Beiträge aus 2012

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Bulli 07.05.2012 08:44

Hallo zusammen,

eigentlich ist der Rhododendron nicht das, was ein Hummelfreund im Garten haben will. Zumindest lese ich das aus den Artikeln zu Massentrachten heraus. Unter anderem weil die Blütezeit so kurz sei.

Nun, ja.
Ich kann nur sagen seitdem hier (Klima etwa wie Dortmund) die Rhododendren blühen, brauche ich keine entkräfteten Hummelköniginnen zu päppeln.
Vor Ostern war das immerhin 3 mal nötig. Zwei Erdhummeln und eine Steinhummel. Letztere hatte schon 4 gelähmte Beine und ist leider verstorben.
Zwei Tage nach Ostern fing der erste (weiße) Rhododendron an zu blühen und nun ist der dritte an der Reihe. Komischerweise sind andere Farben beim Rhododendron nicht angesagt.
Teilweise waren drei Königinnen gleichzeitig an dem ersten Rhododendron der Reihe. Der steht zwar an der Nordseite eines Hauses und ist durch einen Dachüberhang halb vom Regen abgeschirmt, aber er war trotzdem der erste.

Die Besuchszeiten am Rhododendron finde ich auch nicht schlecht.
Eine Minute und mehr pro Blüte. Dabei wechseln die Hummeln drei bis vier mal die Saugposition und bringen es auf über 20 Sekunden reine Saugzeit in der Tier und Rüssel unbeweglich verharren. Bis auf das Abdomen natürlich. ;-)
Ich weiß nicht viel über die normale Verweildauer in Blüten bei anderen Massentrachten, aber das sind für mich recht hohe Werte?!

Wenn man an einem Rhododendron sehen will wieviele Hummeln ihn gerade besuchen, sollte man also mindestens zwei Minuten stehen bleiben und beobachten, weil durch die lange Verweildauer sehr schnell der Eindruck entsteht, es sei keine Hummel dran.

Die letzten paar Tage gab es bei uns stundenlangen Nieselregen bei Tageshöchsttemperaturen von neun bis zehn Grad Celsius.

Der Rhododendron war dennoch gut besucht.
Die Tiere waren besonders am Dauerregen-Samstag zwar arg durchnässt, aber gerade Baum- und Wiesenhummeln sind sehr fidel.
Es wird meist Nektar, aber auch Pollen gesammelt.
Vier bis fünf Tiere waren im Schnitt gleichzeitig am Busch (ca. 2 Meter Durchmesser).
Außerdem sind mindestens zwei Wespenköniginnen immer mal wieder zu sehen gewesen (bis ca. 9 °C).

Bei dem schlechten Wetter scheinen die Erdhummelköniginnen und die Erdhummelarbeiterinnen die Blütendolden im inneren des Busches zu bevorzugen, während Wespenköniginnen, Baum- und Wiesenhummeln eher die seitlichen Dolden bevorzugen.
Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht haben sich die Blüten dort erst vor kurzer Zeit geöffnet?
Steinhummeln sind anscheinend nicht hier in der Gegend.

Die größeren Hummelarten und die Königinnen scheinen sich schwerer zu tun mit dem Anflug und dem Krabbeln in der Blüte. Aber da denke ich, dass das wohl generell so ist.

Wie dem auch sei.
In den letzten Tagen des Dauernieselregens hat der Rhododendron vermutlich die Versorgung der Hummelvölker in der Nähe nahezu alleine gestemmt.
Direkt benachbarte Apfelbäume wurden demonstrativ nicht besucht. Naja, hätte ich die Auswahl zwischen einer Nektarquelle unter einem großen trockenen Dach und als Alternative kleine nasse Blütchen, wüsste ich schon, wo ich mich aufhalte würde. ;-)

Die Hummeln machten überwiegend den Eindruck, als ob sie Shuttle-Flüge machten. Eben mal zum Rhododendron und sofort zurück zum Nest. Zumindest war der Eindruck während der Abendstunden so. Ist das vielleicht morgens noch anders?

Alle sonstigen Blumen wurden auch verschmäht. Vermutlich weil sie entweder geschlossen oder die Blüten mit Wasser gefüllt sind?
Ich muss mal vergleichen was hier blüht und ob es für Hummeln geeignet ist.
Tulpen ... ist klar ... sind nix.
Azaleen / Gartenazaleen (eine Art Rhododendron mit sehr viel kleineren Blüten) sind anscheinend auch nichts.

Was mich interessiert und was ich mich frage:
Wie giftig sind die Rhododendren denn wirklich für Bienen? Oder können die Bienen damit umgehen nur die Menschen nicht, die deren Honig ernten?

Heute um 6:30 Uhr war fünf Grad Celsius, kein Regen mehr, aber alles noch Nass vom Regen während der Nacht und schon waren wieder Baum- und Wiesenhummeln am Rhododendron aktiv. Dabei ist mir zum ersten Mal eine recht kleine Version der Wiesenhummel aufgefallen. Die scheinen also auch schon erste Arbeiterinnen zu haben, wenn es nicht eine andere Art ist.

Meine bescheidene Erfahrung ist, dass die weiß blühenden Rhododendren mit den großen Blüten (als Knospen sind sie noch rosa gefärbt) von Hummeln und Wespen gut besucht werden.
Anscheinend ist es ein Glück, dass hier mehrere gleich aussehende Sträucher mit unterschiedlichen Blühzeiten stehen, so dass über Wochen immer etwas Nektar bereit steht und auch die Lücke nicht zu groß wird, wenn sich die Blütezeit eines Strauches durch einen späten Nachtfrost verkürzt.

Bei Dauernieselregen haben sich die Büsche nach meiner unerfahrenen Meinung bewährt.

Freude machen sie mir auf jeden Fall.
Und wie gesagt ... man muss schon zwei Minuten daneben stehen, um einen Überblick über die Anzahl der Hummeln in den Blüten zu bekommen.

Ich werde mal weiter beobachten. Es blühen demnächst noch ein paar Büsche in anderen Farben ... mal sehen ob sie den Erfolg der weißen Blüten erreichen.

Über eure Meinungen pro oder contra Rhododendron würde ich mich freuen.

Viel Erfolg an alle hier im Forum

Bulli

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Michel 07.05.2012 12:12

Hallo,

woher hast du denn die Information, dass ein Hummelfreund keinen Rhododendron im Garten haben will?

Rhododendren sind auch hier immer sehr gut besucht und auch nicht toxisch für die Tiere. Zumindest haben meine Völker dadurch nie irgendwelche Einbußen gehabt - im Gegenteil. Gerade Pollen wird dort effizient und schnell gesammelt.

Nur weil die Pflanze für den Menschen durchaus toxisch ist, ist das aber kein Beleg für ihre Giftigkeit für Insekten. Auch Eisenhut, Goldregen und Fingerhut sind für höhere Säugetiere tödlich giftg, und dennoch bei Hummeln sehr beliebt. Oft ist die Toxizität ja auch nur auf gewisse Pflanzenteile beschränkt.

Vg,
Michel

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Helena 07.05.2012 13:08

Unser Nachbar – auch ein Tierfreund – hat das Haus mitsamt sehr altem Rhodobestand gekauft und letztes Jahr sah ich auch extrem viele Hummeln während der Blüte daran.

Hier in der Schweiz haben wir sehr kalkhaltigen Boden, daher sind Rhodos bei Naturfreunden verpönt, weil fürs Anlegen des Moorbeetes anderswo Moore durch Torfabbau zerstört werden. Ihr in Deutschland habt das Problem mit dem eher sandigen Boden ja nicht so, aber hier wächst normalerweise kein Rhodo von Natur aus, ohne dass man den vorhandenen Boden total mit Moorbeet ersetzen muss. Ich persönlich kann das Zerstören von Mooren in Estland etc. nicht befürworten und halte mich daher lieber an einheimische Gewächse, die mit Kalk kein Problem haben.

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Martin 07.05.2012 19:28

Vielleicht hast du mal was vom angeblich giftigen Nektar der Linde* gelesen und verwechselst da jetzt etwas.
(*Eine Theorie zum "Hummelsterben" unter den Linden.)

Der Rhododendron ist meines Wissens nicht schädlich für die Bestäuber. Wie du schon selbst schreibst, die Hummeln lieben ihn sogar. Das eigentliche Problem mit der Pflanze hat Helena ja schon beschrieben. Es soll inzwischen auch "kalktolerante" Sorten geben, die nicht zwingend ein Moorbeet brauchen.

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? KiGaZw 07.05.2012 19:50
Es soll inzwischen auch "kalktolerante" Sorten geben, die nicht zwingend ein Moorbeet brauchen.

Ich habe meinen seit Jahren in schwerem Boden. Der wächst und blüht, nur viel Wasser braucht er wenn er blüht. Meiner ist rosa und immer viel später dran als die weißen Sorten vom Nachbarn. Ein Hummelmagnet!

[img:http://www.datenerror.de/hummel/08.jpg]

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Bulli 08.05.2012 07:11

Hallo,

zuallererst herzlichen Dank für eure Antworten.
Also alles in allem ist Rhododendron ein guter Nahrungslieferant für Hummeln.

woher hast du denn die Information, dass ein Hummelfreund keinen
Rhododendron im Garten haben will?

Ein Ausschlussverfahren. Wenn ich Empfehlungen für einen hummelfreundlichen Garten las, dann fehlte Rhododendron. Auch sprachen sich mindestens zwei Leute in Foren direkt gegen diese Büsche aus.
Vielleicht kommt das aber alles nur daher, weil Bienen mit den Blüten ihre liebe Mühe haben.

nicht toxisch für die Tiere

Für Hummeln nicht, wie ich lesen konnte.
Aber Bienen und menschliche Honigesser sollen so ihre Problemchen haben. Das stand sogar mal unter dem Stichwort Rhododendron in Wikipedia. Der Abschnitt "Giftigkeit" wurde anscheinend vor einiger Zeit gekürzt.
Allerdings, wenn ich das noch mal ganz genau lese, so sind es nur einige Rhododendron-Arten, die für Bienen bzw Menschen giftigen Nektar produzieren.
An dem weißen R. hier waren heute Bienen dran. Die saßen zwar immer mal schlapp auf den Blättern und sonnten sich, aber das war vermutlich nicht weil sie sich vergiftet hatten, sondern weil es für die Bienen vielleicht doch noch eine Idee zu kühl war.

das Haus mitsamt sehr altem Rhodobestand gekauft und
letztes Jahr sah ich auch extrem viele Hummeln während der Blüte daran.

War auch ein Busch mit roten Blüten dabei und wurde er besucht? Hier sind drei kleinere rote Rhododendren gerade in Blüte und ein fliederfarbener fängt an zu blühen. Zur Zeit keine Besucher.
Wenn ich dies mit der Bemerkung zum Thema rot leuchtende Lichtschranken in der Eingangsröhre zu Hummelnestern kombiniere, die besagte, dass Hummeln kein rotes Licht wahrnehmen können (in irgendeinem Forum gelesen), so dürfte es kein Zufall sein, dass Hummeln rote Rhododendronblüten nicht anfliegen, denn sie würden ihnen schwarz erscheinen.

habt das Problem mit dem eher sandigen Boden ja nicht so,

Ja, dafür aber teilweise mit Lehm kurz unter der obersten Schicht Mutterboden.
Allzu gemütlich sollte man es einem Rhododendron auch nicht machen, sonst bekommt man ihn nicht mehr weg. Gerade R. gelten als sehr hartnäckig, weil nach dem Entfernen des Busches die verbliebenen Wurzelstücke immer wieder austreiben, wenn es sich um einen guten und feuchten Standort handelt.
Machmal denke ich es gibt die vielen Rhododendronparks nur deshalb, weil man die Pflanzen nicht mehr weg gekriegt hat. ;-)

Hummelsterben unter den Linden

Ein trauriges Thema. Man kann ja nicht ewig dabei stehen, um dann innerhalb von einer oder zwei Minuten mit ein wenig Päppellösung noch alles herum zu reißen ... versuchen.
Ich überlegte schon mal wie man eine immerwährende Ersatzfutterpflanze designen könnte, die wenigstens Ersatznahrung bereit hält. Eine Gedankenspielerei, zugegeben. Letzendlich ist nichts künstliches so glatt und sauber wie die Oberfläche einer Blüte, nichts so steril wie frischer Nektar und der Geruch fehlt auch bei einer Ersatzzuckerlösung.

Meiner ist rosa

Also rosa funktioniert auch.

Nun mein Bericht über den gestrigen Tag.
Bis zum Abend waren die Regentropfen fast alle weggetrocknet.
Am frühen Abend waren einige Bienen an dem R., die wie oben schon beschrieben, sich immer mal wieder in der Sonne ausruhten. Verhältnismäßig wenige Hummeln, fand ich. Auch waren die Hummeln viel nervöser. Teilweise huschten sie nur in die Blüten, um sofort wieder heraus zu kommen. An Fotografieren war nicht zu denken, weil ich gar nicht nahe genug dran kam, bevor sie vor mir flüchteten.
Heute fand ich am Strauch zusätzlich eine Hornisse, eine Ackerhummel und auch eine Steinhummelkönigin war da.
Letztere nur sehr kurz. Sie flog an, suchte sich schnell eine Blüte aus, setzte sich, rutschte ab, fiel in die Blütendolde darunter, brummte fürchterlich als sie sich zuerst nicht befreien konnte und verließ den Busch nach einigen Sekunden Befreiungskampf wutentbrannt in gerader Linie. Bei aller Sorge um die Flügel, war das doch recht ulkig. :-)
Später am Abend so nach 20:00 Uhr war alles easy. Keine Bienen mehr und auch kaum noch Fliegen. Die Hummeln gingen wieder ruhiger ihrem Geschäft nach und ließen mich bis auf 30 cm ran. Zwei Erdhummelköniginnen und eine Baumhummelkönigin (mit Glatze) waren auch noch dabei. Letztere sah nach kurzer Zeit so aus, als ob sie sich in Pollen gewälzt hätte. :-)

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Bulli 11.05.2012 07:50

Hallo,

die nähere Bestimmung des weißen Rhododendron ergab, dass es wahrscheinlich ein 'Rhododendron degronianum Subspezies yakushimanum', kurz 'Rhododendron yakushimanum' sein wird. Davon gibt es bestimmt einige Züchtungen.
[url=http://www.gartendatenbank.de/wiki/rhododendron-degronianum]R. degronianum > yakushimanum[/url]
Es heißt dort, er sei eine anspruchslose Variante.
Das käme hin.

Gestern war es 25 °C und sonnig mit ein paar Tropfen Regen. Zum ersten Mal in den letzten Tagen habe ich Hummeln auch an anderen Blüten naschen sehen.
Eine Wiesenhummel und eine Ackerhummelkönigin waren an einer dunkelrosanen Azalee. Die scheint nicht viel Nektar zu bieten. Andersfarbige Azaleen, auch mit prächtigeren Blütenmeer, wurden nicht besucht.
Erstmalig habe ich eine Hummel an einem roten Rhododendron gesehen.
Wie es kam, dass eine Wiesenhummel den Bachnelkenwurz entdeckt hat, finde ich schon doll. Ganze drei Blütchen und doch gefunden.
Der Cotoneaster scheint auch interessant für eine Hummel gewesen zu sein. Ich sah sie allerdings nur auf dem Stamm sitzen. Dieser Cotoneaster hat nur wenige und kleine Blüten.

Außer diesen kleineren Ausreißern ist der weiße Rhododendron immer noch sehr beliebt. Heruntergebrochen von seinen geschätzten 2000 Blüten relativiert sich das, aber immer noch schreiben einige Hummeln ein paar Achten in den Himmel, wenn sie den Busch verlassen.

Von den Steinhummeln kommen seit vorgestern Königin und Arbeiterinnen.
Die Ackerhummelkönigin (heller Typ) scheint noch keinen Nachwuchs zu haben.
Abends kommen meist die Königin und die Arbeiterinnen der Erdhummel.
Eine Erdhummelkönigin scheint noch auf Nestsuche zu sein.
Von den Wiesenhummeln scheinen nur noch Arbeiterinnen unterwegs zu sein.
Nur noch selten fliegt die Baumhummelkönigin den Rhododendron an.
Mindestens eine der Baumhummeln hat einen vollkommen nackten Hinterleib (Abdomen). Kann es sein, dass das von zu viel Pollen sammeln kommt?
Gerade die Baumhummeln sammeln z. Zt. viel Pollen. Viel mehr als die anderen Arten, die ich am Rhododendron beobachten kann.

Interessant finde ich, dass die Hummelköniginnen anscheinend erst am späten Abend ausfliegen um mitzuhelfen.

In dieser Gegend hat sich wohl inzwischen auch eine Feldwespe angesiedelt.

So langsam werden die Blüten am Rhododendron weniger. Mal schauen. Eine Woche ist aber mindestens noch drin, denn der Busch hat auf der Nordostseite noch Knospen.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Fazit - Hummelmagnet bei Regenwetter Bulli 17.05.2012 13:20

Hallo,

seit dem 11. hat sich das Wetter ständig geändert.
In den ersten zweieinhalb Tagen war es sonnig. Die letzten dreieinhalb Tage war dann kalt und regnerisch mit dicken Tropfen sowie kleinen Hagelkörnchen.

Als es noch sonnig war, haben sich die Hummeln anstatt nur für den Rhododendron auch deutlich für andere Pflanzen interessiert.
Beispielsweise für Cotoneaster (weiß, rosa), Azalee (helles lila), Storchenschnabel (weiß), manchmal für Rhododendron (rot) und noch eine Sorte Pflanzen, die ich aber nicht bestimmen kann.
Keine Ahnung, ob das daran lag, dass die Attraktivität des Rhododendron abnahm oder die Attraktivität der anderen Pflanzen zunahm.
Jedenfalls war Storchenschnabel bis dahin nur manchmal ein Fall für die Bienen. Inzwischen wollte sogar auch eine Erdhummelkönigin da ran. Es bog sich natürlich alles stark unter ihrem Gewicht.

Seit zwei Tagen ist es wieder regnerischer und die Hummeln zieht es wieder an den weißen Rhododendron, dessen Blühperiode in den letzten Zügen liegt. Neben dem weißen Busch und auch neben dem roten Rhododendron fängt jetzt ein dunkellilafarbener R. mit seiner Blüte an. Er ist für seine wenigen Blütendolden mit je ca. 13 Blüten jedoch auch sehr gut besucht. Hauptsächlich Erdhummeln sah ich dort.

An Tagen mit wechselhaftem Wetter scheinen die Bienen in den Blüten des weißen Rhododendrons sogar Zuflucht suchen. Vermutlich warten sie dort ab, bis die Sonne wieder hervor kommt. Wenn man so will ... ein "Stundenhotel" für Bienen. ;-)

Seit einer Woche schon blüht ein rosafarbener Rhododendron Graziella (oder Grazia). Weder bei Sonne noch bei Regen wurde der Busch angeflogen, genau so wie die über und über mit Kleinen Blütchen überzogene rosafarbene Azalee einfach nur so herum steht und lediglich gut aussieht. Auch von Wildbienen und Nutzbienen wurden die rosanen Büsche nicht genutzt.

Entteuscht bin ich auch von den roten Blüten bei Rhododendron und Azalee. Anscheinend auch keine Farbe für Insekten.

Die Blütenfarben scheinen eine ganz wichtige Rolle zu spielen.

Die Azaleen sind zwar auch von der Gattung Rhododendron aber bei Schlechtwetter gar nicht besucht. Die kleinen Blüten stehen aufrecht und sammeln eher Regenwasser, als dass sie Nektar spenden. Bei gutem Wetter sind sie allerdings auch kein Magnet da wird selbst der Storchenschnabel häufiger besucht. Die Wassersammlerinnen der Wespen nutzen die wassergefüllten Blütenkelche auch nicht als Wasserquelle.

Unter Vorbehalt ziehe ich einmal folgendes Fazit:

Ein weißer Rhododendron (mit großen Blüten) kann bei kaltem und feuchtem Frühlingswetter punkten. Dann ist er ein Hummelmagnet.
Bei einem warmen und trockenen Frühling werden für Hummeln andere Pflanzen interessant.
Die Attraktivität eines Rhododendrons hängt nach meiner Beobachtung von der Blütenfarbe ab. Weiß scheint sehr wichtig, aber auch dunkles violett bis helleres lila sind anscheinend interessant für Hummeln. Rosa und rot erscheinen mir als Fehlinvestitionen, da die von mir beobachteten Sorten deutlich weniger attraktiv bis absolut unattraktiv für Biene, Hummel und Co waren.
Die weißen Rhododendrons haben sogar den Vorteil, dass es sie als wenig anspruchsvolle Rhododendronsorte gibt (siehe einen vorherigen Beitrag).
Rhododendrons verblühen nach ca. einer bis drei Wochen.
Große R.-Büsche blühen länger, weil auf ihrer Nordseite die Knospen später zu blühen beginnen.
Mehrere Pflanzen mit unterschiedlichen Blühperioden verlängern die Attraktivität des Gartens. Frühe weiße Sorten beginnen schon früh im April. Andere Sorten haben mitte März noch Knospen.

Inzwischen kann ich verstehen, warum Rhododendrons wenig als Futterpflanze/Nahrungspflanze/Massentrachten für Hummeln genannt werden.
Wer einen R.-Busch in einer unattraktiven Farbe/Sorte hat, wird in einem trockenen und warmen Frühjahr keine Hummel am R.-Busch naschen sehen.
Des weiteren kann ein Rhododendron als wenig besucht erscheinen, weil Hummeln durchaus über eine Minute pro Blüte beschäftigt sein können. Eine Minute, in der man nichts von der Hummel in den großen Blüten sieht, es sei denn es ist eine Königin.

Ich fand es teilweise lustig die Hummeln dieses Jahr zu beobachten, wie sie Nektar und Pollen des Rhododendrons sammelten.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron vs andere Blüten Bulli 26.05.2012 00:46

Hallo, ein neues Update.

Der weiße Rhododendronbusch hat entgültig ausgeblüht. Die Blütenstände sind bereits entfernt.
Zwischenzeitlich hat eine Azalee (hellrosa mit weißen Kontraststreifen) die Hummeln bei gutem Wetter angelockt. Am gleichen Busch ist auch ein Trieb, der rosane Blüten produzierte. Die wurden wesentlich weniger besucht. Angeguckt schon, aber nur selten besucht. Außerdem waren die Blüten schnell verblüht.
Der lila R. (von einer radderigen Art) hat nur kurz etwas gebracht. Zumindestens abends war er bei warmem Wetter immer sehr fertig. Anscheinend kann das Wasser an warmen/heißen Tagen nicht schnell genug zu den Blüten transportiert werden, so dass sie zusammen fallen. Morgens sind sie dann wieder frisch.

