Kategoriearchiv: Meine Hummeln 2026
Hummeln entscheiden flexibel bei der Futtersuche
Im Alltag müssen auch Tiere ständig Entscheidungen treffen – zum Beispiel, wenn sie nach Nahrung suchen. Dabei verlassen sie sich oft nicht nur auf ein einzelnes Signal, sondern auf mehrere Hinweise gleichzeitig. Diese unterschiedlichen Informationen ergänzen sich und helfen den Tieren, bessere und genauere Entscheidungen zu treffen.
Genau dieses Verhalten untersuchten Forscher der Universität Konstanz und der Universität Würzburg in einer Studie mit Hummeln der Art Bombus terrestris (Erdhummel). Die Insekten wurden in eine Futtersuchaufgabe geschickt, bei der sie verschiedene visuelle Merkmale wahrnehmen konnten, ähnlich wie bei echten Blüten in der Natur. Den Hummeln wurden Kombinationen aus Farben und Formen oder Mustern präsentiert. Einige Farben waren dabei leicht voneinander zu unterscheiden, andere deutlich schwieriger.
Es zeigte sich ein interessantes Muster: Wenn die Farben sehr gut unterscheidbar waren, konzentrierten sich die Hummeln ausschließlich auf diese Farbinformation. Formen oder Muster spielten für ihre Entscheidung keine Rolle und wurden auch nicht zusätzlich erlernt. Anders sah es aus, wenn die Farben schwer zu unterscheiden waren. In diesem Fall nutzten die Hummeln mehrere Hinweise gleichzeitig und lernten sowohl die Farbe als auch Form oder Muster der Blüten.
Die Ergebnisse zeigen, dass Hummeln ihre Lernstrategie flexibel anpassen können. Je nachdem, wie leicht ein Hinweis zu erkennen ist, entscheiden sie, ob es sich lohnt, zusätzliche Informationen zu lernen. Auf diese Weise können sie die Zeit, die sie ins Lernen investieren, und die Genauigkeit ihrer Entscheidungen in Einklang bringen. Unterschiede im Lernverlauf deuten außerdem darauf hin, dass ein sogenannter „Blocking“-Mechanismus dabei eine Rolle spielen könnte und den Wechsel zwischen diesen Strategien ermöglicht.
Link zur Studie: Bees flexibly adjust decision strategies to information content in a foraging task
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Der Feldrittersporn ist die Blume des Jahres 2026
Der Feldrittersporn ist eine Ackerwildpflanze. Diese Pflanzen entwickelten sich über Jahrhunderte zusammen mit dem Ackerbau und prägten lange Zeit unsere Kulturlandschaft. Durch moderne Agrarpraktiken wie intensive Düngung, Herbizideinsatz, hohe Saatdichte und häufiges Pflügen verschwinden sie leider zunehmend.
Früher erblühten seine blau-violetten Blüten mit dem typischen Sporn oft zwischen Getreidehalmen und boten Wildbienen und Schmetterlingen von Mai bis September Nahrung. Aber heutzutage ist dieser Anblick selten geworden. Die Loki Schmidt Stiftung wählt den Feldrittersporn (Consolida regalis) zur 47. „Blume des Jahres“ und macht damit auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in Agrarlandschaften aufmerksam.
Der Feldrittersporn bietet Hummeln und anderen langrüsseligen Wildbienen eine essenzielle Nahrungsquelle, da sie auf derartige Pflanzen angewiesen sind.
Quellen
Loki-Schmidt-Stiftung
Bild: Hectonichus, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons