Beiträge aus 2017

Tote Erdhummel im Vorbau Harald 28.04.2017 10:19

Hallo Zusammen,

leider wird das Wetter hier in Oberschwaben nicht besser, heute Morgen schon wieder weiß und jetzt Dauerregen wie die letzten 2 Tage und davor 2 Tage Schneefall der auch ganze zwei Tage liegen blieb.
Gestern lag meine zweite Erdhummel die ich erst vor einer Woche noch aktiv ansiedeln konnte tot im Vorbau.
Vermutlich verhungert! Eine Stecherei kann ich bei dem Wetter fast ausschließen!

Werde euch berichten welche meiner Hummeln das durchgestanden hat!

Gruß Harald

Tote Erdhummel im Vorbau - Zufütterung Bulli 28.04.2017 15:48
leider wird das Wetter hier in Oberschwaben nicht besser, heute Morgen schon
wieder weiß und jetzt Dauerregen wie die letzten 2 Tage und davor 2 Tage
Schneefall der auch ganze zwei Tage liegen blieb.

Hier möchte ich mal schreiben, wie ich mir die Sache mit den Hummeln zusammenreime aus den vielen Quellen, von denen ich sicherlich wieder einiges vergessen habe:

Bei oberirdischen Nistkästen folgt die Innentemperatur der Außentemperatur mit nur wenig Zeitverzug. Ich meine mich an 0,5 bis 2 Stunden zu erinnern. Ein Nest in einem natürlichen Mäusenest hat durchgängig die gleiche Temperatur. Weil Hummeln bei 5 bis 10 Grad Bodentemperatur aufwachen, wird die Bodentemperatur während der Brutphase der ersten Generation immer über 5 Grad liegen. Dringt kühle Luft durch den Eingangstunnel, werden die weiteren Eingänge des Nestes von den Königinnen zugeschoben und teilweise mit Baumaterial zugeklebt, um den Luftfluss zu bremsen.

Warum schreibe ich das ...
Kommt es zu Temperaturen unter 5 Grad Celsius sind die Hummeln in den Nistkästen den Hummeln in der Natur unterlegen. Die Larven können durch zu geringe Temperaturen Schaden erleiden. Dann kommt es (vielleicht) zu Larvenauswürfen. Darum wärmt die Königin in Nistkästen, während die Königinnen in natürlichen Nestern einfach nur energiesparend erstarren brauchen, denn 5-10 Grad Dauertemperatur können die Eier, Larven und Puppen locker ab.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Königinnen in Nistkästen würden zum Wärmen auf mindestens 5 Grad Celsius Nektarvorräte verbrauchen, bis nichts mehr da ist, während die in natürlichen Nestern sich schlafen legen können.

Genetisch vorgegeben wird das Verhalten sein, das sie in natürlichen Nestern mit nahezu gleichbleibenden Temperaturen zeigen.

Die schnellen Temperaturwechsel im Tag-Nacht-Rhythmus in Bereiche unter 5 Grad Celsius im Nistraum eines Hummelnistkastens sind nach meiner Meinung nicht sehr natürlich.

Ich glaube, dass der Nachteil sich im erhöhten Nektarverbrauch manifestiert.
Dieser Nachteil ist von Menschen gemacht, die Hummelförderung betreiben.
Darum glaube ich, dass an dieser Stelle ein Ausgleich zwischen menschlich angebotenen Nestern und von Mäusen angelegten Nestern durchaus legitim ist.

Weil bei tiefen Temperaturen der Nahrungsmangel fast schon impliziert ist, sehe ich zwei Möglichkeiten zum Ausgleich:
1. die Nistkästen elektrisch beheizen, wenn die Temperatur unter 5 Grad Celsius fällt.
2. Zufüttern mit Zuckerwasser, damit die Hummelkönigin genug Energie zur Verfügung hat, um selber zu heizen.

Einfach, aber täglich zu beobachten und zu säubern, wäre die Zufütterung.

Die Alten Hasen füttern schon zu, bevor überhaupt eine Hummel in den Nistkasten einzieht, indem sie durch einen Zuckerwasserspender im Innenkarton/Nistraum die Königin "bestechen" im Nistkasten zu bleiben.

Eberhard von Hagen füttert bis kurz vor Erscheinen der zweiten Generation und schleicht sich dann langsam aus der Zufütterung heraus. Michel schrieb am 20.04. auch davon und hatte noch einige Tipps, wie man Königinnen an Zufütterung heran führen kann.

Die Hummel läuft idealerweise über das Zuckerwasser. Dazu eignet sich z. B. eine 1/3 hohe Legoplatte, die im Vorbau quer vor dem Einflugloch liegt. Darauf dünn Zuckerwasser verteilen. Mehr in die Löcher. Daneben stellt man einen normal hohen Legostein voll mit Zuckerwasser. Die Geräte dann täglich austauschen und reinigen, damit das Zuckerwasser nicht verdirbt. Nicht zu hoher Zuckeranteil. Zum Kennenlernen lieber 15-25 % Zuckeranteil. Steinhummeln sind wählerischer als andere Hummeln. Wird das dann nicht angenommen, kann man noch irgendwas getränktes auf die 1/3 hohe Platte drauf legen, an das die Hummel mit den Fühlern stoßen kann. Über den Kontakt mit den Fühlern nimmt sie das Zuckerwasser wahr und sucht danach, nachdem sie ihre Fühler geputzt hat.

Übrigens. Der Vorbau wurde in den 70er Jahren von den Brüdern von Hagen entwickelt, um zufüttern zu können ohne immer den Nistraum zu öffnen. Sie hatten damals bei ihren Nistkästen unter den Einfluglöchern eine längere quadratische Leiste ( ca. 15 x 15 mm) angebracht. Darauf klebten sie eine Pappschachtel mit Loch an der hinteren Seite, einer halbkreisförmige Klappe an der Vorderseite und direkt an der Nistkastenfront seitlich ein kleines Ein- und Ausflugloch, das genau so breit war, wie die Leiste, die wie oben schon erwähnt die Anflugleiste war.

Als später das Anflugbrett breiter wurde, blieb lustigerweise das kleine seitliche quadratische Loch in der Ecke an der Nistkastenfront bis zur Einführung der Wachsmottenklappe erhalten.

So weit von mir.
Viele Grüße.

Bulli

Tote Erdhummel im Vorbau - Zufütterung Ziggy 28.04.2017 19:52
leider wird das Wetter hier in Oberschwaben nicht besser, heute Morgen schon
wieder weiß und jetzt Dauerregen wie die letzten 2 Tage und davor 2 Tage
Schneefall der auch ganze zwei Tage liegen blieb.

Hier möchte ich mal schreiben, wie ich mir die Sache mit den Hummeln zusammenreime aus den vielen Quellen, von denen ich sicherlich wieder einiges vergessen habe:

Bei oberirdischen Nistkästen folgt die Innentemperatur der Außentemperatur mit nur wenig Zeitverzug. Ich meine mich an 0,5 bis 2 Stunden zu erinnern. Ein Nest in einem natürlichen Mäusenest hat durchgängig die gleiche Temperatur. Weil Hummeln bei 5 bis 10 Grad Bodentemperatur aufwachen, wird die Bodentemperatur während der Brutphase der ersten Generation immer über 5 Grad liegen. Dringt kühle Luft durch den Eingangstunnel, werden die weiteren Eingänge des Nestes von den Königinnen zugeschoben und teilweise mit Baumaterial zugeklebt, um den Luftfluss zu bremsen.

Warum schreibe ich das ...
Kommt es zu Temperaturen unter 5 Grad Celsius sind die Hummeln in den Nistkästen den Hummeln in der Natur unterlegen. Die Larven können durch zu geringe Temperaturen Schaden erleiden. Dann kommt es (vielleicht) zu Larvenauswürfen. Darum wärmt die Königin in Nistkästen, während die Königinnen in natürlichen Nestern einfach nur energiesparend erstarren brauchen, denn 5-10 Grad Dauertemperatur können die Eier, Larven und Puppen locker ab.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Königinnen in Nistkästen würden zum Wärmen auf mindestens 5 Grad Celsius Nektarvorräte verbrauchen, bis nichts mehr da ist, während die in natürlichen Nestern sich schlafen legen können.

Genetisch vorgegeben wird das Verhalten sein, das sie in natürlichen Nestern mit nahezu gleichbleibenden Temperaturen zeigen.