Inzwischen stehen zwei dunkelrosane Rhododendrons in der typischen Buschform mit - na, ich schätze mal - je 1000 Blüten hoch im Kurs bei den Hummeln. Das heißt hier, dass immer 2 bis 6 Hummeln dran sind. Was sie aber auch nicht davon abhält andere Blütchen zu besuchen. Bei diesem warmen Wetter der letzten Tage (25 bis 29 °C Tageshöchsttemp.) kann ich nicht mehr davon sprechen, dass die Hummeln "Shuttle-Flüge" machen würden, wie ich ihn in einem vorherigen Beitrag beschrieb. Sie fliegen bei warmem Wetter offensichtlich gerne mal durch die Gegend und begucken sich andere Nektarangebote. ;-)

Die Bienen sind hauptsächlich am Storchenschnabel und Hornissen wie Wespen sind nicht mehr so häufig zu sehen. Dafür fliegen hier Schlupfwespen oder wie die heißen herum. Sie tragen schwer an ihren Lasten. Letztens hatte eine eine Florfliege erbeutet und kam kaum vom Boden hoch.
Die Wollschweber sind seit der Kälteperiode über Ostern nicht mehr zu sehen. Zu der Zeit gab es nach meiner Meinung noch keine Bienenvölker bis auf klein Wildbienen. Ich befürchte, dass es nächstes Jahr hier keine Wollschweber mehr geben wird.

Interessant fand ich das Verhalten einer Hummel an dem weißen Rhododendron. Sie hatte sich anscheinend auf die Blüten spezialisiert, die besonders schlecht zu erreichen waren. Also Blüten, die von Blättern nahezu verschlossen waren bzw die Blüten, die gegen die Blüten einer benachbarten Dolde stießen. Da quetschte sich die Hummel durch den kleinsten Spalt um doch noch in den Blütenkelch zu kommen. Bei der Beobachtung war warmes Wetter. Vermutlich hätte sie das bei Kälte nicht gemacht. Aber, bemerkenswert, fand ich.

Ein seit einigen Tagen blühender elfenbeinfarbener Rhododendron (radderige steckenförmige Art) zieht gar keine Hummeln an.

Ein großer blauer Rittersporn hat für seinen Nektar anscheinend noch keinen Abnehmer gefunden. Mal sehen, wie es weiter geht.
Die ersten Fingerhüte öffnen sich. Bisher aber nur elfenbeinfarbene. Aber auch da sind die Besuchszahlen eher mager. Ich hoffe auf die fliederfarbenen Sorten mit weißen Kontraststreifen.

Es gibt in meinen Augen zwei Hauptunterschiede bei Rhododendren. Einmal die ehrer radderigen steckenartigen R. bei denen die Blätter nur in der Nähe der Blütendolden sind und zudem nach unten hängen und die buschartigen Rhododendrons bei denen die Blätter durchaus auch waagerecht wie auch fast senkrecht stehen können.
Die buschartigen bringen Hummeln viel mehr, habe ich das Gefühl.

Der Rhododendron ist bei warmem Wetter vermutlich eher was für Hummeln, als für Bienen, Wespen und Hornissen.

Fazit:
Ich finde es schwierig, die Rhododendronsorten genau zu bestimmen, die die Hummis anlocken.

Bienenerlebnis mit Rhododendron:

Bienen scheinen gut daran zu tun Rhododendrons nicht allzu häufig anzufliegen. Bei gutem Wetter sind sie weit überwiegend an anderen Blüten.
Zwei Bienen sah ich, die mit ihren Füßen immer wieder fest zu kleben schienen. Ich hatte mir darüber keine Gedanken gemacht, bis ich eine Honigbiene an einem alten Deckblatt einer Knospe hängen sah. Alle sechs Beinchen klebten mit mindestens zwei Segmenten bei den mittleren und hintern Beinchen fest. Das ganze auch noch an einer schattigen Stelle.
Also, ich habe sie kurzerhand vorsichtig mit zurecht gerissenen R.-Blättern abgenommen.
Aber leider klebten die Beinchen immer noch. Die Biene wollte/konnte auch nicht mehr fliegen. Also holte ich Wasser, legte die Biene auf eine von der Sonne erwärmten Aluminiumplatte in Rückenlage und nässte die Beinchen ordentlich ein. Die Beinchen waren schwer voneinander zu trennen. Mit einem spitzen Blatt kämmte ich sie vorsichtig auseinander.
Leider ohne langfristigen Erfolg, da die klebrige Flüssigkeit, die aus dem Knospendeckblatt ausgetreten war, wohl nicht sehr wasserlöslich ist. Pflanzliches Fett wollte ich nicht nehmen und Silikonöl (wird nicht verdaut) auch nich. Mineralöle sowieso nicht.
Jedenfalls war die Biene verdammt nass und die Beinchen klebten immer wieder zusammen. Ich gab ihr erstmal ein paar Blätter zum drauf klettern. Dabei bemerkte ich, dass die Biene die Beine wohl zum säubern aneinander rieb und dann nicht mehr selber auseinander bekam.

Eine Biene, die nicht wegfliegt und bei der alle Beine aneinander kleben ... dazu noch nass ... blieb nur eine Lösung ... erstmal Futter geben. Die bereits vorbereitete Spritze war schnell mit Wasser aufgezogen und geschüttelt.

Viel schneller als die Hummeln nehmen anscheinend die Bienen die Zuckerlösung an. Jedenfalls hat sie gut getankt und sofort wurde sie sehr viel agiler. In dem Zustand hätte ich ihr nicht die Beine auseinander pulen können, wie vorher. Aber, sie hatte plötzlich so viel Kraft, dass die die Beinchen von selber immer wieder auseinander bekam.

Naja, und dann kam der große Glücksfall. Sie fiel auf den Boden. Dort waren Gehwegplatten. Den Sturz hat sie auch ohne Flügelschlagen gut überstanden. Außerdem schien die Sonne auf die Stelle ... also keine Probleme.
Die Ameisen hatten Sand von unter den Platten nach oben transportiert und die Körner und sonstiger Schmutz klebten nach kurzer Zeit an allen Beinchen. Die kleine Biene hatte immer gut zu tun sich die Beinchen zu säubern. Dann lief sie mal wieder ein Stück und säuberte wieder usw usf. Ich weiß nicht woran es lag, aber irgendwann war sie wohl wieder warm genug oder das Zuckerwasser war im Blut ... jedenfalls startete sie dann durch.
Ich hoffe, dass ich das beste getan habe.

Nach intensiver Suche am R. habe ich keine weitere festgeklebte Biene gefunden.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Revieraufteilung - Ausblick Bulli 30.05.2012 06:56

Hallo, ein weiteres Update.

Hier blüht jetzt vieles.

Die Insekten haben die Pflanzen untereinander aufgeteilt.

Die Erdhummeln haben den östlichen Teil des Gartens unter Kontrolle. Ihr Nest ist auch irgendwo im Osten. Macht also Sinn. Zum Revier gehören im Augenblick zwei hellblaue Rhododendren und eine gelbe Geißblatt-Hybride mit ca. 5 cm langen sehr dünnen Blüten. Bei dem Geißblatt beißen sie einfach ein Loch von außen in das Ende der Blüte und saugen von dort aus. Teilweise mussten sie mehrmals ansetzen, bis sie ein Stück heraus reißen konnten. Andere Hummelarten habe ich daran noch nicht gesehen.

Die Baumhummeln und Wiesenhummeln fliegen im östlichen Teil. Ihr Nest muss irgendwo ein paar Gärten weiter im Osten sein. Sie fliegen die beiden großen dunkelrosanen Rhododendrons und den dunkelvioletten Rhododendron an. Die Wiesenhummeln habe keine mittlere Binde ... also könnt's auch eine andere Sorte sein. Habe noch keinen vollständigen Bestimmungsschlüssel im I-Net gefunden.
Die kleinen Hummeln, die ich bisher als Steinhummelarbeiterinnen einordnete, könnten nach der Färbung ihres Abdomens aber auch Grashummeln sein fällt mir mal so auf. Die Farbe des Hinterleibs scheint ja ein wenig variabel zu sein.
Allerdings sind keine Ackerhummeln mehr da. Somit ist es fraglich ob eine Grashummel in Frage kommt.

An der Cotoneaster-Hecke, die eigentlich nur ein überrankter Zaun ist, treffen sich hauptsächlich diverse Wespenarten und Hornissen. Nur wenige Baumhummeln wie auch Wiesenhummeln verirren sich dahin.
Komisch ist, dass die Blüten eigentlich gar nicht richtig aufgehen, sondern quasi als Kospe schon wieder vergehen. Dennoch war großer Andrang.
Am Samstagmorgen war dort ein wildes gewusel. Es summten auf der einen Seite über ein dutzend Insekten in der Hecke und über 10 Hummeln im angrenzenden R.
Fliegen die Königinnen der Wespen und Hornissen eigentlich immer noch mit aus?
Falls nein ... haben wir hier zwei Hornissenarten (jibbet datt?) und mindestens drei Wespenarten.

Dann ist hier noch ein kriechender Cotoneaster als Bodendecker. Er hat kleine weiße fünfblättrige Blüten. Die eine oder andere Hummel nascht schon mal daran.

Storchenschnabel wird inzwischen stark von Honigbienen bevölkert.
Wildbienen sind kaum noch zu sehen. Vielleicht gehen sie aber auch nur im allgemeinen Gewusel unter.
Sporadisch sind auch Baumhummeln dran. Der Storchenschnabel hat zwar nur eine oder zwei Blüten pro Pflanze (falls man das so schreiben darf) geöffnet, aber durch die vielen Blüten nacheinander blüht er jetzt schon über drei Wochen lang.

Die gelben Korbblütler (Margariten?) im Ostteil sind immer noch lediglich für Fliegen/Schwebfliegen interessant.

Fingerhut (weiß wie fliederfarben) sind hier ungefähr 15 Stück, werden allerdings nur manchmal von Hummeln angeflogen.

Allium bekommt nur wenig Besuch und das sind meist Bienen.

Rittersporn ist inzwischen 150 cm hoch, aber wenig besucht. Eine Hummel flog einmal sehr systematisch drei Blütenringe ab. Sie hat nur eine Blüte dabei ausgelassen. Soviel Organisationsfähigkeit hätte ich den Hummeln nicht zugetraut.

Zwei mir unbekannte Pflanzen und eine Buschart werden von Wiesen- und Baumhummeln angeflogen. Ich bemühe mich demnächst um eine Bestimmung.

Was mich erstaunt ist, dass Goldfliegen offensichtlich terretorial sind und andere anfliegende Insekten - auch Hummeln - in die Flucht schlagen. Die angriffslustige Goldfliege ist recht klein gegenüber ihrem größeren Artgenossen, der häufig in ihrer Nähe weilt. Vielleicht ein Männchen?
Das Revier ist genau zwischen den "Revieren" von Erdhummeln und Baum-/Wiesenhummeln.

Die Kastanienblüte ist nun auch hier vorbei.

Es fällt auf, dass in der Wärme die "Saugzeit" an den Blüten inzwischen deutlich auf ungefähr eine Sekunde pro Blüte herunter gegangen ist. Ausnahme ist im Augenblick nur der Fingerhut mit 10 bis 40 Sekunden. Und Rittersporn mit drei Sekunden.
Nun überlege ich doch die Hummeln irgendwie zu einer künstlichen Futterquelle locken zu wollen.

Allerdings bleiben viele Blüten weiterhin unbesucht. Dazu gehört immer noch der elfenbeinfarbene und der fliederfarbene Rhododendron. Die gefüllten Blüten sowieso, aber auch viele kleinere Blütchen wie z. B. die vom kriechenden Phlox. Eine rote Azalee mit recht großen Blüten kompletiert die Reihe der entteuschenden Azaleen.

Hier sind große Baumhummeln unterwegs. Vielleicht Jungköniginnen?

Insgesamt ... wenn ich mal schätze ... sind hier zeitweise 45 Hummeln im Garten.
Ich befürchte, dass in ein paar Wochen kaum noch Massentrachten in der Nähe zur Verfügung sein werden.
Bleibt die Frage, ob man weit ab vom Nest selektiv den Hummeln zufüttern kann.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Korrektur und Ergänzung Bulli 30.05.2012 21:19

Hallo,

dem einen oder anderen ist es bestimmt schon aufgefallen, es haben sich in den vorhergehenden Beitrag Fehlerteufel eingeschlichen.

Die Baumhummeln und Wiesenhummeln fliegen natürlich im westlichen Teil. Ihr Nest muss irgendwo ein paar Gärten weiter im Westen sein. Ja, Ja, so ist es.

Ergänzungen:

Die Fingerhutpflanzen werden hauptsächlich von Erdhummeln angeflogen.

Gerade sah ich eine Erdhummel aus einer Blüte des elfenbeinfarbenen R. kommen. Sie war dort bestimmt über 30 Sekunden drin. Ist aber sofort weggeflogen.

Der Busch, den ich nicht bestimmen konnte, ist eine rote Veigelie. Leider ist es so trocken, dass die Blüten schon kurz nach dem Aufblühen aussehen, als ob sie vertrocknet seien. Das ist zwar fast normal bei der Veigelie, aber im Augenblick ist es ein wenig schlimmer.

Die Ackerhummeln habe ich inzwischen wiedergefunden. Die Ackerhummelkönigin konnte offensichtlich erfolgreich ein Volk gründen. Die kleinen Arbeiterinnen dieser Spezies teilen sich die im Nordteil gepflanzten Veigelien mit den Erdhummeln. Die Büsche sind so 1,5 Meter im Durchmesser und 2,5 Meter hoch.

Am wilden Majoran (kleine weiße Blüten) werkeln hauptsächlich die Honigbienen.

Erstaunlich wie klein die Blütchen sein können, die von Hummeln angeflogen werden.
Zur Zeit finden Baumhummeln und Wiesenhummeln gefallen an den Blütchen der Purpurglöckchen.

Der Salbei wird zwar häufiger von Bienen besucht, aber auch Hummeln sind dran.

Eine mir unbekannte Hummelart sieht ganz lustig aus. Sie ist gelb mit rostrotem Abdomenende (letzte 2 Ringe) und zwei schwarzen Streifen.

Auf meinen Fotos kann ich noch eine Hummel nicht bestimmen. Sie hat einen weißen Hintern und vorne an der Schulter einen gelben Streifen. Dunkle Flügel. Die Größe war in etwa einer Erdhummel- oder Steinhummelkönigin.

Naja, muss wohl noch mal suchen. :-)

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Korrektur und Ergänzung Helena 31.05.2012 07:10

Du bist sicher, dass das Erdhummeln im Fingerhut waren und nicht die ähnlich aussehenden Gartenhummeln? Weil normalerweise vorallem langrüsslige Arten den Digitalis anfliegen; ich muss allerdings anfügen, dass eine grosse Baumhummeln auch in den Fingerhut reinkriecht. Aber Erdhummeln sah ich jetzt noch nie in einem Fingerhut...

Rhododendron - Fingerhut Bulli 31.05.2012 21:38

Hallo Helena,

Danke für den Einwand. Lang- und kurzrüsselige Arten habe ich noch nicht unterschieden.
Bei der Beobachtung bin ich mir aber recht sicher, weil mir dieses Jahr noch keine Gartenhummel aufgefallen ist. Auch auf den Fotos nicht.
Allerdings habe ich keinen Fotobeweis, da die Fingerhüte selten angeflogen werden. Des weiteren war die Hummel, die ich hätte mit der Kamera ablichten können (habe nicht immer eine Kamera dabei) nach den langen Sekunden einfach herausplumpste und wegbrauste. Das war für mich einfach zu schnell. Ich weiß ... Filmfunktion ... aber die ist bei mir zu grobkörnig (640x480) und zu langsam.

Vielleicht erklärt der kurze Rüssel die lange Zeit, die sich die Hummel in der Blüte aufhielt. Leider kann man ja nicht sehen was sie da macht ... ob sie nur versucht an den Nektar zu kommen oder wirklich schlürft. Ich hoffe einfach mal, dass sich in den Blüten so viel Nektar ansammelt, dass er auch von Erdhummeln erschlossen werden kann, weil sonst kein Insekt an die Fingerhüte dran geht.

Dein Einwand mehrt bei mir die Vermutung, dass während der langen Trockenheit in den vielen Blüten wohl kaum noch Nektar zu holen war.

@ all

Hier regnet es gerade in kurzen Phasen seit einigen Stunden.
Kaum Flugbewegungen.
Eine Erdhummel hat es in einem Nieselregen bis zum Geißblatt geschafft.

Die Erdhummeln haben irgendwo anscheinend ein natürliches Nest. Der Stempel und die Blütenstaubgefäße der Geißblattblüten sind über und über mit dunkelen Sandkörnern (Mischung aus Erde und Sand?) überzogen.
Komisch, das Zeug ist zu Stäbchen geformt ... ob darunter ein Blütenstaubgefäß sitzt, das diese Konstruktion stützt?
Lustig wäre es, wenn die Hummeln solche Stäbchen extra produzieren. :-)

Du bist sicher, dass das Erdhummeln im Fingerhut waren und nicht
die ähnlich aussehenden Gartenhummeln? Weil normalerweise vorallem
langrüsslige Arten den Digitalis anfliegen; ich muss allerdings
anfügen, dass eine grosse Baumhummeln auch in den Fingerhut
reinkriecht. Aber Erdhummeln sah ich jetzt noch nie in einem
Fingerhut...
Rhododendron - Fingerhut Helena 31.05.2012 22:48

War die «Erdhummel» am Geissblatt am Nektarsaugen? Dann sind das sicher Gartenhummeln... Eine Erdhummel hat da (auf legalem Wege zumindest) keine Chance; an meinem Geissblatt waren da immer nur ausschliesslich Gartenhummeln drin – mit ihrem 1,5 cm langen Rüssel hatten sie keine Probleme, an den Nektar zu gelangen, und das noch in einer akrobatischen Meisterleistung (denn das Geissblatt hat als Nachtfalterpflanze keine «Landeplattform» zum Absitzen – Einhängen mit den Vorderfüssen ist angesagt). Bei näherer Betrachtung fällt auch der auffallend lange Kopf auf.

Zähle einfach mal die Anzahl der gelben Binden.

Video einer Gartenhummel in meinem Digitalis (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Gartenhummel an unserem Lonicera (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Rhododendron - Fingerhut Helena 31.05.2012 22:53

Ergänzung: beide Videos sind in HD verfügbar; beim Lonicera-Video sieht man bei Vollbildschirmdarstellung sowie HD sehr gut den extrem langen Rüssel im weissen Blütenkelch des Geissblattes...

Rhododendron - Geissblatt-Hybrid Bulli 01.06.2012 00:38

Danke für die Videos.
Ich prüfe das noch einmal. Ist ein anderer Rechner.

Da habe ich mich im letzten Beitrag missverständlich ausgedrückt. Es ist der weiter vorne beschriebene gelbe Geißblatt-Hybrid mit ca. 50 mm langen Blüten ... vielleicht auch länger. Da kommt keine Hummel bis hinten hin. Jeweils 10 oder mehr Blüten sind am Ende eines Zweiges.
Die Erdhummeln beißen das hintere Ende einfach auf und saugen dann von dort. Vorne sammeln sie nur den Pollen.

Ein paar Beiträge weiter vorne habe ich allerdings das Ritual der Erdhummeln am Geißblatt-Hybrid nicht näher beschreiben. Das ist irgendwie so lustig, dass ich es jetzt mal ausführlich wiedergeben werde.

Also ... die Erdhummel landet auf den oberen Ende der Blüte. Sie krabbelt dann seitlich herunter, krabbelt dann vor die Blütenöffnung (diese ist schmaler als die Erdhummelarbeiterinnen). Dann krabbelt die Hummel hoch auf den oberen Blütenrand, wo sie vorher gelandet war, und läuft dann zum Blütenende. Dort beißt sie in einem Abstand von von 5 bis 20 Millimetern zum Blütenknoten (dem Teil wo die Blüte aus den grünen Knoten (?) kommt) ein Loch in die Blüte. Das erschüttert die Blüten regelrecht ... naja, übertrieben. Aber man sieht deutlich wie alles wackelt, wenn die Hummel zubeißt. Das hat ein bisschen was rabiates. Irgendwann ist dann ein Loch drin und es wird geschlürft. Geschätzte 20 % sind Fehlversuche, bei denen die Hummel nicht durch kommt.
Dann geht es zur nächsten Blüte ... und häufig ist es das gleiche.
Naja, jedenfalls bis alle Blüten angebissen sind. Aber auch dann läuft das Ritual immer mal wieder so ab, nur fehlt das aufbeißen. Manche Blüten haben hinten mehrere Löcher.
Die Erdhummeln sind so gierig nach dem Nektar, dass auch schon Knospen vor dem Öffnen der Blüte angebissen werden.

Die Löcher in den Blüten sind mir letztes Jahr schon aufgefallen. Nur habe ich sie nicht mit Hummeln in Zusammenhang gebracht.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Erdhummel an Geißblatt-Hybride Bulli 01.06.2012 02:32

Diese Videos sind das erste mal, dass ich eine Gartenhummel fliegen sehe und bestimmen kann. Der Kopf ist wirklich sehr lang ... und die Hummel scheint sich auch bei dir während des Fluges den Rüssel zu säubern. :-)
Bei den Hummeln, die ich bisher fotografierte, waren jedenfalls keine Gartenhummeln dabei.
Deine Videos waren lehrreich. :-)

Hier fliegen die Hummeln mal in den Fingerhut rein ... vielleicht auch noch in eine zweite Fingerhutblüte und dann sind sie weg, obwohl hier einige von den Pflanzen stehen. Im Video werden deutlich mehr Blüten in einem Rutsch besucht. Dieser Unterschied im Verhalten ist auffällig.

Die Fingerhutblüte dauert ja noch etwas. Da wird mir wohl noch ein Foto gelingen, um genauer nachzusehen.

So ein Verhalten, wie es die Gartenhummel am Geißblatt bei dir im Video zeigt, habe ich am hiesigen Geißblatt-Hybriden noch nicht gesehen.
Ich hoffe, die so schonend besuchten Blüten halten bei dir länger als die angebissenen hier. Hier fallen die Blüten wie die Fliegen. ;-)

Ein paar Fotos.

Erdhummel saugt an Geißblatt-Hybride:
[img:http://www.kgforum.org/cache/b_5/avatare/tn_bullierdhummelangeissblatthybride.jpg]

An zehn Stellen angebissen (ein Loch und zwei Beißversuche leider zu klein für die Auflösung):
[img:http://www.kgforum.org/cache/b_5/avatare/tn_bulligeissblatthybrideangebissen.jpg]

Aufgebissene Stelle. Obwohl der Deckel noch drin ist, können die Hummeln ihren Rüssel einführen:
[img:http://www.kgforum.org/cache/b_5/avatare/tn_bulligeissblatthybrideangebissendetail.jpg]

@ all

Die gelbe Hummel mit orange-rotem Hintern und zwei schwarzen Streifen (Ergänzender Beitrag vom 30.) ist vermutlich ein Wiesenhummel-Drohn.
Einer der schönsten der Gattung "Fliegende Kuscheltiere". :-D

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Revieraufteilung - Ausblick Bulli 01.06.2012 20:59

Hallo,

Dank des Hinweises von Helena kann ich eine unkorrekte Aussage korrigieren.

Die Fingerhüte werden nicht von Erdhummeln angeflogen, sondern von Gartenhummeln!
In der Nähe der von Baumhummeln häufig angeflogenen dunkelrosanen Rhododendren bekommen die Fingerhüte auch von Baumhummeln Besuch.

Außerdem wird der Rittersporn nicht von Erdhummeln, sondern ... ich hoffe nicht nur heute ... ausschließlich von Gartenhummeln ausgesaugt.

Im Flug und an dem Fingerhut sind Erdhummel und Gartenhummel kaum zu unterscheiden, aber wenn sie ihr Abdomen abklappen um in den Rittersporn zu gelangen, zeigt sich deutlich, dass aus einem Streifen plötzlich zwei werden.

