Beiträge aus 2017

Frage zu Baumhummeln Fienchen 17.04.2017 21:41

Hallo,

hab heute entdeckt, dass einer meiner beiden Kästen von einer Baumhummelkönigin angeflogen wird. Auf diese Art war ich eigentlich nie besonders aus. Nunja, jetzt ist sie drin und darf natürlich bleiben, kommt hier nicht allzu oft vor.

Da immer wieder über die Aggressivität dieser Völker berichtet wird stelle ich mir nun einige Fragen:
Direkt daneben hab ich einen weiteren Kasten. Dort fliegt seit einigen Tagen eine Erdhummel oder Gartenhummel (dann wäre es eine Rückkehrerin) ein. Genauer konnte ich es noch nicht beobachten, hatte wenig Zeit und das Wetter ist auch nicht grad hummelig. Die Einfluglöcher liegen quasi nur 20 cm auseinander. Wenn die Baumhummeln Wächterinnen aufstellen, attakieren die dann auch die eventuell nebenan einfliegenden anderen Arbeiterinnen?
Bisher war das nie ein Problem (Gartenhummel, Ackerhummel, Erdhummel, Steinhummel hatte ich alles schon in wechselnden Konstellationen in direkter Nachbarschaft).

Aus lauter Respekt vor den Baumhummeln bzw. deren Ruf habe ich heute - ganz gegen meine Erfahrung - den Innenkasten bereits rausgeholt als die Königin ausgeflogen war. Ich möchte einfach vermeiden unnötig den Kasten später öffnen zu müssen. Bei anderen Artein ist das ja kein Problem, aber nun? Naja, jedenfalls hat sich die Baumhummel davon nicht sonderlich beeindrucken lassen. Musste drin vermutlich ein bissl suchen, aber wird schon geklappt haben. Ich arbeite grundsätzlich mit releativ wenig Füllung.

Gebt mir doch bitte mal kurz ein Fazit zu "euren" Baumhummelvölkern.

Danke,
Bettina

Frage zu Baumhummeln KiGaZw 17.04.2017 22:03

Baumhummeln, freue Dich. So viel Bewegung an der Hummelklappe hast Du noch nie gesehen. Ein kleines Baumhummelvolk ist genau so friedlich wie jedes andere Hummelvolk.

Ich hatte schon einige große Baumhummelvölker. Die Wächterinnen verteidigen Ihr Nest nur in extremen Situationen. Das heißt an den paar Tagen im Jahr an denen es um die 38 Grad und mehr im Schatten hat. Und auch nur, wenn das Volk schon sehr fortgeschritten ist. Die Hitze macht ihnen zu schaffen und dann werden die Damen leicht angriffslustig. Ich habe übrigens keinen Imkeranzug und bin noch nie von einer Baumhummel gestochen worden.

Umliegende Völker, die bei mir auch nur etwa einen Meter Abstand haben wurde noch nie attackiert.

Keine Angst, sie sind nicht so "schlimm" wie ihr Ruf.

Grüße KiGaZw (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Frage zu Baumhummeln Harald 18.04.2017 08:29

Hallo,

habe die letzten Jahre auch immer Baumhummeln gehabt und muss auch sagen hatte noch keine Probleme mit ihnen. Habe sie immer sogar über den Vorbau gefüttert und noch keine schmerzhafte Begegnungen erfahren.
Man muss einfach etwas ruhiger und langsamer bewegen wie bei anderen Rassen!
Und es ist immer was los - ...
Gruß Harald

Frage zu Baumhummeln Wilhelm 18.04.2017 08:41

Hallo Fienchen
ich kann deinen Respekt vor Baumhummeln teilen, möchte aber keine Ängste schüren, denn es gibt da bestimmt unterschiedliche Agressive Tiere. Wenn du kannst stelle die Nistkästen auseinander oder drehe oder tausche einen Vorbau, daß die beiden Fluglöcher nicht gegeneinander stehen oder stelle ein Holzbrett zwischen beide Nistkästen dann ist kein direkter Sichtkontakt vorhanden. Aber freue dich auch einmal diese Art bei dir zu haben das macht das ganze noch eimal interessanter. Ich habe dieses Jahr auch wieder zwei Selbsansiedlungen von Baumhummeln eine auf ca.1,20 und die andere ganz unten auf 20cm höhe da hat aber eine Wiesenhummel weichen müssen und diese stürmt beim geringsten geräusch heraus und umschwirrt den Nistkasten. Baumhummeln auf 20cm Nistplatzsuche finde ich auch schon mal ganz interessant werde sie aber umsetzten müssen da der Nistkasten für die kleine Wiesenhummel ausgelegt ist. Ich bin jetzt schon neugierig auf deine weiteren Berichte mit den Baumhummeln.
Gruß Wilhelm

Frage zu Baumhummeln Uschi 18.04.2017 09:42
Hallo Fienchen

ich kann wirklich nichts negatives über die Baumhummeln berichten. Ich hatte vor 2 Jahren Baumhummeln in einem meiner Kästen. Sie waren nicht aggressiver als andere Arten, ausgenommen bei Hitze, da waren sie etwas nervöser. Auch ich konnte sie über den Vorbau ganz normal füttern, nur eben nicht in der Mittagshitze - sondern morgens, wenn es noch etwas kühler war. Freue dich über diese Ansiedlung, denn zum beobachten sind sie wirklich ein tolles Volk. Leider gab es bei mir keine Rückkehrerinnen.

Ich wünsche dir viel Freude damit......

Viele Grüße

Uschi

Frage zu Baumhummeln/Danke! Fienchen 18.04.2017 10:22

Hallo zusammen,

da habt ihr mich erst einmal ein bisschen beruhigt. Das mit dem Brettchen zwischen den Kästen ist eine gute und schnell umsetzbare Idee wenn es da Probleme geben sollte. Vielleicht mache ich in den nächsten Tagen mal ein Foto und stelle es hier ein (muss ich gucken, ob ich das hinbekomme, lege ich mir sicher wieder die Karten ;-)
Die Einfluglöcher sind schon echt dicht beisammen.

Jetzt habe ich nur noch eine Denk Hummelburg frei (Ja, ich weiss, die hat keine Klappe u.s.w., aber in meinen ersten beiden Hummeljahren hatte ich immer offene Kästen und die waren trotz allem erfolgreich) unter einer Konifere. Die ist aber vermutlich eher was für Mäuse. Obwohl für Acker oder Wiesenhummel wäre die perfekt. Letztes Jahr war da eine tote Wiesenhummel drin. Schade, die hatte die Burg selbst gefunden, wer weiss warum sie dann starb.

Gruß von Bettina

Frage zu Baumhummeln/Verschollen Fienchen 29.04.2017 15:15

Hallo,

damit wird es wohl nix mit meinem ersten Baumhummelvolk. Die Königin ist verschollen. Das Wetter war aber auch nicht gerade toll in den letzten Tagen. Dann bleibt es wohl in diesem Jahr bei einem Erdhummelvolk. Da fliegen aber seit 2 Tagen Arbeiterinnen.
Jetzt soll es nochmal etwas wärmer und sonniger werden. Aber ich glaube nicht, dass noch suchende Königinnen unterwegs sein werden.
SCHADE!

Gruß Bettina

Frage zu Baumhummeln/Verschollen Harald 02.05.2017 08:27

Hallo Bettina,

doch es sind noch suchende Hummeln unterwegs!! Am Sonntag habe ich viel Zeit verbracht und meine Hummelkästen inspiziert.
Bei mir sind 5 Hummeln ausgefallen (Stein, 2 Garten und 2 Waldhummeln)
Trotzdem konnte ich einer suchen Ackerhummel zuschauen wie sie einige leere Hummelhäuser inspizierte und sich schließlich für eins entschieden hat. Und es war noch eine Gartenhummel unterwegs die auch noch einen Kasten angenommen hat in der eine Waldhummel ausgefallen war!
Also nicht aufgeben!

