläche auswählen und die Grasnarbe entfernen
- Eine Mulde ausheben (ca. 30–50 cm tief)
- Mit geeignetem Sand-Lehm-Gemisch füllen
- Oberfläche leicht modellieren (kleine Hügel sind gut) und/oder eine Steilkante anlegen. Dabei wird der Sand an einer Seite so aufgeschichtet, dass eine senkrechte oder leicht geneigte Wand mit mindestens 30 cm Höhe entsteht. Viele Sandbienenarten bevorzugen solche steilen Strukturen, da sie dort ihre Brutröhren leichter anlegen können als in flachen Bodenflächen.
- Boden nicht verdichten – locker lassen
- einzelne, größere, flache Steine hinzufügen, die sich in der Sonne aufwärmen können (das verhindert auch, dass die Nachbarskatze das Sandarium mit einem Katzenklo verwechselt)
Wichtig ist, dass das Sandarium nicht bepflanzt, nicht regelmäßig bewässert und möglichst ungestört gelassen wird, damit sich die Wildbienen ungehindert ansiedeln können. In größeren Sandarien können jedoch auch trockenheitsverträgliche Kräuter wie z. B. Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei oder Lavendel integriert werden.
Welche Wildbienen werden angelockt?
Ein Sandarium kann von verschiedenen bodennistenden Wildbienenarten besiedelt werden, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr aktiv sind. Typische Sandarium-Bewohner sind:
- Die Frühlings-Seidenbiene erscheint bereits ab März. Sie gräbt senkrechte Brutröhren und legt oft viele Nistgänge auf kleinstem Raum an, sodass die Eingänge wie kleine Krater wirken können.
- Ebenfalls ab März ist die Weiden-Sandbiene aktiv, die sich auf Weidenkätzchen spezialisiert hat und ohne diese Pflanze kaum vorkommt.
- Ab Juni kann man die Hosenbiene beobachten, die ihren Namen von den großen Pollenpaketen an ihren Hinterbeinen hat. Sie gräbt besonders tiefe Brutröhren, die bis zu 60 Zentimeter in den Boden reichen können.
- Die Gemeine Sandbiene ist ab April aktiv und zählt zu den häufigsten Sandbienenarten. Sie besucht eine Vielzahl unterschiedlicher Blütenpflanzen.
- Auch Furchenbienen sind über den gesamten Sommer hinweg anzutreffen. Einige Arten leben dabei in kleinen sozialen Gruppen, in denen sich mehrere Tiere einen Nesteingang teilen.
Erfolgskontrolle eines Sandariums
Im Zeitraum von März bis April lassen sich oft kleine Sandhäufchen neben winzigen Löchern mit einem Durchmesser von etwa 3 bis 8 mm beobachten. Die Wildbienen fliegen dabei meist dicht über der Sandfläche, landen kurz und verschwinden in ihren Brutröhren.
Von Mai bis Juni zeigt sich das Sandarium besonders lebendig: An sonnigen Tagen sind zahlreiche Bienen aktiv, die gezielt ihre jeweiligen Nistgänge anfliegen und bewirtschaften.
Im Herbst kehrt Ruhe ein. Die Brut entwickelt sich nun geschützt im Boden, weshalb das Sandarium in dieser Zeit weder umgegraben noch bepflanzt oder abgedeckt werden sollte.
Wichtig ist außerdem, das Sandarium über den Winter hinweg unverändert zu lassen, da die Larven im Sand überwintern. Ein Umgraben sollte unbedingt vermieden werden, da die Gänge bis zu 60 cm tief reichen können. Auch eine Abdeckung mit Rindenmulch ist ungeeignet, da die Bienen im Frühjahr sonst ihre Eingänge nicht mehr finden.
Im Frühjahr genügt es, lediglich Laub vorsichtig von der Oberfläche zu entfernen.
Fazit
Ein Sandarium gehört zu den oft unterschätzten Lebensräumen für Wildbienen im Garten. Es kann eine große Anzahl an Arten fördern und lässt sich bereits mit einfachen Mitteln wie einer Schubkarre Sand anlegen.