Ein wenig hatte mich schon gewundert, dass die Erdhummeln so weit ins Baumhummelrevier eingedrungen sind. Aber ... nu ist's klar ... es waren die Gartenhummeln, die ein neues Revier aufbauten.

Aber manchmal erscheinen die Gartenhummeln recht lustlos. Hier mal eine Blüte ... da mal eine Blüte und schon sind sie wieder weg.

Habe mich lange für die Fotos auf die Lauer gelegt. Sie sind recht unscharf ... keine Sonne ... lange Belichtung. Dennoch kann ich eine weitere Kerbe ins Objektiv feilen. :-D

@Helena

Danke für deine Unterstützung.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Nach dem ersehnten Regen Bulli 01.06.2012 22:32

Gestern am Tage und in der Nacht hat es ein paar Schauer und Regen gegeben.
Heute war es bedeckt mit ein paar Regentropfen und Höchsttemperaturen so bei 15 Grad.

Leider gab es letzte Nacht Verluste. Eine Erdhummel und eine Honigbiene haben wohl versucht unter Vorsprüngen an der Hauswand den Regen zu überstehen. Leider hat es nicht geklappt.

Heute Abend waren keine bzw kaum Honigbienen da. Somit hatten Hummeln, Fliegen und Wespen den Garten für sich alleine.

Die Ackerhummeln und überraschend kleine Erdhummeln waren plötzlich auch am Storchenschnabel. Ungewöhnliche Besucher dort waren auch Wiesenhummel Drohnen und ... erstmalig gesichtet ... eine Hummel wie die Wiesenhummel nur mit mittig unterbrochener zweiter gelber Binde. Sie waren dort zusammen mit den häufiger dort saugenden Wiesenhummelarbeiterinnen (ein gelber Streifen) und Baumhummeln.
Können Wiesenhummeln ohne zweite gelbe Binde und Tiere mit zweiter gelber Binde aus dem gleichen Nest entstammen oder sind die Tierchen aus zwei Hummelnestern?
Bei schönem Wetter waren am Storchenschnabel die Honigbienen noch die Überlegenen.

Jetzt ist auch der weiße Diptam auf dem Speiseplan von Hummeln. Jedenfalls haben Erdhummeln und Wiesenhummelarbeiterin die Blüten angeflogen.

Rätsel gibt mir eine Hummel auf, die aussieht wie eine Wiesenhummel aber keine gelbe Binde, sondern eine braune Binde hat. Ich vermute es ist eine Farbvariante der Wiesenhummel, weil andere Arten nicht passen wollen. So eine habe ich schon häufiger gesehen, aber niemals zwei davon.
Es fehlt mir noch ein Foto von diesem Hummelchen.

Manchmal will mir nicht eingehen warum manche Fotos nichts werden und andere sehr scharf sind. Ich überlege, ob meine Kamera vielleicht zu wenige "Autofokusstufen" hat. Muss noch einmal nachschauen wieviele es genau sind.

Der Rest des Gartens ist nach grober Übersicht immer noch so aufgeteilt wie vorher. Wobei ich nicht speziell drauf achte, ob die Hummeln wirklich saugen.
Gelber Geißblatt-Hybrid und hellblaue Rhododendren sind Erdhummel-Gebiet.
Dunkelrosane Rhododendren sind Baumhummel und Wiesenhummel-Gebiet.
Fingerhut: Gartenhummel und Baumhummel.
Rittersporn: Gartenhummel
Veigelie: Ackerhummel und Erdhummel
Cotoneaster: Wespenarten, Baumhummel, Ackerhummel ... Wiesenhummel heute nicht.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Revieraufteilung - Ausblick Helena 01.06.2012 22:49
@Helena

Danke für deine Unterstützung.

Viele Grüße

Bulli

Gern geschehen ;-)
Einer meiner Fingerhüte steht ja direkt neben dem Hummelhaus, wo ich ein Gartenhummelvolk drin habe. Die ignorieren die Pflanze aber nach wie vor. Die Pflanze wird zurzeit fleissigst von Acker- und Baumhummeln besucht, wobei letztere ja eigentlich auch kurzrüsselig sind, aber es muss sich offenbar auch für sie lohnen. Erd- oder Steinhummeln sah ich noch nie im Digitalis (und an Lonicera), wobei bei mir diese beiden Arten dieses Jahr praktisch nicht vorhanden sind...

Seit kurzem ist auch das Wollbienen-Weibchen im Digitalis unterwegs; deren Männchen bauen ja dann ein Revier rund um solche Pflanzen auf, das sie energisch gegen alle Eindringlinge – auch grössere Hummeln – verteidigen.

Rhododendron - Revieraufteilung - Ausblick Bulli 03.06.2012 12:16

Hallo Helena,

gestern war die Windrichtung günstig, um den Rittersporn zu beobachten. Ich bin mir recht sicher, dass gestern eine Erdhummel von der Größe einer Gartenhummel erst am Rittersporn war, dann zum Fingerhut flog und auch hinein ging.
Foto zum überprüfen? .... Ja. ... Ein paar Beinchen, ein Teil vom Hintern und der Bauch sind drauf gekommen.
Wie das Leben so spielt. :-))

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - nasse Kälte Bulli 07.06.2012 20:06

Hallo Helena,

schade, dass dein Gartenhummelvolk bis auf einen Hoffnungsschimmer dezimiert ist. Ich drücke dir die Daumen für die verschlossenen Puppenbehälter.

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine bessere Kamera ausgeliehen und mich bei den Fingerhüten auf die Lauer gelegt. Dabei konnte ich ein Bild machen auf dem Erdhummel und Gartenhummel in nebeneinander liegenden Blüten einfliegen.
Das war anscheinend richtig arbeit, denn die die Erdhummel nur eine einzige Blüte besucht, während die Gartenhummel in der gleichen Zeit vier anflog. Außerdem schlugen die Flügel der Erdhummel von innen gegen die Blüte. Ich habe mir schon Sorge um die Flügel gemacht.

@ alle

Die letzten Tage waren nicht erquickend.
Die Schafskälte, die vielen Schauer von sonnigen Abschnitten durchbrochen und die verblühenden großen Büsche haben alle Reviere der Hummeln durcheinander gebracht.
Nach den Regenschauern waren die Reviere immer wieder von Fliegen besetzt, die die ersten anfliegenden Hummeln vertrieben. Die Hummeln mussten sich immer wieder erst durchsetzen.

Der Geißblatt-Hybrid hatte das Fliegen-Problem zwar nicht, aber dafür waren die angebissenen Blüten anscheinend mit Regenwasser gefüllt, so dass sie erst am Tag nach dem letzten Regen besucht wurden. Wenn er also irgendwann wieder trocken sein wird, hört leider gerade mit seiner Blüteperiode auf.
An den dunkelrosanen Rhododendrons sind auch nicht mehr viele Blüten. Vielleicht noch so 100 Stück.
Leider wurden einige Blüten für die heutige Prozession geopfert. Aber im Vergehen waren viele der Blüten sowieso schon. Der dunkellilane Rhododendron hat seine letzte Blüte abgeworfen, während der elfenbeinfarbene Rhododendron, der von keinem Insekt besucht wird, noch volle Dolden hat. Leider wird kein Rhododendron mehr anfangen zu blühen.
Eine der beiden Veigelien hat auch nur noch 20 % der einstigen Blütenpracht.

Heute Nachmittag war tolle Sonne. Leider wenige Hummeln hier. Von den einstigen 45 sind nur noch 10 gekommen. Am Mittwoch sah ich noch ca. 28 Stück.
Ich kann mich teuschen, aber die Hummeln, die heute kamen, scheinen von deutlich kleinerer Statur zu sein, als die, die vor einer Woche da waren. Mag sein, weil heute kaum die größeren Erdhummeln und Gartenhummeln zu sehen waren. Vielleicht liegt es aber auch an meiner Erwartungshaltung dass ja bald Jungköniginnen kommen müssten. Sowas verfälscht den subjektiven Eindruck.

Hoffentlich sind das nicht alles Verluste wegen des Wetters.
Am Montag und am Donnerstag päppelte ich je eine Garten- und eine Ackerhummel (wie an anderer Stelle schon erwähnt). Der Wechsel von Schauern und sonnigen Abschnitten macht den Hummeln das Leben wirklich schwer.
Sie schwärmen bei Sonne. Dann kommen Wolken und sie setzten sich ab um auf Sonne zu warten. Aber dann kommt Regen und sie verkriechen sich, werden aber trotzdem pitschnass. Wenn dann wieder die Sonne kommt, sitzten sie in einem dunklen nassen Versteck und bewegen sich kaum noch. Wenn sie dann nicht an ein sonniges Plätzchen krabbeln können, scheint es um sie dann fast schon geschehen zu sein. Naja, hauptsache es kommt dann Sonne und nicht der nächste Schauer.

Heute Abend waren seit langem wieder Hornissen und Feldwespen da. Der Cotoneaster, der den Zaun überrankt hat, schiebt wirklich sehr lange seine winzigen Blütchen nach und nährt sie wie auch immer die normalen Wespen und die Baumhummeln.
Der Storchenschnabel blüht immer noch langsam, aber stetig.

Vor der Schafskälte habe ich mich über Steinhummeln gefreut. Erst war es eine Arbeiterin, die irgendwann täglich kam und dann waren sie zu mehreren an den Korbblütlern, am Storchenschnabel und vor allem Salbei. Heute war nur kurz eine da.

Ich hoffe, die vielen Hummelchen haben in anderen Gärten auch noch ergiebige Nektarvorkommen gefunden. Hier gibt es in der nächsten Zeit nur noch kleine Blütchen, also keine großen Blütentrachten mehr.

Lustige Anekdötchen gab es natürlich auch. So hatte sich eine Ackerhummel an eine Ritterspornblüte gekrallt, um auf die nächste Sonnenphase zu warten. Jedenfalls hing sie da so nur an einem Vorderbein und einem mittleren Bein und was passiert?
Eine Gartenhummel landet auf ihr, um die Blüte zu besuchen. :-D
Keine Sorge, die Gartenhummel ist vor Schreck sofort wieder hochgeflogen und die Ackerhummel hing weiterhin in der Blüte bis die Sonne wieder heraus kam.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - wenig Hummeln Bulli 19.06.2012 01:53

Hallo zusammen,

heute ... äh ... gestern ... war es hier (Klima ähnlich Dortmund) 25 °C, sehr windig und kein Regen.

Am Donnerstag glaube ich fiel die letzte Blüte von dem letzten Rhododendron, der von Insekten angeflogen wurde.
Der elfenbeinfarbene R. hält noch aus ... aber noch nicht einmal Ameisen laben sich an den Blüten. Eine wahre Nullnummer.

Die Veigelien sind deutlich in der Blütenzahl dezimiert. Bei denen kann ich aber nicht abschätzen wie lange das noch geht.

Über 30 mehr oder weniger große Fingerhüte stehen hier herum. Die Blüten zeigen alle recht steil zum Boden.
Außer Gartenhummeln kann ich da eigentlich keine andere Hummelart mehr sehen.
Doch, an einer Rispe mit recht kleinen Blüten in einer Vase hat sich eine dicke Ackerhummel - vielleicht schon eine Königin? - versucht. Die kroch sogar in die abgefallenen Blüten.
Eine Erdhummel sah ich, als sie von außen an dem obere Ende einer Blüte Halt finden wollte. Es sah so aus, als ob sie vor hatte die Blüten oben aufzubeißen. Allerdings rutschte sie immer wieder ab. Viele Blüten kann sie an der Stelle nicht anknabbern, denn bei den meisten wird dieser engere Teil der Blüte durch die alte sternförmige grüne Knospenhülle geschützt.

Storchenschnabel (oder Storchschnabel?) ist inzwischen ausgeblüht, genau wie der Geißblatt-Hybrid.

Salbeirispen blühen wie immer, es sind aber keine Hummeln mehr dran. Vollkommen unverständlich für mich, denn vor einer Woche war der Salbei bei Wiesen-, Acker-, kleinen Erd- und Steinhummeln sehr beliebt.

Wiesenglockenblumen und kissenartig wachsende Glockenblumen werden von einzelnen Erdhummeln besucht.

Appropos abgefallene Blüten. Ich sehe immer mehr Hummeln dicht über dem Boden fliegen.
Keine Ahnung ob das daran liegt, dass im Garten für Erd- Wiesen- und Ackerhummeln jetzt die kleinen bodennahen Blüten dominieren. Jedenfalls versuchte sich eine Erdhummel an dem, was an Blüten von einem Geißbart (nicht Geißblatt) abgerissen war und unten lag. Oben am Geißbart-Strauch waren nur eine Hummel und eine Biene unterwegs. Komisch.

Die Anzahl der Hummeln im Garten beträgt in den letzten Tagen ständig unter 10 Stück.
Leider gehen die großen Hummelmagneten mit ihren vielen hundert Blüten alle zur Neige. Vielleicht liegt es daran.

Baumhummeln gibt es fast gar nicht mehr,
Wiesenhummeln habe ich die letzten 2 Tage keine mehr gesehen,
Wiesenhummel-Drohnen seit mehr als 5 Tagen nicht mehr,
Ackerhummeln sind selten,
Erdhummeln vereinzelt,
Steinhummeln keine mehr seit Tagen,
Gartenhummeln immer mal wieder an Rittersporn und Fingerhut.

Ich kann nur hoffen, dass es den Völkern gut geht und sie sich lediglich auf andere Gärten verteilen.

Oder haben sich die Königinnen schon begatten lassen und sind jetzt schon im Boden um den Maulwürfen hier in der Gegend als Futter zu dienen?

Rhododendron - wenig Hummeln Bulli 22.06.2012 08:24

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen konnte ich nur noch 3 Hummeln im Garten zählen. Egal ob 18° mit Regenschauern oder 25° mit Sonnenschein.

Wenn ein Regenschauer vorbei ist, kommen eigentlich nur noch die Gartenhummeln direkt danach angeflogen. Dabei sind die großen Rittersporne das Ziel. Weniger die Fingerhüte.
Die Sorte, die hier herum steht ist der lilafarbene bis weiße Fingerhut:
http://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Fingerhut
Ein paar sind nur bis einem Meter hoch und andere sind weit über 1,5 Meter mit bis zu neun Abzweigungen (kleineren Stengeln) vom zentralen Stengel.
Da würde sogar eine Erdhummel-Königin hinein passen.

Für alle anderen Hummelarten ist der Garten wohl nicht mehr interessant genug. Man sieht immer mal wieder vereinzelt eine Hummel wenn es lange genug trocken war.

Was ich nicht verstehen kann ist der Salbei ... nix ... einfach nix los. Auch keine Honigbienen.

In den Futterspender kommt zur Zeit nur am Abend ca. 5 ml Zuckerwasser. Damit nur die früh am morgen fliegenden Erdhummeln was abbekommen und nicht immer diese Honigbienen.

Ach, ja, ein kleiner roter Rhododendron und der radderige elfenbeinfarbene R. blühen noch. Aber beide sind eine Nullnummer für Hummeln.

Hier sind nur noch Gartenhummel, Erdhummel (meist am Futterspender), Ackerhummel, Hornisse (immer noch an der Cotoneaster-"Hecke").
Wiesen-, Stein- und Baumhummeln sehe ich irgendwie gar nicht mehr.
Die können doch noch nicht in die Erde vergraben sein, oder?

Ich hoffe, dass sie leichter auszubeutende Pflanzen in anderen Gärten gefunden haben. Ich las, dass gerade Hummeln sich dann von weniger Futter spendenden Pflanzen fern halten.

Vielleicht werden einige Arten zugefüttert. Ich sollte ich mal einen Legostein-Test machen.
Wenn um ausgelegte Legosteine die Hummeln kreisen, dann haben sie Erfahrung mit Zufütterung.

So ein wenig habe ich das Gefühl, dass die Hummeln auf Pflanzen abfahren, wenn diese viele Blüten auf wenig Fläche bieten.
Die Fingerhüte stehen alle einzeln, während die Ritterspornpflanzen alle dicht nebeneinander stehen. Vielleicht fliegend darum die Gartenhummeln den Rittersporn häufig als erstes an und gehen dann erst an die Fingerhüte.
Prinzipiell ähnliches schrieb ich schon von den Hummelmagneten Rhododendrons.
Weil im Garten außer dem Rittersporn zur Zeit keine Hummelmagneten sind - die Weigeliensträucher und Glockenblumenarten sind nun auch bald verblüht - sind bis zu drei Hummeln im Garten anscheinend noch ein ganz guter Wert.

Ich bin gespannt was am Levendel los sein wird. Hier steht mindestens ein halber Quadratmeter von der Pflanze in Knospen.

Gebrummte Grüße

Blütenzustandsbericht - weiterhin wenig Hummeln Bulli 26.06.2012 21:59

22.06.
Heute habe ich die erste Hummel an einer Clematis gesehen.
Die Farbe der Blüte war ein recht helles lila bis hellrosa und die Blüten lagen fast waagerecht auf der niedrigen Pflanze.
Eine Erdhummel krabbelte immer wieder über die Staubgefäße und strich sich dann im Flug die Pollen an die Beine. Schon interessant, aber selten. Seit weit über zwei Wochen blühen zwei Clematispflanzen und dennoch heut das erste Mal gesehen.

Dann habe ich doch noch eine Steinhummel gesehen. Sie war an den hellblau-violetten kissenartig wachsenden Glockenblumen. Davon gibt es hier so einen bis zwei Quadratmeter. Die Blüteperiode neigt sich dem Ende entgegen. In der Hochzeit waren durchschnittlich 2 Erdhummeln an den Pflanzen. Damals waren die Steinhummeln hauptsächlich an den Korbblütlern und am Salbei. An letzteren mit bis zu 3 Tierchen.

Dann fand ich eine noch kleinere Ackerhummel als sonst an der Cotoneaster-Hecke und irgendwie hatte sie ein hellere Brustbehaarung bzw insgesamt mehr Pelz. Könnte ein Drohn gewesen sein, aber dafür wäre sie lt. Literatur schon zu klein gewesen. Vielleicht kommt die Hummel ja noch mal vorbei, wenn ich die Kamera dabei habe.

Salbei komplett unbesucht und am Lavendel nur ein paar Bienen.

Die Gartenhummeln putzen wieder die Blüten der Fingerhüte von innen und sind auch noch am Rittersporn.

Am Zuckerwasserspender, den ich z. Zt. mit weißen Blütenattrappen bestückt habe, treffen nur gelegentlich Ackerhummeln ein. Das meiste Zuckerwasser wird von Honigbienen konsumiert.
Die Ackerhummeln fliegen von dort dann zum Pollen sammeln in die Fingerhüte.
Gartenhummeln fliegen mal eine Runde um den den Futterspender, drehen dann aber lieber direkt zu den Fingerhüten ab.
Ich glaube das Hauptproblem ist immer noch, dass die Tierchen keinen Futterspender mögen, der von einem Ast herab hängt.

Durchschnittlich 2 bis 3 Hummeln sind hier im Garten.

26.06.
Der Rittersporn ist nicht mehr so gut besucht. Die Gartenhummeln konzentrieren sich auf die Fingerhüte.
Ich sah auch recht kleine Gartenhummeln. Eigentlich waren die Gartenhummeln vorher schon recht ansehnlich groß. Wie ich las hat vielleicht der Kälteeinbruch dazu geführt, dass die neuen Arbeiterinnen kleiner sind. Keinen blassen Dunst.

Ein paar Erdhummeln, Ackerhummeln und entweder Wiesenhummeln oder Steinhummeln habe ich in Nachbars Garten am Echten Johanniskraut gefunden. Auf den ca. 1,5 Quadratmetern tummeln sich 3 bis 6 Hummeln.
Der Nachbar hat so einige Pflanzen aus dem Wald in seinen Garten geholt.
Am Gilbweiderich, dem Jakobsgreiskraut und am Zarter Mauerlattich sehe ich allerdings keine Hummeln.

Am Salbei ... eine Honigbiene, wenn es hoch kommt.
Am Lavendel (kein Schopflavendel) ... ständig etwa vier Honigbienen und keine Hummel.
Die jetzt noch blühenden Rhododendronsorten (Blüten elfenbeinfarben bzw rot) werden immer noch von allen Insekten ignoriert. Klar, dass die Blüten so lange durchhalten. Sie warten ja seit Wochen schon darauf von irgendeinem Insekt bestäubt zu werden. Aber keines will da dran.

Alle für Hummeln wichtigen Rhododendronbüsche sind bereits verblüht. Klar, wenn eine Hummel anfliegt bestäubt sie die Blüte unabsichtlich und diese verblüht dann bald.
Warum gibt es keine Hummeln, die den Blütenstempel nicht berühren? ;-)

So langsam kommen hier die Dalien. Mal sehen, ob sie Hummeln anlocken. Die anderen Korbblütler hier sind Nullnummern für Hummeln und Bienen.
Es steht hier ein Mohn mit hellen lila Blütenblättern. Unglaublich, dass es sowas geben kann. Der wird mal aus der Distanz beguckt, aber angeflogen wird er nicht.

Erst heute fällt mir auf, dass keine Hummeln mehr am Purpurglöckchen sind. Auch keine Honigbienen.

Die zwei Schmetterlinge, die hier mal für zwei Tage ihr Stelldichein gaben, sind nach den windigen Tagen wieder abgezogen.

Es sind weiterhin nur 2 bis 3 Hummeln hier im Garten.

Etwa in 40 Metern Entfernung beginnt eine ist eine eingezäuntes Brachland, das sich seit Jahren komplett selbst überlassen ist. Vielleicht versammeln sich die Insekten dort, obwohl ich im vorbeifahren kaum Blüten sehen kann.

Viele Grüße

Blütenzustandsbericht - weiterhin wenig Hummeln Bulli 28.06.2012 06:58

Insektenflugbericht

27.07.
Heute war es sonnig, wolkig und es sind immer mal kleine Regentropfen herunter gekommen. Temperaturen bei 20 bis 22 Grad und mäßiger bis frischer Wind.

Eine kleine Menge Zuckerwasser - z. Zt. etwa vier Milliliter - werden weiterhin jeden Morgen kredenzt.

Ein bisschen wollte ich heute die Insekten beobachten. Länger als sonst zumindest.
Beim Futterspender ging es los.
Dummerweise ist der so filigran, dass eine tägliche Reinigung des äußeren Gehäuses nicht möglich ist. Der Futterbehälter und auch der Behälter am Überlauf werden täglich von innen und außen mit kochendem Wasser ab- und durchgespült. Das ist klar.
Leider fand ich jedoch eine Milbe in einer der Blütenattrappen. Da muss ich noch mal ans Konstruktionsbrett.

Hier fliegt wohl nur noch ein Steinhummel-Individuum. Es hat sich auf die kissenartigen Glockenblumen spezialisiert. Nacheinander fliegt sie die vier Standorte dieser Pflanzen ab, die teilweise unter Kiefern verborgen sind. Also nicht so leicht zu finden. Es sind zwar noch an anderen Stellen Kissen mit noch kleineren gleichfarbigen Blüten, aber die werden ignoriert.
Insgesamt reicht der Nektar der kleinen Glogenblumenart anscheinend für ein paar Honigbienen, die Steinhummel und für die ab und an auftauchenden Baumhummel und kleine Erdhummel. Letztere könnte die sein, die die Blüten der Clematis zwei Meter daneben vom Pollen befreit.