Die schnellen Temperaturwechsel im Tag-Nacht-Rhythmus in Bereiche unter 5 Grad Celsius im Nistraum eines Hummelnistkastens sind nach meiner Meinung nicht sehr natürlich.

Ich glaube, dass der Nachteil sich im erhöhten Nektarverbrauch manifestiert.
Dieser Nachteil ist von Menschen gemacht, die Hummelförderung betreiben.
Darum glaube ich, dass an dieser Stelle ein Ausgleich zwischen menschlich angebotenen Nestern und von Mäusen angelegten Nestern durchaus legitim ist.

Weil bei tiefen Temperaturen der Nahrungsmangel fast schon impliziert ist, sehe ich zwei Möglichkeiten zum Ausgleich:
1. die Nistkästen elektrisch beheizen, wenn die Temperatur unter 5 Grad Celsius fällt.
2. Zufüttern mit Zuckerwasser, damit die Hummelkönigin genug Energie zur Verfügung hat, um selber zu heizen.

Einfach, aber täglich zu beobachten und zu säubern, wäre die Zufütterung.

Die Alten Hasen füttern schon zu, bevor überhaupt eine Hummel in den Nistkasten einzieht, indem sie durch einen Zuckerwasserspender im Innenkarton/Nistraum die Königin "bestechen" im Nistkasten zu bleiben.

Eberhard von Hagen füttert bis kurz vor Erscheinen der zweiten Generation und schleicht sich dann langsam aus der Zufütterung heraus. Michel schrieb am 20.04. auch davon und hatte noch einige Tipps, wie man Königinnen an Zufütterung heran führen kann.

Die Hummel läuft idealerweise über das Zuckerwasser. Dazu eignet sich z. B. eine 1/3 hohe Legoplatte, die im Vorbau quer vor dem Einflugloch liegt. Darauf dünn Zuckerwasser verteilen. Mehr in die Löcher. Daneben stellt man einen normal hohen Legostein voll mit Zuckerwasser. Die Geräte dann täglich austauschen und reinigen, damit das Zuckerwasser nicht verdirbt. Nicht zu hoher Zuckeranteil. Zum Kennenlernen lieber 15-25 % Zuckeranteil. Steinhummeln sind wählerischer als andere Hummeln. Wird das dann nicht angenommen, kann man noch irgendwas getränktes auf die 1/3 hohe Platte drauf legen, an das die Hummel mit den Fühlern stoßen kann. Über den Kontakt mit den Fühlern nimmt sie das Zuckerwasser wahr und sucht danach, nachdem sie ihre Fühler geputzt hat.

Übrigens. Der Vorbau wurde in den 70er Jahren von den Brüdern von Hagen entwickelt, um zufüttern zu können ohne immer den Nistraum zu öffnen. Sie hatten damals bei ihren Nistkästen unter den Einfluglöchern eine längere quadratische Leiste ( ca. 15 x 15 mm) angebracht. Darauf klebten sie eine Pappschachtel mit Loch an der hinteren Seite, einer halbkreisförmige Klappe an der Vorderseite und direkt an der Nistkastenfront seitlich ein kleines Ein- und Ausflugloch, das genau so breit war, wie die Leiste, die wie oben schon erwähnt die Anflugleiste war.

Als später das Anflugbrett breiter wurde, blieb lustigerweise das kleine seitliche quadratische Loch in der Ecke an der Nistkastenfront bis zur Einführung der Wachsmottenklappe erhalten.

So weit von mir.
Viele Grüße.

Bulli

He Bulli,
Sehr guter Nachhilfe Unterricht. You are The Winner. mfg Ziggy

Tote Erdhummel im Vorbau - Zufütterung Harald 02.05.2017 08:40

Hallo Bulli,

vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung und deine hilfreichen Tipps.

Leider haben nicht alle meine Hummeln das Zuckerwasser angenommen! Habe ein Zewastreifen in den Vorbau gelegt mit Zuckerwasser gedrängt und ein Legostein bereitgestellt und trotzdem sind sie daran vorbeigelaufen.
Die Baumhummeln haben es gleich angenommen, schade 5 weitere Ausfälle zu beklagen aber das Wetter in Oberschwaben war auch sehr schlecht und gestern auch schon wieder Dauerregen!
Gruß Harald

leider wird das Wetter hier in Oberschwaben nicht besser, heute Morgen schon
wieder weiß und jetzt Dauerregen wie die letzten 2 Tage und davor 2 Tage
Schneefall der auch ganze zwei Tage liegen blieb.

Hier möchte ich mal schreiben, wie ich mir die Sache mit den Hummeln zusammenreime aus den vielen Quellen, von denen ich sicherlich wieder einiges vergessen habe:

Bei oberirdischen Nistkästen folgt die Innentemperatur der Außentemperatur mit nur wenig Zeitverzug. Ich meine mich an 0,5 bis 2 Stunden zu erinnern. Ein Nest in einem natürlichen Mäusenest hat durchgängig die gleiche Temperatur. Weil Hummeln bei 5 bis 10 Grad Bodentemperatur aufwachen, wird die Bodentemperatur während der Brutphase der ersten Generation immer über 5 Grad liegen. Dringt kühle Luft durch den Eingangstunnel, werden die weiteren Eingänge des Nestes von den Königinnen zugeschoben und teilweise mit Baumaterial zugeklebt, um den Luftfluss zu bremsen.

Warum schreibe ich das ...
Kommt es zu Temperaturen unter 5 Grad Celsius sind die Hummeln in den Nistkästen den Hummeln in der Natur unterlegen. Die Larven können durch zu geringe Temperaturen Schaden erleiden. Dann kommt es (vielleicht) zu Larvenauswürfen. Darum wärmt die Königin in Nistkästen, während die Königinnen in natürlichen Nestern einfach nur energiesparend erstarren brauchen, denn 5-10 Grad Dauertemperatur können die Eier, Larven und Puppen locker ab.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Königinnen in Nistkästen würden zum Wärmen auf mindestens 5 Grad Celsius Nektarvorräte verbrauchen, bis nichts mehr da ist, während die in natürlichen Nestern sich schlafen legen können.

Genetisch vorgegeben wird das Verhalten sein, das sie in natürlichen Nestern mit nahezu gleichbleibenden Temperaturen zeigen.

Die schnellen Temperaturwechsel im Tag-Nacht-Rhythmus in Bereiche unter 5 Grad Celsius im Nistraum eines Hummelnistkastens sind nach meiner Meinung nicht sehr natürlich.

Ich glaube, dass der Nachteil sich im erhöhten Nektarverbrauch manifestiert.
Dieser Nachteil ist von Menschen gemacht, die Hummelförderung betreiben.
Darum glaube ich, dass an dieser Stelle ein Ausgleich zwischen menschlich angebotenen Nestern und von Mäusen angelegten Nestern durchaus legitim ist.

Weil bei tiefen Temperaturen der Nahrungsmangel fast schon impliziert ist, sehe ich zwei Möglichkeiten zum Ausgleich:
1. die Nistkästen elektrisch beheizen, wenn die Temperatur unter 5 Grad Celsius fällt.
2. Zufüttern mit Zuckerwasser, damit die Hummelkönigin genug Energie zur Verfügung hat, um selber zu heizen.

Einfach, aber täglich zu beobachten und zu säubern, wäre die Zufütterung.

Die Alten Hasen füttern schon zu, bevor überhaupt eine Hummel in den Nistkasten einzieht, indem sie durch einen Zuckerwasserspender im Innenkarton/Nistraum die Königin "bestechen" im Nistkasten zu bleiben.

Eberhard von Hagen füttert bis kurz vor Erscheinen der zweiten Generation und schleicht sich dann langsam aus der Zufütterung heraus. Michel schrieb am 20.04. auch davon und hatte noch einige Tipps, wie man Königinnen an Zufütterung heran führen kann.

Die Hummel läuft idealerweise über das Zuckerwasser. Dazu eignet sich z. B. eine 1/3 hohe Legoplatte, die im Vorbau quer vor dem Einflugloch liegt. Darauf dünn Zuckerwasser verteilen. Mehr in die Löcher. Daneben stellt man einen normal hohen Legostein voll mit Zuckerwasser. Die Geräte dann täglich austauschen und reinigen, damit das Zuckerwasser nicht verdirbt. Nicht zu hoher Zuckeranteil. Zum Kennenlernen lieber 15-25 % Zuckeranteil. Steinhummeln sind wählerischer als andere Hummeln. Wird das dann nicht angenommen, kann man noch irgendwas getränktes auf die 1/3 hohe Platte drauf legen, an das die Hummel mit den Fühlern stoßen kann. Über den Kontakt mit den Fühlern nimmt sie das Zuckerwasser wahr und sucht danach, nachdem sie ihre Fühler geputzt hat.

