happyfan: Erdhummel – seltsames Verhalten

Hallo,
gestern musste ich bei einem meiner Erdhummelkästen den Vorbau säubern, welcher zu 1/4 vollgekotet war und die Klappe drohte zu verkleben. Habe mit einem Schaumgummistopfen das Einflugloch verschlossen und dann fix den Vorbau gereinigt. Alles ging problemlos und ohne großes Theater, obwohl dieses Völkchen recht umtriebig ist.
Vorhin habe ich kontrolliert ob alles o.k. ist und habe beobachtet, dass eine kräftige Hummel eine recht weit entwickelte Larve festhielt und damit aus dem Vorbau krabbelte. Erst hatte sie anscheinend Übergewicht und plumpste auf den Boden. Dann machte sie kurze Flugversuche, anscheinend wollte sie testen ob sie mit der Larve Übergewicht hätte. Dann startete sie durch und ab ging´s hoch in die Luft und sie verschwand mit dem Nachwuchs in spe´über den Gärten.
Das Verhalten verwundert mich schon.
Hat so was eine besondere Bedeutung?
Weiß jemand Rat oder beobachtet man sowas häufiger?
LG

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Harald: Erste Jungköniginn bei Baumhummel

Hallo Zusammen,

gestern staunte ich nicht schlecht als ich meine verbliebene Hummelvölker beobachtete, da kam doch tatsächliche die erste Baumhummel-Jungkönigin aus einem Kasten. Sie machte einen O-Flug und einen kurzen Rundflug und verschwand wieder im Kasten!
Ist sehr früh? Könnte das mit der langen Schlechtwetterphase zusammenhängen?
War auch schon sehr früh angesiedelt – beobachtet habe ich sie erst in der 1 März Woche,…

Es werden auch hier sehr viele Larven ausgeworfen – der ganze Vorbau ist voll – so habe ich das noch nie erlebt!
Sind natürlich auch viele schwarze(tote) Larven dabei aber auch kleine weiße die noch leben!
Naja dann ist bei diesem Volk das Jahr halt recht schnell vorbei!

Grüße aus Oberschwaben

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Bulli: Baumhummel Probleme

Hallo alle,

für die vergangenen Wochen fällt mir nur eine Pflanze ein, die Bienen gefährlich werden kann.
Das ist der Raps.
Raps wird mit wasserlöslichen Mitteln gebeizt. Es sind systemisch wirkende Neonikotinoide (in allen Teilen der Pflanze zu finden). Der Wirkstoff wurde nicht verboten, weil die Honigbienenimker und sonstige Umweltschützer sich an die Verluste durch diesen älteren Wirkstoff gewöhnt hatten, bzw. weil er ihnen nicht früher aufgefallen ist.
Das hat so einen Geschmack als ob hier Gewohnheitsrecht angewendet würde.

Nur die neueren, noch potenteren Neonikotinoide waren/sind teilweise verboten.

Viele Grüße

Bulli

>Hallo Bulli, hallo an alle anderen Hummi-Fan´s,
>Natur hin oder her – ich leide jedes Mal mit, wenn sich so was Trauriges ereignet.
>Da können mich dann auch die anderen 5 munteren Völker nicht aufmuntern. Ist halt so. Schade, dass mit solch einem traurigen Ereignis ein komplettes Volk verloren ist.
>Aber Bulli, wie hast Du neulich geschrieben: Mit andern Worten-sie stirbt.
>Diese Endlichkeit in der Aussage ist schon frustrierend.
>Ein anderes Mal mehr.
>LG
>

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happyfan: Baumhummel Probleme

Hallo Bulli, hallo an alle anderen Hummi-Fan´s,
Natur hin oder her – ich leide jedes Mal mit, wenn sich so was Trauriges ereignet.
Da können mich dann auch die anderen 5 munteren Völker nicht aufmuntern. Ist halt so. Schade, dass mit solch einem traurigen Ereignis ein komplettes Volk verloren ist.
Aber Bulli, wie hast Du neulich geschrieben: Mit andern Worten-sie stirbt.
Diese Endlichkeit in der Aussage ist schon frustrierend.
Ein anderes Mal mehr.
LG