Die bereits vor ein paar Tagen erwähnte Ackerhummel, die den Pollen aus den Fingerhüten holt und dabei auch mal den Futterspender besucht, scheint sich auf diese Arbeit als einzige aus ihrem Volk spezialisitert zu haben. Sie bearbeitet allerdings nur die Fingerhutpflanzen in der nordwestlichen Ecke, wo auch der Futterspender hängt.

Bei den Gartenhummeln scheint es auch Vorlieben zu geben. So stehen einige auf dunkelere Fingerhutblüten und andere auf hellere zu fliegen.
Anekdote am Rande: Eine Gartenhummel krabbelte in eine Blüte und kam mit einem gelben Streifen über die gesamte Brust, zwischen den Flügeln her bis fast zum weißen Abdomen wieder heraus. :-)
So ist sie dann in die nächste Blüte rein. Als sie dann wieder zum Vorschein kam, war der Streifen größtenteils wieder weg. Ist schon lustig, wie sauber der Rücken wurde.

Aber diese Beobachtung wäre auch eine Erklärung warum bei vielen der hiesigen Gartenhummeln der gelbe Streifen hinter dem Kopf in der Mitte geteilt ist. Die schwarzen Haare dahinter bis zu den Flügelansätzen zeigen auch deutlich Haarausfall. Wenn dieser Bereich während des Besuchs der Fingerhüte immer stark am Stempel oder Staubgefäßen entlangschrammt, bliebe Haarausfall als logische Konsequenz nicht aus.

Was mich wundert ist die Beobachtung, dass eine Hummel sich nicht zwischen dem Besuch eines Fingerhutes und eines Eisenhutes mit noch nicht geöffneten Blüten entscheiden konnte. Sie flog häufiger hin und her, beguckte sich beide Pflanzen, landete aber nicht. Dann wurde es ihr vermutlich selber zu bunt und sie flog weiter. :-)

Dann besah ich mir die hiesige Gartenraute. Die Blüten sind schon irgendwie komisch.
Naja, wie dem auch sei ... diese Pflanze beobachtete ich, weil ich dort schon mal eine Hummel sah, diese aber damals nicht näher bestimmen konnte.
Außer drei, vier Bienen, ebenso vielen Schwebfliegen, ebenso vielen Goldfliegen, einigen sonstigen kleinen und großen Fligen, sah ich zwar keine Hummel, aber dafür drei Feldwespen. Die sind an der Pflanze recht gut getarnt.

Ich wollte unbedingt sehen in welche Richtung die Feldwespen abfliegen, aber nach fast 20 Minuten war ich immer noch nicht klüger. Dabei erinnerte ich mich aber an eine Begebenheit vor ein paar Wochen, als eine Feldwespe in eine Keramikstehle schlüpfte. Also habe ich mich in einigem Abstand zu dieser Stehle auf eine Bank gesetzt. Nach etlichen Minuten tat mir dann eine Feldwespe den gefallen und flog die Stehle an. Sie krabbelte genau so umständlich in die Stehle, wie das Tierchen, was ich vor ein paar Wochen dort sah. Ein paar Minuten später kam ein zweites Tierchen an. Danach begann ein leichter Regen und ich brach ab.
Interessant fand ich wie die Stehle angeflogen wurde, da die Stehle eigentlich nicht versteckt steht und ein schneller Anflug möglich sein müsste.
Die Feldwespen flogen erst einmal recht schnell knapp über oder seitlich an der Stehle vorbei. In etwa drei bis vier Metern Entfernung stoppten sie und schwirrten an den dortigen (grünen) Pflanzen. Nach ein paar Sekunden ging es ein zweites Mal schnell an der Stehle vorbei auf die andere Seite, auf der sie sich dann auch wieder die Pflanzen ansahen, bis sie weitere Sekunden später die Stehle von oben anflogen, auf der nördlichen Seite der Kugel auf der Schräge landeten, dann bis zur Mitte der Kugel hoch krabbelten und in eines der oben liegenden Löcher verschwanden. Brauchen die vielleicht einen Landeplatz mit einer gewissen "Hanglage"? ;-)

Jedenfalls hoffe ich, dass es den Feldwespen auch weiterhin mit ihrem Nest gut ergehen wird. Im Hochsommer wird die sonnenexponierte Stehle bestimmt sehr heiß.

So weit erstmal.

Blütenzustandsbericht - Insektenflugbericht Bulli 01.07.2012 20:13

Nachtrag zum 27.06.
Als ich von Fliegen an der Gartenraute schrieb, meinte ich, dass die Tierchen dort anscheinend Nektar schlürften ohne Reviere aufzubauen oder zu verteidigen. Vielleicht ist das morgens noch anders, aber am frühen Abend war es eine friedliche gefräßige Koexistenz.

28.06.
Heute flogen die Bienen früher als die Hummeln um den Futterspender. Es waren bis zu sechs Honigbienen da. Selbst als nur drei da waren ging es hoch her. Die Bienen waren sehr agil, schienen aber die Löcher nicht richtig zu finden. Es ging von einer künstlichen Blüte in die nächste und wieder zurück.
Irgendwann flog dann das Tierchen ein, was ich bisher als Ackerhummel bezeichnete. Bei dieser Definition bin ich mir nicht mehr so sicher, denn sie hat eigentlich keinen rotbraunen Schopf auf der Brust. Die Haare sind eher in dem Farbton wie die an der seitlichen Brust bzw mehr ins sandige. Könnte also auch eine andere Hummelsorte sein. Ein Foto fehlt immer noch.
Heute morgen war diese Hummel nur kurz da. Sie setzte sich leider auf eine in einer künstlichen Blüte saugende Honigbiene und flog dann lieber sofort wieder weg.
Ein Imkervolk Honigbienen steht übrigens ca. 15 Meter entfernt auf einer Laube ideal von der Morgensonne beschienen und weitere 5 Völker ca. 300 Meter Luftlinie entfernt.

Die Dalienblüten sind nun doch gefüllt.
Zu Anfang sah es so aus, als ob sich die Blüten nicht ganz füllen würden. Aber jetzt ist alles zu.

30.06.
Heute war es tagsüber meist schön sonnig mit dunklen Wolken und nicht übermäßig heiß. Vielleicht 26 Grad. Erst Abends kam eine Wolkendecke.
Nach meiner Zählung sind durchschnittliche nur noch 1 bis 2 Hummeln im Garten.
Die elf Hauptblütenstengel vom Rittersporn (steht auf 1/4 Quadratmeter) sind schon längst vergangen. Nun sind lediglich dreizehn Nebentriebe mit nur noch knapp über 60 Blüten im Rennen.
Wie ich schon bei den Rhododendren bemerkte sind die Hummeln bei zurückgehender Menge Blüten sehr schnell weg, auch wenn noch Blüten da sind.
Die Fingerhüte werden noch ein wenig durchhalten, um die Gartenhummeln hierhin zu locken.
Erste Eisenhüte sind geöffnet.
Wie viele Eisenhüte müssen zusammen stehen, damit sie ausreichend Anziehungskraft für Hummeln haben? Vielleicht stehen sie nahe genug an den Fingerhüten, damit die Hummeln schnell umlernen können.

Die Gartenraute war erstaunlich schlecht besucht. Nur ca. 5 Honigbienen und einige Fliegen.

Als ich die Schwalben beobachtete, sah ich auch immer mal wieder einzelne Hummeln am Himmel. Die müssen so in 6 bis 10 Metern über Boden geflogen sein.
Bei denen, die sehr schnell und geradlinig unterwegs waren, schien es sich nach Richtung und Flughöhe zu urteilen um Erdhummeln zu handeln.
Die Pflanzen wurden aber anscheinend von einigen Hummeln aus der Höhe schon abgecheckt. So flogen einige Tierchen langsame Kreise, kamen aber nicht herunter um sich die Blüten näher anzusehen. Anscheinend sieht's hier aus der Höhe nicht allzu attraktiv aus.

Ganz ehrlich fehlen hier zur Zeit Pflanzen/Beete mit vielen hundert Blüten, wie damals die Rhododendrons mit eineinhalb Metern Durchmesser und weit über tausend Blüten gleichzeitig.

01.07.
In Garten nebenan finden sich derzeit bis zu sieben Hummeln gleichzeitig am Johanniskrautbeet ein. Erdhummeln, Ackerhummeln und Steinhummeln konnte ich erkennen.

Blütenzustandsbericht - Insektenflugbericht KatrinS 14.07.2012 14:12

Hallo Bulli,

Die Dalienblüten sind nun doch gefüllt.
Zu Anfang sah es so aus, als ob sich die Blüten nicht ganz füllen würden. Aber jetzt ist alles zu.

Ich habe auch eine gefüllte Dahlie hier.
Erst wenn die meisten Blütenblätter abgefallen sind, kommen die dicken Pollenstängel zum Vorschein und dort gehen die Hummeln dann auch sehr gern dran. Ein komische "Verhalten" dieser Pflanzen finde ich. Zuerst für den Menschen, weils schön aussieht und dann werden die Insekten "bedient".
Ich schneide die alten Blüten immer erst ab, wenn alles Gelbe verschwunden ist.

Gruss KatrinS

Blütenzustandsbericht - Dahlien Bulli 15.07.2012 00:20

Hallo KatrinS,

auf Deinen Hinweis hin habe ich mir sofort eine verblühte Dahlie angesehen.
Tatsache.
Die Staubgefäße waren alle noch in eine Hülle eingeschlossen, als die Blütenblätter schon längst braun waren. Aber nur ganz ganz wenige waren zu sehen. Vielleicht 15 oder so.
Die verwelkten Blütenblätter hingen noch recht stark am Stengel. Fallen die überhaupt ab, bevor die Staubgefäße frei werden?

Bisher wurden die alten Blüten entfernt bevor sich die Staubgefäße zeigen konnten.

Das hier sind Dahlien, die aussehen wie ein gelber Ponpon. So wie diese Ball-Dahlie (externer Link, nicht mehr verfügbar).
Dieses Jahr sind ausßergewöhnlich viele Knospen an den Pflanzen, habe ich das Gefühl.

Viele Grüße

Bulli

Blütenzustandsbericht - Dahlien KatrinS 18.07.2012 16:28

Hallo Bulli,

Fallen die überhaupt ab, bevor die Staubgefäße frei werden?

Ja, zumindest bei meinen (habe aber keine Balldahlien sondern nur normale gefüllte).
Hier ist es wirklich so, dass die Blütenblätter beginnen abzufallen und die Pollen kommen zum Vorschein.
Sollte eigentlich bei Deinen dann auch so sein....lass sie einfach mal lange dran, dann wissen wir mehr.

Auch bei den ungefüllten Dahlien dauert es ja ne Weile, bevor die Pollenstängel aufgehen.
Wenn eine frische Blüte aufgeht, ist innen alles noch glatt.

Ich kann deshalb auch nie richtig schöne Hummelfotos auf Dahlien machen, weil die Blüten auf denen die sitzen, schon wieder hässlich sind.

Gruss KatrinS

Blütenzustandsbericht - Dahlien Bulli 19.07.2012 01:22

Hallo Katrin,

die Blütenblätter sind zwischen durchsichtigen grünlichen Häutchen geklemmt, in denen sie offensichtlich heranreiften und diese dann kurz vorm erblühen zu durchstoßen. Diese grünen Häutchen sind sehr stark mit dem Stengel verbunden. Die Häutchen sind regelrecht platt wie aneinander, übereinander und aufeinander geschichtete Kreissegmente Und dazwischend die Blütenblätter
Es fallen nach dem Verblühen zwar ein paar Blütenblätter ab ... vier, fünf, ... zehn ... , aber die meißten werden einfach nur beige-braun und hängen mit der Zeit labberig herunter.
Ich glaube eher würden die Blüten anfangen zu faulen, als dass die Blätter abfallen. Aber bis dahin kommt es erst gar nicht, weil sie vorher schon entsorgt werden.

Testweise könnte ich mal ein paar Dahlien rupfen, wenn sie gerade anfangen zu verblühen. Aber die grünen Häutchen sehen auch nicht gerade schön aus ... hast du schon gut beschrieben.

Viele Grüße

Bulli

Blütenzustandsbericht - Dahlien Bulli 22.07.2012 15:21

Hallo Katrin, hallo alle,

es ist vollbracht. :-D

Diese ballartigen Dahlien verblühen, indem die hinteren Blütenblätter als erstes braun werden.

Wenn man die verblühten Blätter heraus zieht, dann haben alle anderen Blätter, auch die welche die Staubgefäße abdeckten, mehr Platz und die Staubgefäße zeigen sich.

An drei Kugelblüten habe ich das schon gemacht ... gut, sind dann zwar keine Kugeln mehr ... aber es interessierten sich schon Schwebfliegen und Ackerhummeln. :-D

Man muss leider per Hand die verwelkten Blütenblätter heraus ziehen, weil nur wenige ausfallen und das meist nur bei Blüten, die senkrecht in den Himmel zeigen.
Am besten zieht man an den Blättern nicht in seitlicher Richtung, sondern nach hinten. Das geht leichter. Dann reißen nicht so viele durch. Sie hängen teilweise sehr fest an der Blüte, auch wenn sie schon fast ganz braun sind.

Viele Grüße

Bulli

Blütenzustandsbericht - Dahlien Bulli 08.09.2012 17:09

Hallo,

das Herausziehen der verwelkten Blätter ist doch recht mühsam und bei vielen Blüten führte es leider auch nicht zum Erfolg. Es fehlten dort die Anlagen, die Pollen produzieren könnten. Ich hab's dann aufgegeben.

Die hiesigen Dahlien haben inzwischen immer mal wieder Blüten, die nicht komplett geschlossen sind.
Honigbienen, Erdhummeln und Ackerhummeln besuchen sie, auch wenn noch keine Staubgefäße offen liegen.

Inzwischen helfe ich der Attraktivität mit ein wenig Zuckerwasser nach.

Viele Grüße

Bulli

Rhododendron - Fluch oder ganz OK? Angelika L. 02.07.2012 14:36
Aber Bienen und menschliche Honigesser sollen so ihre Problemchen haben. Das stand sogar mal unter dem Stichwort Rhododendron in Wikipedia. Der Abschnitt "Giftigkeit" wurde anscheinend vor einiger Zeit gekürzt.

Das sind Pyrolizidinalkalolide. In deutschem Honig finden sich da aber, wenn überhaupt, kaum relevante Mengen. Allerdings sollte man bei Honigen aus dem Ausland etwas genauer hinschauen.
Pyrolizidinalkaloide produzieren z.B. auch Borretsch und Wasserdost. fg Angelika

Rhododendron - Fazit - Insektenflugbericht Bulli 10.07.2012 02:03

@ Angelika
Ja, bei den meisten Honigen weiß man nicht woher der Honig kommt. Da kann man nur der Marke vertrauen.

@ alle
Es ist nun Gewissheit. Nachdem der Rittersporn auf 30 Blüten herunter ist und nur noch ca. 8 kleine Fingerhutpflanzen da sind, werden die Pflanzen hier nun auch von der Gartenhummel gemieden. Auch eine spätere Sorte vom Rittersporn kann es nicht heraus reißen.

Somit sinkt die Anzahl der Hummeln, die sich an den Blüten laben, im Durchschnitt auf null.

Inzwischen sind auch die bei Insekten unbeliebten Rhododendren mit den roten und elfenbeinfarbenen Blüten verblüht. Klar, Blüten die nicht bestäubt werden, halten eben besonders lange. :-(

Das scheint sowieso der Kniff der Gartengestalter zu sein möglichst viele unbrauchbare Blüten zu pflanzen, damit die Blühzeit möglichst lange ist.
Im Augenblick blühen hier Dalien, Hortensien, Geranien, diverse Korbblütler, auch Sonnenblumen, Rosen und anderes.
Hauptsächlich lange durchhaltende Sommerblumen.

Verwertbar für Insekten sind noch Lavendel, Gartenraute, Glockenblumen, Fingerhug und Rittersporn, aber da sind, wenn überhaupt nur noch vereinzelt ... versprengte Hummeln dran.

Damit deutlich anders, als im Frühjahr bei den Rhododendren.

Man muss allerdings anscheinend die richtige Sorte Rhododendron haben ... mit vielen hundert bzw mehrere tausend Blüten gleichzeitig ... mit dem richtigen Nektar ... in der richtigen Farbe ... und dazu noch möglichst aufeinander abgestimmte Blühzeiten von frühen bis zu späten Sorten ... um den Hummeln sichere Nektarquellen zu bieten.

Ich kann jetzt erst erahnen, was für ein Glück ich hatte ... auch wegen des schlechten Wetters ... dass die Hummeln im Frühling anscheinend in Direktflügen regelmäßig an den Rhododendren einschwebten. Auch während der Obstblüte und auch während der Kastanienblüte.

In der Hochzeit waren nach meiner Zählung ca. 45 Hummeln gleichzeitig an Rhododendren, Geißblatt, Weigelien, Storchschnabel, Cotoneaster, Fingerhut und Rittersporn, um die wichtigsten Büsche zu nennen.

Nach meiner Erinnerung hatten die Wiesenhummeln bereits schon Drohnen, noch bevor die beliebten Rhododendrons verblüht waren. Bei allen anderen Hummelsorten wage ich nicht zu sagen, ob nicht schon Drohnen dabei waren.

Soviel bis jetzt.

Insektenflugbericht - ein paar mehr Hummeln Bulli 13.07.2012 01:19

Hallo,

hier sind nun auch Hummeln am Lavendel. Seit Wochen blüht der Lavendel und immer sah ich nur Honigbienen. Manchmal auch einen Kohlweißling.

Heute abend dann waren vier kleine Ackerhummeln und drei größere wunderbar reflektierende Erdhummeln dran.

Die letzten Tage waren relativ kühl Nachttemperaturen bis 15 Grad heruter. Teilweise gab es kräftige Schauer. Heute Nacht ging es bis 12 Grad herunter und am Tag war es nicht wärmer als ca. 22 Grad bei stetigem Westwind. Auch immer wieder Schauer oder dicke Wolken zwischen sehr sonnigen Abschnitten.

Schon interessant.

Gestern bemerkte ich an einem senffarbenen Fingerhut mit kleinen Blütchen drei Ackerhummeln, die diesen nacheinander anflogen.
Die erste Ackerhummel war recht groß.
Dann kam eine ebenso große an. Sie schienen sich wohl gegenseitig zu stören und die erste flog an der Hauswand entlang zur Garage, an einer Mauer entlang zur nächsten Garage, zum nächsten Haus usw. Sie besah sich quasi nur den Bereich bis 2 Meter von den Wänden entfernt (Westlage, wo die Sonne schien).
Die neu angeflogene Ackerhummel erntete nicht lange, denn dann kam eine wesentlich kleinere Ackerhummel um die Ecke, die die große offensichtlich anstupste. Die Große flog dann weiter. Und zwar genau den Weg, wie die andere vorher schon.

Ist schon interessant.

In den letzten Tagen war das echte Johanniskraut im nächsten Garten sehr verweist. Nur noch Honigbienen und mal eine Hummel dazwischen.

PS:
Ach, heute sah ich eine Erdhummel an einem Roten Sonnenhut.
Die erste überhaupt. Langsam drehte sie ihre Runden auf dem Korbblütler.

Bei einer weißen Stauden-Margerite konnte ich sehen, dass sich zwei Honigbienen dort haben einregnen lassen. Ein plötzlicher Schauer hat sie wohl zu einer Rast in den Blüten gezwungen. Kurz nach den letzten Tropfen kam die Sonne heraus und sie begannen patschnass sich zu trocknen und zu wieder zu krabbeln.

Insektenflugbericht - Berichtigung - B. Vestalis Drohn päppeln? Bulli 15.07.2012 23:26

Hallo zusammen,

leider scheint der Rote Sonnenhut doch nicht von Erdhummeln gemocht zu werden. Anscheinend habe ich einen Bombus vestalis (Kuckuckshummel der Bombus terrestris Erdhummen) mit einer Erdhummel verwechselt.

Zumindest drehte heute Abend dieser B. vestalis Typ langsame Runden auf dem Korb vom "Roter Sonnenhut". Ich hatte ihn zu Anfang auch für eine Erdhummel gehalten, denn ich bleibe normalerweise zu Beginn einer Beobachtung weiter weg. Will ja keine Hummel bei so einem Sonnen-Schauerwetter wie Heute unnütz aufschrecken.
Als ich bemerkte, dass die Hummel zunehmend langsamer wurde und dann irgendwann ganz verharrte, ging ich doch näher dran.
Keine Regung ... und kein sonniger Abschnitt zwischen den Wolken war mehr in Sicht. Außerdem drohte die Nacht. Sein Abdomen bewegte sich aber noch. Ich ging dann weiter.

Seine riesige Mutter hatte ich schon im Frühjahr am Rhododendron fotografiert. Zumindest wäre es möglich.

Nach einer Viertelstunde kam dann ein kräfgiger Regenguss.

Also bin ich dann doch noch mal hin. Puh war das nass.
Der Drohn saß auf den Blütenblättern und wurde vollgeregnet.
Also fix in die Päppelbox, zurück und die zu einem Achtel auf den Warmluftschacht vom Kühlschrank gestellt.
Da sitzt er nun also und trocknet. Er hat sich die Seite ausgesucht, die über der Kühlschrankheizung liegt.

Es scheint mit dem Drohn alles in Ordnung zu sein.
Nachdem ich ihn von den Blütenblättern herunter schob, ging er schön in die Abwehrhaltung und als ich ihn ein wenig trocken tupfen wollte, hob er brav ein mittleres Beinchen.
Wie lang leben die Drohnen eigentlich?

Zuckerlösung habe ich ihm noch nicht gegeben, denn so kurz vor der Nacht setz ich niemanden vor die Tür und außerdem regnete es. Wenn ich ihm Zuckerlösung gegeben hätte, hätte ich ihn in Dunkelheit und Regen entlassen müssen.
Besser glaube ich ist es wenn ich ihn morgens frei lasse. Entweder hat er sich dann von alleine erholt und versucht den Deckel der Päppelbox anzuheben oder ich füttere dann doch noch Zuckerwasser.

Mal sehen wo ich ihn frei lasse.

Insektenflugbericht Bulli 19.07.2012 00:21

Hallo zusammen,

ziemlich ruhig hier im Forum.
Lassen meine Beiträge das Engagement absterben?

Nu, ja.
Die Sache mit dem B. vestalis Drohn hat sich nicht mehr regeln lassen und nun hat es sich regelrecht verschlimmert.
Inzwischen brausen hier mehr als drei B. vestalis Drohnen an den ... inzwischen 27 geöffneten ... Roten Sonnenhüten (de.wikipedia.org/wiki/Sonnenh%C3%BCte_(Echinacea) ), vermutlich Echinacea purpurea.
Natürlich sind auch einige Erdhummelarbeiterinnen dran.
Also doch nicht nur Drohnen. :-)
Interessant ist, dass die Hummeln nur da sind, wenn die Sonne klar vom Himmel knallt. Sobalt sich auch nur eine transparente Wolke vor die Sonne schiebt, sind erst die terrestris Erdhummelarbeiterinnen und wenn die Wolke fast die Sonne verdeckt auch die vestalis Drohnen weg.

Schade, dass ich im Frühjahr noch nicht wusste, wie eine B. vestalis Königin aussieht und wen sie befällt.
Es ist voll ärgerlich. Die Erdhummelarbeiterinnen sind endlich in einer stattlichen Größe und Anzehl da und nu ist das Nest übernommen.