Übrigens. Der Vorbau wurde in den 70er Jahren von den Brüdern von Hagen entwickelt, um zufüttern zu können ohne immer den Nistraum zu öffnen. Sie hatten damals bei ihren Nistkästen unter den Einfluglöchern eine längere quadratische Leiste ( ca. 15 x 15 mm) angebracht. Darauf klebten sie eine Pappschachtel mit Loch an der hinteren Seite, einer halbkreisförmige Klappe an der Vorderseite und direkt an der Nistkastenfront seitlich ein kleines Ein- und Ausflugloch, das genau so breit war, wie die Leiste, die wie oben schon erwähnt die Anflugleiste war.

Als später das Anflugbrett breiter wurde, blieb lustigerweise das kleine seitliche quadratische Loch in der Ecke an der Nistkastenfront bis zur Einführung der Wachsmottenklappe erhalten.

So weit von mir.
Viele Grüße.

Bulli
Tote Erdhummel im Vorbau - Zufütterung Bulli 02.05.2017 21:07

Hallo Harald,

natürlich laufen sie dran vorbei, wenn ihnen der Zucker nicht im Weg steht.

Warum die Lego-Platte vor dem Flugloch?
Es ist ein fremder Gegenstand, der dazu führen kann, dass er erstmal betastet wird. Das wäre der Idealfall.
Die Hummel prüft häufiger am Tag, ob sie ausfliegen kann. Dazu rennt sie raus auf das Anflugbrett und macht wieder kehrt, wenn es zu schlechtes Wetter ist. Manchmal wird von kurzen Flügen geschrieben. Kurz gesagt, die Hummel verbringt eine Menge Zeit hinter dem Flugloch oder läuft häufig hindurch.
Jedes Mal hat die Hummel die Chance das Zuckerwasser zu bemerken. Ein Zewatuch wird vermutlich durch die Königin verschoben und hilft dann nicht mehr.
Die Strukturen der umgedrehten Lego-Platte findet die Königin auch beim Legostein wieder, wodurch sie vermutlich schneller umsteigen kann.

Hm. Zewa-Tuch.

Wie wär's wenn Du das Einflugloch teilweise mit einem in Zuckerwasser getränkten Wischtuch-Knäul blockierst?
Das wird vermutlich eine Sauerei. Aber wenn die Hummel das Knäul wegräumen will, wird sie mit den Mandiblen arbeiten. Dann könnte sie mit den Fühlern vielleicht Kontakt bekommen.

Vielleicht ist ein zweigleisiges Vorgehen in diesem Fall angesagt. Deine Hummeln werden schon einen Gang zwischen Nest und Einlaufschlauch angelegt haben. Den öffnest du dicht neben dem Nest. Da hinein dann einen 2x4 Legostein mit Zuckerwasser stellen ... äh ... drücken, damit die Hummel noch drüber laufen kann.
Da ist auch wieder die Hoffnung, dass beim Betasten des fremden Gegenstands oder bei der Reparatur des Tunnels die Hummel mal an das Zuckerwasser kommt.

Viele Grüße
Bulli

Tote Erdhummel im Vorbau - Zufütterung Harald 03.05.2017 08:56

Hallo Bulli,

vielen Dank für deine Tipps, werde heute es gleich mal bei meiner letzten verbliebenen Gartenhummel durchführen! Sonst meine Baumhummel geht es recht gut - schon ziemlich Flugverkehr!
Auch meine Erdhummeln nehmen jetzt das Zuckerwasser im Kasten an!
Aktueller Stand:
3 Baumhummeln mit Arbeiterinnen
1 Erdhummel mit Arbeiterinnen
1 Waldhummel (die tapferste von drei) - hier drücke ich besonders fest die Daumen!!
1 Gartenhummel die ich erst am Samstag bemerkte, späte Rückkehrerin - vermutlich Wetterbedingt da hier schon drei Ausfälle.
1 noch nicht gesehene Art - vermutlich eine Ackerhummel, da ich eine schon des Öfteren die Kästen anfliegen sah.
Hat sich jetzt für einen entschieden wo eine Waldhummel ausfiel!
Vielleicht wird es ja doch noch ein erfreuliches Hummeljahr!

Gruß Harald

Hallo Harald,

natürlich laufen sie dran vorbei, wenn ihnen der Zucker nicht im Weg steht.

Warum die Lego-Platte vor dem Flugloch?
Es ist ein fremder Gegenstand, der dazu führen kann, dass er erstmal betastet wird. Das wäre der Idealfall.
Die Hummel prüft häufiger am Tag, ob sie ausfliegen kann. Dazu rennt sie raus auf das Anflugbrett und macht wieder kehrt, wenn es zu schlechtes Wetter ist. Manchmal wird von kurzen Flügen geschrieben. Kurz gesagt, die Hummel verbringt eine Menge Zeit hinter dem Flugloch oder läuft häufig hindurch.
Jedes Mal hat die Hummel die Chance das Zuckerwasser zu bemerken. Ein Zewatuch wird vermutlich durch die Königin verschoben und hilft dann nicht mehr.
Die Strukturen der umgedrehten Lego-Platte findet die Königin auch beim Legostein wieder, wodurch sie vermutlich schneller umsteigen kann.

Hm. Zewa-Tuch.

Wie wär's wenn Du das Einflugloch teilweise mit einem in Zuckerwasser getränkten Wischtuch-Knäul blockierst?
Das wird vermutlich eine Sauerei. Aber wenn die Hummel das Knäul wegräumen will, wird sie mit den Mandiblen arbeiten. Dann könnte sie mit den Fühlern vielleicht Kontakt bekommen.

Vielleicht ist ein zweigleisiges Vorgehen in diesem Fall angesagt. Deine Hummeln werden schon einen Gang zwischen Nest und Einlaufschlauch angelegt haben. Den öffnest du dicht neben dem Nest. Da hinein dann einen 2x4 Legostein mit Zuckerwasser stellen ... äh ... drücken, damit die Hummel noch drüber laufen kann.
Da ist auch wieder die Hoffnung, dass beim Betasten des fremden Gegenstands oder bei der Reparatur des Tunnels die Hummel mal an das Zuckerwasser kommt.

Viele Grüße
Bulli
Zufütterung Michel 03.05.2017 11:24

Warum nicht mit Laborduranglas wie weiter unten beschrieben? Wird in Nestnähe sehr gut angenommen und ist auch für Ameisen schwieriger zu finden als ein Legostein im Vorbau. Legobausteine wurden bei mir so gut wie nie angenommen, nur von einer großen Anzahl von Arbeiterinnen.

Vor allem mit getränkten Tüchern und so bleiben immer Zuckerrückstände im Vorbau, was Ameisen gerne annehmen und welche dann zur Plage werden können (wenn Völker noch klein sind).

Königinnen sind sehr nesttreu, wenn sie einmal Brutwaben haben. Darum spricht an sich nichts gegen die Fütterung direkt am Nest. In kalten Brutnächten krabbelt die Königin auch nicht in den Vorbau. Auch dann ist die Fütterung direkt am Nest sinnvoll, da die Tiere sich auch dann dort Nahrung holen.

Muss demnächst mal ein Video dazu posten, vielleicht verdeutlicht das etwa besser, was ich meine...

Beste Grüße,
Michel

Zufütterung Jannis 04.05.2017 13:42
Warum nicht mit Laborduranglas wie weiter unten beschrieben? Wird in Nestnähe sehr gut angenommen und ist auch für Ameisen schwieriger zu finden als ein Legostein im Vorbau. Legobausteine wurden bei mir so gut wie nie angenommen, nur von einer großen Anzahl von Arbeiterinnen.

Vor allem mit getränkten Tüchern und so bleiben immer Zuckerrückstände im Vorbau, was Ameisen gerne annehmen und welche dann zur Plage werden können (wenn Völker noch klein sind).

Königinnen sind sehr nesttreu, wenn sie einmal Brutwaben haben. Darum spricht an sich nichts gegen die Fütterung direkt am Nest. In kalten Brutnächten krabbelt die Königin auch nicht in den Vorbau. Auch dann ist die Fütterung direkt am Nest sinnvoll, da die Tiere sich auch dann dort Nahrung holen.

