Beiträge aus 2012

Ansiedlung wieni 08.05.2012 12:50

Hallo,
bei mir will es auch mit der ansiedlung nicht klappen. Habe wohl schon 2o mal versucht Hummeln aktiv
anzusiedeln.

Wie lange kann man es noch versuchen? Welche Königinnen suchen denn jetzt noch ?

Gruß aus Ibbenbüren

WIENI

Ansiedlung KiGaZw 08.05.2012 14:50

Hi!

Also hier in der Gegend ist die Suchzeit zu Ende. Ich schätze mal bei Dir ist das ähnlich oder auch bald so weit. Heuer war es auch hier im südöstlichen Oberbayern extrem schwierig Hummeln aktiv anzusiedeln.

Da hilft nur nächstes Jahr dann auf Selbstansiedelungen zu hoffen und die Kästen extra dafür zu präparieren.

Kennst Du diesen Text schon? KLICK (externer Link, nicht mehr verfügbar). Dirt gibt es den Abschnitt "Erstaufstellung von Hummelpensionen" mit einigen Bildern.

Ansiedlung KiGaZw 08.05.2012 14:51

HIER der direkte Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ansiedlung wieni 08.05.2012 21:48
HIER der direkte Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Danke für die Antwort . Durch die Seite bin ich überhaupt auf die Hummelzucht gekommen.

Habe die Hummelpension genau nach den angaben gebaut und eingerichtet. Trotzdem kein ansiedlungsversuch erfolgreich (schade). Lasse den Kasten noch bis ende Mai stehen . Vielleicht
verirrt sich ja noch eine Nachzüglerin.

Gruß WIENI

Ansiedlung Christian 09.05.2012 08:48

Hi,
bei mir waren gestern noch Dunkle Erdhummeln unterwegs. Eine ganz intensiv konnte sie dreimal in meinen Kasten setzen. Dennoch, er hat ihr nicht gefallen. Schade.
Normalerweise würd ich Dir antworten, dass die Ackerhummel noch suchen müsste. Aber die bleibt heuer fast aus.

Christian

Große Arbeiterinnen Christian 08.05.2012 13:20

Hi,
sind die Arbeiterinnen der 1. Generation bei euren Völkern auch so groß? Also so groß wie üblicherweise die 2te Generation. Liegt wohl an er guten Ernährung.

Hab heute eine vestalis im Wohnzimmer gehabt. Natürlich hab ich sie frei gelassen. Parasitiert die auch lucornum?

Gruß
Christian

Große Arbeiterinnen KiGaZw 08.05.2012 13:25
Hi,
sind die Arbeiterinnen der 1. Generation bei euren Völkern auch so groß?

Der Nachwuchs an der Baumhummel ist winzig, kam dafür aber pünktlich.

Die Wiesenhummel brauchte rund 35 Tage, dafür ist der Nachwuchs auffallend groß. Da diese Wiesenhummel eine sehr kleine Königin ist, hatte ich es erst bemerkt als mal zufällig 2 Hummeln an der Klappe waren.

Stand bei der Ackerhummel nach 42 Tagen... Bago 08.05.2012 19:45

Hallo zusammen,

die Ackerhummel hat 3-4 Puppen im Nest, welche aber noch recht jung sind. Außerdem befindet sich eine Larvenwiege für die zweite Generation im Nest.

Es war die erste Öffnung des Nestes. Ich vermute, dass die ersten Larven während der Kälte um Ostern gestorben sind. Dies wäre eine sinnige Erklärung. Schließlich hat die Königin bereits zwei Tage nach der Annahme Pollen eingetragen...

Hoffentlich wird aus dem Nest etwas...nur 3-4 Arbeiterinnen sind arg wenig. Dieses Hummeljahr ist irgendwie nicht so gut...

Gruß Alex

Stand bei der Ackerhummel nach 42 Tagen... Christian 09.05.2012 08:51

Und ich glaube, dass die Ackerhummel etwas gemach sind. Die haben Zeit, ihre Völker existieren ja auch z:T. sehr lange. Im letzten Jahr hatte ich auch ne Queen die trug wochenlang Pollen ein. Hab mich schon gefragt ob die alles selber vertilgt. Am Ende hatte sie zwei riesige Arbeiterinnen. Die zweite und dritte Generation fiel dann von der Körpergröße kleiner aus.

