Wie Wachsmotten Hummelnester aufspüren

  • Dieses Thema hat 5 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 2 Wochen, 5 Tagen von MarthaMartha aktualisiert.
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  • #97563
    Stefan
    Admin
    Beitragsersteller
      • DE 84513
      • 398 m

      Können Wachsmotten Eingänge von Hummelnestern sehen? Oder riechen? Oder hören? Hat mich interessiert.

      Wie Wachsmotten Hummelnester aufspüren

      Grüßen Stefan :)

      #97578
      Christian
      Forenmitglied
        • A-4800, 4851
        • 420, 510 m

        Weiß nicht, ob im Forum noch andere Imker sind, die wie ich Hummeln in Nistkästen halten und schützen. Möchte hier wieder einmal über meine Erfahrungen mit Hummelmotten in meinen beiden Gärten  – in einem halte ich seit Jahrzehnten etwa 2 – 3 Bienenvölker – berichten. Die 32 Hummelkästen sind aufgeteilt 19 : 13 = Bienenstandort. Ich hatte/habe kaum Probleme mit Hummelmotten, obwohl meine einfach gebauten HK zwar einen Vorbau, aber keine Mottenklappen besitzen. Nur ganz selten werden Hummelvölker von Motten befallen, heuer in einem HK mit Gartenhummeln – aber es gab bereits Geschlechtstiere. Konnte aber keine Gespinste, Motten oder Raupen feststellen – vielleicht doch ein anderer Grund, dass ich keine Waben gefunden hatte?

        Jedenfalls stehen direkt bei meiner Bienenhütte insgesamt 6 Hummelkästen, 4 waren/sind heuer besiedelt. Bisher dachte ich, dass der starke Geruch der Bienen (Honig, Wachs, Propolis) ev. Hummelmotten “verwirren” und diese daher die Nester nicht so leicht finden, aber die Studie belegt eigentlich das Gegenteil. Auch dass Motten ein größeres Problem werden, wenn man mehrere besiedelte Hummelkästen beisammenstehen hat, kann  ich so nicht bestätigen.

        Ja, meine Hummelkästen befinden sich relativ gut getarnt unter Hecken, Stauden beim Teich, aber auch auf einer Benjeshecke, in einer Astgabel usw. Ich denke, das “Geheimnis” liegt in der Ausgewogenheit von “Nützlinge/Schädlingen” in meinen Naturgärten. So existieren hier z.B. jeweils Hornissen- und Wespenvölker sowohl in Hummelkästen als auch Naturnestern. Durch reichlich vorhandene Trachtpflanzen entwickeln sich die Hummelvölker gut, und sind vielleicht auch wehrhafter gegen Feinde. Im Übrigen gibt es auch keine Konkurrenz zu den beiden Bienenvölkern, die im Sommer doch locker 100.000 Individuen umfassen können.

        Beste Grüße aus Oö.! Christian

         

        #97621
        Stefan
        Admin
        Beitragsersteller
          • DE 84513
          • 398 m

          Ich finde das ja immer wieder sehr faszinierend, wie regional unterschiedlich das Problem mit den Wachsmotten ist. Hier in unserer Gegend kann man abends nicht durch den Garten gehen, ohne dass einem flatternde Wachsmottenfalter an den Kopf fliegen. Und bei dir, @Christian, scheinen diese Plagegeister kein Problem zu sein. Da darfst du dich wirklich glücklich schätzen.

          Dass in Deiner direkten Umgebung die Natur noch in Ordnung zu sein scheint, macht sicherlich auch einiges aus.

          Grüße Stefan

          #97624
          Christian
          Forenmitglied
            • A-4800, 4851
            • 420, 510 m

            @Stefan – sehe nie Hummelmotten umherflattern, allerdings Motten an Bienenwachs schon – wenn ich Altwaben zu lange ungeschützt lagere. Im Vorjahr fand ich ein paar Maden der Hummelmotten in einem Nistkasten, die verfütterte ich meinen Waldameisen. Hatte das Glück, dass ein Fachmann einen störenden Ameisenhaufen in einem Hausgarten an meinen Waldhang übersiedelte. Vogelnistkästen gibt´s bei mir auch sehr viele (wie bei Dir), Meisen, Spatzen & Co. helfen bekanntlich beim Vertilgen von lästigen Insekten, wohl auch von Motten. Heuer brüteten sogar erstmals Schwanzmeisen in einem kunstvoll gewebten Nest im Garten. :)

            Ja, es ist schon ein Glück, dass ich mir über Hummelmotten kaum Gedanken machen muss. Heuer wurden nur weniger Hummelvölker von Kuckucken okkupiert, vielleicht weil ich die Fluglöcher an den HK stark verengt habe. Dafür muss ich zugeben, dass es – wahrscheinlich bedingt durch kaum Eingriffen in die Natur – zu Verlusten bei Hummelköniginnen kommt, z.B. Ameisen versuchen immer wieder, in besiedelten Hummelkästen einzuziehen. Dass jedenfalls in meinen Gärten Hummelmotten kein Problem darstellen, hat sich sogar schon bis zu Hummelexperten herumgesprochen. Am Karsamstag war einer aus Salzburg bei mir angesagt, der Besuch scheiterte am Regenwetter. War auch schon mehrmals eingeladen zum jährlichen Treffen in Salzburg im “Haus der Natur” zu berichten, aber das ist “zu viel der Ehre”, und ich bleibe da eher bescheiden im Hintergrund.

            Beste Grüße! Christian

            #97650
            Insektenfreund
            Forenmitglied
              • DE 06869
              • 77 m

              Hier bei uns hat sich die Bedrohung durch Wachsmotten in den letzten Jahren verschärft. Dabei scheint weder Standort noch Art noch Volksgröße eine Rolle zu spielen. Lediglich Erdnester in natürlichen Mäusehöhlen sind deutlich weniger betroffen. Mehrfach ist es starken Steinhummelvölker gelungen trotz Befall sich zu behaupten und die Saison erfolgreich abzuschließen. Bei kleineren Einheiten führte der Befall immer zum Tod. Möglicherweise ist die dieses Jahr bei einem Wiesenhummelvolk beobachtete Aufzucht von Jungköniginnen direkt nach der ersten Generation eine Reaktion darauf. Ich bin nicht unbedingt ein Fan der Hummerklappe aber sie hat sich hier als bester Schutz erwiesen. Zugleich hält sie die parasitischen Fliegen ab. Mittlerweise sind 2/3 meiner Kästen mit Klappe ausgestattet.

              #97651
              Martha
              Forenmitglied
                • CH
                • 545 m

                Schlussendlich geht es immer um den Geruch den die Hummelvölker aussenden. Die Motten finden trotz aller Barrieren früher oder später ihre Ziele. Die menschliche Abwehr scheitert oftmals.

                Diesen Geruch zu maskieren, wäre ein aktuelles Forschungsfeld….. :lupe:

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