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Hummelklappe mit Anleitung und Bauplan für Hummelkästen / Hummelpensionen

Ich möchte euch meine Hummelklappe vorstellen, die ein Teil meines Hummelkastens / Hummelpensionen ist.

Warum eine Hummelklappe?

Nun, ich werde euch die Vorzüge einer Hummelklappe nennen:

  1. Kein eindringen von ungebetenen Gästen wie Ameisen, Ohrenkneiper, Mäusen, Wachsmotten usw.
  2. Weiterhin kann sich ein Hummelvolk in Ruhe entwickeln, da es keine Übernahme von anderen Hummelköniginnen gibt, wie es ansonsten vorkommt.
  3. Die Hummeln lassen sich besser beobachten, da Sie 2 bis 3 Sekunden länger brauchen die Hummelklappe zu öffnen, als ohne Klappe.
  4. Hummeln die dass erste Mal ausfliegen und das erste Mal zurückkommen zu beobachten wie Sie sich anstellen um die
    Hummelklappe zu öffnen, ist ein Erlebnis! Dabei besteht gute Möglichkeit zum Fotografieren.
  5. Meine Familie und selbst Nachbarskinder, sind ganz begeistert wenn Sie beobachten können, was sich an der
    Hummelklappe so abspielt!

Funktionsweise der Hummelklappe

Wenn die Hummelkönigin das erste Mal eingelaufen ist in die Hummelpension und wieder heraus kommt, sollte die Klappe
wie im Bild dargestellt geöffnet sein.

Die Königin soll von Anfang an, die Klappe sehen und sich diese, bei ihrem Orientierungsflug genau einprägen! Nach dem dritten Mal Ausfliegen, die Klappe um 2mm absenken. Das Ausfliegen dauert ungefähr 20 bis 45 Minuten je nach Blütenangebot. Dann nach jedem weiteren Ausflug die Klappe um weitere 2mm absenken. Dies wird fortgesetzt bis nur noch die Drahtstärke zwischen Holz und Klappe sich befindet.

Absenkung der Hummelklappe

   

   
Es wird noch 2 bis 4 Ausflüge abgewartet und dann ist der Draht zu entfernen und die Klappe ist zu. Der Vorgang dauert höchstens 3 Tage. Ihr werdet erstaunt sein, wie geschickt sich die Hummelkönigin anstellt. Nach jedem Ausfliegen wird die Klappe von ihr immer schneller geöffnet.

Die Klappe besteht aus durchsichtiger Plaste 35 x 24 x 1mm (Deckel von Verpackungen von Schrauben oder Computertechnik usw.). In die Klappe werden 2 Bohrungen von 3mm eingebracht. Die Bohrung sollte 1mm größer sein als die Drahtstärke der zu biegenden Drahtkrampen. Die Klappe wird in den Schraubstock unter Zuhilfenahme von zwei Holzstücken (zur Vermeidung des Zerkratzens), eingespannt. Die Klappe wird so tief eingespannt das nur der untere Teil der Klappe heraussteht der umgebogen werden soll. Dieser Teil wird mit einem Stück Holz schräg umgebogen.

Danach werden die Ecken abgerundet mit Schleifpapier. Bei den Bohrungen kleine Rundungen, an der Stelle wo die Hummel in Berührung kommen mit der Klappe etwas größere Rundungen. Der beim Schleifen entstehende Grad an der Plaste wird ebenfalls von beiden Seiten der Klappe entfernt und leicht abgerundet. Achtung, dabei die Klappe nicht zerkratzen! Am besten ist es, man nimmt für alle Schleifarbeiten einen Schleifklotz.

Die zwei Bohrungen sind ebenfalls von Hand mit einem Senker oder mit einem etwas größeren Bohrer von beiden Seiten leicht anzusenken. Die Klappe unter eine Lupe halten, sollte doch noch ein Grad zu sehen sein, dann mit sehr feinem Schleifpapier nacharbeiten.

