
Sam
In 2025 habe ich bei den Erdhummeln einen nächsten Level erreicht. Im zeitigen Frühjahr schwirrten plötzlich mehrere Königinnen gleichzeitig im Garten umher. Dann kam es noch besser. Schnurstracks im Direktflug durch das seitliche Flugloch ins Hummelhaus.
2-3 Königinnen bildeten sozusagen eine Wohngemeinschaft, übernachteten im neu eingerichteten Hummelhaus, nahmen das Zuckerwasser im Vorraum an und verhielten sich als ob alles sehr vertraut war. Als zusätzlich noch weitere nestsuchende Brummer der gleichen Art die nähere Umgebung absuchten, dämmerte es mir allmählich.
Das sind Rückkehrerinnen vom letzten Jahr. Meinte mal gelesen zu haben, dass das nur bei Steinhummeln vorkommt und bei mir kam das niemals vor. Das fröhliche beieinander sein endete allerdings als die Chefin sich entschloss ein Hummelstaat zu gründen. Die Schwestern kamen danach zwar noch ab und zu vorbei um Zuckerwasser zu naschen (im Vorraum), ins Nest selber haben sie sich aber nicht mehr getraut. Ich hatte das Glück, dass alles an einem verlängerten Wochenende passierte und ich mich a den Beobachtungen erfreuen konnte.
Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht?
Btw.: Die Leithummel erhielt von der Familie den Namen Elke. Wie auch immer, es kam alles anders als geplant, mit aller erdenklich möglichen Dramatik. Sollte der Blog mehr wissen wollen, lasst es mich wissen, sonst belassen wir es mit Teil 1.
Foto/Video:


Wilhelm
Hallo Makki
Das “Geschmiere” sind ganz normale Ausscheidungen von den Hummeln. Wenn es ein großes Volk wird kann das schon mal heftig werden. Die kleinen Insekten das werden wohl Milben sein die keine Probleme machen, wenn sie nicht überhandnehmen, die ernähren sich von den Nestabfällen.
Eine Empfehlung: lasse den Trennschied raus und nehme einen Karton der etwas kleiner ist, so dass du ringsum 2cm Luft zu deinem Nistkasten hast es erleichtert das säubern des Nistkastens nach der Saison erheblich.
anbei ein Bild von meinem Erdhummelnistkasten
Gruß Wilhelm
Foto/Video:


HP
Bei den dkl. Erdhummeln im Kasten an der Hauswand wurde heute die 1. Jungkönigin gesichtet. Eingesetzt am 23.3. Die Ackerhummeln nebenan entwickeln sich jetzt gut. Reger Verkehr am Eingang. Bei beiden keine Okkupantin, keine Kuckuckshummel, keine Wachsmotten. Habe immer mal wieder reines Lavendeloel auf den Eingangsbereich und die Lüftungslöcher gesprüht. Bin sehr zufrieden.

HP
Ich hatte bislang bei beiden Erdhummelvölkern nur sehr wenige Larven vor der Klappe gefunden. Heute saß ich rd. 20 Minuten vor den Kästen in der Kompostecke. Es wurden 3 Larven von den Arbeiterinnen herausgetragen. Eine flog mit der Larve davon, eine stürzte ab, berappelte sich und flog mit der Larve davon. Die 3. verlor die Larve, flog auf den Boden, nahm sie auf und flog auch mit ihr davon. Danach war erstmal Schluß mit Larvenaustragen.
Fazit: wenn es keine Videoüberwachung gibt, kann man nicht sicher sein, daß keine Larven ausgetragen werden, sofern keine vor der Klappe liegen. Ferner hatte ich den Legostein statt mit Zuckerlösung mit Wasser gefüllt. Kein Interesse. Keine Wasserstandsänderung. Also Vorsicht mit Theorien. I.d.R. ist der Innenraum eher zu feucht als zu trocken. Auch bei guter Lüftung.