>>>>Hallo,
>
>auch bei mir landete vor einigen Tagen eine Hummel, aber keine Baumhummel, auf der Terasse und zeigte ein merkwürdiges Verhalten, sie lief ständig orientierungslos im Kreis herum, dann “flatterte” sie orientierungslos ein Stück weiter und wieder gings im Kreis weiter.
>
>Von den Honigbienen weiß man, dass sie bei Vergiftungen im Kreis vor dem Flugloch herumirren und den Rüssel weit heraushängen haben. Um dies nachweisen zu können muss man eine gewisse Menge allerdings trockener (sonst Gefahr der Schimmelbildung) betroffener Bienen ( genau 100g, dass sind etwa 1000 tote Bienen) an das Julius Kühn Institut in Berlin schicken. Zusätzlich 100g der verdächtigten Pflanzenmaterials.
> http://bienenuntersuchung.julius-kuehn.de/
>http://bienenuntersuchung.julius-kuehn.de/dokumente/upload/aad69_Merkblatt_JKI_2017_online.pdf
>
> Es werden pro Jahr allerdings nur wenige Vergiftungen wirklich nachgewiesen, da die Imker oft zu spät kommen um einen Schaden feststellen zu können und betroffene Bienen in der Regel auch nicht mehr nach Hause finden. Da zudem im Sommer täglich bis zu 2000 junge Bienen schlüpfen merkt der Imker oft auch gar nichts davon.
>
>Ich habe an das Institut mal eine Anfrage geschickt, ob sie auch Hummeln untersuchen würden. Hummeln sind ja von der Familie her auch Bienen.

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Angelbombus: Baumhummel Probleme

>>>Hallo,

auch bei mir landete vor einigen Tagen eine Hummel, aber keine Baumhummel, auf der Terasse und zeigte ein merkwürdiges Verhalten, sie lief ständig orientierungslos im Kreis herum, dann “flatterte” sie orientierungslos ein Stück weiter und wieder gings im Kreis weiter.

Von den Honigbienen weiß man, dass sie bei Vergiftungen im Kreis vor dem Flugloch herumirren und den Rüssel weit heraushängen haben. Um dies nachweisen zu können muss man eine gewisse Menge allerdings trockener (sonst Gefahr der Schimmelbildung) betroffener Bienen ( genau 100g, dass sind etwa 1000 tote Bienen) an das Julius Kühn Institut in Berlin schicken. Zusätzlich 100g der verdächtigten Pflanzenmaterials.
http://bienenuntersuchung.julius-kuehn.de/
http://bienenuntersuchung.julius-kuehn.de/dokumente/upload/aad69_Merkblatt_JKI_2017_online.pdf

Es werden pro Jahr allerdings nur wenige Vergiftungen wirklich nachgewiesen, da die Imker oft zu spät kommen um einen Schaden feststellen zu können und betroffene Bienen in der Regel auch nicht mehr nach Hause finden. Da zudem im Sommer täglich bis zu 2000 junge Bienen schlüpfen merkt der Imker oft auch gar nichts davon.

Ich habe an das Institut mal eine Anfrage geschickt, ob sie auch Hummeln untersuchen würden. Hummeln sind ja von der Familie her auch Bienen.

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Bulli: Baumhummel Probleme

> Hallo, so wie schoepfer beschreibt, fand ich gestern gegen Abend eine
> schöne große Steinhummelkönigin auf dem Gartenweg. […]
> Hoffentlich habe ich nicht´s falsch gemacht?!

Hallo happyfan,

nein, daran wird es nicht gelegen haben.
Ich fänd’s interessant zu wissen was los ist, aber so ist das nun mal.
Selbst wenn man Wildfänge unter Laborbedingungen zu einer Nestgründung bringen will, können 30% der Königinnen ausfallen, bevor es den ersten Nachwuchs gibt. Ist halt so.
In 70% der Fälle hätte die Kleine in anderer Verfassung da sitzen können.
Angewandte Wahrscheinlichkeitsrechnung. :-)

Viele Grüße

Bulli

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Bulli: Männchen in Sicht.

Hallo,

letzten Montag (08. Mai) ist mir das erste Männchen der Art Wiesenhummel vor die Augen gekommen.

Zum Vergleich: Bei den Ackerhummeln fliegen noch die Königinnen mit aus und entweder fliegt auch bei den Erdhummeln noch eine Königin oder die erste Kuckuckshummel ist unterwegs.

Einen schönen Muttertag.

Bulli

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Bulli: Hummeln über der Adria?

Hallo,

Hummeln fliegen bei Windgeschwindigkeiten bis 70 km/h aus um Nahrung zu sammeln. Bei 50 km/h würden sie also ausfliegen.