Christian

Kuckuckshummeln Christian 09.05.2012 17:41

Bevor es mit den Wachsmotten losgeht sind die Kuckuckshummel unterwegs. Sichtet ihr auch immer wieder diese Tiere? Heute war gar ne Felsenhummel unterwegs. Ein super dicker beeidruckender Brummer.
Konnte es mir nicht verkneifen und hab ihn zu meinen Steinhummel rein. Von der Art habe ich ja zwei Völker.

Im letzten Jahr hab ich das ja bereut, weil mein 2tes Volk der Wiesenhummel ohne Zutun befallen wurde.

Christian

Kuckuckshummeln Bernde 09.05.2012 20:01

Hallo Christian,
bei mir verhalten sich die Steinhummeln wie Sensibelchen. Hatte schon drei Königinnen, die zwischen ein und zwei Wochen im Kasten waren und dennoch verschollen sind. Die vierte habe ich vor gut zwei Wochen angesiedelt. Anfangs flog sie regelmäßig aus, aber es wurde immer weniger mit ihren Flügen. Nach dem ich sie mehrere Tage nicht mehr sah, verschloss ich gestern Mittag das Einflugloch mit dünner Polsterwolle als Aktivitätsanzeiger. Heute Mittag war die Polsterwolle noch immer unberührt. So beschloss ich den Kasten zu öffnen, um nach zu schauen. Als ich die erste Schicht Wolle anhob, saß meine Queen darunter. Von Honigtönnchen oder Brutzellen konnte ich nichts erkennen. Heute am Nachmittag gegen
16:00 Uhr war die Polsterwolle im Einflugloch durchbrochen und zirka 18:00 Uhr war sie nach innen in den Vorbau gedrückt. Ich bin somit weit davon entfernt, ein Steinhummelvolk an eine Rupestris zu opfern. Sicher gehören Kuckuckshummeln auch zu unserer Natur und sind ebenfalls schützenswert, doch sie eigens in einen Kasten zu setzen halte ich nicht für gut. Man sollte sie in der Natur belassen, wo sie beispielsweise nicht ausreichend getarnte, leicht zu findende Nester okkupieren, und so zur natürlichen Auslese beitragen. Aus einem guten Hummelkasten mit Wachsmottenschutz werden voraussichtlich viele Schmarotzerköniginnen hervorgehen, so dass Du Dir im kommenden Jahr einen komplett anderen Standort für Deine Kästen suchen musst.
Viele Grüße Bernde

Kuckuckshummeln Christian 14.05.2012 11:38

Hi,
die Felsenhummel hat das Nest nach zwei Tagen verlassen und ist noch nicht zurück. Bei Kontrolle entdeckte ich eine tote Arbeiterin und natürlich die tote Queen. Dachte ich. Bei einer späteren Kontrolle war eine lebende Königin auf der Wabe und eine verhältnismäßig große Arbeiterin. Offensichtlich war das Volk zu stark für eine Übernahme.
Allerdings sind die Steinhummeln bei mir keine Sensibelchen.
Beim zweten Volk (Okkupation von vorherigen erdhummel) war auch eine tote Königin in der Wolle im Eingangsbereich der Wabe. Gestern hab ich erneut kontrolliert. Jetzt sind Arbeiterinnen da. Allerdings keine Erdhummel, sonder Steinhummelarbeiterinnen. Die Wabe der Erdhummel wurde also nicht übernommen.
Dazu eine 2te tote Steinhummelkönigin im Kasten.
Das heißt die Steinhummeln hier kämpfen erbittert um den Nistplatz.

Christian

Kuckuckshummeln Frank-BS 20.05.2012 21:10

Hier fliegt gerade die Felsen-Kuckuckshummel (Psithyrus rupestris) häufig. Gott sei Dank habe ich inzwischen die Wachsmottenklappen ganz geschlossen.

Gruß,
Frank.
wespenblog - bienen, wespen, hummeln, hornissen (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Kuckuckshummeln Helena 20.05.2012 21:20

Ich sah gestern auch so eine durch unseren Garten sausen. Ein Riesending, eher noch grösser als eine Steinhummelkönigin; die bekannte Färbung mit rotem Abdomenende, aber ihr Körper glänzte auffallend schwarz im Sonnenlicht durch die schwächere Behaarung. Sie war recht schnell unterwegs und landete ab und an mal im Gras etc., wohl auf der Suche nach einem Nest zur Übernahme...