Muss demnächst mal ein Video dazu posten, vielleicht verdeutlicht das etwa besser, was ich meine...

Beste Grüße,
Michel

Was ist denn ein Laborduranglas? Ein Laborglas aus Duran? Davon gibt es doch tausende. Welches davon ist denn für die Fütterung geeignet? Ein Link, Bezugsquelle, bzw. eine Artikelnummer wäre nett.

Besten Gruß
Jannis

Zufütterung - Was ist ein Laborduranglas? Bulli 04.05.2017 21:48
Was ist denn ein Laborduranglas? Ein Laborglas aus Duran? Davon gibt es doch tausende. Welches davon ist denn für die Fütterung geeignet? Ein Link, Bezugsquelle, bzw. eine Artikelnummer wäre nett.

Genau wegen solcher Fragen, umgehe ich das Thema Laborduranglas. Es kauft eben kaum jemand das teure Standardwerk Hagen Aichhorn 2014. Lieber werden die billigen Bücher bzw E-Reader-Bücher aus Großbritannien gekauft.

Laborduranglas:

Dieser Ausdruck wurde von Eberhard von Hagen geprägt. Er nutzt ihn für die Charakterisierung seines Fütterungsbehälters, der ein gläserner Behälter mit Rundboden ist. Die Höhe beträgt 200 mm, der Durchmesser 28 mm. An der Öffnung oben ist ein Glasgewinde mit einem luftdichten Schraubverschluss GL 32 mit Dichteinlage. Seitlich unten kurz über dem Rundboden lässt er sich von einem Glasmacher ein 0,5 bis 1 mm großes Loch einschmelzen. Bei manchen lässt er den Glaskörper um 100-120 Grad Winkel abknicken.
Beschreibung ab Seite 167 im Hagen Aichhorn 2014.

Zufütterung - Was ist ein Laborduranglas? Jannis 04.05.2017 22:06
Was ist denn ein Laborduranglas? Ein Laborglas aus Duran? Davon gibt es doch tausende. Welches davon ist denn für die Fütterung geeignet? Ein Link, Bezugsquelle, bzw. eine Artikelnummer wäre nett.

Genau wegen solcher Fragen, umgehe ich das Thema Laborduranglas. Es kauft eben kaum jemand das teure Standardwerk Hagen Aichhorn 2014. Lieber werden die billigen Bücher bzw E-Reader-Bücher aus Großbritannien gekauft.

Laborduranglas:

Dieser Ausdruck wurde von Eberhard von Hagen geprägt. Er nutzt ihn für die Charakterisierung seines Fütterungsbehälters, der ein gläserner Behälter mit Rundboden ist. Die Höhe beträgt 200 mm, der Durchmesser 28 mm. An der Öffnung oben ist ein Glasgewinde mit einem luftdichten Schraubverschluss GL 32 mit Dichteinlage. Seitlich unten kurz über dem Rundboden lässt er sich von einem Glasmacher ein 0,5 bis 1 mm großes Loch einschmelzen. Bei manchen lässt er den Glaskörper um 100-120 Grad Winkel abknicken.
Beschreibung ab Seite 167 im Hagen Aichhorn 2014.

Da wirst du dich aber wundern, dass ich das Buch hier habe. Natürlich kenne ich die Gläser, wie man sie auch bei Harry Abraham bekommt. Der Begriff ist trotzdem Unsinn.

Zufütterung - Was ist ein Laborduranglas? Bulli 04.05.2017 23:46

Das Laborduranglas hat verschiedene Bezeichnungen:

- Zentrifugenglas mit Gewinde und Schraubkappe, nach DIN 58970 (Teil 2)
- Schraubglas mit Rundboden
- Rundbodenglas nach DIN 58970 (Teil 2)
- Gewindeglas mit Rundboden
- Schraubgewindeglas mit Rundboden

Empfohlene Glassorte:
- Duran(R) / Boro 3.3

@Michel
Mich überrascht, dass das Laborduranglas schneller angenommen wird als Legosteine.
Bei dem Laborduranglas kann man vieles falsch machen. Ich habe mal versucht die Packung einer Vanilleschote zu benutzen. Die ist aus Kunststoff, so dass das Loch einfach eingebrannt oder gebohrt werden kann. Es funktionierte zuerst, aber nach einigen Stunden fing diese Version an zu tröpfeln. Ich erkläre mir das so, dass zu Anfang ein wenig Feuchtigkeit am Stopfen war (kein Schraubverschluss), die durch ihre Oberflächenspannung feinste Öffnungen um den Stopfen verschloss. Irgendwann war die Feuchtigkeit weg getrocknet und dann konnte die Luft nachströmen.
Auch sind Reagenzgläser mit Korkstopfen ungeeignet.
Selbst in Schraubkappen können PE-Scheiben oder Zellstoff-/Pappdichtungen eingebaut sein, die Luft durchlassen.

Außerdem lecken die Labordurangläser, wenn die Temperatur steigt. Die Luftblase dehnt sich aus und drückt die Flüssigkeit aus der Öffnung. Im oberirdischen Nistkasten steigt die Temperatur rund 10-14 Stunden lang an. In der anderen Zeit wird Luft in das Laborduranglas gezogen.
Bei 10 ml Luftblasengröße und einem Temperaturanstieg über den Tag von 12 Grad, pumpt der Wärmeausdehnungskoeffizient ca. 0,4 ml Zuckerwasser aus dem Laborduranglas.
Diese Theorie ist für Hummelfreunde zu trocken, so dass E. von Hagen lediglich empfiehlt einen Legostein unter das Laborduranglas zu stellen, um diese Tropfen aufzufangen (Hagen Aichhorn 2014:167).
Wenn die Königin das Laborduranglas gefunden hat, wird sie die 0,4 ml verbrauchen, bevor sie raus suppen.
Ist die Luftblase aber 20 ml groß, suppt vermtl. zu viel Zuckerwasser heraus für eine Königin.
Darum empfiehlt E. von Hagen zuerst Legosteine zu verwenden und erst später in der sozialen Phase des Nestes die Labordurangläser zu nutzen.

Eventuell kann flüssigkeitsliebendes Nistmaterial durch Kapillareffekte Flüssigkeit heraus saugen. Aber das wäre zu prüfen.

Nun ist der Text doch ein bisschen lang geworden.

Viele Grüße
Bulli

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Marek 29.04.2017 14:30

Hallo,
hab mir aus ner alten Styroporkiste vom Angeln, Gartenteichschlauch und Netzgitter so nen Hummelkasten gemacht. Hab gelesen wie man die Königin reinmacht aber wegen Maloche konnt ich keine suchen gehen. Hab meine Tochter aber versprochen das wir Hummeln haben. Hab dann welche gekauft (fast 100 Tacken!!!)
So und nun kommts. Ich krieg die und die sind in so nem Plastigkäfig und passen ja nicht ins Haus. Innen drin wo das Nest ist das war da in den Korb reingeklippt. (und die riechen echt heftig!) Hab das von unten losgeprockelt und das dann in mein Hummelkasten getan. Das Hummeln nix tun ist dick gelogen! Hab 13!!!! Stiche und das tut echt weh! Wer das auch mal machen will echt vorsichtig sein oder son Bienenanzug tragen. So. Andere Hummeln hab ich dann auch reingeschüttet Sofawolle drüber und Deckel druff. Heute morgen schau ich und keine Hummeln fliegen da rein oder raus obwohl sicher so 12 Grad. Hab sicher ne Stunde gekuckt und dann mal in den Kasten und die waren sofort wieder aggro.
Kommen die da noch raus oder raffen die nicht wie das geht durch den Schlauch? Mein 100 Euro ist ja echt heftig viel Kohle aber ist ja auch Scheisse für die Hummeln wenn die da nicht rauskommen.

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Luc 29.04.2017 18:43

Übrigens,
gekaufte Hummeln sind ein Risiko für die vorhandene Hummelfauna.
Zum einem wegen der Hybridisierung, zum anderen sind Infektionen möglich.
Wer Natur- u. Hummelfreund ist, soll keinesfalls gekaufte Hummeln in die Landschaft ausbringen.
Anscheinend sind die Gierigen grundsätzlich nicht lernfähig, oder kennen den Begriff 'Neozooen' nicht!!