Gruß Harald

Hallo,

damit wird es wohl nix mit meinem ersten Baumhummelvolk. Die Königin ist verschollen. Das Wetter war aber auch nicht gerade toll in den letzten Tagen. Dann bleibt es wohl in diesem Jahr bei einem Erdhummelvolk. Da fliegen aber seit 2 Tagen Arbeiterinnen.
Jetzt soll es nochmal etwas wärmer und sonniger werden. Aber ich glaube nicht, dass noch suchende Königinnen unterwegs sein werden.
SCHADE!

Gruß Bettina
Frage zu Baumhummeln Michel 18.04.2017 15:21

Habe seit Jahren immer wieder Baumhummeln, und kann die oft besagte hohe Aggressivität im Vergleich zu den anderen Arten so nicht bestätigen. Die Hummeln sind sehr temperamentvoll und schwärmen bei Nestkontrollen ab, allerdings haben eher wenige Tiere eine wirkliche Stechabsicht. Fand große Völker der Erdhummel oft wesentlich wehrhafter, da dort viel mehr Tiere wirklich zum Stechen abflogen und sich in der Kleidung verbissen haben.

Bei heißem Wetter sollte man etwas aufpassen (wie bei anderen Arten und Wespen auch). Zudem macht es einen Unterschied, ob das Nest bodennah ist oder in einem Vogelkasten in einigen Metern Höhe. Letzteres führt oft zu etwas wehrhafteren Völkern.

Hoffe meine beiden Baumhummelköniginnen (Rückkehrer) halten aus, bei 0 Grad und Schneefall haben es die beiden nicht leicht derzeit. Füttere daher auch zu...

Baumhummeln sind schöne Arten, und kommen oft gut zurück. Von daher viel Spaß mit denen :)

Baumhummelarbeiterinnen fliegen Harald 18.04.2017 08:39

Hallo Zusammen,

auch bei mir fliegen die ersten Baumhummelarbeiterinnen seit dem 10 März.
Mittlerweile schon die zweite Brut unterwegs.
So früh hatte ich auch noch keine Arbeiterinnen.
Bei meiner Erdhummel sollte es jetzt auch so weit sein!
Vielleicht spielt natürlich der Wetterumschwung eine Rolle?

Gruß Harald

Zwischenstand Harald 18.04.2017 09:11

Hallo Zusammen,

da ich letzte Woche Urlaub hatte, konnte ich mich mehr um die Hummeln kümmern und kann folgender Zwischenstand berichten.
Mittlerweile sind 11 von Zwölf Kästen belegt.
3 x Baumhummeln mit Arbeiterinnen (Selbstansiedlung/Rückkehrerinnen)
1 x Erdhummel (Aktiv), sollten bald Arbeiterinnen fliegen, seit Ansiedlung 23 Tage.
2 x Gartenhummel (Selbst/Rückkehrerin)
1 x Steinhummel (Rückkehrerin/Okkupantin - hat ein besetzter Kasten einer Baumhummel übernommen!)
3 x Waldhummel (Aktive Ansiedlung von möglichen Rückkehrerinnen die immer um die Standorte gesucht haben)
1 x Ackerhummel (Aktiv)

Nun ist es sehr kalt und heute liegt leider Schnee und Temperaturen um die 0°C und starker Wind.
Hoffe nun dass es nicht zu viele Ausfälle kommt, da es doch schön ist viele verschiedene Rassen zu haben und zu fördern!

Grüße aus Oberschwaben

Zwischenstand Christoph 18.04.2017 18:20

Sagenhaft, was Du alles hast!
Ich hatte Startschwierigkeiten im März, nur halbe Orientierungsflüge. Dann einige gute Tage mit 4 Königinnen in Kästen und 1 hinter einem Kasten unter dem Schuppen. Habe 5 Kästen.

Jetzt Schnee- und Graupelschauer, 1 bis 2 Grad. An keinem Kasten rührt sich was, wenn ich dranklopfe. Ich vermute, dass sie ausgeflogen sind und vom Wetter erwischt wurden. Trotz Zuckerwasser in Legosteinen. Schade.

Ich habe dieses Jahr noch keine Gartenhummel gesehen, sonst recht viele Erdhummeln, Baumhummeln, Ackerhummeln, Wiesenhummeln und Steinhummeln.

Schon traurig, dieser heftige und voraussichtlich länger anhaltende Wintereinbruch.
Viele Grüße
Christoph

Zwischenstand Harald 19.04.2017 08:33

Hallo Christoph,

letztes Jahr war es genauso aber da kam auch ein Wetterumschwung und es viel die Hälfte aus!
Das Wetter ist schon zum heulen, heute Morgen -1°C und wieder 5cm Neuschnee und morgen soll es nochmals
schneien,...
Hoffe nur dass nicht alle ausfallen - möchte gerne wieder von jeder eine durchbringen! (Wald/Stein/Garten/Ackerhummel) Leider nehmen die Königinnen kein Zuckerwasser an, schade!

Die Baumhummeln sind hier einfach robuster und nehmen immer sofort das Zuckerwasser an und haben natürlich vom milden März profitiert!

Viel Glück und schöne weiße Grüße aus Oberschwaben

Sagenhaft, was Du alles hast!
Ich hatte Startschwierigkeiten im März, nur halbe Orientierungsflüge. Dann einige gute Tage mit 4 Königinnen in Kästen und 1 hinter einem Kasten unter dem Schuppen. Habe 5 Kästen.

Jetzt Schnee- und Graupelschauer, 1 bis 2 Grad. An keinem Kasten rührt sich was, wenn ich dranklopfe. Ich vermute, dass sie ausgeflogen sind und vom Wetter erwischt wurden. Trotz Zuckerwasser in Legosteinen. Schade.

Ich habe dieses Jahr noch keine Gartenhummel gesehen, sonst recht viele Erdhummeln, Baumhummeln, Ackerhummeln, Wiesenhummeln und Steinhummeln.

Schon traurig, dieser heftige und voraussichtlich länger anhaltende Wintereinbruch.
Viele Grüße
Christoph
Die Natur stagniert - Muss zugefüttert werden? Bulli 19.04.2017 23:10

Hallo an alle Hummelfreunde und Hummelhalter - Humker.

Gestern Nacht gab es Frost, auch Schnee und heute Nacht soll es noch schlimmer kommen.

Durch das kühle Wetter der letzten Tage stagniert die Natur.
Blüten werden nicht gebildet und die vorhandenen Blüten haben vermutlich kaum Nektar.

Durch den Frost werden Knospen absterben, so dass die nächsten Tage keine neuen Blüten kommen werden.

1. Welche Pflanzen bieten denn jetzt noch Nektar?

2. Wann habt Ihr angefangen in den Hummelnistkästen zuzufüttern? Wechselt ihr die Gefäße täglich oder alle zwei Tage?

3. Wieviel verzehrt eine Hummelkönigin pro Tag?
Ich las mal was von 0,2 Gramm Zucker ... was 0,8 ml 25prozentige Zuckerlösung entspricht.

4. Die oberirdischen Hummelkästen folgen der Außentemperatur ziemlich schnell. Lohnt es sich Wärmekissen einzulegen?

5. Lohnt es sich Pflanzenattrappen mit Zuckerwasser aufzustellen? Ich bin mir unsicher, weil Hummeln bei schlechtem Wetter kaum neue Pflanzen erkunden. Konkurrenz durch Honigbienen sind ja eher kein Problem.

Viele Grüße

Bulli

PS:
Schade, dass Cornel das Forum geschlossen hat.