Ich sehe zurzeit allerdings nur Arbeiterinnen von Wiesen- und Baumhummeln sowie seit kurzem meine eigenen Gartenhummeln. Steinhummeln fehlen (noch?) ganz, Ackerhummeln sah ich gestern zum ersten Mal: eine winzige Arbeiterin... Erdhummeln fehlen auch ganz!!

Dieses Hummeljahr ist besonders... Bago 09.05.2012 20:06

Hallo zusammen,

dieses Hummeljahr ist wirklich sehr außergewöhnlich. Es ist gibt nicht sehr viele Ausfälle, aber es passiert viel Außergewöhnliches.

So konnte ich heute beim Wiesenhummelvolk die tote Königin finden. Das Nest wurde von einer Baumhummel okkupiert. Interessanterweise befanden sich letztes Jahr auch Baumhummeln im Kasten. Interessanterweise muss die Baumhummel aber erst in den letzten Tagen zurückgekehrt sein. Das Nest ist sehr klein. Vor Mitte/Ende Juni dürfte es keine Jungköniginnen geben.

Die anderen Hummelvölker entwickeln sich mehr oder weniger gut. Arbeiterinnen sieht man so gut wie gar nicht. Wiesenhummeln sind allerdings gut vertreten. Gartenhummeln sieht man gar nicht mehr. Die anderen Arten aber auch nicht. Entweder sind die alle in die Kastanien verschwunden oder es ist wirklich so leer.

Wenn ich mir das so anhöre, beispielsweise bei Helena, dass dort jetzt noch eine Gartenhummel ein Nest gründet, so kann ich es kaum glauben. Ich deshalb lebt die Königin auch nicht länger...Die dürfte ja bald ein jahr alt sein, denn letztes Jahr war alles deutlich früher...

Gruß Alex aus Dortmund

seit heut fliegen Arbeiterinnen; und zwei Fragen Fienchen 10.05.2012 22:52

Hallo,
bei der Steinhummel (Ansiedlung 21.04.) fliegen seit heut ca. 2 Arbeiterinnen, die Queen fliegt auch noch mit aus.
Bisher läufts also ganz gut.
jetzt fallen mir natürlich Fragen ein.

1. Heut kamen einige Ameisen aus dem Einflug. Zuvor waren die mir nicht aufgefallen. Löst das etwas aus?

2. Würd gern mal ´ne richtige Kontrolle machen. Aber bisher konnte ich das Nest nicht entdecken. Habe vermutlich zuviel Wolle drinn. Sollte ich richtig tief suchen? Oder bekommen die Hummeln das dann nicht wieder in Ordnung. Will nix kaput machen. Ich muss dazu sagen, dass "meine" Hummeln ohne Mottenklappe unterwegs sind. Deshalb sind Kontrollen ja umso wichtiger. BT habe ich mir präventiv schonmal besorgt, falls ich Befall erkennen sollte.

3. Jetzt wo Arbeiterinnen fliegen, dürfte ja der Kasten bei Störung nicht mehr aufgegeben werden oder?

Vielleicht kann mir einer von Euch beschreiben, wie er zu Werke geht, wenn´s nötig wird

Danke Fienchen

seit heut fliegen Arbeiterinnen; und zwei Fragen Christian 11.05.2012 10:53

Gestern Nacht hab ich meine Hummeln kontrolliert. Da flog mir gleich ne Wachsmotte entgegen. Es geht also los. Diese Tiere bleiben eigentlich lange (Tage) im Kasten sitzen. Ein Befall ist daran zu erkennen. Motte im Kasten bedeutet sofort behandeln, wenn Du das Volk erhalten willst. Gerade im Frühjahr.

Ich hab heuer einmal nach den Steinhummeln gegraben und dabei viel der Wolle durchwühlt. Obwohl: Ich heb das Material in Schichten hab und merk mir wie es wieder zusammengehört. Ein puzzel. Dennoch war meiner Meinung nach viel gestört. Die Königin hat trotzdem ihre kleine Kugel gefunden.
Die hab ich allerdings nicht geöffnet!