Luc

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Ziggy 30.04.2017 11:55
Übrigens,
gekaufte Hummeln sind ein Risiko für die vorhandene Hummelfauna.
Zum einem wegen der Hybridisierung, zum anderen sind Infektionen möglich.
Wer Natur- u. Hummelfreund ist, soll keinesfalls gekaufte Hummeln in die Landschaft ausbringen.
Anscheinend sind die Gierigen grundsätzlich nicht lernfähig, oder kennen den Begriff 'Neozooen' nicht!!

Luc

He Marek,
hört sich ja wild an mach einfach den Schlauch weg und alles andere und versuch den Kasten nur mit der Öffnung gegen Wetter zu schützen. Vieleicht haste Glück und alles läuft wieder normal.
...versuch mal ein Foto bei Pollenhöschen/Hummelfoto reinzustellen,dannkönnen wir dir besser helfen.
Ziggy

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Bulli 30.04.2017 13:53

Entschuldigung happyfan.

Hallo Marek,

gestern war ich zu verärgert über deine - kreative - Lösung, als dass ich was hätte schreiben sollen.
Dein Einsatz in allen Ehren, aber die Zuchthummeln sind nur Dunkelheit gewöhnt.
Wenn sie zur Bestäubung kommen, richten sie sich nach ihren Instinkten. Das heißt, dort wo Licht ist, geht es raus. Dort wo schwarz ist, geht es weiter weg vom Licht.
Sie suchen das Licht nur oben. Sie rechnen nicht damit, dass unten der Zugang zum Licht sein könnte.

Darum sind bei den Zuchtkisten die Einfluglöcher oben dicht unter Deckel und der Ausgang, der nur ein Eingang ist, hat eine schwarze Einweg-Klappe. Ach ja, und darum haben die Zuchthummeln keinen Teichschlauch vor dem Einflug.

In deinem Fall werden sie in der Styroporbox an den Seitenwänden unter dem Deckel hängen oder rund herum um die Lüftungslöcher.

Stimmt's?

Die Lösung - ganz einfach - mache das Nest dunkler als das wenige Licht, das durch den Teichschlauch fällt.

Ach, ja. Vorher noch überprüfen ob der Teichschlauch frei von Schnecken, Spinnen, Kieseln, Wasser usw ist.

Zum Abdecken kannst du eine Teichfolie nehmen oder drei bis vier Decken. Aber wirklich alles lichtdicht machen.
Kein Licht darf mehr rein kommen.

Wenn die nach zwei Stunden nicht den Ausgang gefunden haben, dann den Schlauch kürzen auf ca. 30 cm.
Wenn nach weiteren zwei Stunden noch nichts passiert, ist vielleicht die Polsterwolle nicht richtig gelegt. Wenn die Polsterwolle noch in einem Stück Stoff im Kasten liegt, dann muss sie fein verzupft werden, damit die Hummeln das Material herumwuchten können. Außerdem sind alle langen Fäden von mehr als 20 mm Länge und alle Nylon-Fäden zu entfernen. Alte Hasen nehmen dazu einen Kamm aus Nägeln oder eine kleine Drahtbürste.

Dann noch eins. Die Hummeln, die beim Öffnen immer wieder entweichen, die finden nicht mehr zurück. Ihnen muss der Einlaufschlauch gezeigt werden. Von Einsetzhilfe und Zustopfen des Einflugloches hast du schon gelesen. Genau so kann man das auch mit Arbeiterinnen machen, die verzweifelt ihr Nest suchen.

Wenn du öfter in den Nistkasten hinein sehen möchtest, empfehle ich eine hummeldicht eingebaute Plexiglas-Platte.
Damit kann man den Hummeln auch beibringen, dass sie sich nicht aufregen müssen, wenn es mal plötzlich hell wird oder jemand am Nistkasten ruckelt.
Die Hummeln laufen dann nämlich den Nistraum ab und so lange die Plexiglasplatte da ist, denken sie alles ist tutti. Nach dem zwanzigsten Mal geht dann niemand mehr kontrollieren.

Echt, mann.
Musste das sein?

Die Nistkästen vom Züchter sind so gemacht, dass die Hummeln intuitiv ausfliegen können. Sie kennen nix außer einer kleinen Box. Und raus geht es nach oben, wo es hell ist.

Demnächst, lass die Kiste heile und stell' sie einfach so auf. Pflastersteine an die Seiten, eine Gehwegplatte oder große Fliese drauf und gut ist's.

Viele Grüße

Bulli

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus happyfan 01.05.2017 17:35

Hallo Bulli-alles o.k.
Echt mutig, zu diesem Elend überhaupt etwas beizutragen.

Bin zwar selber recht kreativ, aber auf manche Ideen würde nicht mal ich kommen.
Einen schönen restlichen Feiertag noch und LG
vom happyfan

Entschuldigung happyfan.

Hallo Marek,

gestern war ich zu verärgert über deine - kreative - Lösung, als dass ich was hätte schreiben sollen.
Dein Einsatz in allen Ehren, aber die Zuchthummeln sind nur Dunkelheit gewöhnt.
Wenn sie zur Bestäubung kommen, richten sie sich nach ihren Instinkten. Das heißt, dort wo Licht ist, geht es raus. Dort wo schwarz ist, geht es weiter weg vom Licht.
Sie suchen das Licht nur oben. Sie rechnen nicht damit, dass unten der Zugang zum Licht sein könnte.

Darum sind bei den Zuchtkisten die Einfluglöcher oben dicht unter Deckel und der Ausgang, der nur ein Eingang ist, hat eine schwarze Einweg-Klappe. Ach ja, und darum haben die Zuchthummeln keinen Teichschlauch vor dem Einflug.

In deinem Fall werden sie in der Styroporbox an den Seitenwänden unter dem Deckel hängen oder rund herum um die Lüftungslöcher.

Stimmt's?

Die Lösung - ganz einfach - mache das Nest dunkler als das wenige Licht, das durch den Teichschlauch fällt.

Ach, ja. Vorher noch überprüfen ob der Teichschlauch frei von Schnecken, Spinnen, Kieseln, Wasser usw ist.

Zum Abdecken kannst du eine Teichfolie nehmen oder drei bis vier Decken. Aber wirklich alles lichtdicht machen.
Kein Licht darf mehr rein kommen.

Wenn die nach zwei Stunden nicht den Ausgang gefunden haben, dann den Schlauch kürzen auf ca. 30 cm.
Wenn nach weiteren zwei Stunden noch nichts passiert, ist vielleicht die Polsterwolle nicht richtig gelegt. Wenn die Polsterwolle noch in einem Stück Stoff im Kasten liegt, dann muss sie fein verzupft werden, damit die Hummeln das Material herumwuchten können. Außerdem sind alle langen Fäden von mehr als 20 mm Länge und alle Nylon-Fäden zu entfernen. Alte Hasen nehmen dazu einen Kamm aus Nägeln oder eine kleine Drahtbürste.

Dann noch eins. Die Hummeln, die beim Öffnen immer wieder entweichen, die finden nicht mehr zurück. Ihnen muss der Einlaufschlauch gezeigt werden. Von Einsetzhilfe und Zustopfen des Einflugloches hast du schon gelesen. Genau so kann man das auch mit Arbeiterinnen machen, die verzweifelt ihr Nest suchen.

Wenn du öfter in den Nistkasten hinein sehen möchtest, empfehle ich eine hummeldicht eingebaute Plexiglas-Platte.
Damit kann man den Hummeln auch beibringen, dass sie sich nicht aufregen müssen, wenn es mal plötzlich hell wird oder jemand am Nistkasten ruckelt.
Die Hummeln laufen dann nämlich den Nistraum ab und so lange die Plexiglasplatte da ist, denken sie alles ist tutti. Nach dem zwanzigsten Mal geht dann niemand mehr kontrollieren.

Echt, mann.
Musste das sein?

Die Nistkästen vom Züchter sind so gemacht, dass die Hummeln intuitiv ausfliegen können. Sie kennen nix außer einer kleinen Box. Und raus geht es nach oben, wo es hell ist.

Demnächst, lass die Kiste heile und stell' sie einfach so auf. Pflastersteine an die Seiten, eine Gehwegplatte oder große Fliese drauf und gut ist's.

Viele Grüße

Bulli
Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Manfred 01.05.2017 20:20

Hallo Bulli,

dass die Hummeln nicht ausfliegen muss einen anderen Grund haben als von dir angenommen.
Wenn ich Hummeln umsiedle, finden die Sammlerinnen am kommenden Morgen den Ausgang ohne Probleme.
Ich vermute, dass bei den Zuchthummeln Pollen und Nektar beigefügt ist und daher zunächst gar kein Grund besteht auszufliegen.

