Weiß nicht, ob im Forum noch andere Imker sind, die wie ich Hummeln in Nistkästen halten und schützen. Möchte hier wieder einmal über meine Erfahrungen mit Hummelmotten in meinen beiden Gärten – in einem halte ich seit Jahrzehnten etwa 2 – 3 Bienenvölker – berichten. Die 32 Hummelkästen sind aufgeteilt 19 : 13 = Bienenstandort. Ich hatte/habe kaum Probleme mit Hummelmotten, obwohl meine einfach gebauten HK zwar einen Vorbau, aber keine Mottenklappen besitzen. Nur ganz selten werden Hummelvölker von Motten befallen, heuer in einem HK mit Gartenhummeln – aber es gab bereits Geschlechtstiere. Konnte aber keine Gespinste, Motten oder Raupen feststellen – vielleicht doch ein anderer Grund, dass ich keine Waben gefunden hatte?
Jedenfalls stehen direkt bei meiner Bienenhütte insgesamt 6 Hummelkästen, 4 waren/sind heuer besiedelt. Bisher dachte ich, dass der starke Geruch der Bienen (Honig, Wachs, Propolis) ev. Hummelmotten “verwirren” und diese daher die Nester nicht so leicht finden, aber die Studie belegt eigentlich das Gegenteil. Auch dass Motten ein größeres Problem werden, wenn man mehrere besiedelte Hummelkästen beisammenstehen hat, kann ich so nicht bestätigen.
Ja, meine Hummelkästen befinden sich relativ gut getarnt unter Hecken, Stauden beim Teich, aber auch auf einer Benjeshecke, in einer Astgabel usw. Ich denke, das “Geheimnis” liegt in der Ausgewogenheit von “Nützlinge/Schädlingen” in meinen Naturgärten. So existieren hier z.B. jeweils Hornissen- und Wespenvölker sowohl in Hummelkästen als auch Naturnestern. Durch reichlich vorhandene Trachtpflanzen entwickeln sich die Hummelvölker gut, und sind vielleicht auch wehrhafter gegen Feinde. Im Übrigen gibt es auch keine Konkurrenz zu den beiden Bienenvölkern, die im Sommer doch locker 100.000 Individuen umfassen können.
Beste Grüße aus Oö.! Christian