Gruß
Christian

seit heut fliegen Arbeiterinnen; und zwei Fragen Fienchen 11.05.2012 11:04

Hallo Christian,

ja, das es los geht hab ich mir schon gedacht, die Nächte hier in Berlin waren doch total mild.
Mir war vor 3 Tagen auch so als hätte ich eine Wachsmotte im Kasten gesehen. Also ne Motte war da auf jeden Fall obs ne Wachsmotte war...habs sie nicht erwischt, die war so schnell in der Wolle verschwunden.
Du öffnest Nachts? Dann kannst Du doch selber nix sehen.
Hab ja auch Steinhummis. Bleiben die friedlich wenn ich tagsüber rumwurschtel?
Wenn ich behandle sollte es ja möglichst warm sein. Nun wirds die nächsten 6-7 Tage aber echt kalt :-((

Menno, Probleme, Probleme, Probleme

Hab aber auf einschlägiger Hummelseite gelesen, dass man auch die einfliegenden Arbeiterinnen kurz mit BT besprühen kann. Das hilft zumindest gegen Totalverlust. Wenns jettz kalt wird muss ich halt den Hummis einen kurzen Schreck beim heimkommen verpassen.

Gruß Fienchen

war heute mutig Fienchen 11.05.2012 23:57

nach der Mottensichtung musste ich ja nun handeln. Ab Morgen wird das Wetter kalt und nass.
Also habe ich mich heut ans Nest getraut und hab mal gewühlt. Tatsächlich war die Nistkugel ganz weit unten. Die Königin blieb einigermaßen ruhig. eine Arbeiterin war mit im Nest. Die zweite ausgeflogen. geöffnet habe ich die Nistkugel nicht. Habe kurz BT draufgesprüht (Dank an Harry A. fürs schnelle Schicken!). Dann den Kasten bei 28 Grad ca 10 min offengelassen.
Leider bekam ich die Wolle nicht wieder original drauf. Die rückkehrende Arbeiterin hatte echte Probleme Richtung Nistkugel zu kommen. Puh, hoffe das klappte noch. Werd morgen mal schaun.

Kann man die angesetzte Brühe einige Tage/Wochen kühl lagern? Oder muss ich jedes Mal neu ansetzen?

Fienchen

Allerlei Interessantes dieses Jahr Christoph B. 11.05.2012 11:16

Hallo!

Nach den kalten Tagen, an denen sich absolut nichts tat, sind nun alle 3 Kästen besetzt!

1. Kasten: Sehr große eingesetzte Erdhummelkönigin, aber offensichtlich noch eine 2. kleinere drin, die sich später selber angesiedelt hat. Noch koexistieren sie.

2. Kasten: Ackerhummel, vielleicht eine Rückkehrerin. Scheint alleine zu leben...

3. Kasten: Zuerst Wiesenhummel (hat sich selbst angesiedelt), später kam eine Baumhummel dazu. Die Wiesenhummel lag einige Tage später tot auf der Polsterwolle. Die nur leicht geöffnete Mottenklappe hat die Doppelbelegung nicht verhindert. Der Kasten wird auch immer wieder von einer 3. Hummel besucht, vermutlich einer Kuckuckshummel, die aber wegen der Klappe nicht hineinkommt.

Noch in keinem Kasten gibt es Nachwuchs. Alles in allem sehr spannend dieses Jahr.

Frage zu Doppelbelegung Christoph B. 14.05.2012 06:11

Hallo!

Muss doch noch einmal zu meinem 1. Kasten fragen:

Die große Hummel darin ist vermutlich eine Gartenhummel (hatte mich vertan), die kleinere eine Erdhummel. Sie leben noch gemeinsam. Kann man da was tun? Irgendwann vertreiben sie sich doch gegenseitig!? Was, wenn die esrten Arbeiterinnen kommen? Soll ich die Erdhummel wegfangen und 5 km weiter wieder aussetzen? Habt Ihr Erfahrungen mit derlei Dingen?

Viele Grüße von Christoph B.

Frage zu Doppelbelegung Helena 14.05.2012 15:20

ich glaube, irgendwann gibts eine oder gleich 2 tote Königinnen, ich fände diese Aussicht auch nicht so lustig. Gartenhummelvölker bleiben zwar klein, aber in einem Hummelhaus «kanns nur eine geben»...
Mich würde die Antwort von Profis auch interessieren. Umsiedeln mit Arbeiterinnen ist aber glaub ich erfolgreicher als nur die Königin allein; aber bis dahin kann es ja auch schon zu spät sein, wer weiss?