Gruß
Manfred

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Bulli 02.05.2017 20:29

Hallo Manfred,

das hatte ich auch überlegt.
Du bist wahrscheinlich über die aggro Hummeln am nächsten Tag gestolpert. Ja, das weist auf Zuckerwasserversorgung hin. Aber wer legt einen Zuckerwassertank ohne den Plastikkäfig oder wenigstens den Plastikkäfigboden rein, wenn der Tank durch Druck oder durch Kontakt des Saugdochts zu irgendetwas anfängt unkontrolliert zu suppen.

Weil Marek nur vom losprockeln schrieb, was sich eindeutig auf die Platte mit der Wabe bezog, habe ich mich daran gehalten. Vom Futter für den Versand schrieb er nichts.

Ich dachte darum, wenn die Hummeln so aggro sind, also agil sind, warum kommen sie nicht aus dem Schlauch heraus?

Hoffentlich schreibt Marek wie es jetzt läuft.

Viele Grüße

Bulli

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus marek 04.05.2017 10:35
Hallo Manfred,

das hatte ich auch überlegt.
Du bist wahrscheinlich über die aggro Hummeln am nächsten Tag gestolpert. Ja, das weist auf Zuckerwasserversorgung hin. Aber wer legt einen Zuckerwassertank ohne den Plastikkäfig oder wenigstens den Plastikkäfigboden rein, wenn der Tank durch Druck oder durch Kontakt des Saugdochts zu irgendetwas anfängt unkontrolliert zu suppen.

Weil Marek nur vom losprockeln schrieb, was sich eindeutig auf die Platte mit der Wabe bezog, habe ich mich daran gehalten. Vom Futter für den Versand schrieb er nichts.

Ich dachte darum, wenn die Hummeln so aggro sind, also agil sind, warum kommen sie nicht aus dem Schlauch heraus?

Hoffentlich schreibt Marek wie es jetzt läuft.

Viele Grüße

Bulli

Also Hummeln kamen doch noch raus am nachmittag. Zuckerwasser war auch bei aber mit Deckel drauf. hab ich aufgeschraubt und die haben das natürlich getrunken dann. in den kasten hab ich dann die waben getan mit diesem kleinen plastik unten weil ich die waben nicht abbrechen will. den zuckerwassertank natürlich nicht der ist auch zu gross. jetzt ist alles cool. morgends waren noch hummeln neben dem kasten von der nacht wo ich die da rein gemahct habe und dann hab ich das gemacht wie mit der königin mit ner spritze rein aber die kamen wieder raus und wollten das nicht. als dann nachmittags die hummeln aus dem kasten losgeflogen sind ging es plötzlich. einige sind sogar von alleine rein!

Warum soll man keine hummeln kaufen wenn die gesund sind? hab ja von einer deutschen firma und mit anderen tieren macht man das doch auch so dass man züchtet und die dann freilässt.

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Ziggy 06.05.2017 19:41
Hallo Manfred,

das hatte ich auch überlegt.
Du bist wahrscheinlich über die aggro Hummeln am nächsten Tag gestolpert. Ja, das weist auf Zuckerwasserversorgung hin. Aber wer legt einen Zuckerwassertank ohne den Plastikkäfig oder wenigstens den Plastikkäfigboden rein, wenn der Tank durch Druck oder durch Kontakt des Saugdochts zu irgendetwas anfängt unkontrolliert zu suppen.

Weil Marek nur vom losprockeln schrieb, was sich eindeutig auf die Platte mit der Wabe bezog, habe ich mich daran gehalten. Vom Futter für den Versand schrieb er nichts.

Ich dachte darum, wenn die Hummeln so aggro sind, also agil sind, warum kommen sie nicht aus dem Schlauch heraus?

Hoffentlich schreibt Marek wie es jetzt läuft.

Viele Grüße

Bulli


Also Hummeln kamen doch noch raus am nachmittag. Zuckerwasser war auch bei aber mit Deckel drauf. hab ich aufgeschraubt und die haben das natürlich getrunken dann. in den kasten hab ich dann die waben getan mit diesem kleinen plastik unten weil ich die waben nicht abbrechen will. den zuckerwassertank natürlich nicht der ist auch zu gross. jetzt ist alles cool. morgends waren noch hummeln neben dem kasten von der nacht wo ich die da rein gemahct habe und dann hab ich das gemacht wie mit der königin mit ner spritze rein aber die kamen wieder raus und wollten das nicht. als dann nachmittags die hummeln aus dem kasten losgeflogen sind ging es plötzlich. einige sind sogar von alleine rein!

Warum soll man keine hummeln kaufen wenn die gesund sind? hab ja von einer deutschen firma und mit anderen tieren macht man das doch auch so dass man züchtet und die dann freilässt.

Hallo Marek,
da müsstest du dich mal einlesen was es mit den Zuchthummeln auf sich hat.
ist nicht mit einigen Sätzen getan. In den Zuchtstationen gibt es einige Parasiten und Viren die nur dort vorkommen. In Nordamerika und anderswo sind nachweislich sehr viele Hummelarten um nicht zu sagen alle durch die Zuchthummeln verseucht und fast alle reduziert oder ausgestorben.

Weil das Virus und Verhalten der Zuchtis einfach in der Natur nicht vorkommen. In der Schweiz sind schon seit einigen Jahren Importe mit Königinnen total Verboten es ging sogar soweit das sie alle getötet werden sobald der Job getan ist. OK lange Rede Langer Sinn hoffe du hast Spaß mit deinen
Hummeln und kaufst keine mehr denn wenn du mehr Kästen aufstellst kommen die Lokalen Wildbienen zu dir von ganz alleine sie sind schützenswert. mit freundlichen Grüßen Ziggy

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Manfred 07.05.2017 17:14

Hallo Ziggy,

ich glaube du unterschätzt die Verbreitung von Zuchthummeln. Sie werden längst nicht mehr nur in Gewächshäusern und Folientunneln eingesetzt. Im Alten Land kommen mittlerweile jährlich ein paar Hundert Völker zur Bestäubung der Obstkulturen zum Einsatz also komplett im Freiland. Über die konkreten Auswirkungen müssten einmal wissenschaftliche Untersuchungen angestellt werden.
Inwieweit das Entwichen von Jungköniginnen unterbunden wird (was ja mit mechanischen Sperren relativ einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen ist) weiß ich nicht.

Gruß
Manfred

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Ziggy 07.05.2017 18:38
Hallo Ziggy,

ich glaube du unterschätzt die Verbreitung von Zuchthummeln. Sie werden längst nicht mehr nur in Gewächshäusern und Folientunneln eingesetzt. Im Alten Land kommen mittlerweile jährlich ein paar Hundert Völker zur Bestäubung der Obstkulturen zum Einsatz also komplett im Freiland. Über die konkreten Auswirkungen müssten einmal wissenschaftliche Untersuchungen angestellt werden.
Inwieweit das Entwichen von Jungköniginnen unterbunden wird (was ja mit mechanischen Sperren relativ einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen ist) weiß ich nicht.

Gruß
Manfred

Hallo Manfred,

die Zuchtbetriebe schreiben natürlich das sie nur völker ohne Königinnen ausliefern.
...was aber nicht der Fall ist mittlerweile gibt es mehrere Anbieter und da ist die Mutter auch dabei.
Da ist wieder mal der Gesetzgeber gefragt.
Ich glaube aber Marek wird nächstes Jahr keine mehr kaufen,das wäre ja schon was!!!
mit freundlichen Grüßen Ziggy

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Michel 08.05.2017 09:36

Solange es keine "Mischarten" sind, sondern natürlich vorkommende Arten, sollte es ja keine nennenswerten Probleme machen und die Zucht könnte vielleicht sogar den Rückgang einiger Arten entgegenwirken. Allerdings züchtet man ja meistens die Terrestris. Wegen ev. Krankheiten: schlimmer als teils bei der modernen Imkerei wird es auch nicht sein, und da sind einige Viren vorhanden sind, die - übertragen von Bienen - nachweislich auch Hummeln schaden...

Sehe das Ganze also halb so wild, solange man - wie gesagt - bei natürlich vorkommenden Arten bleibt.