Heute war teilweise ordentlich Südwind.
Die vestalis Drohnen flogen die Bäume in der Nähe an der dem Wind abgewandten Seite hoch und herunter ab. Sammeln sich dort die Jungköniginnen?
Die Tierchen sind außerdem sehr Störungsunempfindlich. Man kann ja fast schon die Sonnenhüte schütteln, ohne dass die Drohnen abfliegen. So dicht wie bei denen kann man bei Arbeiterinnen nicht mit der Kamera herankommen.
Die Drohnen üben schon das Aufreiten mit dem gleichen Geschlecht und den Erdhummel-Arbeiterinnen. :-)

Was mich stutzig macht ist, dass die gelben Ecken auf T3 des Abdomens bei allen unterschiedlich ausgeprägt sind.
Ein Drohn hat da so wenige gelbe Härchen an T3, dass man ihn für B. bohemicus halten könnte. Im Gegensatz dazu gibt es einen Drohn, bei dem der ganze T3 gelb behaart ist bis auf eine kleine Lücke in der Mitte.
Auch haben einige gelbe Haare zwischen Mesosoma und Metasoma, aber andere nicht.

Die B. vestalis Königin, die ich im Frühjahr sah, hatte jedenfalls wenige gelbe Haare seitlich auf dem T3.

Hier blüht nun auch eine Prachtscharte. Viele Insekten, auch Schmetterlinge, versuchen sich mal daran, aber nur die B. vestalis-Drohnen graben sich richtig ein und können anscheinend Nektar schlürfen. Die Pflanze steht neben den Sonnenhüten und bezieht vermutlich aus der Nähe ihre Besuchszahlen.

Im Augenblick beginnen die Fuchsien zu blühen. Ackerhummeln nehmen sie sehr gerne an. Anscheinend fliegen die Ackerhummeln immer noch hauptsächlich an den Mauern entlang.

Der senffarbene Fingerhut mit den ganz kleinen Blüten, der auch auf dem Weg der Ackerhummeln wächst und immer noch gut besucht ist, steht komischerweise in den Fugen eines Gehwegs. An der Stelle gibt es wenig Humus in den Ritzen und unter den Platten viel Sand. Das muss eine Sorte für karge Sandböden sein. Wie die da wohl hin gekommen ist!?!
Im Gegensatz dazu stehen hier noch zwei lilafarbene Fingerhüte mit großen Blüten, die aber von Gartenhummeln überhaupt nicht mehr angeflogen werden.

Die sechs Eisenhüte sind weiterhin mickrige 70 cm hoch. An denen sah ich noch niemals eine Hummel seit dem sich die Blüten öffneten. Die Blüten sind auch viel zu lange offen. Da war bestimmt kein Insekt dran.

Einige Blüten hat die Zaunwinde. Die werden anscheinend gut von Ackerhummeln besucht, so dass sie sich nach nur einem Blühtag schon zusammenrollen.

Ich finde es spaßig die Hummeln zu beobachten.

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht Martin 19.07.2012 22:24
Die vestalis Drohnen flogen die Bäume in der Nähe an der dem Wind abgewandten
Seite hoch und herunter ab. Sammeln sich dort die Jungköniginnen?

Das ist -soweit ich mich erinnere- noch nicht abschließend geklärt. Bei Drohnen verschiedener Arten wurde dieses Verhalten bereits beobachtet. Auf ihrer Patrouille fliegen sie bestimmte Stellen ab, die sie mit Pheromonen markiert haben. Ich habe das mal bei einem Ackerhummelmännchen beobachtet. Es wäre natürlich naheliegend, dass damit Weibchen angelockt werden sollen. Eine Paarung konnte auf oder in der Nähe solcher Stellen (Darwin nannte sie "Brummplätze") allerdings noch nie beobachtet werden. (Goulson 2009) Da ist also noch Forschungsbedarf.

Die B. vestalis Königin, die ich im Frühjahr sah, hatte jedenfalls wenige gelbe Haare seitlich auf dem T3.

Dann war es vielleicht sogar eine bohemicus, denn die kann auch gelbe Haare auf T3 haben.

Gruß,
Martin

Insektenflugbericht Bulli 21.07.2012 21:23

Hallo Martin,

interessant, was du schreibst. Das würde einiges erklären.

An dem Tag gab es hier starken Wind aus südlicher Richtung und Sonne bei ca. 20 Grad +-2 Grad.
Bei dem Wind konnte ich nicht erkennen, ob die Hummeln irgendwo markierten, aber z. B. bei einem Lebensbaum (oder Eibe oder so) sah ich, dass der Drohn mit vielleicht maximal 20 Zentimetern Abstand sehr schnell bis zur Spitze in acht Metern hoch flog und sofort wieder herunter düste. Wie er bei dem Tempo seine Duftmarken kontrollieren will ... keine Ahnung.
Über die Brummplätze muss ich mich wohl noch informieren.
Ich hätte gedacht, dass die Drohnen sich an den Pflanzen sammeln, wo sich nachher auch die Jungköniginnen einfinden ... aber wenn die Jungköniginnen zwischen dem Ausflug aus dem Nest und dem Eingraben nichts fressen, entfällt der Schritt wohl.
Es sei denn, die Markierungen der Drohnen lösen bei den Jungköniginnen ein Hungergefühl aus. ;-)

Da die Roten Sonnenhüte (eher dunkelrosane Sonnenhüte) hauptsächlich vom Vormittag bis Nachmittag in der Sonne stehen, hatte ich mich gefreut sie heute mal zur Mittagszeit beobachten zu können.
Leider ist es aber den ganzen Tag (bis auf den Morgen) bedeckt. Maximal nur zwei Drohnen und zwei Erdhummeln waren während der Beobachtungszeit da. Aber nicht sehr agil, die Tierchen.

Morgen soll es sonniger werden. Mal sehen ... äh ... beobachten. :-)

Die B. vestalis Königin, [...] wenige gelbe Haare seitlich auf dem T3.
Dann war es vielleicht sogar eine bohemicus, denn die kann auch gelbe Haare auf T3 haben.

Zur Bestimmung nahm ich den Feldbestimmungsschlüssel. Der sagt in seiner Online-Version zwar, dass ein B. bohemicus Drohn seitlich am T3 auch gelbe Haare "eingemischt" haben kann, aber bei den Königinnen steht so ein Hinweis nicht.
Somit kam ich auf B. vestalis.

Hummelbestimmung erscheint mir immer schwieriger.

Die Kuckuckshummel-Königin damals konnte ich sogar mal bei Sonne fotografieren (dann ist die Farbwiedergabe bei meiner Kamera realitätsnäher). Die habe ich dann mit Bildern der Erdhummelköniginnen aus dem gleichen Zeitraum verglichen. Die orange-bräunlich erscheinende Binde vorne auf der Mesosoma scheint bei Erdhummelkönigin wie bei Kuckuckshummelkönigin die gleiche Farbe zu haben.
Nun muss ich nur noch wissen, ob die Erdhummeln hier B. terrestris, B. cryptarium oder B. lucorum sind. ;-)
Nach meiner Meinung haben die hier alle Erdhummeln die gleiche Farbkombination.
Je nach Sonneneinstrahlung können die Streifen hier auch schön hell schimmern.
Zumindest erscheint mir das am Lavendel so. Bei den Sonnenhüten fällt mir das weniger auf.

Ich müsste mal alle Erdhummelarten nebeneinander sehen.

Hummelbestimmung ... uff.
Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob die Hummeln neben den Vestalis-Drohnen auf den Sonnenhüten nicht vielleicht auch Drohne der Erdhummeln sein könnten. Prinzipiell könnte das sein, weil ich im Mai mehrere gleich aussehende Königinnen auf am gleichen Rhododendron betrachten konnte.
Daran glaube ich zwar nicht wirklich, aber so genau habe ich mir die Breite des Abdomens nicht angesehen.

Ein Drohn würde in den Kontext auch viel besser passen, da die Blüten des Sonnenhutes sich so aufwölben, dass sie eine ähnliche Struktur bekommen wie das oberste Drittel des Blütenstands von einer Wilden Karde.

Außerdem war für wenige Sekunden auch eine helle Hummel an den Sonnenhüten, die auf die Schnelle so aussah wie ein Wiesenhummeldrohn. Allerdings war sie etwas größer und die Wiesenhummeln sind schon seit Wochen "durch".

Morgen ... morgen soll mehr Sonne sein. :-)

Hallo alle,

hier brummen noch Ackerhummeln, Erdhummeln, Steinhummeln und (vermutlich) B. vestalis Drohne.

Die Wiesen- und Baumhummeln scheinen inzwischen schon abgestorben zu sein.

Gartenhummeln sehe ich nicht mehr. Auch schon abgestorben?

Beim Feldwespennest sehe ich an dem oberen Flugloch keine Bewegung mehr. Oben sah ich auch immer nur einfliegende Tiere. Die eigentliche Nestöffnung muss irgendwo weiter unten sein, wo Pflanzen die Sicht verdecken.

Der Cotoneaster ist seit einiger Zeit verblüht. Somit sehe ich keine Hornissen und kaum noch Wespen mehr.

Die Purpurglöckchen blühen immer noch ... vielleicht wegen des feuchten und häufig bedeckten Wetters? Manchmal bekommen sie Besuch von Steinhummeln, aber meist sind Honigbienen dran.

Ein paar Kornblumen sind jetzt aufgegangen. In den Farben blau, lila und rosa. Meistens sitzen Schwebfliegen drauf, aber manchmal auch Ackerhummeln.

Der Lavendel, der senffarbene Fingerhut und die Fuchsie werden auch bei bedecktem Wetter angeflogen, was mich sehr freut. Die scheinen also zu Hummelmagneten geworden zu sein.

Es kommen noch ein paar kleinere lilafarbene Fingerhüte heraus, aber für die werden die Gartenhummeln wohl kaum wieder kommen.

Warum sich die Ackerhummeln, wie schon berichtet, an Wänden entlang bewegen liegt vermutlich an der Tageszeit an der ich beobachte. Abends ist es dort am hellsten und am wärmsten.

Ich glaub' ich brauche eine bessere Kamera.

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht Bulli 28.07.2012 00:58

22.07.

Frauenmantel
Feldwespen sammeln Wasser von den Blättern des Frauenmantels.
Vor einigen Wochen taten das auch normale Wespen. Die sehe ich aber nicht mehr. Kann sein, dass sie sich an irgendeinem Gartenteich in der Nähe bedienen.
Zum ersten Mal spritze ich die Blätter künstlich.

Feldwespen
Das Feldwespennest in der Keramikstehle scheint nur wenig voran zu kommen. In zwanzig Minuten drei Ein- und zwei Ausflüge.
Allerdins muss sich irgendwo anders ein zweites größeres Feldwespennest befinden, weil aus der Richtung südwest mehr Feldwespen zum trinken an den Frauenmantel kommen, als es Flugverkehr aus der Keramikstehle gibt.

Eisenhut
Schwebfliegen gehen an den Eisenhut. Schwebfliegen sind hier überall.

Wilder Majoran
Eine oder zwei Hummeln sah ich dort. Aber auch Bienen sind zeitweise dran.

Prachtscharte
Sie wird manchmal von Schwebfliegen umlagert, Erdhummeln krallen sich hinein, aber auch Honigbienen wie auch Schmetterlinge graben sich in die Pflanze.

Vestalis Drohn und Erdhummel sind weiterhin häufiger an den Roten Sonnenhüten. Etwa 30 blühen gerade. Aber mehr als vier Hummeln auf einmal waren nie dran. Es ist auch weiterhin von irgendetwas abhängig, wann die Sonnenhüte angeflogen werden.

24.07.

Stockrosen
Die dunkelroten Stockrosen sind immer noch insektentechnisch ein Schuss in den Ofen.

Feldwespen
Heute landen die Feldwespen nicht nur auf dem Frauenmantel und an den steilen Wänden des Vogelbades. Heute landen die Feldwespen auch direkt auf der Wasseroberfläche des Vogelbades um Wasser zu tanken. Sie scheinen erst ein paar Mal zu testen ob die Wasseroberfläche trägt und dann legen sie sich quasi auf die Wasseroberfläche.

Honigbienen
Der Bienenstock in einigen Metern Entfernung wurde heute auf Zufütterung umgestellt. Einige Rahmen wurden entfernt und ein Futtereimer eingesetzt.

Es fliegen hier geflügelte Ameisen.
Da habe ich gleich mal geschaut, was die Marienkäfer an den verlausten Blumen machen.
Es sah so aus, als ob sie Angst vor den bewachenden Ameisen haben. Nie gingen sie zu den Flächen, in denen die Blattläuse Seite an Seite liegen.
Die Marienkäfer sitzen schon auf den Blumen, aber sie gehen nur in Richtung Läuse, aber ein paar Zentimeter davor drehten sie wieder um. Komisch.

25.07.

Am vierten Tag in Folge ist es heiß und die Hummeln ändern ihr Verhalten.

Lavendel
Der Lavendel ist jetzt schon komplett verblüht, somit suchen sie sich jetzt alle anderen Pflanzen.

Roter Sonnenhut
Einige Erdhummeln hängen wieder am Roten Sonnnenhut/Purpurnen Sonnenhut.

Was aber viel interessanter ist sind die vielen einzelnen Blüten, die jetzt zur Geltung kommen.

Weigelie
Die hiesige rosane Weigelie mit weißen Kontraststreifen schiebt wieder einige Blüten. Vielleicht so 10 bis 20 nutzbare. Ackerhummeln und Erdhummeln gehen an die Blüten dran.

Annemone
Rosane Herbstannemonen/japanische Annemonen werden von einer besonders großen Erdhummel (ich tippe auf Jungkönigin) mit dem Vibrationsverfahren vom Blütenstaub befreit. Dumm nur, die Blüten kommen erst noch und es ist noch nicht viel von dem Blütenstaub reif.
Blütenfarbe ist ein zartes Rosa. Es werden noch haufenweise Blüten kommen, obwohl nach dem strengen Winter einige Pflanzen vollkommen abgestorben aussahen. Mit ihren tiefen Wurzeln scheint die Sorte sehr robust. Allerdings sollte man sie mit einer Wurzelsperre in der Erde ausstatten.

Dahlien
Der Pollen in den Dahlien muss leider auch noch reifen.

Astilben
Die Astilbenart, die hier gerade anfängt zu blühen steht jetzt überraschenderweise auf dem Besuchsplan von Erdhummel und Honigbiene. Sie krabbeln über die Staubgefäße und wollen anscheinend nur die Pollen.
Während die hellere Art (blasses Rosa) keine Besuche zu verzeichnen hatte und jetzt so langsam verblüht ist, kommt die Variante mit einem kräftigen rosa in den Blütenständen und kräftigem lila bei den langen Staubgefäßen gut an.

Eisenhut
Auch hier konnte ich jetzt endlich eine Hummel - Erdhummel - erwischen.

Clematis
Nur noch eine blassrosane Clematisblüte scheint es zu geben. Aber auch die wird von den Erdhummeln von ihren Pollen befreit.

Stockrosen
Als ich heute Abend an einem Haus mit Stockrosen im Vorgarten vorbei fuhr, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Zwei Hummeln konnte ich schon im Vorbeifahren in den Blüten erkennen. Im Gegensatz zu den dunklen Stockrosen - rot - hier, waren dortige in einem rosa gehalten. Ich glaube immer mehr, dass es ein Mährchen ist, wenn davon gesprochen wird, dass Hummeln rote Blüten gleich gerne mögen wie blaue Blüten.
Rosa, helles rosa, ja.
Lila, helles violett, ja.
Rosa mit weißen Streifen, ja.
Aber bei rot, dunkelrot, blutrot, dunkellila ... nee.
Nicht hier. Vielleicht wenn die Blumen näher am Nest sind.

Da die Erdhummeln gerade viel Pollen sammeln, anstatt Nektar ... hoffe ich, dass jemand zufüttert.
Dennoch werde ich heute noch meinen Futterspender wieder an den Start bringen, nachdem ich ihn längere Zeit nicht aufgehängt hatte. Ich hoffe, dass die Honigbienen in ihrem Stock die Zufütterung annehmen und den Futterspender für die Hummeln in Ruhe lassen. :-)

26.07.
Der Futterspender wird ignoriert. Ich hoffe, er hält noch durch. Das heraus gedrückte Zuckerwasser suppt an der Seite heraus, anstatt in die Auffangröhre zu laufen. Wenn Hummeln trinken würden, käme es erst gar nicht zum Zuckerüberlauf.
Habe dann Blüten in einer neuen Farbe hergestellt und in die Nähe der etwa gleichfarbigen Fingerhüte gehängt.
Als Lockmittel träufelte ich ein paar Tropfen Zuckerwasser in die Blüten.

Frauenmantel
Heute bekommt der Frauenmantel häufiger eine Dusche. Teilweise werden die Pflanzen von drei Feldwespen auf einmal von den Wassertropfen befreit.

Roter Sonnenhut
Heute beobachtete ich eine ziemlich große Erdhummel, wie sie fast eine Stunde unter der Blüte von einem Roten Sonnenhut hing. Naja, sie hat manchmal ihre Position verändert. Vielleicht hat sie Schutz vor der Hitze gesucht? Wird wohl eine Jungkönigin gewesen sein.

Den ersten Erdhummel-Drohn habe ich immer mal wieder auf dem Roten Sonnenhut gesehen.
An der Herbstannemone war wieder die dicke Erdhummel und sammelte Pollen.

Zwei B. vestalis Drohne waren auch für "ein Stündchen" wieder da.

Prachtscharte
Komischerweise sind deutlich weniger Hummeln an der Prachtscharte. Honigbienen scheinen sich dort sehr wohl zu fühlen. Bei einem Blütenstengel ist der obere Bereich schon verblüht.

Männertreu
Eine kleine Steinhummel erwischte ich, als sie eine Hand voll Blüten vom Männertreu testete. Klein war sie wie eine Wiesenhummel. Entweder ist es keine Steinhummel oder dem Volk geht es schlecht.

Der Hauptflugbetrieb wird von Ackerhummeln durchgeführt.
Sie sind überall. Senffarbener Fingerhut, Fuchsie, Zaunwinde, Astilben, Kornblumen, Purpurner Fingerhut, Purpurglöckchen, Wilder Majoran.

Fingerhut
Der senffarbene bzw sandfarbene Fingerhut scheint "rostfarbener Fingerhut" zu heißen. Noch neun Blüten, dann ist er verblüht.
Für eine einzige Pflanze dieser Art im gesamten Gebiet hier, alle Achtung, sehr gut besucht von Ackerhummeln.

27.07.
Der Futterspender ist immer noch voll.
Die Tropfen, die in den Blüten platziert Hummeln anlocken sollten, sind wohl von Schwebfliegen aufgesaugt worden. Schwebfliegen sind einfach überall.
Beinahe wäre eine Honigbiene in eine Blütennachbildung hinein geflogen. Das wäre wenigstens ein Teilerfolg.
Die Hummeln pendeln nur vor den künstlichen Blüten und drehen dann ab.

Wieder sah ich die dicke Erdhummel (evtl. Jungkönigin) an der Herbstannemone vibrationssammeln. Anscheinend hat sie es auf die ganz frischen Blüten abgesehen. Die Knospe hat sich gerade ein bisschen geöffnet und schon ist die Hummel drin. Die weit geöffneten Blüten sind wohl nicht interessant.

Bisher habe ich keine B. vestalis Jungkönigin gesehen. Das werte ich mal als gute Nachricht.

Später kam das angekündigte Gewitter mit der Abkühlung. Von 33 Grad herunter auf 24.
Drei Honigbienen haben sich vor dem Regen auf Roten Sonnenhüte geflüchtet und sich einregnen lassen.
Sie hofften wohl auf Sonne nach dem Regen ... aber es kam der Abend mit lang anhaltendem Regen und danach dicke Wolken sowie die Dämmerung. Morgen werden sie wohl auch noch da sein.
Ich wünsche ihnen das beste, aber habe nicht viel Hoffnung.
Das nimmt mich doch recht stark mit, aber da will ich wohl durch.

Soweit bisher

Bulli

Insektenflugbericht - 28. + 29.07. Unbekannt 29.07.2012 16:35

28.07.2012
Bei den eingeregneten Honigbienen (siehe Bericht vom 27.07.) wollte ich ja eigentlich nicht eingreifen.
Von den drei eingeregneten Honigbienen hat es vermutlich eine ohne Hilfe ins Nest geschafft. Am Morgen waren jedenfalls nur noch zwei da. Eine war allerdings verstorben und klebte nur noch an einem Tropfen. Bei der anderen bewegten sich noch die Fühler.
Mittags begann wieder ein sanfter Regen mit kleinen Tropfen und das Wasser, was sich auf dieser verbliebenen Biene sammelte. Das Wasser sah schwerer aus, als die Biene selber (leider kein Foto). Das hatte irgendwie schon was schönes.
Abends war ich dann noch einmal da. Inzwischen waren einige Stellen schon trocken. Die Fühler der tapferen Biene bewegten sich wieder. Aber mehr war da nicht, trotz Temperaturen um 21/22 Grad.
Ich konnte nicht mehr zusehen und machte ihr Zuckerwasser fertig (die Bienen-Mischung mit Traubenzucker). Das gab ich ihr auf das Blütenblatt, weil sie das ständig mit den Fühlern betastet hatte. Sie nahm es sehr schnell an. Irgendwann flog sie dann ohne sich zu putzen davon.

Auf dem Auto fand ich dann auch noch eine langsam krabbelnde Honigbiene. Erst nahm ich sie mit einem Blatt herunter und legte es auf den Boden. Dort krabbelte sie vom Blatt herunter und verharrte dann wieder auf dem nassen Boden für etwa eine halbe Stunde.
Also bugsierte ich das Blatt wieder unter sie und nahm sie auf die Hand. Die Handwärme machte sie anscheinend lebendig. Sie rannte regelrecht in die Richtung, wo es am Himmel am hellsten schien.
Es war ein interessantes Gefühl eine Honigbiene über die Hände rennen zu lassen.
Irgendwann flog sie dann ab, landete aber nur zwei Meter weiter im noch sehr nassen Gras, aus dem sie nicht wieder starten konnte. Beim Versuch wurde sie wieder pitsche patsche nass.
Also wieder auf ein Blatt, wieder auf die Hand. Diesmal war sie weniger ungestüm. Sie blieb erst mal auf dem Blatt sitzen. Auf das Blatt träufelte ich ein paar Tropfen Zuckerwasser, dass sie sehr schnell zu sich nahm.
Dann schien es so, als ob sie ohne Handwärme auskäme. Das Blatt mit ihr drauf also auf eine Armlehne einer Bank gelegt und sie krabbelte wieder dem hellsten Bereich am Himmel entgegen, hängte sich aber dann an die Seite der Armlehne und verharrte wieder. So hatte ich das eigentlich nicht geplant und nahm sie wieder aufs Blatt, auf die Hand und sie krabbelte diesmal überall herum, bevor sie sich putzte. :-D
Nachdem sie sich ausgiebigst geputzt hatte, bei dem sie regelrecht seitlich herab hing und ich mich wunderte, wie sie das ohne zu stürzen machen konnte, flog sie ab.
Ich hoffe beide haben die verbleibenden hellen Minuten des Tages genutzt, um ins Nest zu kommen. Andere Honigbienen hatten weniger Glück. Die Spinnen freut's.