Bewerte diese Seite
Nahrungsmangel bei Hummeln durch Dürre – und warum Zuckerwasser keine wirkliche Lösung ist
Der stetige Klimawandel stellt auch eine große Herausforderung für Bestäuber wie Hummeln dar. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und immer häufigere extreme Wetterereignisse – insbesondere Dürren – beeinflussen ihre Lebensbedingungen stark. Da Hummeln eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen in der Natur, Landwirtschaft und in Gärten spielen, sind diese Veränderungen besonders problematisch.
Eine Studie von der Universität Würzburg untersuchte, wie sich Dürre auf Hummelkolonien auswirkt. Dafür wurden Kolonien der Ackerhummel, einer eigentlich robusten Hummelart, in 25 naturnahen Graslandschaften in Unter- und Oberfranken beobachtet. Die Forscher verglichen dabei ein extremes Dürrejahr, nämlich 2022, mit einem klimatisch normalen Jahr.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede: Im Dürrejahr waren die Kolonien viel kleiner, lebten kürzer und produzierten weniger Nachwuchs. Während Kolonien im normalen Jahr deutlich größer wurden, erreichten sie während der Dürre nur einen Bruchteil ihrer üblichen Größe. Das bedeutet auch, dass weniger Arbeiterinnen vorhanden waren, die Pflanzen bestäuben konnten.
Hauptgrund dafür ist der Nahrungsmangel, denn bei Trockenheit bilden Pflanzen weniger Blüten und produzieren weniger Nektar. Um dies zu untersuchen, erhielten einige Kolonien zusätzlich Zuckerwasser. Diese Zufütterung führte im Dürrejahr zwar zu größeren Kolonien und zu einer erhöhten Produktion von Drohnen, konnte aber die negativen Auswirkungen nicht vollständig ausgleichen.
Besonders kritisch ist die Entwicklung der Königinnen. Die Produktion neuer Königinnen blieb trotz Zufütterung stark eingeschränkt. Das deutet darauf hin, dass neben Nektar auch Pollen fehlt, der für die Entwicklung von Königinnen notwendig ist. Da nur Königinnen den Winter überleben und im nächsten Jahr neue Kolonien gründen, stellt dies eine große Gefahr für die Zukunft der Hummelpopulationen dar.
Die Studie zeigt insgesamt, dass häufigere und stärkere Dürren eine ernsthafte Bedrohung für Hummeln darstellen – selbst in eigentlich geeigneten, blütenreichen Lebensräumen. Dadurch wird auch die Bestäubungsleistung beeinträchtigt, was langfristig Auswirkungen auf Ökosysteme und Landwirtschaft haben kann.
Als mögliche Lösungen schlagen die Forscher ein angepasstes Naturschutzmanagement vor. Dazu gehört zum Beispiel, mehr Bäume in offenen Landschaften zu pflanzen, um Schatten zu spenden, sowie Feuchtgebiete wiederherzustellen, damit Böden mehr Wasser speichern können.
Quelle
Bewerte diese Seite
Wie überwinternde Hummelköniginnen trotz Überschwemmungen überleben
Hummelköniginnen verbringen mehrere Monate im Jahr in einer Winterruhe, der sogenannten Diapause, unter der Erde. Dort sind sie zwar geschützt, können aber durch Regen oder Schneeschmelze überschwemmt werden. Trotzdem überleben sie – sogar unter Wasser.
In einer kanadischen Studie wurde an der Osthummel (Bombus impatiens) herausgefunden, wie dies möglich ist: Hummelköniginnen können unter Wasser weiter atmen. In Experimenten wurden die Tiere künstlich in die Diapause versetzt und anschließend für mehrere Stunden bis zu acht Tage unter Wasser gehalten.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Hummeln auch unter Wasser weiterhin Kohlendioxid produzieren, also atmen. Allerdings ist ihre Atmung stark reduziert. Deshalb nutzen sie zusätzlich ein Notfallsystem zur Energiegewinnung ohne Sauerstoff. Dabei entsteht Laktat im Körper.
Sobald die Hummeln wieder an der Luft sind, steigt ihre Atmung stark an, und sie bauen das Laktat wieder ab.
Diese Fähigkeit hilft Hummelköniginnen, extreme Bedingungen zu überstehen und auch in überschwemmungsgefährdeten Lebensräumen zu überleben.
