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Zuchthummeln

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 37)
  • Autor
    Beiträge
  • #48583 Antworten
    Doris
    Forenmitglied
    Buchtip:

    SWR am 8.7.2020, 20.15 Uhr

    Hier wurde ein Bericht über den ersten Hummelzüchter Deutschlands gezeigt.

    Normalerweise hat Rüdiger Schwenk seine Hummelzucht mit 300 Erdhummeln deutscher Herkunft  begonnen, womit er auch jahrelang geworben hat. Seit diesem Jahr pflegt er anscheinend die kommerzielle Geschäftsbeziehung zu Biobest. Er versendet mittlerweile deren Hummeln. Soviel zum Thema deutsche Hummeln.

    In dem Beitrag vom SWR wurde darüber nicht berichtet.

    Wahrscheinlich kostet ihm sein anderes geschäftliches Standbein zuviel Zeit, die für die Hummelzucht fehlt.

    Kommerz en gros!!!!!!

    #41347 Antworten
    Detter
    Forenmitglied

    Ein ehemaliger Kollege und eine Nachbarin, haben mir unabhängig von einander, zwei Videos von Zuchthummeln über Whatsapp gesendet. Einmal von “Natupol” aus Belgien und vermutlich von Rüdiger Schwenk? Schlimm war, dass beide Kästen mit einer  Glas- oder Plexiglasscheibe abgedeckt war und die Hummeln :hummel: , in der hellen Halle, ständig versuchten nach Oben zu steigen. Den ganzen Tag diesen Stress im hellen Licht. :doh: Vermutlich bleibt das Licht sogar die ganze Nacht an? Was passiert mit den Hummeln wenn die “Grüne Woche” vorbei ist? Vermutlich ab in den Container? :cry:   Und denn wundert man sich, wenn im Januar eine Hummel im Garten auftaucht. :(   Es ist ja nicht so kalt in Berlin und vom Messegelände ist es nicht weit zu den Einfamilien-Häusern und Gärten.

    #41348 Antworten
    petersberg
    Forenmitglied

    Hallo Detter :hurra:
    Gesundes neues Jahr noch.

    Das ist wieder das beste Beispiel …was hilft das Rufen wenn keiner hört.

     

    #41365 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Wie @Detter es schon beschreibt, habe ich dies auch auf der Internat. Pflanzenmesse in Essen letztes Jahr gesehen. Ein Hummelvolk im komplett durchsichtigen Plexiglaskasten. Einige Hummeln im Nest lebten nicht mehr (3. Ausstellungstag). Übliche Nahrung für Zuchthummeln war vorhanden. Ausstellungshalle und Stand waren gut ausgeleuchtet. Zumindest beim Stand kann man nach Tagesende vermuten, dass Strom gespart werden will und die Beleuchtung reduziert oder ausgeschaltet wird.

    Mir hat es in der Seele weh getan, diese Hummeln so zu sehen.:cry: Auch meiner Meinung nach ist das purer Stress für die Tiere und zudem vermeidbar, wenn man nur wollte. Die Aussteller könnten an ihrem Messestand ebenso gut einen Film laufen lassen, ähnlich wie die Live-Kameras in den Nistkästen.

    #41368 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Das tut schon beim lesen in der Seele weh – und das Gespräch suchen mit den „Schuldigen“ nützt wahrscheinlich auch nicht! :god:

    #41374 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Martha Nein, das nützt nichts. Es geht um den Verkauf und nicht – wie bei uns hier – um Hilfe für die Hummeln.

    #41385 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Einfach nur traurig- und ohne Herz :cry:

    #48625 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @Doris Wie hieß die Sendung denn? Habe vergeblich gesucht in der Mediathek des SWR. Dort ist keine Sendung um 20.15 Uhr zu finden, nur Sendungen BIS 20.15 Uhr und AB 21.45 Uhr:?. Danke!

    #48628 Antworten
    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @Marylou: Ich glaube, dass es BETRIFFT war. Ganz sicher bin ich mir nicht.

    LG

    #48647 Antworten
    Martin
    Forenmitglied

    Ich habe mal gesucht und einen Beitrag aus der Sendung natürlich! gefunden…

    https://www.ardmediathek.de/swr/sendung/natuerlich/Y3JpZDovL3N3ci5kZS8yNTgyNzM0/

    #48660 Antworten
    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @Martin: Ja genau, dieser Beitrag war´s, den ich gesehen habe. Danke für die Recherche.

    LG

    #48680 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Hab´s auch gefunden. Danke!

    #52922 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Hallo Detter, die Hummeln waren mit Sicherheit froh, bei Dir endlich den Nektar und Pollen sammeln zu können, der ihnen zusagte. Das Mitnehmen und Umsetzen hätte ich übrigens genauso gemacht, um die Hummeln zu retten.

    Noch eine Frage: Eberhard von Hagen sagt in seinem Buch, wenn z.B. bei einem kleinen Volk die Königin frühzeitig verschollen ist, kann man diese verwaisten Arbeiterinnen in ein bestehendes Nest der identischen Hummelart dazusetzen. Konntest Du da irgendwelche Probleme bei den Arbeiterinnen beobachten, vielleicht wegen des unterschiedlichen Nestgeruchs, oder dass die Königin irgendwie reagiert hat? Gruß, Marylou

    #52924 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @all   Bis anhin war ich der Meinung, Zuchthummeln soll man nicht zu sich nach Hause nehmen, weil sie Krankheitserreger in sich tragen könnten wie der Pilzparasit Nosemia bombi, Viren Bakterien. Diese Erreger können dann die heimischen Hummeln, die im Frühling in unseren Gärten erwachen, anstecken. :hummel:

    #52925 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Dein Engagement in allen Ehren Detter, aber auch ich kann das, was Martha sagt bestätigen. Die Zuchthummeln sind sogar eine echte Gefahr geworden für heimische Populationen. Daher sollten sie eigentlich auch nicht aus den Gewächshäusern wo sie eingesetzt werden entkommen. Aber natürlich passiert das immer wieder.

    Dazu zum Beispiel diese Artikel:

    Zuchthummeln verbreiten Parasiten

    NABU Warum Zuchthummeln Schaden anrichten

    Laut dem NABU-Artikel werden mittlerweile Pro Jahr mindestens 1.000.000 Völker der dunklen Erdhummel gezüchtet und weltweit eingesetzt. Diese Populationen stammen ursprünglich aus der Türkei und Griechenland. Diese Art braucht also unsere Hilfe nicht, vielmehr stellt sie eine Gefahr dar, für andere lokale Arten. So sind in Nordamerika wohl schon einige Arten stark zurückgedrängt worden oder gar ausgestorben aufgrund der durch Zuchthummeln eingeschleppten Krankheiten/Parasiten.

    Ein Zitat aus dem NABU Artikel:

    “Die Hummelzucht braucht jährlich viele Tonnen Blütenpollen, diese werden den Bienen abgenommen, von Imkern aus ganz Europa. So können Krankheitserreger sehr einfach auf Hummeln übergehen und sich anpassen.

    Man muss eine Hummelzucht von innen gesehen haben, um sich vorstellen zu können wie dicht dort Volk an Volk in kleinen Plastikboxen steht. Übereinander, nebeneinander gestapelt, in fußballfeldgroßen Hallen.”

    Ich denke dazu gibt es mittlerweile auch noch viele andere Berichte. Die links sind nur beispielhaft und evtl. auch schon etwas älter, bei dem NABU Artikel steht leider kein Datum dabei.

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