Kategoriearchiv: Archiv Bombus.de
Christoph: Wespenkönigin in Hummelkasten
Hallo zusammen,
nach dem Totalausfall meiner 5 Hu-Kö wegen schlechter Witterung (siehe 11.5.) kam doch noch ein Suchflugtag: Hab noch eine Steinhu einsetzen können. Auch eine Erdhu und eine Wiesenhu suchten, blieben aber nicht im Kasten. Und in einem Styroporkasten siedelt sich jetzt eine Wespenkö an. Muss man da auf was Besonderes achten?
Viele Grüße! Christoph
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Manfred: Früher Königinnentod
Bei meinen Erdhummeln lag gestern die Königin ziemlich ramponiert tot in der Einstreu obwohl der Staat erst rund 100 Arbeiterinnen hat. Normalerweise passiert so etwas erst ab Mitte Juni bei deutlich stärkeren Völkern.
Insgesamt ist das Hummeljahr eher schlecht, besonders bei den Erd- Garten- und Ackerhummeln. Lediglich bei den Baum- und Wiesenhummeln ist die Population normal. Die Wiesenhummeln haben dazu das Glück, dass dieses Jahr nur wenige Waldkuckuckshummeln vorhanden sind.
Gruß
Manfred
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Uschi: Erste Königinnen bei den Wiesenhummeln
Hallo,
heute sah ich bei einem meiner Wiesenhummeln die ersten Königinnen ausfliegen.
Ich hatte so früh nach dem schlechten Wetter noch nicht damit gerechnet, umso größer war
die Freude heute darüber.
Bin schon gespannt, wann das Andere Wiesenhummelvolk Königinnen hervor bringt. Dieses wurde nur einen Tag später gegründet. Das Dritte hatte bei dem schlechten Wetter stark geschwächelt, aber so langsam werden es auch dort ein paar Arbeiterinnen mehr.
Gruß Uschi
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schoepfer: Holzbiene
Hatte heute eine Holzbiene im Garten gesichtet. Kannte diese Art noch gar nicht. Ein wunderschönes Insekt!
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Bulli: Mehlwurmlarven, oder “Die Plastikfresserlarven”
Anscheinend passt das Thema Polyethylen durch Wachsmotten vertilgen zu lassen in eine Reihe von Untersuchungen zur Zersetzung von Kunststoffen durch Tiere.
Was jetzt kommt geht allerdings am Thema Hummeln noch weiter vorbei vorbei.
Von der Stanford Universität kamen 2015 Berichte über Polystyrol-Hartschaum (Styropor, Styrodur) fressende Mehlwürmer, deren Darmbakterien den langlebigem Harschaum-Kunststoff in wenigen Stunden in einen biologischen Dünger bzw. kompostierbares Material umwandelten. Ein interessanter Ansatz des Umweltschutzes.
Allerdings entsteht ähnlich viel CO2 wie bei der Verbrennung, die in Müllverbrennungsanlagen zusätzlich Strom erzeugt.
Die alte Kompostfrage: ‘CO2 mit oder ohne Stromerzeugung emittieren.’
[http://www.spektrum.de/news/mehlwuermer-verdauen-styropor/1368822 Polystyrolschaum fressende Mehlwürmer]
[http://edition.cnn.com/2015/09/30/us/styrofoam-eating-mealworms-plastic-waste/ Styrofoam eating Mealworms]
Viele Grüße
Bulli
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Bulli: Erdhummel – seltsames Verhalten – Thermometer mit Funksensor
Es gibt gerade ein Thermometer (Temperatur + Luftfeuchte) mit einem Funk-Außensensor (ebenfalls Temperatur + Luftfeuchte) beim Discounter Penny zu kaufen. Der Preis von 10 Euro (UVP 29,99) ist im Vergleich zu anderen Discountern sehr niedrig. Außensensor nur für den Einsatz an regengeschützten Stellen. Im Innenkasten müsste ein Stoffbeutel drum herum genäht und an die Decke angetackert werden.
Beim ersten Test wurde der Sensor nicht automatisch wiedergefunden, wenn er längere Zeit nicht in Reichweite der Station war. Während des fehlenden Kontakts zur Basisstation wird der zuletzt empfangene Wert angezeigt.