Bewerte diese Seite
Quellen
- Foto: Nick Dorian (beesearcher), Beobachtung vom 24.09.2022, Bacon St, Lexington, MA 02421, USA. inaturalist.org/observations/136987135, Lizenz CC BY-NC 4.0, creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0, unverändert
Der Marienkäfer – ein früher Helfer im Frühling
Der Marienkäfer gehört zu den bekanntesten Insekten in Europa. Viele Menschen erkennen ihn sofort an seinem roten Körper mit schwarzen Punkten. Nach dem Winter wird der Marienkäfer oft schon im frühen Frühling aktiv, wenn die Temperaturen steigen. Marienkäfer gehören zur Familie Coccinellidae. In Europa gibt es über 100 verschiedene Arten. Eine der bekanntesten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer.
Merkmale
- Größe: etwa 5–8 mm
- Farbe: meist rot mit schwarzen Punkten
- typische Art: 7 schwarze Punkte
- runder, gewölbter Körper
- kurze Beine und Fühler
Die Punkte dienen nicht zum Zählen des Alters, wie viele glauben.
Lebensraum
Marienkäfer leben in vielen verschiedenen Lebensräumen:
- Gärten
- Wiesen
- Felder
- Wälder
- Parks
Sie halten sich oft dort auf, wo viele Blattläuse vorkommen, denn das ist ihre wichtigste Nahrung.
Warum sieht man sie im Frühling?
Marienkäfer überwintern als erwachsene Käfer. Im Winter verstecken sie sich zum Beispiel:
- unter Laub
- unter Baumrinde
- in Felsspalten
- manchmal auch in Häusern
Oft überwintern sie in großen Gruppen, um sich gegenseitig zu schützen. Wenn es im Frühling wieder wärmer wird, kommen sie aus ihren Verstecken und beginnen sofort mit der Nahrungssuche.
Nahrung
Marienkäfer sind sehr nützliche Tiere, weil sie viele “Schädlinge” fressen. Ihre Lieblingsnahrung sind:
- Blattläuse
- kleine Insekten
- manchmal Milben
Ein einzelner Marienkäfer kann bis zu 50 Blattläuse pro Tag fressen. Auch die Larven der Marienkäfer fressen sehr viele Blattläuse. Deshalb gelten Marienkäfer als wichtige Helfer in der Landwirtschaft und im Garten.
Fortpflanzung und Entwicklung
Der Lebenszyklus eines Marienkäfers besteht aus vier Stadien:
- Ei
- Larve
- Puppe
- Käfer
Die Weibchen legen ihre gelben Eier meist auf Blätter mit vielen Blattläusen. Nach wenigen Tagen schlüpfen Larven. Die Larven sehen ganz anders aus als erwachsene Marienkäfer – eher wie kleine schwarze „Mini-Alligatoren“. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich. Daraus schlüpft schließlich der fertige Marienkäfer.
Besonderheiten
Marienkäfer haben mehrere besondere Eigenschaften:
- Wenn sie sich bedroht fühlen, können sie eine gelbliche Flüssigkeit aus ihren Gelenken abgeben. Diese schmeckt für Feinde bitter.
- Ihre rote Farbe warnt viele Tiere: „Ich schmecke nicht gut!“
Viele Menschen sehen den Marienkäfer als Glücksbringer.
Bedeutung für die Natur
Marienkäfer sind wichtig für das Ökosystem:
- sie verringern Schädlinge wie Blattläuse
- sie helfen Pflanzen gesund zu bleiben
- sie sind Nahrung für andere Tiere
Darum gelten sie als sehr nützliche Insekten.
Bewerte diese Seite
Der Zitronenfalter
Kaum ein anderer heimischer Schmetterling ist so leicht zu erkennen wie der Zitronenfalter. Seine kräftig gelbe Flügelfarbe macht ihn schon aus einiger Entfernung sichtbar, und genau diese Farbe hat ihm auch seinen Namen gegeben. Wissenschaftlich trägt er die Bezeichnung Gonepteryx rhamni und gehört zur Familie der Weißlinge, den Pieridae. Im Jahr 2002 wurde er in Deutschland zum Insekt des Jahres gewählt, eine Anerkennung, die vor allem seiner Rolle als früher Frühlingsbote zu verdanken ist.
