Kategoriearchiv: Meine Hummeln 2013
Alles in Ordnung bei den Steinhummeln
Die Steinhummel in Hummelhaus 11 kommt sehr gut mit der Hitze und dürre hier klar. In sieben Wochen zusammen hat es nur 0,2 Liter geregnet. Die Temperaturen lagen dabei so gut wie immer über 30 Grad. 39 Grad waren auch dabei. Es herrscht reger Betrieb an der Hummelklappe, viele Königinnen und Drohnen sind unterwegs.
Hummeljahr 2013, eine Zwischenbilanz
Wir sind nun an einem Zeitpunkt im Jahr angelangt an dem ein erstes Resümee gezogen werden kann.
Gewinner in diesem Jahr sind wohl die Gartenhummeln, letztes Jahr waren es die Baumhummeln.
Alle meine Hummelvölker haben diese ewige unendliche Kälte im Frühjahr, die Hitzewelle danach und die sehr unaufhörlichen Regengüsse danach gut bis sehr gut überstanden.
Alle Völker sind im Plan und gut entwickelt. Jedoch sind einige schneller und besser mit diesen Extremwettern zurechtgekommen.
Ich selbst freue mich über gesunde und vitale Hummelhäuser und keinerlei “Ausfälle”.
Besonders freut mich das starke Baumhummelnest, die schönen Steimhummelnester, die fleissigen Ackerhummeln die ich in meinem Garten viel sehe und natürlich auch die Gartenhummeln. Am meisten freut mich aber, dass ich dieses Jahr zum ersten mal ein Volk der dunklen Erdhummel habe. Überall liest man: “Bombus terrestris” ist noch weit verbreitet, ich sehe die hier eher selten. Vielen Dank an “Bago” aus dem Hummelforum für die nette und prompte Bestimmungshilfe.
Ein großes Steinhummelnest
Viel Freude bereiten mir auch die Steinhummeln in Hummelhaus 11. Sie haben ihr Nest komplett mit einer Wachsschicht überzogen, so wie es sich für gewissenhafte Steinhummeln gehört.
Hier sind noch keine Geschlechtstiere unterwegs, ich warte aber jeden Tag darauf.
Große Hummelköniginnen
Beeindruckend, diese großen Königinnen in Hummelhaus 10. Hier ist die letzten Wochen viel los an der Klappe. Königinnen fliegen aber seltener aus als z. B. die Baumhummelköniginnen von Hummelhaus 7.
Ackerhummelnest
Tief eingegraben – wie für Ackerhummeln üblich – habe ich heute ein schönes Ackerhummelnest in Hummelhaus 9 bestaunen dürfen.
Ackerhummeln sind an Friedlichkeit nicht zu überbieten, schnell verstecken sie sich bei einer Nestkontrolle, oder sie arbeiten einfach weiter.
Besonders fällt hier auf, dass Sauberkeit wohl oberstes Gebot ist. Den Unterschied bemerkt man deutlich, wenn man vorher in ein Stein- oder Baumhummelnest gesehen hat die ja richtige “Saubären” sind.
Ein kleines Gartenhummelnest
Was mir bei Hummelhaus 8 immer wieder auffällt, sind die Größenunterschiede der einfliegenden Hummeln. Hier sind zwar noch keine Geschlechtstiere unterwegs, aber das macht nichts. Denn die Alte Königin ist noch da. Hier auf dem Foto sieht man noch ihren Hintern, der inzwischen alle Haare verloren hat. Diese friedlichen Hummeln flogen nicht auf, sondern versteckten sich so schnell es ging in ihrem Nest.
Immer noch viel los im Baumhummelnest
Ich gebe es ja zu: Baumhummeln faszinieren mich besonders. Und ich hatte noch nie so ein starkes, vitales und selbstbewusstes Baumhummelvolk wie dieses Jahr in Hummelhaus 7. Hier gibt es immer am meisten zu beobachten. Ich schätze den Bau auf 6-7 Stockwerke ein.
Seit Wochen umkreisen Drohnen das Haus, Arbeiterinnen und Königinnen sind auffallend groß.
An der Klappe ist immer etwas los, ich habe es hier aufgegeben die Klappe zu putzen, denn dahinter ist der Laufgang von den Arbeiterinnen verengt worden. Es wurde Wachs benutzt um die Klappe dauerhaft “aufzuspreizen” und dann stehen ständig Wächterinnen parat die die Klappe noch weiter hoch heben um für die passende Luftzirkulation zu sorgen. Die wissen ganz genau was sie tun und ein Eingriff von mir wäre nichts als eine verpasste Chance von den Hummeln staunend zu lernen. Die ganze Nacht über spreizt sich eine Arbeiterin zwischen Eingang und Hummelklappe ein um das Haus zu belüften.
Obwohl hier im Garten sehr viele Wachsmotten unterwegs sind mache ich mir um dieses Hummelvolk derzeit wirklich keine Sorgen.
Auf dem Foto sieht man relativ wenige Hummeln, denn dieses Foto entstand umschwirrt von etwa 150 besorgten Damen die mit dieser Störung nicht einverstanden waren. Die flogen beim Anheben des Deckels vom Innenkarton sofort wie ein Bienenschwarm auf. Mein schwarzer Fotoapparat wurde eifrig anstupst, ich selbst blieb verschont da ich mich für helle Kleidung entschieden habe. Trotzdem ist das aufgeregte Gesumme und Geschwirre um den eigenen Kopf beeindruckend und Respekt einflößend. Ich hatte jedoch nie den Eindruck, dass mich jemand stechen wollte. Nicht einmal gedroht wurde mir (anheben mittleres Bein, oder Rückenlage).
Also das Haus wieder verschlossen. Nach etwa einer halben Stunde waren alle wieder drin (es staute sich) und 5 Minuten später war alles scheinbar vergessen.
Und so werde ich auch nächstes mal wieder ohne “Imkerastronautenanzug” nach dem Rechten sehen.
Ein Ackerhummelnest
Die Ackerhummeln in Hummelhaus 6 sieht man nun endlich öfter. Die Ackerhummeln haben es ja allgemein lange nicht so eilig, wie z. B. ihre Kolleginnen der Baumhummel. Und trotzdem ist das Nest schon so groß? Wenn ich mir überlege, dass ich schon Ackerhummeln bis in den Dezember hinein hatte, bin ich hier sehr guter Dinge.
Nestkontrolle in Hummelhaus 5
Die Steinhummeln in Hummelhaus 5 haben sich trotz dem nachträglich geschaffenen Ein- bzw. Ausgang aus dem Innenkarton wieder komplett in den Karton zurückgezogen.
Es sind eine Handvoll Königinnen unterwegs und ein paar Drohnen. Innen ist es auffallend sauber, sie nutzden den Vorbau als Klo. Der sieht dementsprechend aus…
Einblicke ins Hummelnest der Gartenhummel
Die Gartenhummel Hummelhaus 4 haben ein kleines, aber gesundes und vitales Nest gebaut. Es sind schon ein paar Königinnen unterwegs, trotzdem haben wir es hier mit einem eher kleineren Hummelnest zu tun. Alles in Ordnung.
Auf dem Foto erkennt man unten links die zweite Hummel von unten: Ich werde als Bedrohung angesehen. Das mittlere Bein wird gezeigt, der Stachel wird auf dem Rücken liegend präsentiert.