Nach einem 4 Sekunden langen Druck auf die Minus-Taste wurde auf –.-C –% umgeschaltet und dann neue Daten des Außensensors ausgelesen.
Mehrere Funksensoren lassen sich nicht anschließen.
Leider habe ich nicht dran gedacht mehrere Geräte zu kaufen um zu prüfen ob sie sich gegenseitig stören. Eigentlich dürfte das nicht möglich sein.
[http://www.penny.de/angebote/aktuell//product/34306/#Product-34306 ADE-Wetterstation]
Viele Grüße
Bulli
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Harald: Gartenhummelausfall durch Pestizide
Hallo,
leider sind mir beide Gartenhummeldamen kurz bevor Nachwuchs kam auch noch ausgefallen!!
Ist dieses Jahr schon zum Haare raufen,…
Eine Königin nicht auffindbar und die andere lag tot im Vorbau – Rüssel extrem nach vorne ausgefahren, meine Vermutung eine Vergiftung!
Habe meine Nachbarin in Verdacht die ihre Gehwege mit Unkrautvernichtungsmittel behandelt hat. Manche lassen sich nicht Belehren!!!
Nun habe ich dieses Jahr halt nur drei Baumhummelvölker die gerade von Kuckuckshummeln attackiert werden und ein Erdhummelvolk.
Grüße Harald
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Christian: Suchflüge
Seit zwei Tagen sind bei mir Hummeln auf Suchflug: Dunkle, Helle Erdhummel und heute ne Gartenhummel. Also ich geh mal davon aus, das der Anlaß eher ne Okkupation als ne Nestgründung ist. Ich hab ja immer noch das Erdnest. Ärgerlich, bei meinem Erdhummelnest sind am Wochenende die letzten Arbeiterinnen verschwunden. Zu spät für eine Übernahme. Die Nestgründerin lag tatsächlich tot neben der Wabe, abgestochen von ner Dunklen Erdhummel, die dann doch nicht übernommen hat.
Heute hab ich dennoch ne Erdhummel eingesetzt, die blieb drinnen und hat dann einen Suchflug gestartet. Glaube aber kaum, dass sie ne leere Wabe übernimmt.
Über der Wohnungstür hab ich Baumhummeln ein- und ausfliegen sehen. Scheinbar hat diese Art heuer wieder Aufwind. Beide Völker sind die dunkle Farbvariante.
Die Deutsche Wespe fliegt fleißig im anderen Schweglerkasten ein und aus. Wenigstens ist der nun besiedelt. Heute waren auch die ersten Hornissen unterwegs.
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Bulli: Baumhummel Probleme
Eine Ergänzung von mir … auf dass das es abgerundet sein möge … zu dem hochkomplexen Thema.
Ein paar Artikel zu lesen ist wohl nicht ausreichend.
Die von dir empfohlene Literatur müsste ich bestellen. Daraufhin habe ich mal geschaut was für NRW so vorgeschrieben ist und dieses Dokument gefunden:
https://www.lz-rheinland.de/fileadmin/user_upload/RL_Verlag/Supplements/Praxis_Pflanzenschutz_2017.pdf
Es ist richtig, dass in Deutschland kein flüssiges Beizmittel mit Thiacloprid erlaubt ist. Die Bauern können häufig selber beizen. Nach dem Honigbienensterben 2008, bei dem die Neonikotinoid-Beize nicht gut zusammen hielt, ist das wohl der sicherere Weg.
In Frankreich ist die Beize aber erlaubt. Darum darf ein Bauer anwendungsfertig gebeiztes Mais-Saatgut aus Frankreich importieren bzw. über den Handel beziehen und – anscheinend auf Grund einer extra Genehmigung – auch auf dem Feld aussäen.
Das gleiche gilt für Österreich.
https://www.landwirt.com/Sonido-gegen-den-Drahtwurm-,,14417,,Bericht.html
> Thiacloprid […] auch während der Blüte zugelassen ist. es hat die Einstufung B4, nicht bienengefährlich.