Aussehen und Verwechslungsmöglichkeiten
Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in der Färbung. Während die Männchen intensiv zitronengelb gefärbt sind, zeigen die Weibchen ein blasses, grünlich weißes Kleid. Beide Geschlechter tragen auf jedem Flügel einen kleinen orangefarbenen Punkt. Die Flügelspannweite liegt zwischen 50 und 55 Millimetern. Charakteristisch sind außerdem die spitz zulaufenden Flügelenden, an denen man den Zitronenfalter gut vom Großen Kohlweißling unterscheiden kann, mit dem vor allem die Weibchen auf den ersten Blick verwechselt werden. Setzt sich der Falter zur Ruhe, klappt er seine Flügel zusammen und zeigt nur die Unterseite. In dieser Haltung ähnelt er einem Blatt, was ihm einen gewissen Schutz vor Fressfeinden verschafft.
Lebensraum und Verbreitung
Der Zitronenfalter ist in weiten Teilen Europas verbreitet und in Deutschland flächendeckend anzutreffen. Er bewohnt Wälder und Waldränder, Gebüsche, Gärten sowie sonnige, felsige Hänge. Je nach Klima kommt er in Höhenlagen von über 2000 Metern vor. Besonders wichtig für seine Verbreitung sind die Vorkommen seiner Futterpflanzen, denn ohne Faulbaum oder Kreuzdorn in der Nähe siedelt sich die Art kaum an.
Vom Ei zum fertigen Falter
Ab April legt das Weibchen seine kegelförmigen Eier einzeln an den Blättern von Faulbaum oder Kreuzdorn ab. Aus diesen Sträuchern stammt übrigens auch der wissenschaftliche Artname, denn die Gattung Rhamnus bezeichnet den Kreuzdorn. Die Raupen schlüpfen nach kurzer Zeit und ernähren sich ausschließlich vom Laub dieser Gehölze. Ihre grüne Farbe bietet ihnen zwischen den Blättern einen wirksamen Sichtschutz. Etwa Anfang Juli verpuppen sich die Raupen, und rund zwei Wochen später schlüpft der fertige Falter. Der Zitronenfalter bildet nur eine Generation pro Jahr, dafür lebt er als erwachsenes Tier ungewöhnlich lange.
Überwinterung mit eingebautem Frostschutz
Wie der Zitronenfalter solche Kälte aushält, war lange ein Rätsel und ist heute gut erforscht. Vor dem Winter scheidet er zunächst überschüssiges Wasser aus seinem Körper aus, das sonst zu Eiskristallen gefrieren und die Zellen beschädigen könnte. Anschließend reichert er seine Körperflüssigkeit mit den Zuckeralkoholen Glycerin und Sorbit sowie mit bestimmten Eiweißstoffen an. Diese Stoffe setzen den Gefrierpunkt der Körperflüssigkeit deutlich herab, ganz ähnlich wie es Frostschutzmittel im Kühlwasser eines Autos tun. Sobald im Frühjahr die ersten warmen Sonnentage kommen, reicht das aus, um den Falter aus seiner Winterstarre zu wecken. Man kann ihn deshalb schon an milden Februartagen in lichten Wäldern beobachten, lange bevor die meisten anderen Schmetterlinge aktiv werden.
Verwandte Arten und Verwechslungen
Nah verwandt mit dem Zitronenfalter ist der Kleopatrafalter, der fast ausschließlich im Mittelmeerraum vorkommt. Bei den Männchen dieser Art ist der Vorderflügel orangerot überzogen, während die Weibchen nur einen orangen Wisch auf der Flügelunterseite zeigen. In Mitteleuropa selbst hat der Zitronenfalter kaum Doppelgänger, da seine Flügelform und Farbe zusammen mit seinem frühen Auftreten im Jahr recht eindeutig sind.
Quellen
- NABU: Zitronenfalter, Frühlingsbote mit eingebautem Frostschutz, nabu.de
- Wikipedia: Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), de.wikipedia.org/wiki/Zitronenfalter
- taz: Überwintern von Insekten, Das große Zittern, taz.de
- SRF Einstein: Wie überlebt der Zitronenfalter den Winter, srf.ch
- Naturparke Niederösterreich: Zitronenfalter brauchen keine Gore Tex Jacken, naturparke-niederoesterreich.at
- Viel Falter, Tagfalter Monitoring Österreich: Zitronenfalter, viel-falter.at
- Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft: Der Zitronenfalter und sein Frostschutzmittel, waldwissen.net
- Jaun, A., Joss, S.: Auf der Wiese, Natur erleben, beobachten, verstehen, Haupt Verlag, 2011
Bewerte diesen Beitrag
Heimische Sandbienen
Sobald sich der Boden im Frühjahr erwärmt, tauchen an vegetationsarmen Stellen kleine Sandhügel mit einem Loch in der Mitte auf. Meist stecken Sandbienen dahinter, eine der artenreichsten Gattungen unter den heimischen Wildbienen. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Andrena.