Die Natur stagniert - Muss zugefüttert werden? Harald 20.04.2017 08:38

Hallo Bulli,

viel kannst du nicht machen. Auch ich versuche den Hummeln Zuckerlösung anzubieten aber viele Arten sind hier sehr wählerisch. Außer Baumhummeln nehmen bei mir keine andere Art (Wald, Garten, Stein sogar Erdhummel) keine das Zuckerwasser an. Erst wenn die ersten Arbeiterinnen fliegen!
Wir können nur hoffen und Daumen drücken dass das Wetter wieder besser wir.
Bei uns in Oberschwaben (Sigmaringen) hatte es heute -5°C und die letzten zwei Tage Schneeregen, Schnee und Graupelschauern - wahrlich kein Hummelwetter!
Werde heute mal nachschauen ob einige dem schlechten Wetter Tribut zollten.

Gruß Harald

Die Natur stagniert - Muss zugefüttert werden? Luca 20.04.2017 15:47

Hallo,

Gestern Nacht gab es Frost, auch Schnee und heute Nacht soll es noch schlimmer kommen.
Auch hier gab es Frost (-2 C) und auch Schneeschauer, dieser blieb aber nur in höheren Lagen liegen.
Durch das kühle Wetter der letzten Tage stagniert die Natur.
Hier sind die Schäden durch die letzte Nacht enorm. Weinreben sind alle abgefroren, allgemein sind die recht weit entwickelten Austriebe (durch warmen März und Anfang April) nicht ohne erhebliche Schäden davon gekommen. Während einige Pflanzen schlaff hängen, als fehle Ihnen Wasser (hier hoffe ich auf Erholung der Triebe), sind andere Pflanzen, teils ganze Bäume (besonders Walnuss) komplett braun. Sogar recht geschützt stehende Farne wechselten die Laubfarbe von hellgrün zu braun-schwarz. Einige Hochsommertrachten (v.A Sträucher (Mönchspfeffer und Asiatisches Gelbholz) werden dieses Jahr nicht blühen können.
Blüten werden nicht gebildet und die vorhandenen Blüten haben vermutlich kaum Nektar.
Durch den Frost werden Knospen absterben, so dass die nächsten Tage keine neuen Blüten kommen werden.

1. Welche Pflanzen bieten denn jetzt noch Nektar?
Hier sind wahrscheinlich die meisten Pflanzen ausgenommen die schon vor einem Monat blühten. Gundermann, Lungenkraut werden vornehmlich beflogen, wobei ersterer am Verblühen ist. Obstbaumblüte ist hier größtenteils vorüber (grüne Kirschen wurden über Nacht braun, während die Austriebe noch recht gut aussehen. Allgemein sehe ich nicht so viele Hummeln im Garten wie noch vor kurzem, da diese nun an den Massentrachten (Raps 200m entfernt, und Kastanien, welche den Frost recht gut verkraftet haben) sind.
2. Wann habt Ihr angefangen in den Hummelnistkästen zuzufüttern? Wechselt ihr die Gefäße täglich oder alle zwei Tage?
von 4 Nestgründungen war nur eine erfolgreich. Erste Arbeiterinnen fliegen bei einer Baumhummel. Das Futter haben sie noch nicht entdeckt. Aber wenn man provozieren möchte, dass Hummeln es entdecken, kann man den Legostein in ihren Laufweg stellen. Dieser wird dann überklettert und sie haben direkten Kontakt. Man sollte aber nicht so weit gehen, dass der Stein zum unüberwindbaren Hinderniss wird ;)
4. Die oberirdischen Hummelkästen folgen der Außentemperatur ziemlich schnell. Lohnt es sich Wärmekissen einzulegen?
Bei Hummeln habe ich keine Erfahrungen diesbezüglich. Bei einer Wespe tat ich es letztes Jahr und die ersten Arbeiterinnen kamen einige Tage vorm üblichen Schnitt. Notwendig ist es aber nicht.
5. Lohnt es sich Pflanzenattrappen mit Zuckerwasser aufzustellen? Ich bin mir unsicher, weil Hummeln bei schlechtem Wetter kaum neue Pflanzen erkunden. Konkurrenz durch Honigbienen sind ja eher kein Problem.
Keine Ahnung
PS:
Schade, dass Cornel das Forum geschlossen hat.
Ja, ziemlich, weiß man weswegen genau?

Viele Grüße, Luca

Die Natur stagniert - Muss zugefüttert werden? happyfan 21.04.2017 13:04

Hallo Luca,

zum Thema:

PS:
Schade, dass Cornel das Forum geschlossen hat.
Ja, ziemlich, weiß man weswegen genau?

vielleicht hat Stefan eine Info.
LG

Gestern Nacht gab es Frost, auch Schnee und heute Nacht soll es noch schlimmer kommen.

Auch hier gab es Frost (-2 C) und auch Schneeschauer, dieser blieb aber nur in höheren Lagen liegen.

Durch das kühle Wetter der letzten Tage stagniert die Natur.

Hier sind die Schäden durch die letzte Nacht enorm. Weinreben sind alle abgefroren, allgemein sind die recht weit entwickelten Austriebe (durch warmen März und Anfang April) nicht ohne erhebliche Schäden davon gekommen. Während einige Pflanzen schlaff hängen, als fehle Ihnen Wasser (hier hoffe ich auf Erholung der Triebe), sind andere Pflanzen, teils ganze Bäume (besonders Walnuss) komplett braun. Sogar recht geschützt stehende Farne wechselten die Laubfarbe von hellgrün zu braun-schwarz. Einige Hochsommertrachten (v.A Sträucher (Mönchspfeffer und Asiatisches Gelbholz) werden dieses Jahr nicht blühen können.

Blüten werden nicht gebildet und die vorhandenen Blüten haben vermutlich kaum Nektar.

Durch den Frost werden Knospen absterben, so dass die nächsten Tage keine neuen Blüten kommen werden.

1. Welche Pflanzen bieten denn jetzt noch Nektar?

Hier sind wahrscheinlich die meisten Pflanzen ausgenommen die schon vor einem Monat blühten. Gundermann, Lungenkraut werden vornehmlich beflogen, wobei ersterer am Verblühen ist. Obstbaumblüte ist hier größtenteils vorüber (grüne Kirschen wurden über Nacht braun, während die Austriebe noch recht gut aussehen. Allgemein sehe ich nicht so viele Hummeln im Garten wie noch vor kurzem, da diese nun an den Massentrachten (Raps 200m entfernt, und Kastanien, welche den Frost recht gut verkraftet haben) sind.

2. Wann habt Ihr angefangen in den Hummelnistkästen zuzufüttern? Wechselt ihr die Gefäße täglich oder alle zwei Tage?


von 4 Nestgründungen war nur eine erfolgreich. Erste Arbeiterinnen fliegen bei einer Baumhummel. Das Futter haben sie noch nicht entdeckt. Aber wenn man provozieren möchte, dass Hummeln es entdecken, kann man den Legostein in ihren Laufweg stellen. Dieser wird dann überklettert und sie haben direkten Kontakt. Man sollte aber nicht so weit gehen, dass der Stein zum unüberwindbaren Hinderniss wird ;)

4. Die oberirdischen Hummelkästen folgen der Außentemperatur ziemlich schnell. Lohnt es sich Wärmekissen einzulegen?

Bei Hummeln habe ich keine Erfahrungen diesbezüglich. Bei einer Wespe tat ich es letztes Jahr und die ersten Arbeiterinnen kamen einige Tage vorm üblichen Schnitt. Notwendig ist es aber nicht.


5. Lohnt es sich Pflanzenattrappen mit Zuckerwasser aufzustellen? Ich bin mir unsicher, weil Hummeln bei schlechtem Wetter kaum neue Pflanzen erkunden. Konkurrenz durch Honigbienen sind ja eher kein Problem.

Keine Ahnung


PS:
Schade, dass Cornel das Forum geschlossen hat.
Ja, ziemlich, weiß man weswegen genau?