Ergänzung: Michel 08.05.2017 09:45

Das Vorkommen von gefährlichen Viren in solchen Völkern liegt übrigens auch oft an der Verwendung von Honigbienen bei der Unterstützung einzelner Hummelköniginnen am Anfang. Da müsste man einfach die Zuchtbedingungen optimieren. Die Übertragung dieser Viren finden allerdings, bedingt durch eine sehr hohe Durchseuchung von Bienen bspw. mit dem DWV dank Varoa, im Sommer auch in der Natur auf gerade spätere Hummelvölker statt. Da Imkerei aber weit stärker betrieben wird als die Bestäubung von Pflanzen mit Zuchthummeln, sehe ich in Letzerem nicht unbedingt das primäre Problem...

Bestellte Hummeln fliegen nicht raus Ziggy 08.05.2017 21:42
Solange es keine "Mischarten" sind, sondern natürlich vorkommende Arten, sollte es ja keine nennenswerten Probleme machen und die Zucht könnte vielleicht sogar den Rückgang einiger Arten entgegenwirken. Allerdings züchtet man ja meistens die Terrestris. Wegen ev. Krankheiten: schlimmer als teils bei der modernen Imkerei wird es auch nicht sein, und da sind einige Viren vorhanden sind, die - übertragen von Bienen - nachweislich auch Hummeln schaden...

Sehe das Ganze also halb so wild, solange man - wie gesagt - bei natürlich vorkommenden Arten bleibt.

Hallo Michel,
mag ja alles sein wie schon erwähnt Lange Rede langer Sinn. Nachweisbar ist daß Zuchthummeln nicht mehr mit den natürlichen Arten auf gleicher Stufe stehen. Und schlimmer als in der Imkerei ist es schon,
weil es viel weniger Hummeln gibt. Langsam werden die Honigbienen sowiso ausgetauscht es werden schon andere Königinnen gezüchtet die sich besser wehren und bei kälteren Wetter schon ausfliegen.. siehe die schwarze Honigbiene und Wildbienen. mfg Ziggy

Einsatz Bi 58 happyfan 01.05.2017 17:20

Hallo,
heute habe ich eine Gespräch aufgeschnappt, dass hier in der unmittelbaren Umgebung zu meinem im Aufbau befindlichen Insektenparadies jemand Bi 58 an seine Fingerhut-Pflanzen gegossen haben soll, in die angeblich schwarze Käfer große Löcher reingefressen haben.
Mir ist richtig schlecht geworden.
Kann diese Aktion meinen Nützlingen schaden? Zwar blüht der Fingerhut ja noch nicht, aber bleibt das Gift nicht bis dahin in der Pflanze?
Ich kann´s ja nicht rückgängig machen; aber die Sorge um meine Pummelchen und die anderen Nützlinge im Garten treibt mich um.
So wie im Großen Ganzen wird hier im kleinen Gärtchen Schindluder anscheinend unbekümmert mit der Umwelt getrieben.

Mir fehlen einfach die Worte!!!!!!!
LG

Einsatz Bi 58 Bulli 03.05.2017 22:50

Hallo happyfan,

wenn es nach Dosierungsvorschrift angerührt und ausgebracht wurde, wird es in 14 Tagen nicht mehr gefährlich für Hummeln sein.
Wenn's überdosiert wurde, entsprechend länger.

Quelle: BioBest, Side-Effects Manual, Wirkstoff: Dimethonat

Viele Grüße

Bulli

Einsatz Bi 58 Michel 04.05.2017 10:00

Viel dramatischer ist das Ausbringen von dem Zeug während der Rosenblüte gegen Blattlausbefall. Zumal sich viele nicht um Dosierungsvorschriften kümmern. Leider sieht man das immer noch viel zu oft...

Einsatz Bi 58 happyfan 04.05.2017 13:36

Hallo Bulli, hallo Michel, danke für Eure Info.

Ich wünschte mir von ganzem Herzen, dass solches Zeug garnicht mehr zum Einsatz kommen sollte. Aber heutzutage ist es anscheinend einfacher, schnell mal ein paar Euro für Chemie locker zu machen als sich mit den Kindern hinzusetzen und biologischen Pflanzenschutz zu erklären und anzuwenden.
LG

Einsatz Bi 58 Bulli 04.05.2017 21:38

Hallo,

gerade mal im I-Net gesucht. Ein Zusammenhang von Löchern im Digitalis und schwarzen Käfern ... nix gefunden. Die haben eher Probleme mir Raupen und Schnecken, gegen die das Mittel wohl eher nicht wirkt. Für beißende Insekten oder Schnecken gibt es vom Hersteller andere Mittel.

Viele Grüße
Bulli

Einsatz Bi 58 Christian 04.05.2017 14:55

Die Löcher hat mein Fingerhut auch, komisch, dass da jemand das Geld für ausgibt. Habe eh den Verdacht dass die Kleingärtner mehr Gift verteilen, als die Landwirte. Hat mich in diesem Jahr ne Baumhummelkönigin und damit ein ganzes Volk gekostet.

Suche Forenteilnehmer Bernhard 01.05.2017 20:35

Liebe Hummelbegeisterte,

ich bin nach Schließung des Forums bei "aktion-hummelschutz" auf der Suche nach einem User. Hat jemand eine Ahnung, wo ich den User "odins_auge" finde? Falls sich jemand angesprochen fühlt, bitte eine Nachricht an mich. Ich hätte eine Lösung für das Hummelüberwachungskamerathema.

Gruß,

Bernhard

Suche Forenteilnehmer KiGaZw 02.05.2017 00:14

Hallihallo!

Ich kann Dir zwar leider nicht helfen, aber das ist derzeit genau mein Thema. Ich baue derzeit etwas auf Raspberry-Basis. Bitte gerne hier oder auch bei mir im Forum Deinen Vorschlag schreiben. Das interessiert nicht nur mich! Ich denke der Betreffende wird früher oder später hier oder bei mir aufschlagen. Gibt ja leider nur noch zwei deutschsprachige Hummelforen im Netz.

Grüße KiGaZw (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Suche Forenteilnehmer Bernhard 02.05.2017 16:20

Ein freundliches Hallo zurück :-)

Mein Problem in den vergangenen Jahren war ja, dass ich nicht ständig vor meinen Kästen sitzen konnte und deshalb nicht wusste, wann genau eine von den Mädels eingezogen ist. (Die Mehlmethode war hilfreich, aber auch nicht das Gelbe vom Ei.)

Also - man geht ja mit der Zeit - war der Plan, das ganze mit Video zu machen. Und so habe ich mehrere Stunden Video aufgenommen und im Schnelldurchlauf am Abend durchgesehen. Im Ergebnis wusste ich in etwa, wer eingezogen war. Aussagen über Flughäufigkeit, Polleneintrag etc. waren so nur bedingt möglich. Das Schlimmste ... die Videoschauerei kostet Kraft und Zeit!!! Dafür hätte man ja eigentlich die Maschinen...

Im Internet fand ich bei Oachkatzl-Cam (externer Link, nicht mehr verfügbar) einen Ansatz. Mit einem Raspberry sollte so etwas ja realisierbar sein. Aber nach eingehender Lektüre muss ich feststellen, dass das technisch schon sehr tief geht ... wozu mir momentan weniger die Lust als vielmehr die Zeit und Muße fehlt.

Aber dann habe ich etwas gefunden, was kurzfristig realisierbar und preislich überschaubar ist; und im Ergebnis genau das liefert, was ich will: MotionEyeOS (- https://github.com/ccrisan/motioneyeos/releases) auf dem Raspberry! Das System wird als Image-Datei heruntergeladen und nimmt mit nicht einmal 100 MByte kaum Platz auf der Speicherkarte weg. Eine einfache WebCam, die zuhause noch rumlag, am USB eingesteckt und schon war das System fertig. Theroretisch könnten bis zu vier Webcams eingesteckt werden ... was dann die Performance macht, kann ich allerdings (noch) nicht sagen. Das beste an diesem System ist die Bewegungserkennung. Meine Kamera nimmt genau den Bereich um die Hummelklappe auf. Das heißt, eine Bewegung wird nur durch die ein- und ausfliegenden Hummeln ausgelöst.
Und so habe ich jetzt ein Bewegungsprofil der eingezogenen Damen :-).

Wer sich ein wenig mit Computer und Video auskennt, wird damit schnell klar kommen. Es ist kein Hexenwerk und auch ein EDV-Studium ist überflüssig.

Bei Fragen darf auch gerne eine PN an mich geschrieben werden, Anschauungsmaterial ist genügend vorhanden :-)

Gruß,

Bernhard

Suche Forenteilnehmer schoepfer 02.05.2017 20:16

Hallo Zusammen.