Doppelbelegung: "erledigt" Christoph B. 17.05.2012 09:40

Hallo Helena,
das Problem hat sich leider erledigt: Eine tote und eine lebende Königin hab ich jetzt. Es geht wohl nicht anders. Die Natur ist da recht eindeutig, die stärkere setzt sich durch. Was noch interessant wäre: Warum koexistieren die beiden Königinnen so lange nebeneinander? Nachts sind sie ja beide im Kasten. Riechen die sich nicht und erledigen das Problem gleich und verscheuchen sich? Da versteh ich noch vieles nicht.
Viele Grüße
Christoph

Doppelbelegung: "erledigt" Helena 17.05.2012 10:11

Keine Ahnung, warum die sich solange dulden; ich würde ja auch meinen, dass die sich sicher «riechen» können. Welche hat denn nun welche gemeuchelt?

Doppelbelegung: "erledigt" Christoph B. 17.05.2012 20:03

Die Siegerin ist doch auch eine Dunkle Erdhummel, allerdings größer als die gemeuchelte (daher dachte ich zwischendurch an Gartenhummel). Hab heute bei der Nestkontrolle einige Arbeiterinnen entdeckt, eine ist auch aus- und eingeflogen. Scheint sich alles zu "normalisieren". Schaun mer mal...

Doppelbelegung: "erledigt", jetzt auch die Überlebende tot Christoph B. 24.05.2012 09:52

Hallo!
Nun ist Überlebende tot im Kasten gelegen. Hat etliche Tage überlebt. Kann das sein, dass das Gift erst nach etlichen Tagen zum Tod führt? Eine Obduktion würde jetzt Klarheit schaffen...
Einige Arbeiterinnen fliegen ein und aus. Versuche nun, noch eine suchende Erdhummel zu finden - schwierig. Käme die mit den verbleibenden Erdhummelarbeiterinnen klar?
Letztes Jahr hatte ich auch 2 tote Königinnen. Diese Doppelbelegungen mit gegenseitiger Tötung scheinen mir ein ernstes Problem bei Kästen zu sein - ohne aktives Besiedeln! Klappen können das auch nur bedingt verhindern.
Wie geht Ihr mit dem Problem um?
Viele Grüße
Christoph

Frage zur Baumhummel Christoph B. 11.05.2012 11:24

Hallo!

Habe dieses Jahr zum ersten Mal eine Baumhummel im Kasten (selbst angesiedelt). Diese Art soll ja im Vergleich zu den anderen Hummelarten recht aggressiv sein. Was heißt das nun genau? In welchem Abstand vom Flugloch kann man sich zum Beobachten vor den Kasten setzen? Was ist anders bei dieser Art? Es kommen auch immer mal wieder Kinder zum "Gucken", wie die Hummeln so ein- und ausfliegen. Hatte mit den anderen Arten nie Probleme, auch nicht, wenn man recht nah an die Kästen ranging.
Herzlichen Dank für Hinweise!

Frage zur Baumhummel Harry 11.05.2012 21:23

Hallo Christoph,

Baumhummeln sind wehrhaft, dass stimmt schon, aber wenn man sich ruhig verhält und am Nest keine Erschütterungen verursacht, kann man doch recht nahe herangehen. Momentan habe ich 3 Baumhummelnester nebeneinander. Sie lernen gerade mit der Wachsmottenklappe umzugehen. Es ist spannend ihnen zuzuschauen, denn bei vielen klappt es nicht auf Anhieb. Man muss natürlich beobachten, in welcher Simmungslage die Hummeln sind. Sind sie unruhig, oder gerade durch irgendetwas gestört worden, was ihre Alarmbereitschaft erhöht, ist es ratsam Abstand zu halten. Momentan sind sie so mit dem Polleneintrag beschäftigt, so dass sie für nichts anderes Zeit haben.

Gruß Harry

Frage zur Baumhummel Felix Auer 12.05.2012 19:48

Hallo Christoph,
jetzt schon vier Jahre hintereinander habe ich immer im selben Kasten ein Baumhummelvolk und konnte in punkto Aggressivität zu anderen Arten keinen Unterschied feststellen, obwohl dieser Kasten knapp einen Meter neben meiner Gartenschaukel steht. Was mich bei Baumhummeln fasziniert, ist ihre kontinuierliche Volksentwicklung und der immense Sammelfleiß.
Es grüßt Dich und alle Hummelliebhaber Bernde

Frage zur Baumhummel Martin 12.05.2012 21:08
Es grüßt Dich und alle Hummelliebhaber
Bernde <---------

Huch, multiple Persönlichkeit.