In Deutschland kommen über 100 Arten dieser Gattung vor, weltweit sind es mehr als 1000, verteilt auf 39 Untergattungen. Wie fast alle Wildbienen leben Sandbienen solitär und bilden keine Staaten. Jedes Weibchen legt sein eigenes Nest an und versorgt den Nachwuchs allein, ohne Arbeiterinnen oder eine Königin.
Merkmale und Bestimmung
Je nach Art werden Sandbienen 4 bis 16 Millimeter groß und unterscheiden sich entsprechend stark in Größe und Färbung. Gemeinsam ist den meisten Arten ein kräftiger, kantiger Kopf sowie dichte Haarbürsten an den Hinterbeinen, mit denen die Weibchen Pollen zum Nest tragen. Am Schenkelring der Hinterbeine sitzt bei vielen Weibchen zusätzlich ein Haarbüschel, die sogenannte Hüftlocke.
Ein zuverlässiges, aber nur mit der Lupe erkennbares Bestimmungsmerkmal ist die Fovea facialis, eine samtig behaarte Grube direkt neben jedem Facettenauge. Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch einen schlankeren Körperbau und hellere Gesichtsbehaarung. Ihnen fehlen die Pollensammelhaare, da sie sich am Nestbau nicht beteiligen.
Lebensweise und Nistverhalten
Obwohl jede Sandbiene solitär lebt, gräbt sie ihr Nest selten völlig isoliert. Weibchen bevorzugen offene, sandige oder lehmige Bodenstellen mit wenig Bewuchs. Da solche Flächen begrenzt sind, siedeln sich oft hunderte oder tausende Weibchen dicht nebeneinander an. Bei der Rotpelzigen Sandbiene wurden Nistkolonien mit bis zu 50 Nestern pro Quadratmeter dokumentiert. Jedes Weibchen bleibt dabei für sein eigenes Nest zuständig, ein arbeitsteiliges Zusammenleben wie bei Hummeln oder Honigbienen findet nicht statt.
Der Nestbau folgt bei den meisten Arten einem ähnlichen Muster. Das Weibchen gräbt mit Mundwerkzeugen und Vorderbeinen einen senkrechten Gang, der je nach Art und Bodenbeschaffenheit zwischen 10 und über 50 Zentimeter tief reicht. Von diesem Hauptgang zweigen mehrere Brutzellen ab. In jede Zelle trägt das Weibchen einen Vorrat aus Pollen und Nektar ein, legt ein Ei darauf und verschließt die Zelle. Die Larve frisst den Vorrat, verpuppt sich im Boden und überwintert dort, bevor die fertige Biene im folgenden Frühjahr schlüpft.
Nahrung und Blütenspezialisierung
Viele Sandbienenarten sammeln Pollen an einem breiten Spektrum von Blütenpflanzen und gelten als polylektisch. Die Graue Sandbiene nutzt beispielsweise Pollen aus rund einem Dutzend verschiedener Pflanzenfamilien. Andere Arten sind dagegen auf einzelne Pflanzengattungen spezialisiert, man spricht von oligolektischen Arten. Die Weiden-Sandbiene sammelt ausschließlich Pollen von Weiden und fliegt deshalb schon ab März, sobald die ersten Kätzchen blühen. Fällt diese Nahrungsquelle durch Rodung oder ungünstige Witterung aus, hat die Art keine Ausweichmöglichkeit.
Kuckucksbienen der Gattung Nomada
Sandbienennester werden regelmäßig von Wespenbienen der Gattung Nomada heimgesucht. Diese Kuckucksbienen legen kein eigenes Nest an, sondern schleusen ihr Ei in eine fremde, bereits mit Pollen und Nektar gefüllte Brutzelle ein. Die schlüpfende Wespenbienen-Larve tötet die Sandbienen-Larve und frisst anschließend deren Nahrungsvorrat auf. Die meisten Nomada-Arten sind auf eine einzige Sandbienenart als Wirt festgelegt und fliegen zur gleichen Zeit wie diese, um deren Nester während der Bauphase aufzusuchen.