Viele Grüße, Luca
Die Natur stagniert - Muss zugefüttert werden? Ziggy 29.04.2017 10:18
Hallo,


Gestern Nacht gab es Frost, auch Schnee und heute Nacht soll es noch schlimmer kommen.

Auch hier gab es Frost (-2 C) und auch Schneeschauer, dieser blieb aber nur in höheren Lagen liegen.

Durch das kühle Wetter der letzten Tage stagniert die Natur.

Hier sind die Schäden durch die letzte Nacht enorm. Weinreben sind alle abgefroren, allgemein sind die recht weit entwickelten Austriebe (durch warmen März und Anfang April) nicht ohne erhebliche Schäden davon gekommen. Während einige Pflanzen schlaff hängen, als fehle Ihnen Wasser (hier hoffe ich auf Erholung der Triebe), sind andere Pflanzen, teils ganze Bäume (besonders Walnuss) komplett braun. Sogar recht geschützt stehende Farne wechselten die Laubfarbe von hellgrün zu braun-schwarz. Einige Hochsommertrachten (v.A Sträucher (Mönchspfeffer und Asiatisches Gelbholz) werden dieses Jahr nicht blühen können.

Blüten werden nicht gebildet und die vorhandenen Blüten haben vermutlich kaum Nektar.

Durch den Frost werden Knospen absterben, so dass die nächsten Tage keine neuen Blüten kommen werden.

1. Welche Pflanzen bieten denn jetzt noch Nektar?

Hier sind wahrscheinlich die meisten Pflanzen ausgenommen die schon vor einem Monat blühten. Gundermann, Lungenkraut werden vornehmlich beflogen, wobei ersterer am Verblühen ist. Obstbaumblüte ist hier größtenteils vorüber (grüne Kirschen wurden über Nacht braun, während die Austriebe noch recht gut aussehen. Allgemein sehe ich nicht so viele Hummeln im Garten wie noch vor kurzem, da diese nun an den Massentrachten (Raps 200m entfernt, und Kastanien, welche den Frost recht gut verkraftet haben) sind.

2. Wann habt Ihr angefangen in den Hummelnistkästen zuzufüttern? Wechselt ihr die Gefäße täglich oder alle zwei Tage?


von 4 Nestgründungen war nur eine erfolgreich. Erste Arbeiterinnen fliegen bei einer Baumhummel. Das Futter haben sie noch nicht entdeckt. Aber wenn man provozieren möchte, dass Hummeln es entdecken, kann man den Legostein in ihren Laufweg stellen. Dieser wird dann überklettert und sie haben direkten Kontakt. Man sollte aber nicht so weit gehen, dass der Stein zum unüberwindbaren Hinderniss wird ;)

4. Die oberirdischen Hummelkästen folgen der Außentemperatur ziemlich schnell. Lohnt es sich Wärmekissen einzulegen?

Bei Hummeln habe ich keine Erfahrungen diesbezüglich. Bei einer Wespe tat ich es letztes Jahr und die ersten Arbeiterinnen kamen einige Tage vorm üblichen Schnitt. Notwendig ist es aber nicht.


5. Lohnt es sich Pflanzenattrappen mit Zuckerwasser aufzustellen? Ich bin mir unsicher, weil Hummeln bei schlechtem Wetter kaum neue Pflanzen erkunden. Konkurrenz durch Honigbienen sind ja eher kein Problem.

Keine Ahnung


PS:
Schade, dass Cornel das Forum geschlossen hat.
Ja, ziemlich, weiß man weswegen genau?


Viele Grüße, Luca

Morgen Luca,
wie ich mit bekommen habe in den letzten Jahren machts du Ja in Wespen.
Eine Freundin hat auf Ihrem Balkon einen dreier Spatzenhaus, in zweien ist jeweils Wespenbesuch.Sie hängen an den Innenwänden,Frage ist es möglich sie bei mir in einen Kasten umzusiedeln?
wie ich mitbekommen habe sind noch keine Nester angebaut. Wär gut wenn ich deine Meinung zeitnah
lesen könnte.
Bei mir im Garten sind schon einige in leeren Hummelhäusern heimisch.
mit freundlichen Grüßen aus Solingen Ziggy

Wespen Luca 29.04.2017 12:47
Morgen Luca,
wie ich mit bekommen habe in den letzten Jahren machts du Ja in Wespen.
Eine Freundin hat auf Ihrem Balkon einen dreier Spatzenhaus, in zweien ist jeweils Wespenbesuch.Sie hängen an den Innenwänden,Frage ist es möglich sie bei mir in einen Kasten umzusiedeln?
wie ich mitbekommen habe sind noch keine Nester angebaut. Wär gut wenn ich deine Meinung zeitnah
lesen könnte.
Bei mir im Garten sind schon einige in leeren Hummelhäusern heimisch.
mit freundlichen Grüßen aus Solingen Ziggy

Hallo Ziggy,
Leider ist das nicht möglich. Wahrscheinlich sind die Kästen Übernachtungsplatz oder dienen dazu, um schlechtes Wetter zu überdauern. Häufig gründen sie dann keine Nester mehr (Ende April ist bei den meisten Wespen schon recht spät), oder hoffen noch ein Nest übernehmen zu können. Auch wenn sie dort ein Nest gründen, dann würde ich sie erst holen, wenn die ersten Arbeiterinnen fliegen. Alles andere wäre zu riskant.

Freut mich, dass du auch den Wespen Raum bietest. Hatte hier auch eine Nestgründung einer dt. Wespe im Hummelkasten, diese gab ihr Nest nach zwei frostigen Nächten auf. Ansonsten habe ich noch eine saxonica in einem Hornissen-Lockkasten, welche schon frostigen Nächten und sogar Schnee stand hielt. Hier dürften in 10 Tagen (bei der Kälte auch etwas später) die ersten Arbeiterinnen schlüpfen.
Ansonsten habe ich nur noch ein Baumhummelvolk, welches Dank Zuckerwasser ganz gut durchgekommen ist. Nach einem guten März mit etlichen Wespen und Hummeln ist nicht mehr viel übrig.
Von Hornissen fehlt (noch) jede Spur, habe letztes Jahr auch nach vier gescheiterten Nestgründungen fast keine Hirnissen mehr gesehen, gut möglich, dass sie ganz weg bleiben.

Viele Grüße, Luca

Wespen Ziggy 29.04.2017 14:34
Morgen Luca,
wie ich mit bekommen habe in den letzten Jahren machts du Ja in Wespen.
Eine Freundin hat auf Ihrem Balkon einen dreier Spatzenhaus, in zweien ist jeweils Wespenbesuch.Sie hängen an den Innenwänden,Frage ist es möglich sie bei mir in einen Kasten umzusiedeln?
wie ich mitbekommen habe sind noch keine Nester angebaut. Wär gut wenn ich deine Meinung zeitnah
lesen könnte.
Bei mir im Garten sind schon einige in leeren Hummelhäusern heimisch.
mit freundlichen Grüßen aus Solingen Ziggy

Hallo Ziggy,
Leider ist das nicht möglich. Wahrscheinlich sind die Kästen Übernachtungsplatz oder dienen dazu, um schlechtes Wetter zu überdauern. Häufig gründen sie dann keine Nester mehr (Ende April ist bei den meisten Wespen schon recht spät), oder hoffen noch ein Nest übernehmen zu können. Auch wenn sie dort ein Nest gründen, dann würde ich sie erst holen, wenn die ersten Arbeiterinnen fliegen. Alles andere wäre zu riskant.