Erzähl, kann Bernde auch kein englisch? :-)

Frage zur Baumhummel Christoph B. 13.05.2012 17:08

Hallo Felix,
danke für Deine Antwort! Interessant. Was meinst Du genau mit kontinuierlicher Entwicklung und mit immensem Sammelfleiß? Wie kannst Du das feststellen, verglichen mit anderen Hummelarten?
Viele Grüße von Christoph B.

Frage zur Baumhummel Felix Auer 14.05.2012 09:24

Hallo Christoph,
schon von der Neubelegung eines Kastens an ist nach meinen Beobachtungen eine Baumhummel zielstrebiger als eine Erdhummel oder eine Steinhummel. Ich habe zur Zeit diese Arten in meine Kästen, Baumhummel und Erdhummel etwa gleichlang. Die Steinhummel kam später hinzu. Bei Baum.- u. Erdhummel fliegt seit Anfang voriger Woche der Nachwuchs. Schon als die Königinnen noch ausflogen war nur verlässig die Baumhummel täglich zu sehen. Bei der Erdhummel, wie auch der „Steini“ war oft Rätselraten angesagt, ist sie noch da oder verlustig? Oft habe ich nur durch Polsterwolle im Einflugloch erkannt, dass noch Leben im Kasten ist. So geht es mir im Moment mit der Steinhummel. Jetzt, wo junge Baumhummeln ausfliegen, habe ich den Eindruck, dass es ständig mehr werden. Bei den Erdhummeln sieht man keinen Fortschritt, auch tun sie sich mit der Mottenklappe viel schwerer, als die Baumhummeln. Hier ist die Klappe schon lange geschlossen. Schließe ich die Klappe bei den Erdhummeln, sitzt ein Hummelchen davor und weis nicht mehr weiter, so dass ich Angst habe, sie geht verloren. Bei den Baumhummeln ist jetzt schon ein reger Sammelbetrieb im Gange. Erstaunlich, was für große Pollenpakete die kleine erste Generation heranschleppt. Das alles meine ich mit kontinuierlicher Entwicklung und mit immensem Sammelfleiß? Mit den Baumhummeln wirst Du viel Freude haben.
Ich wünsche sie Dir auf alle Fälle.
Gruß Bernde

Frage zur Baumhummel Christoph B. 14.05.2012 09:48

Hallo Felix! (Ich bleib mal bei "Felix", da ich "Bernde" nicht so recht einordnen kann.)

Herzlichen Dank für die ausführliche Schilderung und Deine Wünsche! Freu mich auf meine ersten Baumhummeln. Heute Morgen ist sie schon reingeflogen, kommt gut mit der noch ganz wenig geöffneten Klappe zurecht. Kann ich sie für die Königin schon ganz zumachen? Arbeiterinnen sind noch keine da.
Dir auch guten Erfolg! Viele Grüße von Christoph B.

Frage zur Baumhummel Christoph B. 13.05.2012 17:13

Hallo Harry,
danke für Deine Antwort! Abstand halten bei Unruhe: Wieviele Meter? - Es geht mir drum, dass niemand "attakiert" wird, eben auch neugierige Kinder.
Leider hat Dein Tipp, die Klappe gleich nach der ersten Besiedelung halb zu schließen, bei meiner Wiesenhummel nicht geholfen - da ist jetzt die Baumhummel drin! Die Wiesenhummel lag tot auf der Polsterwolle. Auch schade.
Viele Grüße von Christoph B.