Isabell
Hallo zusammen,
um uns war es die letzte Zeit sehr ruhig, da viel los war.
Wir hatten dieses Jahr keinen Erfolg mit unserem Hummelkasten. Es wurde ein paar Mal versucht Königinnen einzusetzen, allerdings ohne Erfolg.
Es waren diesen Frühling gefühlt weniger Hummeln unterwegs als sonst – zumindest unsere Wahrnehmung.
Wir haben dann entdeckt, dass wir trotzdem ein Nest für die Kamera haben (nur Außenkamera) und haben diese umgestellt.
Das Nest ist direkt neben unserer Haustüre. Ganz links im Bild der Alupfosten ist unser Briefkasten. Die Hummeln – niesten unten zwischen den Steinen.
Es dürften Erdhummeln sein.?
Aktuell ist richtig Flugbetrieb. Die nächsten Tage soll es endlich wärmer werden – vielleicht gibt es dann noch mehr Flüge
viel Spaß beim Reinschauen und eine gute Zeit!
@stefan: vielen lieben Dank fürs Einbinden des Livestreams und deine Arbeit hinter dieser Seite
Viele Grüße aus Bayern!
Isabell & Alex

Sam
Good News: Ich habe heute das Mooshummel-Nest überprüft und den Wasserstand der Vogeltränke kontrolliert. Alles prima, trotz steigenden Temperaturen vor dem Nest gibt es keine toten Larven mehr. Der Wasserstand lässt vermuten, dass die Hummeln aus der Tränke trinken, obschon sie fleißig Nektar eintragen (siehe Foto). Ich stelle eine höhere Flugaktivität, auch bei den winzig kleinen Arbeiterinnen aus der ersten Generation fest (die sind kleiner als Wiesenhummel Erstlinge).
Bei den Erdhummeln zeigt sich das gleiche Bild. Seit Wasser im Vorraum steht, sind da keine flügelschlagenden Arbeiterinnen mehr. Die gesamte Mannschaft ist draußen und trägt auch bei Höchsttemperaturen Pollen und Nektar ein (gut erkennbar am Hinterleib).
Es gilt zu prüfen, ob das so bleibt.
Den Zigarren-Humidor Ansatz finde ich interessant und muss werde mir dazu auch Gedanken machen. Habe auch Respekt bezüglich Schimmelbildung, wie bekannt bei Honigbienen-Bienenbeuten, wo die Bienen das mit Schimmelsporen kontaminierte Kondenswasser aufnehmen. Bin auf Umsetzungsvarianten gespannt.
Foto/Video:


Christian
@Markus – bewundere und schätze Deinen Idealismus, nicht nur für den Einsatz von Hummeln. Toll Dein Einsatz für die Ackerhummeln zuletzt.
Schönes Bilder!
Am Wochenende waren in meinen Gärten weiter 14 Hummelvölker aktiv, auch die Sächs. Wespe fliegt weiter ein- und aus dem Hummelkasten. Hoffe, dass es auch die letzte sehr spät passiv im unterird. Schwegler angesiedelte Hummelkönigin (Erdhummel) schafft… Beste Grüße aus Oö.! Christian

Lutz S
Hallo @Karsten nach meinem Misserfolg mit den Erdhummeln letztes Jahr, sowie auch der Abbruch der Brut der Wiesenhummel bin ich doch sehr erleichtert, dass es bei der Steini wohl sehr gut läuft bisher.
Eigentlich erwarte ich schon königlichen Nachwuchs, nachdem das Nest am 04.04. bezogen wurde und am 29.04. bereits die ersten Arbeiterinnen auftauchten. Denke mal es müsste also jetzt bald geschehen und das Nest sich nahe am Höhepunkt der Entwicklung befinden.
Ich muss aber auch sagen, dass ich andererseits sehr froh bin, nicht zu viele Völker zu haben, da mir das Kümmern dieses Jahr gesundheitlich nicht ganz so leicht fällt. Aber das ist eine andere Geschichte.
@ Gerlinde , hallo und willkommen hier im Forum!
Fein zu lesen, dass dir deine Untermieter willkommen sind. Das mit den Wespen ist wohl nicht ganz so tragisch, es gab hier auch schon viele Berichte über friedliche Koexistens innerhalb einer Nistgelegenheit, seinen sie natürlich oder künstlich.
Ob es dann aber so ist, kann man schlecht sagen. Allerdings sollten Baumhummeln mit einigen Wespen auch zurecht kommen, da die Kleinen ja doch auch teils recht aggressiv sein können, wenn man sie direkt stört. Bin da aber auch nicht so der Experte, Baumhummeln hatte ich bisher noch nicht.
Zu Beginn der Brutsaison hier bei “meinen” Steinhummeln war auch öfters eine Wespe zu sehen, die trotz Hummelklappe gelegentlich in das Nest aus und ein flog. Das hatte sich dann aber schnell auch wieder gelegt. Da ich damit auch noch nicht so viel Erfahrung habe ist es mir so auch lieber.
Dann drück ich dir und deinen Damen die Daumen, dass die Saison erfolgreich verläuft!
LG Lutz