Ich beobachte nun im dritten Jahr meine Hummeln mit Hilfe von Kameras.
Dafür habe ich eine Synology mit mehreren Kameras. Wenn diese richtig Positioniert sind, kann
die Bewegungserkennung der Surveillance Station die Hummeln erkennen.
Zudem habe ich dieses Jahr in die Kästen USB-Kameras gelegt, die ich ans Smartphone anschliessen kann und somit auch einen View in den Kasten habe.
https://goo.gl/iPkZC4

gruss schoepfer

Suche Forenteilnehmer - Nistkastencam Motionfan 03.05.2017 10:57
...MotionEyeOS...

Ein System mit Motion (mittels Linux) läuft bei mir schon einige Jahre für Vogelnistkästen und auch seit ein paar Jahren für den Hummelkasten. Dort natürlich nur am Eingang. Läuft super und ist fürs Zählen absolut ausreichend.

Im Kasten wird es schon schwierig und ist nicht so ohne weiteres ohne viel Aufwand machbar. Im Prinzip könnte man es aber auch dafür verwenden, ob sich dann der Erfolg einstellt sei mal dahingestellt.
Man sollte sich im Klaren darüber sein, die Kamera einmal ein- und auszurichten und dann nicht mehr anzufassen. Ein dauerhaftes Korrigieren würde ein permantes Rumrühren im Kasten mit Störungen der Hummeln bedeuten. Das sollte ja nicht im Sinne der Hummeln. Und ob sich dann aber die Hummeln am Kamerastandort orientieren... ;-).

Suche Forenteilnehmer odins_auge 02.05.2017 20:37
Liebe Hummelbegeisterte,

ich bin nach Schließung des Forums bei "aktion-hummelschutz" auf der Suche nach einem User. Hat jemand eine Ahnung, wo ich den User "odins_auge" finde? Falls sich jemand angesprochen fühlt, bitte eine Nachricht an mich. Ich hätte eine Lösung für das Hummelüberwachungskamerathema.

Gruß,

Bernhard

Hallo Bernhard,
Sind gerade dabei eine Kamera zu programmieren.
Du erreichst mich unter gumlorenz@t-online.de
odins_auge

Suche Forenteilnehmer odins_auge 03.05.2017 09:29
Liebe Hummelbegeisterte,

ich bin nach Schließung des Forums bei "aktion-hummelschutz" auf der Suche nach einem User. Hat jemand eine Ahnung, wo ich den User "odins_auge" finde? Falls sich jemand angesprochen fühlt, bitte eine Nachricht an mich. Ich hätte eine Lösung für das Hummelüberwachungskamerathema.

Gruß,

Bernhard

Hallo Bernhard,
Sind gerade dabei eine Kamera zu programmieren.

Wir hoffen bald testen zu können. Leider gibt es bei uns nur wenig Königinnen in diesem Jahr.

odins_auge
Fachrat Biologie Projekt Hummeln Susanna 04.05.2017 15:27

Hallo wir brauchen eure Hilfe!
Ich bin im Biologie Fachrat meiner Uni und wir haben uns vor kurzem einen Hummelkasten gekauft und ihn auf dem Unigelände platziert. Den Hummeln scheint es aber nicht sonderlich gut zugehen und im Hummelkasten wurden auch schon Bienen gesichtet. Habt ihr Ratschläge, was wir mit den Hummeln machen können, wie wir den Hummeln helfen können?

Ich habe mich mit dem Thema noch nicht so viel beschäftigt und würde mich über jeden Ratschlag sehr freuen. Meine Emailadresse lautet susannakampe@yahoo.de

Liebe Grüße
Susanna

Fachrat Biologie Projekt Hummeln Jannis 04.05.2017 15:49
Hallo wir brauchen eure Hilfe!

Gerne.

Den Hummeln scheint es aber nicht sonderlich gut zugehen und im Hummelkasten wurden auch schon Bienen gesichtet.

Und wie kommst du zu dieser Annahme?

Ich bin im Biologie Fachrat meiner Uni und wir haben uns vor kurzem einen Hummelkasten gekauft und ihn auf dem Unigelände platziert.

Ihr kauft euch einen Hummelkasten (was für einen?) und habt ihn wo genau platziert?

Ich habe mich mit dem Thema noch nicht so viel beschäftigt und würde mich über jeden Ratschlag sehr freuen.

Meine Emailadresse lautet susannakampe@yahoo.de
Im Fachbereich Biologie habt ihr keinen Plan von Hummeln, niemand ist verantwortlich(?) aber ihr stellt einen Kasten auf? Zu welchem Zweck?
Und um zu zeigen, dass du nicht trollst, kannst du auch deine @uni-irgendwas Adresse angeben.

Habt ihr Ratschläge, was wir mit den Hummeln machen können, wie wir den Hummeln helfen können?

Sie in Ruhe zu lassen, bis du a) jemanden vor Ort mit Ahnung findest b) du hier das Problem genauer beschrieben hast.

Hilfe! Was hat sie? Bernhard 05.05.2017 18:47

Hilfe!

Könnt Ihr Euch bitte hier

https://www.dropbox.com/sh/6t69zqrcrubq907/AABUSMKyh2mePFAFHgtrhTa8a?dl=0

einmal die Aufnahmen anschauen und mir sagen, was sie hat?

Das ist die letzte, die in diesem Jahr noch in meinen Kästen verblieben ist. Eine Baumhummel, die die letzten Tage sehr fleissig eingetragen hat. Heute um kurz vor sechs war ihre letzte Rückkehr zum Nest. Gegen Mittag habe ich vorsichtig im Kasten nachgesehen und sie lag abwehrbereit (?) am Eingang zur Nestkugel da, wirkte aber sehr entkräftet. Zuckerwasser hat sie sofort und begierig angenommen und sich danach wieder in die Tiefen zurückgezogen. Geflogen ist nicht mehr. Und als ich gerade eben nachgesehen habe ... dieses merkwürdige Verhalten. Ich habe den Eindruck, dass das vordere Beinpaar nicht mehr funktioniert. Sie war im Nest sehr träge ... in der Sonne wurde sie sehr aktiv, aber wirkte nicht zielgerichtet. Sie nimmt jetzt auch kein Zuckerwasser mehr an?!

Parasit? Vergiftung?

Bitte klärt mich auf...

Danke! Bernhard

Hilfe! Was hat sie? Uschi 05.05.2017 20:19

Hallo Bernhard,

da sie vor der Nestkugel lag, tippe ich mal auf einen Übernahmeversuch durch eine andere Königin,
oder durch eine Kuckuckshummel.

Es wäre möglich, dass sie Stiche durch die andere Königin abbekommen hat und durch den Kampf
geschwächt ist.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sie sich wieder erholt.

Viele Grüße

Uschi

Übernahmeversuch Luca 05.05.2017 21:51
Hallo Bernhard,

da sie vor der Nestkugel lag, tippe ich mal auf einen Übernahmeversuch durch eine andere Königin,
oder durch eine Kuckuckshummel.

Es wäre möglich, dass sie Stiche durch die andere Königin abbekommen hat und durch den Kampf
geschwächt ist.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sie sich wieder erholt.

Viele Grüße

Uschi

Hallo,
denke auch, dass es sich um eine Übernahme handelt.
Hier wurde eine Wiesenhummel (Rückkehrerin) abgestochen, welche sich ähnlich verhielt wie deine, und ganz apathisch außerhalb der Nestkugel herumgeirrt ist. Ich nahm sie aus dem Kasten und setzte sie in eine blühende Polsterstaude, wo sie sich am ehesten hätte eigenständig erholen können. Gesehen habe ich sie nie wieder. Habe noch nie erlebt, dass eine Hummel/Wespe den Stich einer Konkurrentin überlebt hat.
Dafür kam kurze Zeit nach Herausnehmen der Wiesenhummel eine Baumhummel zielstrebig in den Kasten, welche heuer die einzige erfolgreiche von vier Nestgründungen war. Es besteht durchaus Hoffnung auf einen Nachfolger. Ist er von der gleichen Art, dann ist es möglich, dass nicht nur Kasten, sondern auch Brut übernommen wird.

Daumen sind gedrückt!

Übernahmeversuch Bernhard 06.05.2017 08:22

Danke für Eure Antworten.

Einen Übernahmeversuch kann ich ausschließen. Der Kasten ist kameraüberwacht. Außer ihr flog niemand ein...

Bernhard

P.S. Sie lebt noch ... reagiert aber kaum.