Frage zur Baumhummel Harry 13.05.2012 20:17

Hallo Christoph,
wie schon geschrieben, es kommt auf die Stimmungslage der Baumhummeln an. Im Moment kann ich sogar an der Klappe Justierungen vornehmen, ohne von ihnen angegriffen zu werden. Grundsätzlich möchte ich zum Abstand keine Aussage machen, da ein aufgeregtes Baumhummelvolk auch schon mal bei zwei oder drei Meter Abstand Verteidigungsbereitschaft zeigt.
Jedenfalls ist ihre Neugierde auf alles Neue was sich am Nesteingang bewegt nicht mit Acker-oder Wiesenhummeln zu vergleichen. Aber Angst braucht man vor ihnen nicht zu haben. Gerade Baumhummeln sind interessante Hummeln. Ihren Fleiß und ihre Quirligkeit bei der Nektar- und Pollensuche ist es, was sie auszeichnet. Von der Farbzeichnung sind sie von der Natur etwas bescheidener als dunkle Erd-oder Steinhummel ausgestattet, aber sie zu beobachten ist einfach fantastisch.
Leider werden sie sehr häufig von Wachsmotten besucht. Man muss schon gut aufpassen, damit sie nicht ins Nest gelangen.
Mit meinem 3 jährigen Enkel beobachte ich am liebsten die Baumhummelnester, da dort am meisten los ist. Baumhummeln lernen meiner Ansicht nach am schnellsten mit der Klappe umzugehen. Ihre Hartnäckigkeit sie zu überwinden und die richtige Stelle anzufliegen, um sie anzuheben, ist enorm.
Wenn Du Deinen Kindern den nötigen Respekt vor dem Volk beibringst, ist es für sie ein tolles Erlebnis diese Hummelart zu beobachten.

Gruß Harry

Frage zur Baumhummel Torsten 13.05.2012 20:25

Hallo,

Wollte mal Fragen wie eure Kästen so stehen, das sich Baumhummel von selber ansiedeln. Stehen sie erhöht auf eine art
Podest oder habt ihr sie auch am Boden stehen. Ich habe 7 Kästen und habe in der Regel Ackerhummel, Steinhummel, Erdhummel und Gartenhummel in den Kästen.

Ich habe auch noch nie eine Baumhummel suchend gesehen, hat sich irgendwie noch nicht ergeben. Wir haben zwar jedes Jahr Arbeiterinnen im Garten und Königinnen an der Salweide. Aber wie gesagt suchende habe ich noch keine bemerkt.

Schön Grüße

Torsten

Frage zur Baumhummel Harry 13.05.2012 21:48

Hallo Torsten,

von meinen drei Baumhummelnestern sind zwei aus Umsiedlungen. Ein Nest ist aus dem Dachbereich, dass bei Dachdeckerarbeiten entdeckt wurde und umgesiedelt werden musste. An der gleichen Stelle befanden sich noch alte Restnester vom Vorjahr, was auf eine Rückkehrerin schließen läßt.

Das andere Nest ist aus einem Vogelnistkasten,welches über der Eingangstür eines Gartenhäuschen hing. Bei jedem Türschlag wurden die Hummeln dort in Alarmbereitschaft versetzt. Beide Völker habe ich in meine Systemnistkästen umgesiedelt.
Das dritte Nest ist eine Selbstansiedlung dass in ca. 1m Höhe steht. Beim diesem Volk fliegt die Königin noch selbst aus.
Im Moment existieren dort erst 3 Arbeiterinnen.

Gruß Harry

Frage zur Baumhummel Christoph B. 14.05.2012 06:04

Hallo Torsten,
meine 3 Kästen stehen auf dem Boden, auf der Ostseite einer kleinen Gartenhütte, damit die Sommesonne sie nicht aufheizen kann. Die Baumhummel hat den Kasten selber besiedelt und die Wiesenhummel "beseitigt". Habe in diesem Frühjahr zum ersten Mal eine suchende Baumhummel gesehen, sonst auch immer die von Dir genannten Arten.
Viele Grüße von Christoph B.

Frage zur Baumhummel Torsten 14.05.2012 10:35

Hallo Harry, hallo Christoph!

Danke für eure Rückinfo. Super das du die Baumhummel übersiedelt hast und auch alles funktioniert, Harry! Du bist Profi
genug, das du da kein Problem hast. Ich war auch schon auf den Homepage!

Wo hast du die suchende Baumhummel gesehen, an einer Hauswand oder Baum?

Liebe Grüße

Torsten

Frage zur Baumhummel Christian 14.05.2012 11:28

Hi,
Nestsuche: ich hab Baumhummel die Hauswand auf und nieder fliegen sehen, recht hektisch und nicht am Boden, wie andere Arten.
Allerdings: seit 2006 habe ich wieder eine Baumhummel, per Selbstansiedlung: der Kasten steht versteckt: Im Holzlager, das in der Ecke vom Grundstück liegt.
Flugloch nach hinten raus. In 40 cm Entfernung beginnt der Holz Sichtschutzzaun vom Nachbarn 2 m rechts mein sichtschutzzaun. Die Queen konnte nur von oben kommen oder von links. Dort steht 50 cm vom Durchgang entfernt ne Vorgelbeere, deren Krone z.T. auch den Einflug von oben abdeckt.