29.07.2012 zwischen 11:00 und 12:30
Es ist hier eine Mischung zwischen bewölkt und sonnig bei klarem Himmel mit böigem Wind von Windstille bis zerzausten Haaren. Soll heißen, es kommen immer wieder kleinere dichte Wolken, aber die Sonnen kann auch mal längere Zeit brennen. Temperaturen knapp über 20 Grad.
Seit gestern Abend gab es keinen Regen mehr.

Schwebfliegen
Heute fallen die Massen an Schwebfliegen sofort auf. Sie belagern die bereits beschriebene Astilbensorte, Sonnenblumen (!), Roter Sonnenhut, Herbstannemone, Kornblume, Fuchsie. Wobei sie sich manchmal von den roten Sonnenhüten zurückziehen, um die Prachtscharte und den Weißen Sonnenhut zu belagern. An anderen Blüten sind sie auch, aber sie umlagern sie nicht.

Ackerhummeln
Es fallen auch viele Ackerhummeln auf. Mindestens vier Drohnen und zwei Arbeiterinnen schlagen an diversen Pflanzen auf. Bei den Drohnen und Arbeiterinnen sehe ich keinen Unterschied bei der Auswahl, bis auf häufigere Besuche bei Rotem Sonnenhut und Sonnenblume.

Erdhummeln - Arbeiterinnen und Drohnen
Beide sind an den roten Sonnenhüten. Finde ich interessant.

Erdhummel - Königinnen:
Eine Erdhummel-Königin vibriert weiterhin den Pollen von der Herbstannemone.
Eine andere habe ich dabei erwischt, wie sie sich während einer bewölkten Periode in eine Blüte des Roten Sonnenhuts setzte und chillte.

Steinhummel
Zur Zeit nicht zu sehen.

Bombus vestalis - Drohnen
Bisher heute noch keine gesehen. Vielleicht schweben sie heute Nachmittag ein.

Raupen
Im Vogelbad liegt eine tote Raupe am Grunde des Beckens. Sie sieht aus wie eine Wachsmottenraupe. War wohl im Gefieder einer Amsel, denn nur Amseln baden dort.

Futterspender
Wird nicht angenommen. Das Zuckerwasser werde ich in den Blüten verteilen müssen.

Stockrose - dunkelrot:
Das erste Mal sah ich darin eine Hummel. Eine Erdhummel lief bei einigen Blüten um den Schaft mit den Pollen. Anscheinend kam aber kaum etwas herunter. Der Regen hat wohl alles abgewaschen oder verklebt.
Später dann pendelte eine Erdhummel nur davor und flog dann weg.

Purpurne Fingerhüte
Bekommt relativ viel Besuch von Ackerhummel und Erdhummel, auch wenn die Anzahl der Pflanzen gering ist (ca. 8), diese nur vereinzelt herum stehen und die offenen Blüten pro Pflanze meit unter fünf liegt. Erstaunlich, zeigt aber vielleicht eine Nahrungslücke.
Einige Fingerhüte lagen nach dem Regen und Wind der letzten Tage am Boden, weil die Stengel so schwach sind. Habe versucht einige aufzurichten.

Rostfarbener Fingerhut
Hat nur noch vier Blüten. Bisher kein Besuch, aber im Augenblick steht er noch im Schatten.

Astilbenart
Heute nur Schwebfliegen. Vielleicht sind sie noch nicht trocken genug für andere Insekten.

Sonnenblume
Die Sonnenblume, die vor einigen Tagen fast niemanden interessierte, hat sich verzweigt und nun fünf Blüten. Außer den Schwebfliegen wird sie von Erd- und Ackerhummeln wie auch Honigbienen sehr gut angenommen. Sonnenblumen mit nur einer einzigen Blüte ein paar Meter weiter sind nicht so umlagert. Mehr als vier Insekten passen aber nicht in eine Blüte.
Bei längeren Wolkenphasen verlassen die Insekten die Sonnenblumen.

Roter Sonnenhut mit dunklem Blütenkorb - inzwischen 50 Stück
Hatte vormittags den üblichen Besuch von Bienen, Hummeln und haufenweise Schwebfliegen.
Teilweise waren vier Ackerhummeln dran. Zu einer anderen Zeit bis zu fünf Erdhummeln. Bombus vestalis bisher keine.
Eine Erdhummeljungkönigin hat sich in eine Blüte gesetzt, um eine Wolke am Himmel abzuwarten. Vielleicht war es die, die sich vor ein paar Tagen schon mal unter eine der Blüten hängte, als es sehr warm war.
Ein Erdhummel - vielleicht Drohn - hat das gleiche versucht, aber mitten auf dem Blütenkorb und wurde von gleich drei Schwebfliegen umlagert. Teilweise saßen sie auf den Beinchen der Hummel. Mit dem mittleren Beinchen hat die Hummel die Schwebfliegen ständig weggestoßen und nach ihnen geschlagen. So richtig zur Ruhe kam sie also nicht.

Sonnenhut in weiß mit gelb/grünem Blütenkorb
Manchmal umlagert, aber bei diesem Wetter meistens nicht. Einen Ackerhummeldrohn war mal daran. Die Stengel der Blüten sind recht kurz. Vielleicht so 30 Zentimeter.

Sonnenhut in gelb mit gelb/grünem Blütenkorb
Kaum umlagert. Kann aber wie beim weißen Sonnenhut an der Sonneneinstrahlung liegen. Die Blüten des Roten Sonnenhutes sind wesentlich dunkler und werden dadurch vermutlich auch wärmer.

Prachtscharte
Hauptsächlich treffen sich dort Schwebfliegen und Honigbienen.

Strandflieder - Statice latifolia
Endlich habe ich die Pflanze bestimmen können. An ihr krackseln - anders kann ich das nicht beschreiben - Honigbienen und Schwebfliegen. Trotz der winzigen Blütchen scheint sie ausreichend Futter zu liefern, denn die Bienen turnen sehr lange darin herum, bevor sie wegfliegen.
[url=http://www.gartendatenbank.de/photo/2004030702 Link]
Eine ähnliche Pflanze steht noch in den Startlöchern, scheint aber vielleicht Schleierkraut zu sein. Mal sehen.

Primeln
Die Primeln blühen wieder. Aber so nah am Boden sucht gerade keine Hummel. Im Frühjahr waren im Primelbeet viele Wildbienen.

Schlossblume - hohe
Auch die lässt sich das Blühen nicht vermiesen. Aber auch da kein Besuch mehr.

Herbstannemone
Bis auf eine Erdhummelkönigin und viele Schwebfliegen kein Besuch. Die Pflanzen stehen allerdings auch unter einem Baum. Diese Stelle ist ihnen offensichtlich sehr angenehm.

Kornblumen - weiss, rosa, lila, blau
Etliche Schwebfliegen, aber auch Ackerhummeln gehen an die Blüten.

Fuchsie - rosa Knospenblätter, innen lila Blütenblätter
Von Schwebfliegen umlagert. Bisher keine Hummeln, da sie im Schatten steht.

Zaunwinde
Gestern abend öffneten sich die Knospen leicht und heute sind gleich sieben Blüten offen. Bisher sah ich keine Ackerhummel daran, allerdings achtete ich auch nicht darauf.

Männertreu
Steht noch im Schatten, bisher kein Besuch.

Wilder Majoran
Auch kein Besuch gesehen, bisher im Schatten.

Rittersporn - blau - die zwei Sorte, die bei Gartenhummeln sehr erfolgreich waren
Nachdem sie vor Tagen zurück geschnitten wurden, schlagen die Pflanzen unten ein zweites Mal aus.

Rittersporn - blau - die Sorten, die nicht so gemocht werden
Heute sah ich einen Ackerhummeldrohn in den Blüten. Aber nur an einem Blütenstand. Es scheinen mehrere Arten dicht an dicht zu stehen. Eine Sorte mit einem lila Farbeischlag kommt gerade heraus. Mal sehen, was es gibt.

Purpurglöckchen
Zur Zeit kaum Flugbewegung. Nach langer Blüperiode sind schon einige Rispen verblüht.

Von Hummeln nicht besucht sind weiterhin die Margariten und ähnliche Korbblütler-Blumen in gelb, Dahlien.

Unbrauchbar für Insekten erscheinen weiterhin Geranien, Hortensien (Tellerhortensien, Ballhortensien), Phlox, Spornblume, Fuchsschwanz, Eisbegonien, Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana) und ein paar Zierblumen mehr.

Heute habe ich mir also den Spaß erlaubt, ein wenig Zuckerwasser auf die roten Sonnenhüte zu träufeln. Es war noch was vom Päppeln der Honigbienen übrig. Dazu wählte ich die Phasen mit dicken Wolken, da dann wenige Honigbienen und mehr Erdhummeln dran waren. Komisch, erst jetzt fällt mir auf, dass Ackerhummeln fehlten. Es war schön zu sehen, dass auch Hummeln die Mischung annahmen, obwohl es eigentlich die Bienenmischung war.

Insektenflugbericht - 30.07. bis 09.08. Bulli 09.08.2012 23:18

30.07.
Futterspender
Der Futterspender hängt in der Blütenvariante ähnlich den Fingerhüten in der Nähe derselben. Wird aber immer noch nicht angenommen, obwohl ich Zuckerwasser in die Blütenimitate träufelte. Nur die Schwebfliegen fahren darauf ab.

Füttern in Blüten
Dazu nutze ich die Roten Sonnenhüte, Sonnenblumen und Fingerhüte. Zwischen die doch recht harten orangefarbenen Spikes (habe gerade keinen anderen Ausdruck dafür) hält sich ein Tropfen Zuckerwasser sehr ordentlich. Erst wenn sich mehrere Tropfen vereinen, besteht die Gefahr, dass sie seitlich herunter laufen und abtropfen.

Hummeln
Honigbienen fliegen wenige.

31.07.
Futterspender
Umgehängt in die Nähe der Roten Sonnenhüte. Aber die Hummeln wollten immer noch nicht.

Hummeln
Honigbienen sind schon echt lästig für die Hummeln. Ich habe es wohl ein wenig zuviel Zuckerwasser in die Sonnenblumen gespritzt. Plötzlich waren über 10 Honigbienen in den Blüten und die Hummeln hatten keine Chance mehr.
Ein Kuckuckshummel-Drohn war hier, der so aussah wie ein Bombus vestalis Drohn nur ohne die gelben Ecken auf dem Abdomen und mit sehr hellbrauner bis weißer Binde auf der Brust. Das dürfte ein Bombus bohemicus gewesen sein. Für mich allerdings zu sehr Black&White. ;-)

01.08.
Futterspender
Habe eine Wespe am Futterspender gesehen. Vielleicht hat die Wespe von den Schwebfliegen gelernt, wo es Futter gibt.
Aber Hummeln mögen das nicht.

Hummeln
Sah heute eine dicke Steinhummel an einer Sonnenblume. Könnte eine Jungkönigin gewesen sein.

02.08.
Futterspender
Er bekommt eine neue Blütenform ähnlich der roten Sonnenhüte.
Heute ist es kalt ~20°C und aufgelockerte Bewölkung. Die Wespe nutzt die Futterstelle, aber auch zwei bis drei Honigbienen.
Spät abends statte ich ihn mit einer neuen Blütenkorbattrappe aus.

03.08.
Futterspender
Früh morgens war es schon sehr sonnig und recht warm. Die Honigbienen haben die Futterstelle erfolgreich gefunden. Es rannten mindestens 50 Stück auf der Blütenattrappe mit nur 8 Futterlöchern herum. Einige schwirrten wie wild umher.
Dem Gewusel bin ich lieber nicht zu nahe gekommmen.
Hoffentlich ist das Futterröhrchen bald leer gesaugt. Genau weiß ich nicht, wieviel noch drin ist.

Füttern in Blüte
Eine neue Gutta-Flache (Leerflasche) für die Mischung 1:3:3:16 gekauft. Die Spitze muss mit einer Nadel aufgestochen werden. Diese Spezielle Gutta-Flasche ist sehr gut. Der Strahl, den man erzeugen kann, ist sehr dünn und die Spitze sehr schön lang. Der Strahl "knallt" das Zuckerwasser regelrecht in die Blüten. Sonst hat man ja immer Probleme, dass das Zuckerwasser wieder aus Blüten der Korbblütler heraus tropft.
Außerdem passt die Menge Zuckerwasser, die sich in der Spitze sammelt und dort bleibt, in die Blüten des Fingerhutes. Man muss nur die Flasche nach unten halten, damit das Wasser dort hinein schießt, um die Spitze zu füllen. Dann kann man diese Portion in einem feinen Strahl in die Fingerhutblüten spritzen.
Eine oder zwei Honigbienen haben es inzwischen raus, dass in den Fingerhüten Zuckerwasser zu holen ist. Aber Ackerhummeln sind auch gerne in den Blüten.

04.08.
Futterspender
Kein Zuckerwasser nachgelegt.
Einige Wespen und Feldwespen suchen nach Nahrung. Anscheinend waren sie schon die letzten Tage dort. Denen tröpfel ich ein wenig Zuckerwasser neben die Futterlöcher. Vielleicht suchten sie auch einfach nur Tautropfen. Jedenfalls nahmen sie es gerne an. Eineinhalb Tropfen passen in eine Feldwespe.

Hummeln
Die Spitze der neuen Gutta-Flasche hatte zwei Löcher. Erst war der Strahl unkontrollierbar und dann teilte er sich und einer der beiden bespritzte die Steinhummel. Sie war sofort weg. Steinhummeln scheinen sowieso empfindlicher auf Störungen in der Nähe der Blüten zu reagieren als andere Hummeln. Steinis sind sohl lieber alleine in einer Blüte. Die Spitze musste gekürtzt werden, dann war aber der Strahl du dick. Mit einem Feuerzeug konnte ich die Spitze heiß machen und zu drücken. Dann mit einer Nähnadel ein neues kleines Loch hinein gestochen. Jetzt funktioniert sie.

Herbstannemone
Nachts hatte es geregnet. Morgens hatten die Erdhummeln besonders große Pollenpolster an den Beinen. Das waren fast schon kleine Flügelchen.

05.08.
Füttern in Blüte.
Es ist weiterhin recht kühl, nicht heiß. Weiterhin gibt es Zucker in einigen Blüten. Schon wieder fällt mir auf, dass die Hummeln doch sehr zu kämpfen haben. Einige Honigbienen scheinen gelernt zu haben, dass dort, wo eine Hummel sitzt, auch Zuckerwasser zu holen ist.
Eine Erdhummel hatte es gleich mit drei Honigbienen und einer Ackerhummel in einer Sonnenblumenblüte zu tun. Nach einigem Tumult sah die Sache so aus. Die Erdhummel saugte im unteren Bereich der präparierten Stelle, Auf ihrem Kopf und Brust saß die Ackerhummel und saugte somit ein wenig weiter oben. Zwei Honigbienen hatte die Erdhummel im Schwitzkasten ... ;-) ... also die mittleren Beinchen auf je eine seitlich neben ihr saugende Honigbiene gelegt. Die dritte Honigbiene saß links oben, Kopf an Kopf mit der Ackerhummel. Das scheint der "stabile Zustand" gewesen zu sein, in dem alle Insekten ihren Bauch voll schlagen konnten.
Während des einspritzens in die Blüten tropft immer einer oder zwei Tropfen herunter auf den Boden oder auf die Blätter. Eine Honigbiene scheint sich darauf spezialisiert zu haben die Blätter unter den Blüten mit den Hummeln drin nach heruntergetropftem Zuckerwasser abzusuchen.

Prachtscharte
Es fällt auf, dass kaum noch Insekten sich in die Prachtscharte krallen. Vielleicht ist es einfach zu kühl dazu.

06.08.
Feldwespe
Das Nest in der Keramik-Stehle scheint nicht mehr zu existieren. Ich sehe dort keinen Flugverkehr. Kann aber auch teuschen. Die aktuellen Feldwespen kommen aus Richtung südost.

Hummeln
Keine Erdhummeljungköniginnen mehr zu sehen.
Große Exemplare der Erdhummeln sind da ... könnten vielleicht Jungköniginnen einer kleineren Art sein?
Ich würde mich da gerne besser auskennen.
Es ist hier auch eine Erdhummel unterwegs, die so lang ist wie eine Honigbiene, nur ein wenig breiter. Vielleicht ein Drohn ... aber keine Ahnung.
Bei den Erdhummeln kann ich nicht sagen, wo ihr Nest ist. Die fliegen alle in unterschiedliche Richtungen ab. Während früher im Jahr ein Nest in Richtung südost lag, scheint jetzt ein Nest im Westen zu sein.
Bei den Ackerhummeln muss das Nest nicht allzu weit im Norden liegen. Ein Exemplar wurde von mir häufiger an der Sonnenblume gefüttert. Es dauterte immer fünf Minuten, bis die Hummel zur Sonnenblume zurück kam.

07.08.

Purpurglöckchen
Die blühen immer noch und sind im Augenblick nur von Honigbienen besucht.

Fuchsie (rosa Knospenblätter, lila Blütenblätter)
Sehr gut besucht von Ackerhummeln.

Zaunwinde
Morgens nur von Ackerhummeln besucht.

Fingerhüte
Immer wieder mit Zuckerwasser gefüllt. Von Ackerhummeln und Honigbienen besucht. Naja, Ameisen sind auch drin.

Roter Sonnenhut
Erdhummeln sind noch dran. In der Mehrzahl aber Honigbienen. Keine Drohnen und auch keine Jungköniginnen mehr dort.

Sonnenblume
Erdhummeln und Ackerhummeln fliegen sie an.
Abends wollte eine Erdhummel in einer Blüte übernachten. Aber die Honigbienen ließen das nicht zu. Jede anfliegende Honigbiene rammte erstmal diese relaxende Hummel. Mich wundert das, saß die Hummel doch außerhalb des aktuell Nektar produzierenden Blütenrings in bereits verblühten Blütchen.

Gelbe Blume
Ein niedrig wachsender Korbblütler ... keine Besuche mehr, da offensichtlich nur von Steinhummeln besucht.

Astilben (rosa Blütchen, lila lange Staubgefäße)
Von Erdhummeln, Ackerhummeln und Honigbienen besucht. Pollen wird gesammelt.

Herbstannemone (helles rosa mit weißen Kontraststreifen)
Erdhummeln, Honigbienen und Ackerhummeln sammeln Pollen daran.

08.08.
Der Name Gartenraute ist offensichtlich ein Aliasname. Eigentlich heißt sie wohl Weinraute (Ruta graveolens). Sie war keine Pflanze für Hummeln, sondern von Bienen, Wespen, Feldwespen und Fliegen unterschiedlich stark besucht, aber ist schon seit ca. zwei Wochen verblüht.

Heute war es sonnig bis wolkig bei 21 Grad. Ideales Wetter um Hummeln in Blüten zu füttern, ohne dass Horden von Honigbienen stören.

Hummeln
Immer wieder Hummeln. Seit Tagen finde ich keine Kuckuckshummel-Drohnen mehr an den Roten Sonnenhüten.
Bei den Ackerhummeln bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich wirklich einen Drohn gesehen habe.
Ackerhummeln düsen hier so viele herum. Etwa zwei bis drei findet man immer. Besonders die Fuchsie, die Blüten der Zaunwinde, die Fingerhüte und die Sonnenblumen haben es ihnen angetan.
Seit einigen Tagen keine Steinhummel mehr im Garten.

Füttern in Blüten
Es passt heute viel Zuckerwasser in die Erdhummeln. Normalerweise gibt es nur einen Spritzer (vier kleine Tropfen). Aber heute "vertragen" die hiesigen Erdhummeln drei Spritzer. Die Ackerhummeln nehmen weiterhin nur einen Spritzer.
Morgen werde ich morgens die Blüten der Zaunwinde voll tanken. So viel, wie es geht. An die Blüten gehen die Honigbienen nicht dran und außerdem sind sie morgens im Schatten. Also keine Gefahr, dass Honigbienen die Pläne durchkreuzt. Besonders große Exemplare der Ackerhummel setzen sich in die Blüten der Zaunwinde. Manchmal allerdings auch so unelegant, wie es die Hummelköniginnen der Erd- und Steinhummeln im Frühjahr an den Rhododendronblüten taten. Sich direkt auf die Öffnung setzen, alle sechs Beinchen ausstrecken und dann den Kopf in die Blüte stecken. Das sieht dann so aus, als ob eine dicke Spinne den Blütentrichter überspannt. ;-)

09.08.
Heute war es ähnlich wie gestern. Meist wolkig mit ein paar Regentropfen bei 20 bis 23 Grad. In der Nacht hatte es geregnet.

Füttern in Blüten
Weiterhin in den Sonnenblumen, weniger am Roten Sonnenhut, Rotem Fingerhut und Zaunwinde.
Heute fand ich einen schwarzen Fleck in der Spitze der ältesten Gutta-Flasche im Gebrauch. Anscheinend ein Schimmelpilz. Muss mir erst noch klar werden, wie ich den da heraus bekomme. Heißes Wasser reicht nicht aus, um das Teil da heraus zu bekommen.

Honigbienen
Verhältnismäßig wenige Honigbienen hier, aber dennoch machten sie es den Hummeln schwer von den für sie gedachten Zuckerwasser zu naschen.

Erdhummeln
Whow, heute war eine Erdhummelkönigin neben der kleinsten hier herum fliegenden Erdhummeln an einer Blüte ... natürlich war auch wieder eine Honigbiene dran. Leider kein Foto davon machen können. Die Erdhummeljungkönigin war zweieinhalb mal breiter als die kleine Hummmel und Länger war sie fast zwei Mal. Von der Höhe werde ich gar nicht erst reden. Die Jungkönigin hatte eine regelrecht hoch stehende kugelförmige Brust.
Die Binde auf der Brust der Jungkönigin war braun, während die gelbe Binde auf dem Abdomen doch recht hellgelb schimmerte. Die kleine Erdhummel schimmerte bei beiden Binden hellgelb in der Sonne. Vielleicht waren die beiden aus unterschiedlichen Nestern, so dass die Jungkönigin die kleine Hummel irgendwann vertrieb.

Ackerhummeln
Keine Ahnung, ob das alles Ackerhummeln sind. Laut Feldbestimmungsschlüssel dürften 80 % keine Ackerhummeln sein, weil bei einigen auf Tigit 4 und 5 keine braune Behaarung ist, sondern nur die Streifen. von Tigit 2 und 3. Aber ich habe kaum Erfahrung die Tigits zu zählen.

Unbekannte Hummel
Keine Ahnung, was das für eine war. Sie war so über und über mit hellem Blütenstaub oder Sand bedeckt, dass ich nicht erkennen konnte was es für eine ist. Ich gab ihr auf den Roten Sonnenhügen Zuckerwasser. Normalerweise finden selbst entkräftete Hummeln danach die Zeit sich zu putzen. Aber nicht diese. Eine Stunde später sah ich wieder so eine Hummel. Keine Ahnung, ob die sich zu lange im Hibiskus einige Meter weiter herum getrieben haben. Die Hummeln hier sind häufiger mal vollgestaubt.

Zaunwinde
Die Fütterung in den Blüten der Zaunwinde ist recht gut angenommen worden. Anscheinend wurden allerdings nur 50 % der präparierten Blüten wirklich auch angeflogen. Eben die, die am meisten hervor standen.
Heute abend habe ich darum in die besonders weit vorstehenden Blüten bereits Zuckereasser gefüllt. Sie waren schon ein wenig offen.