Distanzen von 80 km über das Meer zwischen Finnland uns Estland scheinen kein Problem für Königinnen zu sein (Quelle: bumblebee.org). Vor der kroatischen Küste gibt es viele Inseln und zu Flügen von Arbeiterinnen mit vollem Magen ohne Nektar “nachzutanken” berechnet Goulson 10 km Reichweite bei Windstille. Als “Flugreserve” kann der Teil des Nektars angesehen werden, den die Hummel dabei ins Nest bringen will.
Hummeln können ihr Nest aus deutlich größerer Entfernung wiederfinden (über Land), als der normale Sammelradius glauben macht. In einer Studie kamen die Kleinen von Aussetzpunkten in bis zu 13 km Entfernung zurück. In einer anderen Quelle stand etwas von ca. 20 km.

Erdhummel-Arbeiterinnen erreichen beim Sammelflug Geschwindigkeiten von 25 km/h bezogen auf die Luft.
Bei 50 km/h Wind auf dem Meer und 25 km/h Geschwindigkeit gegenüber Luft würde die Hummeln mit 25 km/h weg von ihrem Ziel bringen.

Wenn dein Mann drei Hummeln gesehen hat, kann er bestimmt auch sagen in welche Richtung sie abgeflogen sind. Gegen den Wind, quer zum Wind oder mit dem Wind?

Die Windgeschwindigkeit ist nahe der Wasseroberfläche geringer. Somit wäre es gut, wenn die Hummeln knapp über die Wasseroberfläche fliegen. Dort können aber chaotische Wellen und Tropfen von brechenden Wellenkämmen den Hummeln gefährlich werden. Vielleicht haben die dortigen Hummeln gelernt mit der Dünung umzugehen. Bei 50 km/h sollen die Wellen auf den Ozeanen ca. 4 Meter hoch sein. In der Adria sind sie bestimmt niedriger.
Von Usedom wurde hier im Forum allerdings von eine Anzahl schwimmender Hummeln berichtet, die angespült wurden.

Woher kam denn der Wind?
Wenn die Hummeln westlich der kroatischen Inseln gefunden wurden bei ablandigem Nordostwind, werden sie wohl abgetrieben worden sein. Aber wenn sie nicht dagegen ankämpfen, sind sie nach 3 Stunden im schönen Italien.

Viele Grüße

Bulli

>Liebe Hummelfreunde,
>ich habe selbst noch keine Hummeln, leser derzeit aber viel und bereite mich darauf vor. Heute habe ich eine bestimmte Frage;
>
>Mein Mann ist seit ein paar Tagen mit einem Segelboot auf der Adria bei Kroatien unterwegs und schreibt, dass schon dreimal in dieser Zeit sich eine Hummel bei Ihnen an Bord ausgeruht hat um nach einer Weile weiterzufliegen und das bei 50km/Stunde Windgeschwindigkeit auf dem Meer und doch ganz schön entfernt von der Küste, diese allerdings sichtbar.
>
>Da ich Imker bin und wir Bienen haben, weiß mein mann definitiv, dass es Hummeln waren.
>
>Können Hummeln übers Meer fliegen oder wurden die vielleicht abgetrieben und finden nicht mehr aus eigener Kraft zurück? Weiß einer da etwas?
>
>Beste Grüße

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Ziggy: Wiesenhummel im Blaumeisenkasten

>Bei mir siedelten sich 2015 Wiesenhummel auch in einen Meisenkasten an(.Holzkonstruktion)
>Ich habe während der Brutperiode 2015 den Kasten mit einer Hummelklappe versehen und für ausreichende Belüftung gesorgt,alles sehr vorsichtig ausgeführt.
>Die Wiesenhummel siedelt sich 2016 und auch in dieserem Jahr selber wieder an.(Rückkehrer)
>Ich mache das daran fest das alle Königinen die H-Klappe selbstständig öffnen.
>Ich habe den Kasten während der Brutperiode noch nie geöffnet,geht auch gar nicht da nur eine Klappe nach unten und eine seitliche Belüftungsöffnung vorhanden.Habe das Nest aber immer ausreichend mit Lavendel und Wiesensalbei von außen geschützt,hänge den Kasten auch schon mal ab und mache das Umfeld mit Handfeger sauber ansonsten beobachte ich nur.
>Mein Vorschlag: Hummeklappe ankleben und zwar abends wenn keine H. mehr fliegen.ansonsten Spalte und andere Öffnungen mit Fliegendraht verschließen.(Baukleber
>
>Hallo Norbert,
meistens baue ich so eine art Stopfen mit schrägen Holzklotz und Klappe dran um sie nicht umzusiedeln.
Hat immer geklappt. mfg Ziggy

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