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Antwort auf: Ackerhummelnest im August 2020

#50806
MarylouMarylou
Forenmitglied
Buchtip:

@Stefan Herzlichen Dank für das schöne Video! Immer wieder erfreulich zu sehen, wie gut es den Kleinen geht!

Meinen beiden Ackerhummelvölkern geht es auch gut. Meinem ersten Volk besonders gut, dort werden immer noch dicke Pollenhöschen eingetragen. Eine größere Larve (Foto) hatten sie vor einigen Tagen in den Vorbau hinausbugsiert, aus welchen Gründen auch immer.
Ansonsten werden pro Tag immer noch drei große Legosteine (8×2) mit Zuckerwasser leergeschlürft.

Eine Jungkönigin lässt sich in den letzten Tagen ab und zu im Vorbau blicken, aber bei dem dauerregnerischen Wetter hier hätte ich auch keine Lust, rauszufliegen und mich in die nasse Erde einzugraben.
Seit dem 26.09. gab es, bis auf heute, keinen einzigen Tag ohne mehrere Regenschauer hintereinander, und abgetrocknet ist der Zeit erst recht nichts.
Ein Teil der Trachtpflanzen steht überdacht und wird daher öfter besucht. Auch eine einsame Erdhummel-Jungkönigin kam dort die letzten Tage regelmäßig vorbei.

Zu meiner großen Verwunderung hat das zweite Volk, die umgebetteten Ackerhummeln, alle Tönnchen im Einlaufschlauch gebaut.:? Der Einlaufschlauch ist 12 cm lang und hat einen Innendurchmesser von 19 mm, viel Platz ist dort also nicht. Trotz der Enge mit dem Klettern, teils kopfüber, kommen sie wohl zurecht. Wenige Hummeln tragen zudem noch Pollen ein. Ebenso haben sie fast zeitgleich mit dem anderen Volk zwei Larven hinausgeworfen, eine sehr kleine aufs Anflugbrett und eine etwas größere in den Vorbau (Foto).

Ich hätte besser direkt am zweiten Tag nach der Umbettung die ebenfalls umgebetteten Wurzelgeflechte (vermutlich Teil des ursprünglichen Nestes) entfernen sollen. Vielleicht waren sie den Hummeln zu schwer oder zu eng verfilzt für einen neuen Nestbau.
Sie haben jetzt den Einlaufschlauch auf der Seite zum Nistmaterial mit Kleintierstreu und Kapok zugestopft, aber ein kleines Loch zum Durchlaufen ist offen, das kann man mit einem Spiegel deutlich erkennen. Jedenfalls ist der Nistkarton verwaist bis auf den Legostein, aus dem sie spärlich trinken, und zu dem sie wohl durch das kleine Loch laufen. Im Vorbau steht noch ein zweiter Legostein, der umso eifriger genutzt wird. Ach ja, neugierig sind sie auch, aber auch irgendwie vorsichtig.
Das Wurzelgeflecht im Nistkarton habe ich inzwischen entfernt und die Stelle mit trockenem Moos und Kapok aufgefüllt. Allerdings glaube ich nicht, dass sie nochmal umziehen werden.

Wenn die Saison vorbei ist, kommen auch Fotos vom Nest und vom Einlaufschlauch-Nest.

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