Drei typisch heimische Arten
- Weiden-Sandbiene (Andrena vaga): Fliegt bereits ab März, oft vor den ersten Hummelköniginnen. Nistet in dichten Kolonien in Flussauen sowie Sand- und Kiesgruben. Sammelt ausschließlich Pollen von Weiden.
- Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva): Weibchen mit auffällig fuchsrot behaarter Oberseite, 9 bis 13 Millimeter groß. Besiedelt häufig Gärten und Parks, nistet gern in Rasenflächen und bestäubt Johannis- und Stachelbeeren.
- Graue Sandbiene (Andrena cineraria): Weibchen mit glänzend schwarzem Hinterleib und grauem Haarkleid am Rücken. Kommt an Waldrändern, Kiesgruben und in Gärten vor und wird bevorzugt von der Wespenbiene Nomada lathburiana parasitiert.
Gefährdung und Schutz
Ein erheblicher Teil der in Deutschland vorkommenden Sandbienenarten gilt als gefährdet oder selten, in der Roten Liste werden einzelne Weiden-Spezialisten sogar als extrem selten geführt. Ursache ist vor allem der Rückgang geeigneter Nistflächen. Versiegelte Böden, intensiv genutzte Agrarflächen und durchgängig bepflanzte oder häufig gemähte Grünflächen bieten weder offene Nistplätze noch ausreichend Nahrung.
Wie sich Sandbienen unterstützen lassen
- Offene, unbepflanzte oder spärlich bewachsene Bodenstellen im Garten stehen lassen
- Weiden, Frühblüher und heimische Wildstauden statt reiner Zierrasenflächen pflanzen
- Auf Pestizide und Herbizide im Garten verzichten
- Rasenflächen nicht komplett versiegeln, sondern Teilbereiche offen und niedrig bewachsen lassen
Sandbienen sind für Menschen ungefährlich. Weibchen besitzen zwar einen Stachel, setzen ihn aber nur in äußersten Notfällen ein, und ihr Stich kann die menschliche Haut meist gar nicht durchdringen.
Quellen
- wildbienen.de: Solitärbienen-Arten – Erd- bzw. Sandbienen (Andrena), https://www.wildbienen.de/eb-andre.htm
- wildbienen.info: Steckbrief Andrena vaga, https://www.wildbienen.info/steckbriefe/andrena_vaga.php
- wildbienen.info: Steckbrief Andrena cineraria, https://www.wildbienen.info/steckbriefe/andrena_cineraria.php
- Stadtwildtiere: Artporträt Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva), https://www.stadtwildtiere.de/artportraet/rotpelzige-sandbiene
- Stadtwildtiere: Artporträt Weiden-Sandbiene (Andrena vaga), https://www.stadtwildtiere.de/artportraet/weiden-sandbiene-811
- wildbienen.info: Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen Deutschlands, https://www.wildbienen.info/rote_listen/rote_liste_d1.php
- wildbienen.info: Parasitische Bienen (Kuckucksbienen), https://www.wildbienen.info/biologie/parasitische_bienen.php
- einrichtungsbeispiele.de: Sandbiene – Andrena, Alle wichtigen Infos, https://www.einrichtungsbeispiele.de/teich-tiere/diverse-biotope/andrena-slnk.html
Bewerte diesen Beitrag
Frühblühende Pflanzen – wichtige Nahrung für Insekten
Nach dem Winter finden Bienen, Hummeln und andere Insekten oft nur sehr wenig Nahrung. Deshalb sind frühblühende Pflanzen und Sträucher besonders wichtig, weil sie schon sehr früh im Jahr Pollen und Nektar liefern.
Zu den früh blühenden Sträuchern gehört zum Beispiel die Hasel. Sie blüht bereits von Januar bis März und produziert sehr viel Pollen, den frühe Wildbienen für ihre Nahrung und für ihren Nachwuchs brauchen. Auch die Mahonie blüht schon im späten Winter oder frühen Frühling. Ihre gelben Blüten enthalten viel Nektar und Pollen und werden von vielen Insekten besucht.
Ein weiterer wichtiger Strauch ist die Kornelkirsche, die schon ab Februar mit vielen gelben Blüten blüht und dadurch viele Insekten anlockt. Besonders bedeutend für Bienen ist auch die Salweide. Sie gehört zu den wichtigsten Nahrungsquellen im Frühling, weil ihre Blüten sehr viel Pollen und Nektar enthalten.