Freut mich, dass du auch den Wespen Raum bietest. Hatte hier auch eine Nestgründung einer dt. Wespe im Hummelkasten, diese gab ihr Nest nach zwei frostigen Nächten auf. Ansonsten habe ich noch eine saxonica in einem Hornissen-Lockkasten, welche schon frostigen Nächten und sogar Schnee stand hielt. Hier dürften in 10 Tagen (bei der Kälte auch etwas später) die ersten Arbeiterinnen schlüpfen.
Ansonsten habe ich nur noch ein Baumhummelvolk, welches Dank Zuckerwasser ganz gut durchgekommen ist. Nach einem guten März mit etlichen Wespen und Hummeln ist nicht mehr viel übrig.
Von Hornissen fehlt (noch) jede Spur, habe letztes Jahr auch nach vier gescheiterten Nestgründungen fast keine Hirnissen mehr gesehen, gut möglich, dass sie ganz weg bleiben.

Viele Grüße, Luca

Hallo Luca.
Danke für deine Info ..dann warte ich noch auf die Nestgründung wenn es dann passieren sollte.
Mit meinen Hummeln bin ich zufrieden...schwirren schon durchs fenster zum Zuckerwasser.
Danke noch mal und wir lesen uns Ziggy

man kann eigentlich alle Arten zufüttern... Michel 20.04.2017 17:27

Auch die einzelnen Königinnen. Allerdings funktioniert das nur, wenn man in direkter Nestnähe Zuckerlösung anbietet und teils die Tiere anlernt.

Dazu kann man ein Laborduranglas mit Zuckerlösung in direkte Nähe zum Nest bringen, sodass die Öffnung des Laborduranglases ca. 2 cm vom Honigtopf entfernt ist. Nun legt man mit einer Pipette eine Zuckerlösung-Spur vom Nest zur Öffnung des Laborduranglases (Königin darf dabei ruhig im Nest sein, damit man gleich sieht, ob es die Königin lernt). Die Hummelkönigin wird die Spur aus Zuckerlösung recht schnell entdecken und die Zuckerlösung aufnehmen und tastet sich nun bis zum Laborduranglas heran. Oft findet sie nun schnell die Öffnung und trinkt daraus. Ev. muss man dies noch einmal wiederholen, aber nach kurzer Zeit weiß die Königin, dass es dort was gibt.

Bei der ganzen Prozedur vorsichtig und ruhig vorgehen, damit man das Tier nicht unnötig stört. So schnell geben aber Königinnen ihr Nest nicht auf (wenn sie schon eine Brutwabe haben), also keine Sorge, falls sie doch mal abfliegt.

Habe bisher Wiesenhummel, Steinhummel, Erdhummel, Baumhummel und Ackerhummel auf diese Weise füttern können. Wichtig ist: Hat man einmal begonnen zu füttern, darf man es nicht einfach beenden - die Königinnen gewöhnen sich daran.

Ich habe auch meinen beiden verbliebenen Baumhummeln auf diese Weise wieder einmal unterstützt (Kälteeinbrüche kommen hier im Erzgebirge halt oft vor) und hoffe nun, dass die beiden die Kälte überstehen. Wahrscheinlich geht es auch kommende Woche nicht wesentlich mit den Temperaturen nach oben...

Beste Grüße,
Michel

man kann eigentlich alle Arten zufüttern... Bulli 22.04.2017 02:06

Vielen Dank euch allen.

Am Donnerstag war warmes Wetter ... und die Honigbienen haben mich zwei mal mit ihrem Kot getroffen. Die Kotstränge waren zwischen 1 und 2,5 cm lang. Durchschnittlich 1,5 cm. Als ob gerade der Winter vorbei wäre.
Viele der jungen Triebe sind braun geworden.

Dafür blüht der Löwenzahn.

Der Tipp mit dem Raps ist interessant, aber hilft natürlich nicht bei Ackerhummel oder Wiesenhummel.
Eine Erdhummelkönigin ignorierte die Obstbäume, flog nur eine Schleife, stieg dann auf über acht Meter und flog davon. Vermutlich zu den Rapsfeldern.

Die hiesige Ackerhummel-Königin hat die zwei verbliebenen Blüten der Rhododendren gefunden. Beide ein bisschen angefroren, aber sie sind stabil und hängen noch an dem Stengel. Die habe ich dann mal mit Zuckerwasser geimpft.

Heute war auch ein bisschen Sonne. Keine Honigbienen. Die Blüten am Apfelbaum sehen ganz gut aus, bieten aber keinen Nektar. Viele Obstbäume zeigen gelbliche Blütenblätter nach dem Frost.
Die Mahonie duftet wie eh und je, aber kein Besuch, obwohl sie mehreren Königinnen bekannt ist. Sie ist im letzten viertel der Blüte.

Ich zähle mal darauf, dass die Hummeln woanders sind, weil sie dort besseres Futter finden.

Hallo Michel,

die Methode hört sich ganz interessant an. Die sollte dann wirklich länger durchgezogen werden, wie du schreibst.

Ich hoffe, dass es kein Problem ist wenn ich ein paar Blüten impfe.

Vielen Dank und viele Grüße

Bulli

man kann eigentlich alle Arten zufüttern... Ziggy 22.04.2017 09:26
Vielen Dank euch allen.

Am Donnerstag war warmes Wetter ... und die Honigbienen haben mich zwei mal mit ihrem Kot getroffen. Die Kotstränge waren zwischen 1 und 2,5 cm lang. Durchschnittlich 1,5 cm. Als ob gerade der Winter vorbei wäre.
Viele der jungen Triebe sind braun geworden.

Dafür blüht der Löwenzahn.

Der Tipp mit dem Raps ist interessant, aber hilft natürlich nicht bei Ackerhummel oder Wiesenhummel.
Eine Erdhummelkönigin ignorierte die Obstbäume, flog nur eine Schleife, stieg dann auf über acht Meter und flog davon. Vermutlich zu den Rapsfeldern.

Die hiesige Ackerhummel-Königin hat die zwei verbliebenen Blüten der Rhododendren gefunden. Beide ein bisschen angefroren, aber sie sind stabil und hängen noch an dem Stengel. Die habe ich dann mal mit Zuckerwasser geimpft.

Heute war auch ein bisschen Sonne. Keine Honigbienen. Die Blüten am Apfelbaum sehen ganz gut aus, bieten aber keinen Nektar. Viele Obstbäume zeigen gelbliche Blütenblätter nach dem Frost.
Die Mahonie duftet wie eh und je, aber kein Besuch, obwohl sie mehreren Königinnen bekannt ist. Sie ist im letzten viertel der Blüte.

Ich zähle mal darauf, dass die Hummeln woanders sind, weil sie dort besseres Futter finden.


Hallo Michel,

die Methode hört sich ganz interessant an. Die sollte dann wirklich länger durchgezogen werden, wie du schreibst.

Ich hoffe, dass es kein Problem ist wenn ich ein paar Blüten impfe.


Vielen Dank und viele Grüße

Bulli

Guten Morgen,
bin schon seit einiger Zeit am zufüttern und wird auch gut angenommen.
Es ist sehr selten das die Mutter Zuckerwasser annimmt wenn es nur auf den Landeplatz steht .
Aber bei den Jungen wird es sehr genutzt. Dieses Jahr sind viele Wespen bei mir im Garten. Habe erst die Klappen von den Hummelhäusern geschlossen damit sie nicht alle besetzen mittlerweile wieder alle geöffnet Kommischerweise nehmen sie nicht die Wespenkästen an die ich extra gebaut habe.
Letzes Jahr war ein grosses Nest in einen Hk und alles Kapok und sogar Fieberglas Sichtschutz wurde verarbeitet.
Im moment sind abgesehen von den Wespen 7 Hummelkästen belegt und volles treiben 3 Wiesenh. 2 Akerh und jeweils eine Baum und Erdhummel,vermute mal das war es für dieses Jahr bin aber zuversichtlich und warte noch auf Ansiedelungen. mit freundlichen Grüssen Ziggy

Wie bewältigen die Königinnen so heftige Wintereinbrüche? Christoph 23.04.2017 09:48

Hallo zusammen,
folgende Beobachtung ist Anlass zu meiner Frage:

Hatte vor dem Wintereinbruch 4 Kästen besetzt, z.T. Selbstansiedelungen. Dann kamen die Tage mit Graupel- und Schneeschauern und 2 Nächte mit ca. -4 Grad. In den Kästen rührte sich nichts (abends bei Duckelheit). Ich ging von einem Totalverlust aus. In keinem Kasten fand ich eine tote Hummel.
Gestern: 2 Königinnen wieder da, sind an der Johannisbeere (die ich abgedeckt hatte). 2 allerdings verschollen.