Herbstannemone
Die Erdhummeln sammeln daran nicht nur "Pollenhöschen", sondern regelrechte Pollenscheiben ... Pollenrauten ... oder Kleine Pollenflügelchen. So dicke Pollenhöschen habe ich schon mal an einem Morgen nach einer Nacht mit Regenfällen gesehen. Die Pollenpakete haben außerdem eine schöne Färbung, wie ich finde. Es dauerte knapp 10 Minuten, bis so ein Pollenhöschen ausreichend voll war. Danach sah ich eine Hummel an die Roten Sonnenhüte fliegen, um Nektar zu tanken.

Gelber Lerchensporn
Eine Blume, die schon seit mindestens drei Monaten blüht, aber kein Insekt anlockt. Auch keine Blüteneinbrüche zu sehen.

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht - 10.08. bis 20.08. Bulli 21.08.2012 07:40

Nachtrag
Der vor einem Monat erwähnte Geißblatt-Hybrid könnte ein Lonicera x tellmanniana sein.

09.08. Nachtrag

Stockrosen (dunkelrot)
Eine Ackerhummel hatte sich die Unterseite eines Blattes als Schlafplatz für die Nacht ausgesucht.

10.08.

Futterspender (Version 2)
Er ist nun eingemottet.

Füttern in Blüten
Das Wetter war schön zum Füttern von Hummeln. Morgens waren es ca. 15 Grad. Da flogen noch keine Honigbienen. Abends waren es ca. 20 bis 22 Grad und der Himmel war meistens bedeckt. Dadurch konnte ich ca. 30 ml Zuckerwasser verteilen. Angaben zur Mischung bei "Steinhummel".

Erdhummel
Yea, the bumble bee stroke back. Heute setzte sich eine Erdhummel auf eine Honigbiene, um besser an das Zuckerwasser in einer Sonnenblume zu kommen. :-D
Die Hummel war bestimmt mehr als doppelt so schwer, aber die Honigbiene schlürfte seelenruhig weiter.

Steinhummel
Eine kleine Steinhummel war heute morgen und heute Abend da. Zumindest nenne ich sie mal so. Der Popo ist eher in einem hellbraun/beige Farbton.
Morgens labte sie sich an einer Blüte, in die ich eine 1:5:0:15 Zuckerlösung gespritzt hatte (Haushaltszucker:Fruchtzucker:Traubenzucker:Wasser).
Abends sah ich sie dann ihn einer Blüte, die ich vorher mit 1:5:4:15 Zuckerlösung behandelte. Allerdings ging sie hinter den Honigbienen über den Bereich. Darum ist unklar, wieviel die Honigbienen noch übrig ließen.

Ackerhummel
Ich sah mir noch einmal den Feldbestimmungsschlüssel an. Die Tierchen hier haben kein rotbraunes Fell auf den Tergum vier, fünf und sechs. Naja, eine Hummel schon, aber alle anderen nicht. Bei den meisten gehen die Streifen von Tergum 2 und drei bis zum Tergum 5 weiter.

Wespe, keine Feldwespe
Eine sehr große Hummel (keine Jungkönigin) hatte sich auf einen Roten Sonnenhut gesetzt und bekam einen Spritzer Zuckerwasser kredenzt. Dann kam doch glatt eine Wespe, die sehr viel kleiner war, an die Blüte. Plötzlich flog sie der Hummel auf das Abdomen. Dort verfiel sie anscheinend in wilde Raserei. Vielleicht stach sie auch zu. Nach dem zweiten Anfall flüchtete die Hummel, die die ganze Zeit ruhig da gesessen hatte. Noch nicht mal mit dem Beinchen hatte sie sich zur Wehr gesetzt.

Unbekannte Fliege
Eine mir noch unbekannte Fliege sitzt häufiger auf den Blüten einer mir auch unbekannten Blume. Die Blüte ist gelb und der Rest der Blume grau behaart. Mal sehen, was das sein könnte.

Fetthennen
Sind hier auch zu finden.
Eine Sorte, bei denen die Blütenblätter wie auch die Staubgefäße verkümmert sind, und eine normale "Prächtige Fetthenne".
X vermutlich Hylotelephium specatbile "Prächtige Fetthenne" (genaue Züchtung ungekannt)
- "Prächtige Fetthenne" (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Staude wächst ausladend (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Alte Staude, wächst ausladend (externer Link, nicht mehr verfügbar)
den Blättern stehen]
X manchmal auch Hylotelephium telephium "Große Fetthenne" oder Sedum telephium genannt
- 🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Blätter, Blütenstände wie hier; Regenwasser kann in - [http://www.flickr.com/photos/90985255@N00/237599924/ So sieht es vermtulich bald aus“)
- Ein weiteres Bild (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Noch ein Bild (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Seit Tagen schon krabbeln Ackerhummeln immer mal wieder über die Blütenstände der verkümmerten Züchtungsvariante. Sie scheint wohl auch ohne Blütenblätter gut Nektar zu bieten.
Die Pflanze soll der Kracher für die Hummelversorgung im Herbst sein. Mal sehen.

Salbei
Der Salbei steht nach dem Rückschnitt in der Mitte einer zweiten schwächweren Blühperiode. Er steht direkt neben zwei Fetthennen. Vermutlich darum interessieren sich wieder Ackerhummeln und auch wieder vermehrt Honigbienen für seine Blüten.

Weigelie (rosa mit weißen Streifen)
Ist nach der Hauptblütezeit und nach einer Zeit ohne jegliche Blüten jetzt stablil bei ca. 50 Blüten, die Nektar bieten.

Weigelie (dunkelrosa bis rot)
Sie hat nach der Hauptblütezeit mit über tausend Blüten und einer Durststrecke mit ca. 10 Blüten nun etwa 60 Blüten, die Nektar bieten.

Fuchsie (rosa, lila)
Ein kleines Bäumchen, das vielleicht 80 cm hoch ist, wird immer noch sehr gerne von Ackerhummeln angeflogen. Es ist anscheinend bisher eine Pflanze, die nur von Ackerhummeln besucht wird. Sonst geht keine Hummel oder Biene hinein.

Zaunwinde
Nach dem Besuch der Fuchsie wird die am Gitter über der Fuchsie rankende Zaunwinde von Ackerhummeln besucht. Auch dies ist eine Exklusiv-Pflanze für die Ackerhummeln. Sie blüht bis Mittag, steht aber auch bis dahin im Schatten. Somit uninteressant für die restlichen Insekten, vor allem Honigbienen.

Sonnenblume
Die großen Blüten werden immer weniger. Was jetzt noch nachkommt, sind kleinere Blüten.

Herbst-Anemone - Anemone hupehensis
Erdhummeln, Honigbienen und Ackerhummeln befreien sie vom Blütenstaub. Ein Zug durch die Blüten braucht ca. 11 Minuten.
So ähnlich, nur ein paar mehr Pollenstände (externer Link, nicht mehr verfügbar)

11.08.

Füttern in Blüten
Morgens fütterte ich heute das erste mal in den Fuchsienblüten. Mit dem Fläschchen kann man ein Tröpfchen Zuckerwasser als feinen Strahl durchaus auch senkrecht nach oben in die Blüten spritzen.

Hummeln
Viele Ackerhummeln, wenige Erdhummeln und einzelne Steinhummeln.

Steinhummel
Sie nimmt eine Zuckerlösung von 2:3:3:8 an. Sie zuckt aber noch zurück, fliegt aber nicht verschreckt davon. Vielleicht nur weil das Zuckerwasser auch auf den Pollenständen der Sonnenblume hing? Ich spritze inzwischen einen feinen Strahl in die gerade aktiven Bereiche der Blütenfläche der Sonnenblume. Dabei kann ich einen komfortablen Abstand zur Hummel halten.
Eine Steinhummel hier hat einen Popo so orange wie die Sonnenblume. :-)

Ackerhummel
Eine Ackerhummel hatte sich am Zuckerwasser in den Blüten der Zaunwinde so voll gefressen, dass das Abdomen steil 'gen Boden zeigte. Sie konnte zusätzlcih die Flughöhe nicht halten und schliff irgendwann beim Fliegen mit dem Abdomen auf den Gehwegplatten. Ich hatte schon davon gelesen, dass Hummeln beim Fliegen über den Boden schleifen können, aber hatte diese Bemerkung im übertragenen Sinne aufgefasst.
Nun denn. Hummeln können also auch sprichwörtlich beim Fliegen mit dem Hintern über den Boden schrammen.
Keine Sorge, nach einigen Zentimetern setzte sie sich auf die Platten und machte ein Päuschen, bevor sie langsam wegschwebte.

Fuchsie
Die Hummeln verkratzen die lilafarbenen Blütenblätter so stark, dass die angeritzten Stellen braun werden. So kann man sehr schön sehen, welche Blüten am beliebtesten sind. :-)
Aber auch die Hummeln wissen Bescheid.

Prächtige Fetthenne
Angeblich soll sie Bienen und Hummeln anziehen. Ja, das tut sie.
Es sind zwei verschiedene arten wohl. Beide hellrosa. Die eine hat wohl keine Blütenblätter, die andere ist ganz normal. Ich hoffe die Prächtige Fetthenne ist so ergiebig, wie sie anziehend ist.
Trachtpflanzen-Flop oder Trachtpflanzen-Top?
Von den Hummeln sind es hauptsächlich Ackerhummeln, die sich interessieren. Die machen zur Zeit die meisten Flugbewegungen bei den Hummeln aus. Wenige Erdhummeln und bisher keine Steinhummel interessieren sich für diese Pflanzen.

Sonnenblume
Die Besuche der Hummeln scheinen nachzulassen. Vielleicht ist es ihnen zu sonnig?

12.08.
Heute war es viel wärmer. Klare Luft, Sonnenschein, viel Wind und Temperaturen bis 25 Grad.

Steinhummel
Steinhummel nimmt eine Zuckerlösung 1:3:3:5 in einer Sonnenblume an.

Fuchsie
Auch heute wieder morgens Zuckerwasser in die Blüten gegeben.
Nachmittags kurvte eine Honigbiene um das kleine Bäumchen. Sie hat wohl irgendwie mitbekommen, dass sie in die Blüten krabbeln kann. Vorher hatte ich nie dort eine Honigbiene gesehen.
Vielleicht haben kleine Tröpfchen, die daneben geganen sind, die Honigbiene angelockt.

Roter Sonnenhut
Etwa 40 Blüten sind geöffnet. Kaum noch Hummeln fliegen sie an.
Heute waren bis zu acht Kleine Füchse (Schmetterling) gleichzeitig an den Blüten. Die Honigbienen sind da glatt in der Unterzahl.

13.08.
Heute war es wärmer bis 27 Grad, Sonnenschein und wenig Wind.

Hummeln
Ackerhummeln, Erdhummeln und vermutlich eine Steinhummel kurven hier noch herum.

Steinhummel
Sie besuchten - wie üblich - die Sonnenblumen. Heute bekamen sie eine Mischung 1:3:2:5 in die Blüten gespritzt und nahmen sie an. Jetzt müsste ich nur noch die Gegenprobe machen. Wird die Steinhummel bei einer 1:1:3 Mischung wieder erschreckt abfliegen ... oder hat sie sich an die Darreichung der Zuckerlösung gewöhnt und nimmt mir generell jegliche Mischung Zuckerwasser auf den Blütchen der Sonnenblume nicht mehr übel?

Erdhummeln
Kommen unregelmäßig an die Blüten. Sie haben anscheinend schon gemerkt, dass sie bei Sonnenschein immer Probleme mit den Honigbienen bekommen und sind somit häufig bei kurzen Wolkenphasen da oder wenn die Blumen im Schatten stehen.
Ich meine, dass einige Erdhummeln hier immer noch wie aus dem Ei gepellt ausssehen.
Vermutlich habe ich heute einen großen Drohn gesehen. Er war nach meiner Meinung um einiges länger, nachdem er sich sich den Bauch mit Zuckerwasser vollgeschlagen hatte. ;-)

Fuchsie
Nun kurven schon zwei Honigbienen um die Fuchsie und schlürfen die mit Zuckerwasser präparierten Blüten leer.

Stockrose (dunkelrot)
Diese wird offensichtlich doch häufiger von Hummeln angeflogen. Manchmal liegt viel Pollen unter dem Fruchtstand in den Blüten. An anderen Tagen sind sie geputzt und gewienert. Ich weiß nicht warum. Temperaturen? Tageszeit? Lichtverhältnisse? Jedenfalls scheinen sich die Hummeln hauptsächlich für die Pollen zu interessieren. Ein paar Bienen sah ich dort auch schon.

Prächtige Fetthenne
Es sind nun sehr viel mehr Blüten offen.
Interessant ist die Aufteilung der Insekten an den überall verteilten Pflanzen. Die Prächtigen Fetthennen bei den Roten Sonnenhüten bekommen Besuch von bis zu acht Honigbienen, obwohl sie noch keine geöffnenten Blüten haben. Die Prächtigen Fetthennen bei dem Fuchsienbäumchen und der Zaunwinde jedoch von Ackerhummeln und Erdhummeln. Auch die haben noch keine offenen Blüten.
Die Fetthennen an anderen Standorten sind teilweise schon mit dutzenden offenen Blüten weiter entwickelt als die genannten, aber haben keinen Flugbetrieb seitens der Hummeln und nur wenig seitens der Honigbienen.

Überlegungen zur Gartengestaltung
Das Verhalten will mir wohl wieder zeigen, dass Hummeln sich leichter auf eine neue Tracht umstellen, wenn sie in der Nähe einer ertragreichen Trachtpflanze für Hummeln steht. Bleibt nur die Frage wieviel Fläche die richtige Menge an Tracht ergibt, dass sich die Hummeln auf sie umstellen und auch nach der Nektarphase wieder von ihr lösen können.
Ich glaube, wenn die Linden nicht so riesig wären und wenn spätestens in zwei Metern Entfernung vom Zentrum aller Blütenstände einer Linde eine schöne Tracht wäre ... dann würden sicherlich nicht so viele Hummeln sterben. Aber alleine der Stamm ist bis zu vier Meter hoch, das Zentrum aller Blüten noch viel höher und der Durchmesser ... ach, lassen wir das. Man müsste vermutlich große Masten mit hunderten Blütenattrappen um Linden aufstellen, damit sich die Hummeln auch lernen auf eine weitere Sorte Blüten zu fliegen.

14.08. - 18.08.
Es wurde immer heißer. Am 18 waren es 33 Grad.
Ein Paar Tage nichts geschrieben, weil es mir doch ein wenig zu warm war.
Es ist aber dennoch einiges passiert.
Es ist jedenfalls auffällig, dass kaum noch Hummeln an den roten Sonnenhüten sind. Dort dominieren die Honigbienen und die Falter. Meist Kleiner Fuchs und auch mal ein Tagpfauenauge. Kohlweißlinge versuchen sich am Phlox und am weißen Sommerflieder (Schmetterlingsflieder) um die Ecke.

Füttern in Blüte
Ich versuche täglich 20 ml Zuckerwasser gezielt an Hummeln zu verteilen. Verdammt schwer, wenn kaum Hummeln da sind.
Die Fuchsie ist ein schönes Objekt dafür, da sie hauptsächlich Hummeln anspricht.

Fuchsienbäumchen
Häufig tropft das in die Blüten gespritzte Zuckerwasser auf die Blumeen darunter. Auch noch später, nachdem mit einem Tuch die ersten Tropfen aufgefangen wurden. Die Hummeln lernten schnell, dass auf den Blättern Zuckerwasser zum Schlecken bereit liegt. So krabbelten sie überall in dem Fleißigen Lieschen darunter herum.
Inzwischen sind auch zwei Erdhummeln mit dabei. Nicht immer gleichzeitig, aber erkennbar.
Was mir auffällt ist, dass die Hummeln zwar morgens nach dem Besuch der "geimpften" Fuchsie noch die darüber blühende Zaunwinde anfliegen, sich teilweise sogar in die zuckerwasserpräparierten Blüten setzen, aber dann ohne aufzutanken abfliegen. Ob es am Wetter liegt? Auch die Fetthenne (verkümmerte Blütenblätter und Pollenstände) daneben wird kaum noch von Acker- und Erdhummeln besucht. Ob ich es wohl übertreibe?

Steinhummeln
Die Gegenprobe, ob Steinhummeln die 1:1:3 Mischung annehmen, ging bei einer Steinhummelkönigin auf einem roten Sonnenhut gut. Sie flog nicht sofort ab, wie Steinhummlen vorher.
Bleibt die Frage woran es gelegen haben könnte, dass die Steinhummeln vorher die 1:1:3 Mischung ablehnten.
Ein Erklärungsansatz wäre, dass die Zuckerlösung an einer Stelle war, wo sie die Steinhummeln nicht erwarteten. Beim Einspritzen oder Aufspritzen werden die Blüten auf einer höheren Ebene benetzt, als sie üblicherweise Nektar bilden.

Wespe
Ich fand eine Wespe, deren Flügel wie ein Z gefaltet war. Die Knicke zeigten senkrecht auf die starke vordere Leiste der Flügel. Der Flügel war also durch den z-förmigen Knick nur halb so lang. Also vollkommen flugunfähig, die arme Wespe. Keine Ahnung, wie so ein Knick passieren kann. Irgendwer muss den Flügel gefaltet und zugedrückt haben. Das auch noch gegen die Widerstände der Flügelkonstruktion. Sie war auf jeden Fall flink auf den Füßen. Kein Wunder in der Hitze.

Fingerhut - Digitalis purpurea
Hier krachen wieder die Fingerhüte. Eine Pflanze hat ca. 10 Triebe mit ca. 40 offenen Blüten und dutzende Knospen.
Das Füttern in den Blüten wird von Ackerhummeln nur an den einzeln stehenden Pflanzen in den "traditionellen" Revieren angenommen. Die Pflanze mit den vielen Blüten ist ein wenig abseits zwischen einer hohen Hecke und einem Baum. Dort sind vor allem Honigbienen interessiert, die offensichtlich durch das Einspritzen von Zuckerwasser auf die Fingerhüte gekommen sind.

Herbst-Anemonen
Erd- und Ackerhummeln sammeln Pollen von den Blüten.

Purpurglöckchen
Noch einige von Honigbienen besucht.

19.08.
Uff, die Hitze schlägt mir aufs Gemüt. Etwa 37 Grad.

Füttern in Blüten
Endlich habe ich eines der Probleme mit schwarzen Partikeln im Zuckerwasser gefunden. Es waren noch Stückchen gemahlenen Pfeffers in dem Gefäß, in das ich den Haushaltszucker zur besseren Dimensionierung umgefüllt hatte.

Erdhummel
Mindestens eine sammelte Pollen an den Herbst-Anemonen.

Wilder Majoran
Heute war außer den Honigbienen auch eine Erdhummel dran. Allerdings ist er eher nicht so häufig besucht. Die Erdhummel arbeitet die kleinen Blütchen fast systematisch und sehr schnell ab.

Roter Sonnenhut
Eine auf dem Abdomen schon sehr blanke Erdhummel setzte sich schon abends um sieben Uhr in eine Blüte, um zu nächtigen. Sie hatte zwei dicke Pollenpakete an den Beinen. Trotz aufspritzen von Zuckerwasser auf die Blüte und darauf folgendem Konsum, flog sie nicht ab.
Morgens saß sie immer noch da, wurde aber von Honigbienen bedrängt. Sie hatte inzwischen ein Pollenpaket verloren.

20.08.
Temperaturen knapp über 30 Grad, Sonne und wenig Wind. Abends ein bedeckter Himmel bei geringfügig geringeren Temperaturen.

Füttern in Blüte
Heute gibt es 1:1:3,5 Zuckermischung. Nach der ersten Fütterungswelle am Nachmittag (8 fast schon verdorrte Blüten und 12 bei denen wenigstens noch der Stempel nicht vertrocknet ist) flippen Hummeln wie Honigbienen fast aus. Teilweise konnte ich die Spitze des Fläschchens in die Blüte halten, während eine Hummel diese aussaugte. Letzteres kannte ich schon aus den vergangenen Tagen.
Abends, als sich der Himmel bedeckte, schien die pure Verzweifelung an der Fuchsie auszubrechen. Mindestens sechs Hummeln und sechs Honigbienen summten um das Bäumchen.
Darum reduzierte ich die Zuckerwassergabe auf nur drei Blüten. Teilweise hingen ... kämpften ... dann fünf Tierchen an einer Blüte.
Dabei bemerkte ich, dass selbst Erdhummeln längere Rüssel haben als Honigbienen. ... Idee!!!

Futterspender (Version 3)
Schnell ... naja ... was man so schnell nennen kann ... ein durchsichtiges Plastik-Eimerchen mit Deckel genommen, ein Loch in die Seite gebohrt, ein Stück rosanen Strohhalm (altes Design, nur 3 mm Durchmesser) vor das Loch geklebt und eine rosa Blüte darum. Schnell noch grüne Stempel- wie auch Pollenstände-Imitation angeklebt, grüne Folie von innen gegen die Wand geklemmt, Zuckerwasser hinein und Deckel drauf. Viel Klebeband ging dabei drauf. ;-)
Strohhalmröhrchen und Blüte sind ausPlastik und wurden darum zusätzlich mit Schmirgelpapier in der Oberfläche aufgeraut.
Zuerst war das rosane Stück Strohhalm 9 Zentimeter lang.
Als alles fertig war, ging an der Fuchsie immer noch die Post ab.
Jedenfalls das Teil in das Bäumchen gestellt.
Nach 5 Sekunden erste Betrachtung durch eine Erdhummel ... offensichtlich uninteressant.
Darum wieder die schon von Futterspender Version 2 bekannten Locktropfen von Zuckerwasser in die Blütenimitation hinein gegeben.
Biene und Ackerhummel kommen irgendwann und schlecken die Locktropfen weg.
OK ... so war das nicht gemeint. Allerdings wurde das Strohhalm-Röhrchen ignoriert.
Also Locktropfen auch in das Röhrchen.
Teilweise waren drei Tierchen an der künstlichen Blüte.
Nachdem häufiger nachgelegt werden musste, war klar, dass das Röhrchen selbst für die agilen Hummeln zu lang war.
Also schnell mit einer Nagelschere gekürzt.
Wieder Locktropfen in und an das Röhrchen.
Schon bald hatte eine Ackerhummel den Trick raus und kam bis zum Loch im Zuckerwasserreservoir.
Wieder Zuckerwasser in die Röhre.
Als nächstes checkte es eine Erdhummel.
Nett war, dass die Honigbienen sehr schnell den Verlust der Zuckerwasserquelle verstanden. Waren die erst einmal weg, wurde es viel ruhiger an dem Fuchsienbäumchen.
Allerdings knubbelten sich die Hummeln nun an der einen künstlichen Blüte.
Manche waren so dominant, dass andere Hummeln nicht lernen konnten, wie es geht. Sie lernten dann nur, dass sie von außen an dem Röhrchen lecken konnten. Auch durch Einträufeln eines Tröpfchens in die Röhre, lernten zwei Hummeln nicht mehr, da schon bald wieder eine andere Hummel anflog und sie wegschubste.
Insgesamt haben vier Ackerhummeln und zwei Erdhummeln gelernt wie sie an die Zuckerlösung kommen können.
Erst nach acht Uhr sah ich die Blüte auch mal ohne Besuch.
Es wird also ein Futterspender mit mehreren Blütenimitationen benötigt. ;-)

Futterspender (Version 4)
Morgen wird ein Tablettenröhrchen mit eingesteckten Strohhalmen ausprobiert.
In ersten Tests läuft nichts aus den Löchern, wenn Strohhalme in der Länge für Hummel-Rüssel drin sind.
Nachdem das einschmelzen von längeren Sauglöchern in Tablettenröhrchen schon vor einiger Zeit schief ging, erhoffe ich mir auf diesem Weg ein posiitives Ergebnis.
Die künstlichen Blüten dieser Version sind wieder an die Fuchsienblüten angelehnt realisiert wie bei Version 3, allerdings acht Stück davon. Hoffe, dass die Rangelei ein Ende hat.
Außerdem ist diese Version nur durch Plastikfolien und viel klares Klebeband realisiert. Sehr aufwendig zu säubern, aber OK für einen Test.
Dieser Variante wird auch wieder hängen, da doch ziemlich viele Ameisen im Bäumchen herum laufen.
Nicht dass die Ameisen das Röhrchen bewachen und den Hummeln in die Zunge beißen.
Ich hoffe, die Röhrchen sind nicht zu kurz und die Honigbienen bleiben draußen.