Zunächst war der Kasten in 70 cm Höhe mit Flugloch zum Garten aufgestellt. Es kam zu keiner Ansiedlung. Weil ich umziehe und schon vier Kästen belegt waren, hab ich ihn weggestellt. E Voila kam es zur Ansiedlung.

Will damit sagen: den Idealplatz gibts scheinbar nicht, oder Hummel definieren Ideal anders als ich.

Christian

Frage zur Baumhummel Christoph B. 17.05.2012 09:48

Hallo Harry,
vielen Dank für Deine ausführliche Schilderung! Bin nun richtig gespannt, was sich da noch alles tun wird. Immer mal wieder was Neues. Ich hab jetzt alle 3 Kästen belegt - zum ersten Mal auch der von Dir mit der Baumhummel -, und die Probleme mit den Doppelbelegungen haben sich ohne "Doppelmord" erledigt. Die Kinder sind Besucherkinder, meine sind schon groß.
Eine gute Hummelsaison! Viele Grüße
Christoph

Tote Hummelarbeiterinnen im Nistkasten Karo 12.05.2012 20:52

Hallo liebe Hummelfreunde,

ich habe dieses Jahr zwei Schwegler-Holzbetonnistkästen, wie sie von von Hagen beschrieben wurden, nach seiner Anleitung mit Kleintierstreu und Kapokawolle (die negativen Berichte über synthetische Fasern in Polsterwolle haben mich abgeschreckt) angesetzt und habe heute tatsächlich Baumhummeln darin entdeckt.
Die ersten daumennagelgroßen Arbeiterinnen waren bereits da - Königin habe ich keine entdeckt, aber da die Witterung nicht optimal war, wollte ich nicht unnötig in dem Kasten herumwühlen. Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass in dem Kasten verstreut etwa 3 tote Arbeiterinnen (selbe Art, selbe Größe) lagen. Die anderen Damen sammelten sich am Nisteingang, wo sie etwas Wolle aus der Mitte des Kastens zu einem kleineren Kügelchen geformt hatten. Ein oder zwei Arbeiterinnen trugen auch Pollen ein.
Nun weiß ich nicht, ob das "normal" ist, dass sich tote Tiere im Kasten fanden oder vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass ich die Damen zufüttern sollte oder vielleicht etwas ganz anderes im argen ist. Was könnt ihr mir aus euren Erfahrungsschatz berichten?

Vielen lieben Dank im vorraus! Grüße aus Bielefeld,
Karo

Tote Hummelarbeiterinnen im Nistkasten Bago 13.05.2012 18:37
Hallo liebe Hummelfreunde,

ich habe dieses Jahr zwei Schwegler-Holzbetonnistkästen, wie sie von von Hagen beschrieben wurden, nach seiner Anleitung mit Kleintierstreu und Kapokawolle (die negativen Berichte über synthetische Fasern in Polsterwolle haben mich abgeschreckt) angesetzt und habe heute tatsächlich Baumhummeln darin entdeckt.
Die ersten daumennagelgroßen Arbeiterinnen waren bereits da - Königin habe ich keine entdeckt, aber da die Witterung nicht optimal war, wollte ich nicht unnötig in dem Kasten herumwühlen. Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass in dem Kasten verstreut etwa 3 tote Arbeiterinnen (selbe Art, selbe Größe) lagen. Die anderen Damen sammelten sich am Nisteingang, wo sie etwas Wolle aus der Mitte des Kastens zu einem kleineren Kügelchen geformt hatten. Ein oder zwei Arbeiterinnen trugen auch Pollen ein.
Nun weiß ich nicht, ob das "normal" ist, dass sich tote Tiere im Kasten fanden oder vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass ich die Damen zufüttern sollte oder vielleicht etwas ganz anderes im argen ist. Was könnt ihr mir aus euren Erfahrungsschatz berichten?

Vielen lieben Dank im vorraus! Grüße aus Bielefeld,
Karo

Der Grund könnte eine Okkupation durch eine fremde Königin sein. Möglicherweise ist das Nest auch von einer Kuckuckshummel befallen.

Gruß Alex aus Dortmund