An dieser Bienenungefährlichkeit scheiden sich die Geister, weil die Einstufung B4 bis B1 nur nach Todesfällen geschieht. Dazu wird der LD-50 Wert bei Honigbienen herangezogen. Der Pferdefuß bei den Neonikotinoiden ist die nicht lethale (nicht tödliche) Wirkung. Dazu sagte R. Menzel im Interview, dass schon bei der Aufnahme von 10 ng/l und 60 ng/l Thiacloprid Verhaltensbeeinträchtigungen bei Honigbienen auftreten. Entsprechend der Berechnungen von Menzel nehmen Honigbienen bei nur einem Besuch eines mit Thiacloprid behandelten Rapsfeldes 300-700 ng in ihren Magen und den Sozialmagen auf. Honigbienen besuchen pro Tag 120-150 Blüten, wenn ich richtig informiert bin.
Hummeln besuchen hingegen bis zu 3000 Blüten pro Tag. Sie sind auch blütensteter … oder blütenstetiger, so dass sie zwar mehr Strecke fliegen, aber viel Raps besuchen. Das macht sie empfindlicher.
> Pyrethroide und Oxadiazine zugelassen, die zum Teil die Einstufung B1 haben
Indoxacarb hat zwar Einstufung B1, soll aber nach 72 Stunden schon für Hummeln befliegbar sein (Quelle: Biobest)
Die Pyrethroide sind B2 und B4 eingestuft, jedoch sollten die Pflanzen teilweise schon 21 Tagen und länger vor der Blüte gespritzt werden, um keine Verluste an Hummeln auszulösen. (Quelle: Biobest)
Alles nicht so einfach.
Viele Grüße
Bulli
>Auch hier kann ich noch etwas ergänzen, meine Quelle ist übrigens der Ratgeber “Pflanzenschutz 2017” der Bauernzeitung, erhältlich hier:
>https://shop.bauernverlag.de/Sonderhefte/Bauernzeitung/Ratgeber-Pflanzenschutz-2017.html
>
>Habe ich mir mal zugelegt, bin Imker aber kein Landwirt.
>
>Dort steht, S.52, dass bei Raps mit Termin vom 17.10.2016 das Spritzen von Biscaya (Thiachloprid) bis zu zweimal im Jahr, falls nötig je nach Befall mit dem Kohlschotenrüssler, auch während der Blüte zugelassen ist. es hat die Einstufung B4, nicht bienengefährlich.
>Auf Grund der Resistenzselektion sollte aber nur eine Anwendung erfolgen.
>
>Gegen den Rapsglanzkäfer, der schon vor der Blüte auftritt sind verschiedene Pyrethroide und Oxadiazine zugelassen, die zum Teil die Einstufung B1 haben, wie z.B. Avaunt (Indoxacarb) und daher nicht in die Blüte und auch nicht gespritzt werden darf, wenn im Unterwuchs Unkräuter blühen.
>
>Zu Mais steht, S. 69, dass es nur eine Zulassung zur Beize mit Mesurol flüssig, ein Suspensionskonzentrat, (Methiocarb) gibt, dies ist kein Neonikotinoid, aber trotzdem ziemlich giftig, auch für Menschen.
>Zur Nutzung muss man weitere Auflagen beachten.
>
>Ich sage euch, dass ist echt eine Wissenschaft für sich…….
>
>Freundliche Grüße
>
>
>
>
>
>
>
>
Themenübersicht öffnen: Baumhummel Probleme
Angelbombus: Baumhummel Probleme
Auch hier kann ich noch etwas ergänzen, meine Quelle ist übrigens der Ratgeber “Pflanzenschutz 2017” der Bauernzeitung, erhältlich hier:
https://shop.bauernverlag.de/Sonderhefte/Bauernzeitung/Ratgeber-Pflanzenschutz-2017.html
Habe ich mir mal zugelegt, bin Imker aber kein Landwirt.
Dort steht, S.52, dass bei Raps mit Termin vom 17.10.2016 das Spritzen von Biscaya (Thiachloprid) bis zu zweimal im Jahr, falls nötig je nach Befall mit dem Kohlschotenrüssler, auch während der Blüte zugelassen ist. es hat die Einstufung B4, nicht bienengefährlich.
Auf Grund der Resistenzselektion sollte aber nur eine Anwendung erfolgen.