Karsten Grotstück
Ja Martha das ist eine Erdhummel Jungkönigin.
Gruß.

Martha
Ist das eine echte Erdhummel – Jungkönigin? Sie hängt seit einer halben Stunde an dieser Blüte?
Danke für die Bestimmung.
Foto/Video:


Sam
Genau, herzlichen Dank. Es ist in der Tat die erste Tonerdhummel-Königin, welche ich im Tessin (CH) bemerkt habe. Die Größe war beachtlich (etwa wie eine Holzbiene) und der 8. Juni 2025 ist spät mit dem Nestbau zu starten (es war aber noch lange aussergewöhnlich kalt hier).

Karsten Grotstück
Ich würde sagen das ist eine Tonerdhummel.

HP
Bei mir leeren die Erdhummeln binnen kürzester Zeit den Legostein, vielleicht 2-3 Stunden. Das sprühen sie mit Sicherheit nicht auf die Waben zur Kühlung. Wir haben 15 Grad! Das kommt in die Tönnchen, aus denen sich alle mehr oder weniger bedienen. Und wenn die Zeit gekommen ist, daß Königinnenlarven aufgezogen werden, sollten wir uns gut überlegen, ob eine Zufütterung mit minderwertigem Zuckerwasser sinnvoll ist….

Insektenfreund
Der aktuelle Stand bei uns:
Wiesenhummel 1 – der Flugbetrieb ist weiter rückläufig. Das beim Klopftest ertönende zahlreiche sirren lässt auf ein noch zahlenmäßig starkes Volk schließen. Von den Jungköniginnen beteiligen sich mindestens 2 an Sammelflügen und tragen auch Pollen ein. Die Drohnen scheinen das Nest direkt dauerhaft zu verlassen. Ich konnte weder einen Orientierungsflug noch eine Rückkehr beobachten.
Wiesenhummel 2 – Nest von Wachsmottenlarven zerstört. Aufgrund der Doppelbelegung mit gemeiner Wespe habe ich auf die Hummelklappe verzichtet und der Motten-Druck hier ist hoch. Glücklicherweise sind auch aus diesem Volk Geschlechtstiere hervorgegangen. Den einzigen Kampf gab es mit einer okkupierenden Wespenkönigin welche eine ausfliegende Hummelarbeiterin abfing, einrollte und abstach. Hier vermute ich eher eine Verwechslung als eine gezielte Attacke.
Am Montag krabbelte eine erschöpfte norwegische Kuckuckshummel mit allen Anzeichen einer “Altkönigin” in unserer Sitzecke herum. Seit heute weiß ich das dass Baumhummelvolk übernommen wurde, es sitzen zahlreiche Drohnen und Jungköniginnen des Kuckucks außen am Kasten. Zudem ist es auch hier der Wachsmotte gelungen ins Nest vorzudringen.
Dunkle Erdhummel – der Flugverkehr hat sich stabilisiert, ist aber deutlich geringer als bei dieser Art zu diesem Zeitpunkt der Saison üblich.
Ackerhummel – hier geht es weiter gemütlich voran. Die Arbeiterinnen befliegen hauptsächlich die in direkter Nachbarschaft liegenden Brombeerblüten.

Christian
@Kerstin – freue mich sehr mit Dir, dass es mit dem Tonerdhummel-Volk so gut klappt.