Für mich stellt sich die Frage: Waren die Kö in den Kästen, aber in einer Art Kältestarre oder haben sie den Kasten verlassen und sich anderweitig in Sicherheit gebracht? Weiß man da was dazu?

Danke!

Wie bewältigen die Königinnen so heftige Wintereinbrüche? Ziggy 23.04.2017 18:49
Hallo zusammen,
folgende Beobachtung ist Anlass zu meiner Frage:

Hatte vor dem Wintereinbruch 4 Kästen besetzt, z.T. Selbstansiedelungen. Dann kamen die Tage mit Graupel- und Schneeschauern und 2 Nächte mit ca. -4 Grad. In den Kästen rührte sich nichts (abends bei Duckelheit). Ich ging von einem Totalverlust aus. In keinem Kasten fand ich eine tote Hummel.
Gestern: 2 Königinnen wieder da, sind an der Johannisbeere (die ich abgedeckt hatte). 2 allerdings verschollen.

Für mich stellt sich die Frage: Waren die Kö in den Kästen, aber in einer Art Kältestarre oder haben sie den Kasten verlassen und sich anderweitig in Sicherheit gebracht? Weiß man da was dazu?

Danke!

Hallo Christoph,
unsere Hummeln halten schon minus Grade aus,hab sie schon bei tieferen temperraturen fliegen und sammeln sehen. Also keine Panik auf der Titanik. Sie sind zwar etwas lansamer aber überleben werden sie schon. mit freundlichen Grüßen Ziggy

Wie bewältigen die Königinnen so heftige Wintereinbrüche? Harald 24.04.2017 09:32

Hallo Zusammen,

leider haben meine Hummeln den Kälteeinbruch nicht alle überstanden. Bei uns in Oberschwaben waren es drei Tage mit Schnee und Schneeregen, für meine Steinhummel, Gartenhummel, zwei Waldhummel und die Ackerhummel zu lange!
Fast zum heulen - 5 Ausfälle in drei Tagen und diese Woche soll es wieder bei uns 2 bis 3 Tage schneien!

Kleiner Wehrmutstropfen - gestern konnte ich noch eine suchende Erdhummelkönigin einsetzen die auf anhieb den Kasten annahm!

Somit bleibt die Hoffnung noch ein paar suchende Hummelköniginnen (Humilis, Acker,...) zu finden!

Gruß Harald

Wie bewältigen die Königinnen so heftige Wintereinbrüche? Manfred 24.04.2017 19:13

Hallo,

die Kälte spielt nur eine untergeordnete Rolle. Ein Problem ist die Nässe sowie Schnee, hier sind Verluste unvermeidlich, da die Königinnen Pollen für die Larven sammeln müssen aber selbst viel Energie verbrauchen und Feuchtigkeit ins Nest tragen. Auch können bei Graupelschauern die Flügel beschädigt werden, wenn die Königin von einem Eiskorn im Flug getroffen wird - auch das bedeutet ihr Ende.
Eine einmal erwachte Königin verfällt nicht wieder in Kältestarre.
Nester mit Arbeiterinnen haben hingegen kaum Überlebenschancen, da die Sammlerinnen ausfliegen und dann an Erschöpfung bzw. Unterkühlung sterben.
Man kann es aber auch positiv sehen, da dieses Jahr die späten Königinnen deutliche bessere Chancen haben als die frühen und vielleicht ist ein späteres Erscheinen im Zeichen des Klimawandels von Vorteil.

Manfred

Wie bewältigen die Königinnen so heftige Wintereinbrüche? Michel 25.04.2017 13:28

Hallo Manfred,

die späten Königinnen bzw. Nester haben aber unter deutlich höherem Parasitendruck zu leiden (Dickkopffliegen, Diptera-Arten, Wachsmotten, Viren (DWV und weitere, welche durch die Bienen auch auf die Wildbienen übertragen werden - insbesondere im Sommer und Spätsommer, wenn dort die Varoalast [Vektor für die Viren] maximal ist). Meist entwickeln sich die frühen Nester besser als späte Kolonien.

Allein durch Dickkopffliegen ist die Steinhummel hier mittlerweile ziemlich bedroht. Späte Nester haben kaum noch eine Chance.

Sehe das daher deutlich kritischer...

Beste Grüße,
Michel

Nach dem Wintereinbruch Christian 24.04.2017 16:15

Sooo groß wie bei einigen von euch war der Wintereinbruch nicht. Schnee lag keiner. Doch nachts oft bis minus 6 Grad. Das blieb nicht ohne Folgen:
Beide Ackerhummeln haben aufgegeben.
Bei der Hellen Erdhummel fehlt die Königin. Gut, die zieht sich manchmal unter die Wabe zurück. Aber Larven wurden ausgeworfen, Arbeiterinnen fliegen nicht mehr, keine Larvenwiege vorhanden. Es gab ja vor ner Woche nen gescheiterten Okkupationsversuch einer Dunklen Erdhummel. Als Folge, das hatte ich schon mal, ging die Queen stiften. Aber vielleicht liegt sie irgendwo tot im Gelände. Oder sie ist doch unter der Wabe? Schön wärs.

Bauhummel, Wiesenhummel und Erdhummel im Boden: da flogen heute Arbeiterinnen.
Außerdem im Garten: Arbeiterinnen der Gartenhummel.

Wieder war die Suchphase extrem kurz, nur drei Wochen. Aber mehr Queens als im letzten Jahr, is ja schon mal etwas.

Nach dem Wintereinbruch Ziggy 24.04.2017 21:41
Sooo groß wie bei einigen von euch war der Wintereinbruch nicht. Schnee lag keiner. Doch nachts oft bis minus 6 Grad. Das blieb nicht ohne Folgen:
Beide Ackerhummeln haben aufgegeben.
Bei der Hellen Erdhummel fehlt die Königin. Gut, die zieht sich manchmal unter die Wabe zurück. Aber Larven wurden ausgeworfen, Arbeiterinnen fliegen nicht mehr, keine Larvenwiege vorhanden. Es gab ja vor ner Woche nen gescheiterten Okkupationsversuch einer Dunklen Erdhummel. Als Folge, das hatte ich schon mal, ging die Queen stiften. Aber vielleicht liegt sie irgendwo tot im Gelände. Oder sie ist doch unter der Wabe? Schön wärs.

Bauhummel, Wiesenhummel und Erdhummel im Boden: da flogen heute Arbeiterinnen.
Außerdem im Garten: Arbeiterinnen der Gartenhummel.

Wieder war die Suchphase extrem kurz, nur drei Wochen. Aber mehr Queens als im letzten Jahr, is ja schon mal etwas.

Hallo,
bei uns im Garten in den Mäuselöchern unterm Schuppen scheinen mehr Nester zu sein als in meinen Hummelhäusern. Manche Hummelkenner meinen das Kästen nicht unbedingt förderlich sein können,was ich aber nicht glauben will. OK wie es auch sei in den Kästen sollen sie auf jeden Fall geschützt werden sei es nun durch zufüttern oder Schutz gegen Wachsmotten und andere Fressfeinde. Ich meine dieses Jahr siehts nicht schlechter aus als das vergangende. ...in diesem Sinne Gut Hummel. mit freundlichen Grüßen Ziggy

Nach dem Wintereinbruch Bulli 25.04.2017 01:30

Hallo,

nach der Kälte sind zwei Ackerhummelköniginnen unterwegs. Natürlich kann ich nicht sagen, ob sie noch ein Nest haben.