Gegen den Rapsglanzkäfer, der schon vor der Blüte auftritt sind verschiedene Pyrethroide und Oxadiazine zugelassen, die zum Teil die Einstufung B1 haben, wie z.B. Avaunt (Indoxacarb) und daher nicht in die Blüte und auch nicht gespritzt werden darf, wenn im Unterwuchs Unkräuter blühen.
Zu Mais steht, S. 69, dass es nur eine Zulassung zur Beize mit Mesurol flüssig, ein Suspensionskonzentrat, (Methiocarb) gibt, dies ist kein Neonikotinoid, aber trotzdem ziemlich giftig, auch für Menschen.
Zur Nutzung muss man weitere Auflagen beachten.
Ich sage euch, dass ist echt eine Wissenschaft für sich…….
Freundliche Grüße
>Auf jeden Fall schreibst Du richtiger als ich.
>
>Es ist richtig, dass Clothianidin für Bienen anlockende Pflanzen verboten ist.
>Erlaubt sind weiterhin die Neonikotinoide Thiacloprid und Acetamiprid für Pflanzen mit Bedeutung für Bienen.
>
>Das Neonikotinoid Thiacloprid wird jetzt beim Beizen von Mais angewendet. Da war dann mein Fehler. Anscheinend ist es für die Spätaussaat bei Mais am besten geeignet. Das erklärt, warum es für Winterraps ungeeignet ist.
>
>Allerdings darf es noch kurz vor der Rapsblüte ausgebracht werden.
>Nach BioBest “Side Effects”-Datenbank muss mindestens 24 h vergehen, bevor Hummeln wieder an die Blüten dürfen.
>Jetzt bleibt nur die Frage, ob sich alle dran halten oder ob andere Insektizide gegen den Rapsglanzkäfer mit längerer Verweilzeit in der Pflanze eingesetzt werden.
>Bis 2014 durfte Thiaclopid während der Rapsblüte direkt auf die Blüten gespritzt werden.
>Dieses war wohl Anfang 2016 angedacht wieder einzuführen.
>[http://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/Gefaehrliches-Thiacloprid-im-Honig-Vom-Markt-genommene-Schaedlingsbekaempfungsmittel-weiter-erhaeltlich,pressemeldungndr17170.html Quelle]
>
>Danke für den Hinweis auf den Fehler.
>
>Viele Grüße
>
>Bulli
>
>
>>Das ist so nicht ganz richtig,
>>
>>ich war gestern Abend erst auf einem Pflanzenschutzseminar. Das Beizen von Winterraps, der bei uns derzeit blüht, und anderen Feldfrüchten mit Neonikotinoiden wie Chlotianidin ist nach wie vor verboten. Raps wird daher derzeit nur mit Fungiziden gebeizt.
>>
>>Richtig ist allerdings, dass der Raps stattdessen im Herbst bis zu zweimal und im Frühjahr einmal mit Insektiziden gespritzt wird um das Wegfallen der Beize zu kompensieren. Also Mittel, die man früher genommen hat und die zugelassen sind. Da dies vor der Blüte geschieht ist es zugelassen, da die Bienen den Raps dann noch nicht anfliegen.
>>Zusätzlich wird der Raps natürlich auch mit Fungiziden und Herbiziden behandelt, die den Bienen aber weniger schaden.
>>
>>Imker hatten sich nach dem Schaden 2008 im Rheintal vehement für das Verbot der Beizung mit Neonikotinoiden eingesetzt.
>>
>>
>>
>>
>>>Hallo alle,
>>>
>>>für die vergangenen Wochen fällt mir nur eine Pflanze ein, die Bienen gefährlich werden kann.
>>>Das ist der Raps.
>>>Raps wird mit wasserlöslichen Mitteln gebeizt. Es sind systemisch wirkende Neonikotinoide (in allen Teilen der Pflanze zu finden). Der Wirkstoff wurde nicht verboten, weil die Honigbienenimker und sonstige Umweltschützer sich an die Verluste durch diesen älteren Wirkstoff gewöhnt hatten, bzw. weil er ihnen nicht früher aufgefallen ist.
>>>Das hat so einen Geschmack als ob hier Gewohnheitsrecht angewendet würde.
>>>
>>>Nur die neueren, noch potenteren Neonikotinoide waren/sind teilweise verboten.
>>>
>>>Viele Grüße
>>>
>>>Bulli
>>>
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