Weitere früh blühende Sträucher sind zum Beispiel die Schlehe, die im Frühling viele weiße Blüten bildet, die Schneeforsythie, der stark duftende Seidelbast, der Winterjasmin und der Winterschneeball, der teilweise schon im Winter blüht.
Neben Sträuchern gibt es auch viele Frühblüher unter den Blumen. Ein bekanntes Beispiel ist das Schneeglöckchen, das von Februar bis März blüht. Seine Samen werden von Ameisen verbreitet. Auch der Elfen-Krokus blüht sehr früh und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.
Zu den ersten Blüten des Jahres gehört außerdem der Winterling, der oft schon im Januar aus dem Boden kommt. Später folgen Pflanzen wie die Traubenhyazinthe, der Finger-Lerchensporn und das gelbe Windröschen, die vielen Insekten Nahrung bieten.
Weitere bekannte Frühblüher sind zum Beispiel Buschwindröschen, Huflattich, Leberblümchen, Märzenbecher, Narzissen, Schlüsselblumen und der Blaustern.
10 früh blühende Sträucher für hungrige Hummeln
Frühblühende Sträucher sind für Bienen besonders wichtig, weil sie nach dem Winter eine der ersten Nahrungsquellen darstellen.
- Hasel (Corylus avellana)
Blüht von Januar bis März und liefert viel Pollen für frühe Wildbienen. - Mahonie (Mahonia aquifolium)
Blüht von Februar/März bis Mai und bietet viel Nektar und Pollen. - Kornelkirsche (Cornus mas)
Blüht ab Februar und ist durch ihre vielen gelben Blüten eine wichtige Nektarquelle für Insekten. - Salweide (Salix caprea)
Von März bis Mai eine der wichtigsten Pflanzen für Bienen, da sie sehr viel Pollen und Nektar hat. - Schlehe (Prunus spinosa)
Blüht im März und April mit vielen weißen Blüten und liefert besonders viel Pollen. - Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)
Blüht früh im Jahr und bietet vor allem viel Nektar. - Schneeheide (Erica carnea)
Blüht von Januar/Februar bis März und liefert viel Nektar und Pollen. - Seidelbast (Daphne mezereum)
Blüht von Februar bis April, ist eine wichtige Nahrungsquelle, aber sehr giftig. - Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)
Blüht teilweise schon ab Dezember und liefert früh Nektar und Pollen. - Winterschneeball (Viburnum bodnantense)
Blüht im Winter und spendet vor allem Nektar für frühe Insekten.
Quellen
- Foto: Dilrukshan Priyantha Wijesinghe (elaphrornis), Beobachtung vom 30.03.2017, Brooklyn, NY, USA. inaturalist.org/observations/5524961, Lizenz CC BY 4.0, creativecommons.org/licenses/by/4.0, unverändert
Warum man trotz erster Frühlingstage mit der Gartenarbeit jetzt noch warten sollte
Viele Insekten nutzen zur Überwinterung hohle oder markhaltige Pflanzenstängel, zum Beispiel von Brombeeren, Holunder oder Königskerzen. Das weiche Pflanzenmark bietet ihnen Wärme, während der harte Teil der Pflanze sie vor Feinden schützt. Auch Larven, Puppen und Königinnen können dort überwintern. Deshalb sollten Gartenbesitzer trockene Pflanzenstängel im Winter nicht sofort abschneiden.
Weitere Winterquartiere sind Laubhaufen, offene Bodenstellen oder Gänge im Boden. Dort verstecken sich zum Beispiel Hummeln und Wildbienen. Auch unter altem Gras können sich Insekten eingegraben haben.
Weitere Winterquartiere sind z. B. Baumrinden, Mauerspalten oder Holz.
Aus diesem Grund sollte man den Garten nach dem Winter nicht sofort aufräumen, den Boden bedecken oder stark umgraben. Wenn man wartet, bis es wärmer wird, haben die Insekten Zeit, ihre Winterruhe zu beenden.
Deshalb gilt: Erst, wenn auch in der Nacht die Temperaturen wieder zweistellig sind, hatten alle Insekten genug Zeit ihr Winterquartier zu verlassen.