Was mich erstaunt ist das Verhalten der Wiesenhummel-Arbeiterinnen und Erdhummel-Arbeiterinnen.
Sie fliegen u. a. im Schatten oder bei bedecktem Wetter grüne Büsche und Blütenlose Pflanzen in Erdhöhe an und sehen sich genau unter oder in den Büschen um.
Das sieht ein wenig so aus, als ob sie nach einer Nistmöglichkeit suchen ... als Arbeiterinnen!?
Vielleicht haben sie gelernt, dass unter Büschen noch unverfrorene ... äh ... nicht eingefrorene Blüten zu finden sind.

Viele Grüße

Bulli

Nach dem Wintereinbruch Christian 25.04.2017 13:58
Was mich erstaunt ist das Verhalten der Wiesenhummel-Arbeiterinnen und Erdhummel-Arbeiterinnen.
Sie fliegen u. a. im Schatten oder bei bedecktem Wetter grüne Büsche und Blütenlose Pflanzen in Erdhöhe an und sehen sich genau unter oder in den Büschen um.
Das sieht ein wenig so aus, als ob sie nach einer Nistmöglichkeit suchen ... als Arbeiterinnen!?
Vielleicht haben sie gelernt, dass unter Büschen noch unverfrorene ... äh ... nicht eingefrorene Blüten zu finden sind.

Ja, das hab ich auch bei der Erdhummel beobachtet.,dachte es sind Arbeiterinnen auf Erstflug. also, sie flogen ab, hielten sich etwas im Gras auf und flogen dann wieder ein.

Nach dem Wintereinbruch Bulli 25.04.2017 21:31
Ja, das hab ich auch bei der Erdhummel beobachtet.,dachte
es sind Arbeiterinnen auf Erstflug. also, sie flogen ab, hielten
sich etwas im Gras auf und flogen dann wieder ein.

Hallo Christian,

erst sah ich es bei einer einzelnen Erdhummel-Arbeiterin und am nächsten Tag in wenigen Minuten Abstand bei Wiesen- und Erdhummelarbeiterinnen.
Die erste Beobachtung lief entlang eines Weges und fing bei Hortensie an, dann Astilben, unbekannter Busch, Tymian, Zitronenmelisse, Stockrose, Buchsbaum und Rhabarber. Die zweite Situation passierte an einer Reihe von 6 kleinen Büschen in einem langen Pflanztrog entlang einer Mauer bestehend aus Buchsbaum, Liguster, unbekannte Pflanzen und Cotoneaster.

Sie suchten also in Pflanzen entlang von Strukturen neben Wegen und Pflanztrögen, wie bei der Nistplatzsuche, nur mit dem Unterschied, dass sie nicht auf dem Boden, sondern in den Büschen suchten.

Viele Grüße

Bulli

Nach dem Wintereinbruch ist vor dem Wintereinbruch Harald 25.04.2017 09:02

Hallo Zusammen,

da der Wetterbericht für den Süden schon wieder ab morgen Schnee gemeldet hat, werde ich wieder versuchen
Zuckerlösung für die Königinnen bereithalten.
Hoffe dass es nicht so schlimm ausfällt wie der Bericht es voraussagt.

Konnte gestern Abend noch eine suchende Gartenhummel beobachten. Flog auch um die Hummelkästen herum - vielleicht noch eine Rückkehrerin? Wir werden sehen!

Erste Arbeiterinnen auch bei der verbliebenden Erdhummel - vielleicht nehmen die ja dann die Zuckerlösung an.

Bei den Baumhummeln sieht es sehr gut aus - Kälte gut überstanden und es wird täglich lebhafter!
Nur ein Volk schwächelt etwas - wurde aber immer wieder von Steinhummelrückkehrerinnen aufgesucht - Königin aber noch im Nest, saß bei Nestkontrolle auf den Waben!

Gruß aus Oberschwaben

Nach dem Wintereinbruch ist vor dem Wintereinbruch Christoph 01.05.2017 18:36

Hallo miteinander,

es ist eine Zitterpartie, gefühlt mehr als in anderen Jahren: Nach den beiden Wintereinbrüchen hab ich noch eine Wiesenhummel und eine Erdhummel, 2 andere verschollen. Seit heute bewohnt auch noch eine Steinhummel den Kasten mit der Erdhummel, möglicherweise eine Rückkehrerin. Sie kam immer wieder und versuchte die Klappe zu öffnen, jetzt hat sie es offenbar geschafft. Nun kommt es wohl zum Kampf so wie vor ca. 3 Wochen:

Zufällig bekam ich da folgendes mit: Die Erdhummel flog in den Kasten und ein paar Sekunden drauf eine Steinhummel hinterher. Nach einigen Augenblicken kam die Steinhummel aus dem Kasten, offensichtlich verletzt. Sie lag auf dem Rücken und drohte mit dem mittl. Bein. Dann kam die Erdhummel und stürzte sich auf die Steinhummel. Ein wildes Knäuel. Dann löste sich die Erdhummel und stürzte sich erneut auf die Steinhummel und schließlich noch ein 3. Mal. Die Steinhummel lag am Ende fast tot auf dem Boden, die Erdhummel krabbelte in den Kasten. Alles ging so schnell! Gänsehaut bei mir!

Seit gestern fliegen Kuckuckshummeln! Leider kaum noch suchende Königinnen.

Viele Grüße aus dem südwestl. Oberbayern,
Christoph

Wachsmottenlarven, oder "Die Plastikfresserlarven" Bulli 25.04.2017 19:44

Heute geistert die Geschichte einer spanischen Wissenschaftlerin durch die Medien, die Plastik fressende Larven entdeckte.

Sie ist Honigbienenhalterin und hat Wachsmottenlarven in eine Plastiktüte gesteckt.
Die Larven - alle Hummelfreunde wissen das schon - fressen sich durch das Plastik.

Nun vermarktet sie sich als Entdeckerin dieses Phänomens.

Demnächst kommt wahrscheinlich ein anderer Forscher und schreibt direkt von Jürgen Börner ab, dass Wachsmotten auch Löcher in Rührschüsseln bekommen können, ohne dass sie Späne hinterlassen.

Was ist wirklich neu?

Nun, neu ist die Erkenntnis, dass das Plastik nicht zerbissen, sondern chemisch aufgelöst wird.
Polyethylen (PE, HDPE, LDPE) ist ein Kunststoff mit chemischen Verbindungen ähnlich dem Wachs, das Wachsmottenlarven zur Entwicklung brauchen.
Die Verdauungssäfte der Wachsmottenlarve können also nur "durch Zufall" auch Polyethylene zersetzen.

Der Nachweis, dass wirklich kein Gebiss oder ähnliches beteiligt ist, zeigt der Versuch mit pürierten Wachsmotten. Die Masse aus zerkleinerten Larven löst auch Plastik auf.

Bürgerforschung / Hobbyforscher:
. . . Jürgen Börner: "Wachsmotten. 3. Beitrag: Meine Erlebnisse mit Wachsmotten", in: hummelfreund.com, J. Börner, 01.01.2009, Link (externer Link, nicht mehr verfügbar), Abruf 2017-04-25.

Bezahlte Forschung:
. . . Federica Bertocchini: "Polyethylene bio-degradation by caterpillars of the wax moth Galleria mellonella.", in: Current Biology, Volume 27, Issue 8, Seiten: R292–R293, 24. 04. 2017, Elsevier Ltd.,
DOI: j.cub.2017.02.060, DOI-Link (externer Link, nicht mehr verfügbar), Abruf 2017-04-25.

Viele Grüße

Bulli

Mehlwurmlarven, oder "Die Plastikfresserlarven" Bulli 20.05.2017 12:58

Anscheinend passt das Thema Polyethylen durch Wachsmotten vertilgen zu lassen in eine Reihe von Untersuchungen zur Zersetzung von Kunststoffen durch Tiere.