   

Holzklotz: Abmessung 70 x 31 x 31mm. In diesen Klotz wird eine Bohrung für den Durchlauf der Hummel, von 18mm gebohrt.
Ebenfalls werden 5 kleine Bohrungen von 2mm gebohrt. Die 5. Bohrung ist für den Draht der für die Absenkung der Klappe verantwortlich ist. Nach dem Zusägen hat der kleine Holzklotz eine Höhe von 60mm.

Nach dem Bohren soll der Holzklotz so zugesägt werden, wie im Bild ersichtlich. Der Neigungswinkel sollte 75 Grad betragen, damit die ersten Hummeln, die zum ersten Mal ausfliegen, es nicht so schwer haben die Klappe zu öffnen! Die ersten Hummeln sind klein, nicht viel größer als Stubenfliegen! Gestrichelte Linie zeigt die Einlaufschräge die entstanden ist durch das Zusägen.

   

Die Krampen sind aus einem nicht rostenden Material anzufertigen. Ich habe Aludraht genommen 2mm stark. (Es kann aber auch Kupfer oder Messingdraht verwendet werden). Die Krampen werden mit einer Rundzange gebogen. Achtung die Zange darf keine gezahnte Fläche haben! Denn jede Unebenheit verhindert die Leichtgängigkeit der Klappe. Die Krampen sollten sich straff in den Klotz eindrücken lassen. Keinen Hammer verwenden!

Die Klappe wird mit Hilfe der Krampen befestigt. Die Klappe muss leicht sich öffnen lassen, auch mal nicht in Waage halten, sondern absichtlich, etwas schräg halten und die Klappe von der Seite  nheben. Wenn Sie nach dem loslassen alleine wieder zufällt und Dicht aufliegt, hat Sie den „Tüv” bestanden. Wenn nicht, dann ist unsauber gearbeitet worden und es bleibt euch nichts anderes übrig als nachzuarbeiten. Oder wollt Ihr Hummelfreude die  Wachsmotte reinlassen? Zuletzt wird das Laufbrett noch mit wasserfestem Holzleim angeleimt. Farbig kann die die  Hummelklappe noch gestaltet werden. Ich habe Holzschutzmittel, was für Kinderspielzeug zugelassen ist, angestrichen. Die  Hummelklappe kann nun von innen an den Hummelkasten angeschraubt werden.

Achtung vorbohren nicht vergessen, sonst dreht Ihr die Schraube ab, oder die Hummelklappe platzt. Ein Tipp, die Schraube am Gewinde mit Seife benetzen, dann geht es leichter die Schraube einzuschrauben. Das Laufbrett sollte hell angestrichen werden, damit die Hummeln besser zu sehen sind.

Abmessung des Laufbrettes 65 x 45 x 6 mm. Das Laufbrett ist aus Sperrholz angefertigt.

Achtung: In der Nähe des Einganges, kein dunkles braun oder schwarz verwenden, das lockt nur andere Hummelköniginnen an!

Noch ein Tipp: Von Unterkante Einlaufloch, bis Laufbrett etwas aufrauen, oder mit Wasser anfeuchten, damit die Hummeln etwas besser Halt finden mit ihren Beinen.

Wichtiger Hinweis: Diese Hummelklappe ist an die Hummelpension nur dann anzubringen, wenn die Hummelpension über eine ausreichende Belüftung verfügt. Siehe Bauanleitung Hummelkasten / Hummelpension.

Die Hummelklappe direkt an den Hummelkasten anzubringen, ist eine Möglichkeit, eine weitere könnt ihr euch ansehen, in meinem Beitrag: Bauanleitung Hummelpensionsvorbau mit Hummelklappe.

Nun möchte ich meinen Artikel beenden und Euch viel Spaß wünschen, beim Nachbauen.

Konstruktion und Bauanleitung: Jürgen Börner, 18.03.08. Danke an Karsten Grotstück

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