Was jetzt kommt geht allerdings am Thema Hummeln noch weiter vorbei vorbei.

Von der Stanford Universität kamen 2015 Berichte über Polystyrol-Hartschaum (Styropor, Styrodur) fressende Mehlwürmer, deren Darmbakterien den langlebigem Harschaum-Kunststoff in wenigen Stunden in einen biologischen Dünger bzw. kompostierbares Material umwandelten. Ein interessanter Ansatz des Umweltschutzes.

Allerdings entsteht ähnlich viel CO2 wie bei der Verbrennung, die in Müllverbrennungsanlagen zusätzlich Strom erzeugt.
Die alte Kompostfrage: 'CO2 mit oder ohne Stromerzeugung emittieren.'

Polystyrolschaum fressende Mehlwürmer (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Styrofoam eating Mealworms (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße

Bulli

10cm Neuschnee und kein Ende Harald 26.04.2017 08:15

Hallo Hummelfreunde,

der Süden hat es mal diesmal echt heftig erwischt. Meine ganzen Sträucher (Weigele, Spiere, ...) selbst meine Kirschen liegen flach, alles durch die Schneelast zusammengedrückt!
Jetzt bin ich mal gespannt welche meine Hummeln das noch durchstehen! Alle haben von mirvZuckerwasser bereitgestellt bekommen.

Gruß aus dem weißen Süden

Hummeln über der Adria? Angelbombus 26.04.2017 18:35

Liebe Hummelfreunde,
ich habe selbst noch keine Hummeln, leser derzeit aber viel und bereite mich darauf vor. Heute habe ich eine bestimmte Frage;

Mein Mann ist seit ein paar Tagen mit einem Segelboot auf der Adria bei Kroatien unterwegs und schreibt, dass schon dreimal in dieser Zeit sich eine Hummel bei Ihnen an Bord ausgeruht hat um nach einer Weile weiterzufliegen und das bei 50km/Stunde Windgeschwindigkeit auf dem Meer und doch ganz schön entfernt von der Küste, diese allerdings sichtbar.

Da ich Imker bin und wir Bienen haben, weiß mein mann definitiv, dass es Hummeln waren.

Können Hummeln übers Meer fliegen oder wurden die vielleicht abgetrieben und finden nicht mehr aus eigener Kraft zurück? Weiß einer da etwas?

Beste Grüße

Hummeln über der Adria? Ziggy 26.04.2017 19:08
Liebe Hummelfreunde,
ich habe selbst noch keine Hummeln, leser derzeit aber viel und bereite mich darauf vor. Heute habe ich eine bestimmte Frage;

Mein Mann ist seit ein paar Tagen mit einem Segelboot auf der Adria bei Kroatien unterwegs und schreibt, dass schon dreimal in dieser Zeit sich eine Hummel bei Ihnen an Bord ausgeruht hat um nach einer Weile weiterzufliegen und das bei 50km/Stunde Windgeschwindigkeit auf dem Meer und doch ganz schön entfernt von der Küste, diese allerdings sichtbar.

Da ich Imker bin und wir Bienen haben, weiß mein mann definitiv, dass es Hummeln waren.

Können Hummeln übers Meer fliegen oder wurden die vielleicht abgetrieben und finden nicht mehr aus eigener Kraft zurück? Weiß einer da etwas?

Beste Grüße

Guten Tag,
Die Baumhummel soll vom Euro Festland nach England geflogen sein diskutierten Englische
Hummelforscher im Hummelforum von BBCT nachzulesen im Buch von Dave Goulson " Und sie fliegt doch " im Hanser Verlag. Frag den Skipper mal was für eine Hummel es war Brauner oder Dunkler Rücken und weißer Po. Mit freundlichen Grüßen Ziggy

Hummeln über der Adria? Christian 27.04.2017 09:03

Hi,
ich habe auf einer kroatischen Insel Dunkle Erdhummeln in den Disteln gesehen. In brütender Hitze. Erstmal so südlich und dann mussten die Insekten auch eine km Distanz zurücklegen um auf die Insel zu kommen.

Hummeln über der Adria? Bulli 13.05.2017 18:54

Hallo,

Hummeln fliegen bei Windgeschwindigkeiten bis 70 km/h aus um Nahrung zu sammeln. Bei 50 km/h würden sie also ausfliegen.

Distanzen von 80 km über das Meer zwischen Finnland uns Estland scheinen kein Problem für Königinnen zu sein (Quelle: bumblebee.org). Vor der kroatischen Küste gibt es viele Inseln und zu Flügen von Arbeiterinnen mit vollem Magen ohne Nektar "nachzutanken" berechnet Goulson 10 km Reichweite bei Windstille. Als "Flugreserve" kann der Teil des Nektars angesehen werden, den die Hummel dabei ins Nest bringen will.
Hummeln können ihr Nest aus deutlich größerer Entfernung wiederfinden (über Land), als der normale Sammelradius glauben macht. In einer Studie kamen die Kleinen von Aussetzpunkten in bis zu 13 km Entfernung zurück. In einer anderen Quelle stand etwas von ca. 20 km.

Erdhummel-Arbeiterinnen erreichen beim Sammelflug Geschwindigkeiten von 25 km/h bezogen auf die Luft.
Bei 50 km/h Wind auf dem Meer und 25 km/h Geschwindigkeit gegenüber Luft würde die Hummeln mit 25 km/h weg von ihrem Ziel bringen.

Wenn dein Mann drei Hummeln gesehen hat, kann er bestimmt auch sagen in welche Richtung sie abgeflogen sind. Gegen den Wind, quer zum Wind oder mit dem Wind?

Die Windgeschwindigkeit ist nahe der Wasseroberfläche geringer. Somit wäre es gut, wenn die Hummeln knapp über die Wasseroberfläche fliegen. Dort können aber chaotische Wellen und Tropfen von brechenden Wellenkämmen den Hummeln gefährlich werden. Vielleicht haben die dortigen Hummeln gelernt mit der Dünung umzugehen. Bei 50 km/h sollen die Wellen auf den Ozeanen ca. 4 Meter hoch sein. In der Adria sind sie bestimmt niedriger.
Von Usedom wurde hier im Forum allerdings von eine Anzahl schwimmender Hummeln berichtet, die angespült wurden.

Woher kam denn der Wind?
Wenn die Hummeln westlich der kroatischen Inseln gefunden wurden bei ablandigem Nordostwind, werden sie wohl abgetrieben worden sein. Aber wenn sie nicht dagegen ankämpfen, sind sie nach 3 Stunden im schönen Italien.

Viele Grüße

Bulli

Liebe Hummelfreunde,
ich habe selbst noch keine Hummeln, leser derzeit aber viel und bereite mich darauf vor. Heute habe ich eine bestimmte Frage;

Mein Mann ist seit ein paar Tagen mit einem Segelboot auf der Adria bei Kroatien unterwegs und schreibt, dass schon dreimal in dieser Zeit sich eine Hummel bei Ihnen an Bord ausgeruht hat um nach einer Weile weiterzufliegen und das bei 50km/Stunde Windgeschwindigkeit auf dem Meer und doch ganz schön entfernt von der Küste, diese allerdings sichtbar.

Da ich Imker bin und wir Bienen haben, weiß mein mann definitiv, dass es Hummeln waren.

Können Hummeln übers Meer fliegen oder wurden die vielleicht abgetrieben und finden nicht mehr aus eigener Kraft zurück? Weiß einer da etwas?

Beste Grüße
Hummeln über der Adria? Angelbombus 13.05.2017 19:49

Der Wind war schräg auflandig und die Hummeln sind mit dem Wind abgeflogen!
Danke für die ausführliche Antworten.

Beste Grüße