Erdhummel
Seit langem war keine Königin mehr hier. An sonsten nur kleine bis große ... Arbeiterinnen und vermutlich Drohnen.
Ich finde, dass die Hummeln teilweise sehr frisch aussehen.

Steinhummel
Sind wohl nicht mehr da.

Ackerhummel
Ziemlich viele fliegen hier herum. Nicht nur am Fuchsienbäumchen.

Salbei
Eine Ackerhummel sah ich daran. In letzter Zeit ist da wieder mehr Flugbetrieb durch Honigbienen, aber auch dann und wann durch eine Ackerhummel.

Fuchsienbäumchen
Die starke Blütezeit ist nun vorbei. Es wird noch ein wenig schwächer weiter blühen, wie es aussieht. Soll heißen ich rechne mit 1 bis 2 neuen Blüten pro Tag. Da passt ein Zuckerspender vielleicht gut hinein.

Weigelien
die 50 Blüten pro Strauch sind gut besucht, wie ich finde. Anscheinend ist der Boden noch feucht genug.

Fingerhut
Immer wieder gerne besucht, obwohl die Honigbienen einige der Blüten für längere Zeit besetzen ... ausruhen?

Stockrose (dunkelrot)
Auch hier gut besucht. Häufig mal eine Hummel, aber meistens Honigbienen.
Ich rätsele ein wenig, warum es so lange dauerte, bis Hummeln die Blüten angenommen haben. Vielleicht war der Beginn der Hibiskusblüte zugleich der Beginn an dem die Hummeln auch auf die Stockrose flogen.
In den Blüten versuchte ich es auch mal mit ein wenig Zuckerwasser. Aber das haben sich meistens die Honigbienen geholt.

Glockenblumen
Die kleinen kissenartig wachsenden Glockenblumen haben nach einem Rückschnitt noch einige Blüten geschoben. Nur kurze Besuche von Ackerhummeln.

Sonnenblumen
Eine Sonnenblume hat z. Zt. 23 Blüten und noch einige Knospen.
Ist der Wahnsinn, das Teil.
Hauptsächlich Honigbienen, aber manchmal auch eine Erdhummel.

Prächtige Fetthenne (mit Blütenblättern und Staubgefäßen)
Wird von Faltern und Honigbienen besucht.

Prächtige Fetthenne (verkümmerte Blütenblätter und verkümmerte Staubgefäße)
Wird von Honigbienen besucht.

Roter Sonnenhut
Hauptsächlich Bienen und Falter, z. Zt. nur ausnahmsweise mal eine Erdhummel.

Eine gelbe Korbblütler-Blume
Da weiß ich immer noch nicht, was das für eine Pflanze ist. Daran sah ich auch nur eine Steinhummel.
Diese Pflanzen blühen schon wochenlang. Vielleicht sogar schon zwei Monate.

Die Pflanze mit grauen Härchen und gelben Korbblüten
Auch da bin ich noch nicht sicher was es ist. Auf jeden Fall ist die Blüte beendet. Manchmal war daran eine Erdhummel. Aber sie ist wohl eher etwas für diese komische Fliege und Falter.

Eine Art ähnlich dem Salbei, nur zierlicher in Blüten und Stengeln.
Die Blüten sind blau mit leichtem lila Einschlag. Die Blüten sind so dünn und durchsichtig, dass man den Saugrüssel einer Hummel darin beobachten kann. Die Blütchen sind sehr zierlich.
Sie wurde von Erdhummeln angeflogen.

Viele Grüße

Insektenflugbericht - 10.08. bis 19.08. Bulli 24.08.2012 07:08

Alles bei ähnlichem Klima wie in Dortmund beobachtet:

Nachtrag
Der vor einem Monat erwähnte Geißblatt-Hybrid könnte ein Lonicera x tellmanniana sein.

09.08. Nachtrag

Stockrosen (dunkelrot)
Eine Ackerhummel hatte sich die Unterseite eines Blattes als Schlafplatz für die Nacht ausgesucht.

10.08.

Futterspender (Version 2)
Er ist nun eingemottet.

Füttern in Blüten
Das Wetter war schön zum Füttern von Hummeln. Morgens waren es ca. 15 Grad. Da flogen noch keine Honigbienen. Abends waren es ca. 20 bis 22 Grad und der Himmel war meistens bedeckt. Dadurch konnte ich ca. 30 ml Zuckerwasser verteilen. Angaben zur Mischung bei "Steinhummel".

Erdhummel
Yea, the bumble bee stroke back. Heute setzte sich eine Erdhummel auf eine Honigbiene, um besser an das Zuckerwasser in einer Sonnenblume zu kommen. :-D
Die Hummel war bestimmt mehr als doppelt so schwer, aber die Honigbiene schlürfte seelenruhig weiter.

Steinhummel
Eine kleine Steinhummel war heute morgen und heute Abend da. Zumindest nenne ich sie mal so. Der Popo ist eher in einem hellbraun/beige Farbton.
Morgens labte sie sich an einer Blüte, in die ich eine 1:5:0:15 Zuckerlösung gespritzt hatte (Haushaltszucker:Fruchtzucker:Traubenzucker:Wasser).
Abends sah ich sie dann ihn einer Blüte, die ich vorher mit 1:5:4:15 Zuckerlösung behandelte. Allerdings ging sie hinter den Honigbienen über den Bereich. Darum ist unklar, wieviel die Honigbienen noch übrig ließen.

Ackerhummel
Ich sah mir noch einmal den Feldbestimmungsschlüssel an. Die Tierchen hier haben kein rotbraunes Fell auf den Tergum vier, fünf und sechs. Naja, eine Hummel schon, aber alle anderen nicht. Bei den meisten gehen die Streifen von Tergum 2 und drei bis zum Tergum 5 weiter.

Wespe, keine Feldwespe
Eine sehr große Hummel (keine Jungkönigin) hatte sich auf einen Roten Sonnenhut gesetzt und bekam einen Spritzer Zuckerwasser kredenzt. Dann kam doch glatt eine Wespe, die sehr viel kleiner war, an die Blüte. Plötzlich flog sie der Hummel auf das Abdomen. Dort verfiel sie anscheinend in wilde Raserei. Vielleicht stach sie auch zu. Nach dem zweiten Anfall flüchtete die Hummel, die die ganze Zeit ruhig da gesessen hatte. Noch nicht mal mit dem Beinchen hatte sie sich zur Wehr gesetzt.

Unbekannte Fliege
Eine mir noch unbekannte Fliege sitzt häufiger auf den Blüten einer mir auch unbekannten Blume. Die Blüte ist gelb und der Rest der Blume grau behaart. Mal sehen, was das sein könnte.

Fetthennen
Sind hier auch zu finden.
Eine Sorte, bei denen die Blütenblätter wie auch die Staubgefäße verkümmert sind, und eine normale "Prächtige Fetthenne".
X vermutlich Hylotelephium specatbile "Prächtige Fetthenne" (genaue Züchtung ungekannt)
- "Prächtige Fetthenne" (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Staude wächst ausladend (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Alte Staude, wächst ausladend (externer Link, nicht mehr verfügbar)
den Blättern stehen]
X manchmal auch Hylotelephium telephium "Große Fetthenne" oder Sedum telephium genannt
- 🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Blätter, Blütenstände wie hier“)
- So sieht es vermtulich bald aus (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Ein weiteres Bild (externer Link, nicht mehr verfügbar)
- Noch ein Bild (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Seit Tagen schon krabbeln Ackerhummeln immer mal wieder über die Blütenstände der verkümmerten Züchtungsvariante. Sie scheint wohl auch ohne Blütenblätter gut Nektar zu bieten.
Die Pflanze soll der Kracher für die Hummelversorgung im Herbst sein. Mal sehen.

Salbei
Der Salbei steht nach dem Rückschnitt in der Mitte einer zweiten schwächweren Blühperiode. Er steht direkt neben zwei Fetthennen. Vermutlich darum interessieren sich wieder Ackerhummeln und auch wieder vermehrt Honigbienen für seine Blüten.

Weigelie (rosa mit weißen Streifen)
Ist nach der Hauptblütezeit und nach einer Zeit ohne jegliche Blüten jetzt stablil bei ca. 50 Blüten, die Nektar bieten.

Weigelie (dunkelrosa bis rot)
Sie hat nach der Hauptblütezeit mit über tausend Blüten und einer Durststrecke mit ca. 10 Blüten nun etwa 60 Blüten, die Nektar bieten.

Fuchsie (rosa, lila)
Ein kleines Bäumchen, das vielleicht 80 cm hoch ist, wird immer noch sehr gerne von Ackerhummeln angeflogen. Es ist anscheinend bisher eine Pflanze, die nur von Ackerhummeln besucht wird. Sonst geht keine Hummel oder Biene hinein.

Zaunwinde
Nach dem Besuch der Fuchsie wird die am Gitter über der Fuchsie rankende Zaunwinde von Ackerhummeln besucht. Auch dies ist eine Exklusiv-Pflanze für die Ackerhummeln. Sie blüht bis Mittag, steht aber auch bis dahin im Schatten. Somit uninteressant für die restlichen Insekten, vor allem Honigbienen.

Sonnenblume
Die großen Blüten werden immer weniger. Was jetzt noch nachkommt, sind kleinere Blüten.

Herbst-Anemone - Anemone hupehensis
Erdhummeln, Honigbienen und Ackerhummeln befreien sie vom Blütenstaub. Ein Zug durch die Blüten braucht ca. 11 Minuten.
So ähnlich, nur ein paar mehr Pollenstände (externer Link, nicht mehr verfügbar)

11.08.

Füttern in Blüten
Morgens fütterte ich heute das erste mal in den Fuchsienblüten. Mit dem Fläschchen kann man ein Tröpfchen Zuckerwasser als feinen Strahl durchaus auch senkrecht nach oben in die Blüten spritzen.

Hummeln
Viele Ackerhummeln, wenige Erdhummeln und einzelne Steinhummeln.

Steinhummel
Sie nimmt eine Zuckerlösung von 2:3:3:8 an. Sie zuckt aber noch zurück, fliegt aber nicht verschreckt davon. Vielleicht nur weil das Zuckerwasser auch auf den Pollenständen der Sonnenblume hing? Ich spritze inzwischen einen feinen Strahl in die gerade aktiven Bereiche der Blütenfläche der Sonnenblume. Dabei kann ich einen komfortablen Abstand zur Hummel halten.
Eine Steinhummel hier hat einen Popo so orange wie die Sonnenblume. :-)

Ackerhummel
Eine Ackerhummel hatte sich am Zuckerwasser in den Blüten der Zaunwinde so voll gefressen, dass das Abdomen steil 'gen Boden zeigte. Sie konnte zusätzlcih die Flughöhe nicht halten und schliff irgendwann beim Fliegen mit dem Abdomen auf den Gehwegplatten. Ich hatte schon davon gelesen, dass Hummeln beim Fliegen über den Boden schleifen können, aber hatte diese Bemerkung im übertragenen Sinne aufgefasst.
Nun denn. Hummeln können also auch sprichwörtlich beim Fliegen mit dem Hintern über den Boden schrammen.
Keine Sorge, nach einigen Zentimetern setzte sie sich auf die Platten und machte ein Päuschen, bevor sie langsam wegschwebte.

Fuchsie
Die Hummeln verkratzen die lilafarbenen Blütenblätter so stark, dass die angeritzten Stellen braun werden. So kann man sehr schön sehen, welche Blüten am beliebtesten sind. :-)
Aber auch die Hummeln wissen Bescheid.

Prächtige Fetthenne
Angeblich soll sie Bienen und Hummeln anziehen. Ja, das tut sie.
Es sind zwei verschiedene arten wohl. Beide hellrosa. Die eine hat wohl keine Blütenblätter, die andere ist ganz normal. Ich hoffe die Prächtige Fetthenne ist so ergiebig, wie sie anziehend ist.
Trachtpflanzen-Flop oder Trachtpflanzen-Top?
Von den Hummeln sind es hauptsächlich Ackerhummeln, die sich interessieren. Die machen zur Zeit die meisten Flugbewegungen bei den Hummeln aus. Wenige Erdhummeln und bisher keine Steinhummel interessieren sich für diese Pflanzen.

Sonnenblume
Die Besuche der Hummeln scheinen nachzulassen. Vielleicht ist es ihnen zu sonnig?

12.08.
Heute war es viel wärmer. Klare Luft, Sonnenschein, viel Wind und Temperaturen bis 25 Grad.

Steinhummel
Steinhummel nimmt eine Zuckerlösung 1:3:3:5 in einer Sonnenblume an.

Fuchsie
Auch heute wieder morgens Zuckerwasser in die Blüten gegeben.
Nachmittags kurvte eine Honigbiene um das kleine Bäumchen. Sie hat wohl irgendwie mitbekommen, dass sie in die Blüten krabbeln kann. Vorher hatte ich nie dort eine Honigbiene gesehen.
Vielleicht haben kleine Tröpfchen, die daneben geganen sind, die Honigbiene angelockt.

Roter Sonnenhut
Etwa 40 Blüten sind geöffnet. Kaum noch Hummeln fliegen sie an.
Heute waren bis zu acht Kleine Füchse (Schmetterling) gleichzeitig an den Blüten. Die Honigbienen sind da glatt in der Unterzahl.

13.08.
Heute war es wärmer bis 27 Grad, Sonnenschein und wenig Wind.

Hummeln
Ackerhummeln, Erdhummeln und vermutlich eine Steinhummel kurven hier noch herum.

Steinhummel
Sie besuchten - wie üblich - die Sonnenblumen. Heute bekamen sie eine Mischung 1:3:2:5 in die Blüten gespritzt und nahmen sie an. Jetzt müsste ich nur noch die Gegenprobe machen. Wird die Steinhummel bei einer 1:1:3 Mischung wieder erschreckt abfliegen ... oder hat sie sich an die Darreichung der Zuckerlösung gewöhnt und nimmt mir generell jegliche Mischung Zuckerwasser auf den Blütchen der Sonnenblume nicht mehr übel?

Erdhummeln
Kommen unregelmäßig an die Blüten. Sie haben anscheinend schon gemerkt, dass sie bei Sonnenschein immer Probleme mit den Honigbienen bekommen und sind somit häufig bei kurzen Wolkenphasen da oder wenn die Blumen im Schatten stehen.
Ich meine, dass einige Erdhummeln hier immer noch wie aus dem Ei gepellt ausssehen.
Vermutlich habe ich heute einen großen Drohn gesehen. Er war nach meiner Meinung um einiges länger, nachdem er sich sich den Bauch mit Zuckerwasser vollgeschlagen hatte. ;-)

Fuchsie
Nun kurven schon zwei Honigbienen um die Fuchsie und schlürfen die mit Zuckerwasser präparierten Blüten leer.

Stockrose (dunkelrot)
Diese wird offensichtlich doch häufiger von Hummeln angeflogen. Manchmal liegt viel Pollen unter dem Fruchtstand in den Blüten. An anderen Tagen sind sie geputzt und gewienert. Ich weiß nicht warum. Temperaturen? Tageszeit? Lichtverhältnisse? Jedenfalls scheinen sich die Hummeln hauptsächlich für die Pollen zu interessieren. Ein paar Bienen sah ich dort auch schon.

Prächtige Fetthenne
Es sind nun sehr viel mehr Blüten offen.
Interessant ist die Aufteilung der Insekten an den überall verteilten Pflanzen. Die Prächtigen Fetthennen bei den Roten Sonnenhüten bekommen Besuch von bis zu acht Honigbienen, obwohl sie noch keine geöffnenten Blüten haben. Die Prächtigen Fetthennen bei dem Fuchsienbäumchen und der Zaunwinde jedoch von Ackerhummeln und Erdhummeln. Auch die haben noch keine offenen Blüten.
Die Fetthennen an anderen Standorten sind teilweise schon mit dutzenden offenen Blüten weiter entwickelt als die genannten, aber haben keinen Flugbetrieb seitens der Hummeln und nur wenig seitens der Honigbienen.

Überlegungen zur Gartengestaltung
Das Verhalten will mir wohl wieder zeigen, dass Hummeln sich leichter auf eine neue Tracht umstellen, wenn sie in der Nähe einer ertragreichen Trachtpflanze für Hummeln steht. Bleibt nur die Frage wieviel Fläche die richtige Menge an Tracht ergibt, dass sich die Hummeln auf sie umstellen und auch nach der Nektarphase wieder von ihr lösen können.
Ich glaube, wenn die Linden nicht so riesig wären und wenn spätestens in zwei Metern Entfernung vom Zentrum aller Blütenstände einer Linde eine schöne Tracht wäre ... dann würden sicherlich nicht so viele Hummeln sterben. Aber alleine der Stamm ist bis zu vier Meter hoch, das Zentrum aller Blüten noch viel höher und der Durchmesser ... ach, lassen wir das. Man müsste vermutlich große Masten mit hunderten Blütenattrappen um Linden aufstellen, damit sich die Hummeln auch lernen auf eine weitere Sorte Blüten zu fliegen.

14.08. - 18.08.
Es wurde immer heißer. Am 18 waren es 33 Grad.
Ein Paar Tage nichts geschrieben, weil es mir doch ein wenig zu warm war.
Es ist aber dennoch einiges passiert.
Es ist jedenfalls auffällig, dass kaum noch Hummeln an den roten Sonnenhüten sind. Dort dominieren die Honigbienen und die Falter. Meist Kleiner Fuchs und auch mal ein Tagpfauenauge. Kohlweißlinge versuchen sich am Phlox und am weißen Sommerflieder (Schmetterlingsflieder) um die Ecke.

Füttern in Blüte
Ich versuche täglich 20 ml Zuckerwasser gezielt an Hummeln zu verteilen. Verdammt schwer, wenn kaum Hummeln da sind.
Die Fuchsie ist ein schönes Objekt dafür, da sie hauptsächlich Hummeln anspricht.

Fuchsienbäumchen
Häufig tropft das in die Blüten gespritzte Zuckerwasser auf die Blumeen darunter. Auch noch später, nachdem mit einem Tuch die ersten Tropfen aufgefangen wurden. Die Hummeln lernten schnell, dass auf den Blättern Zuckerwasser zum Schlecken bereit liegt. So krabbelten sie überall in dem Fleißigen Lieschen darunter herum.
Inzwischen sind auch zwei Erdhummeln mit dabei. Nicht immer gleichzeitig, aber erkennbar.
Was mir auffällt ist, dass die Hummeln zwar morgens nach dem Besuch der "geimpften" Fuchsie noch die darüber blühende Zaunwinde anfliegen, sich teilweise sogar in die zuckerwasserpräparierten Blüten setzen, aber dann ohne aufzutanken abfliegen. Ob es am Wetter liegt? Auch die Fetthenne (verkümmerte Blütenblätter und Pollenstände) daneben wird kaum noch von Acker- und Erdhummeln besucht. Ob ich es wohl übertreibe?

Steinhummeln
Die Gegenprobe, ob Steinhummeln die 1:1:3 Mischung annehmen, ging bei einer Steinhummelkönigin auf einem roten Sonnenhut gut. Sie flog nicht sofort ab, wie Steinhummlen vorher.
Bleibt die Frage woran es gelegen haben könnte, dass die Steinhummeln vorher die 1:1:3 Mischung ablehnten.
Ein Erklärungsansatz wäre, dass die Zuckerlösung an einer Stelle war, wo sie die Steinhummeln nicht erwarteten. Beim Einspritzen oder Aufspritzen werden die Blüten auf einer höheren Ebene benetzt, als sie üblicherweise Nektar bilden.

Wespe
Ich fand eine Wespe, deren Flügel wie ein Z gefaltet war. Die Knicke zeigten senkrecht auf die starke vordere Leiste der Flügel. Der Flügel war also durch den z-förmigen Knick nur halb so lang. Also vollkommen flugunfähig, die arme Wespe. Keine Ahnung, wie so ein Knick passieren kann. Irgendwer muss den Flügel gefaltet und zugedrückt haben. Das auch noch gegen die Widerstände der Flügelkonstruktion. Sie war auf jeden Fall flink auf den Füßen. Kein Wunder in der Hitze.

Fingerhut - Digitalis purpurea
Hier krachen wieder die Fingerhüte. Eine Pflanze hat ca. 10 Triebe mit ca. 40 offenen Blüten und dutzende Knospen.
Das Füttern in den Blüten wird von Ackerhummeln nur an den einzeln stehenden Pflanzen in den "traditionellen" Revieren angenommen. Die Pflanze mit den vielen Blüten ist ein wenig abseits zwischen einer hohen Hecke und einem Baum. Dort sind vor allem Honigbienen interessiert, die offensichtlich durch das Einspritzen von Zuckerwasser auf die Fingerhüte gekommen sind.

Herbst-Anemonen
Erd- und Ackerhummeln sammeln Pollen von den Blüten.

Purpurglöckchen
Noch einige von Honigbienen besucht.

19.08.
Uff, die Hitze schlägt mir aufs Gemüt. Etwa 37 Grad.

Füttern in Blüten
Endlich habe ich eines der Probleme mit schwarzen Partikeln im Zuckerwasser gefunden. Es waren noch Stückchen gemahlenen Pfeffers in dem Gefäß, in das ich den Haushaltszucker zur besseren Dimensionierung umgefüllt hatte.

Erdhummel
Mindestens eine sammelte Pollen an den Herbst-Anemonen.

Wilder Majoran
Heute war außer den Honigbienen auch eine Erdhummel dran. Allerdings ist er eher nicht so häufig besucht. Die Erdhummel arbeitet die kleinen Blütchen fast systematisch und sehr schnell ab.

Roter Sonnenhut
Eine auf dem Abdomen schon sehr blanke Erdhummel setzte sich schon abends um sieben Uhr in eine Blüte, um zu nächtigen. Sie hatte zwei dicke Pollenpakete an den Beinen. Trotz aufspritzen von Zuckerwasser auf die Blüte und darauf folgendem Konsum, flog sie nicht ab.
Morgens saß sie immer noch da, wurde aber von Honigbienen bedrängt. Sie hatte inzwischen ein Pollenpaket verloren.

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht - 10.08. bis 19.08. Bulli 30.08.2012 19:04

20.08.
Temperaturen knapp über 30 Grad, Sonne und wenig Wind. Abends ein bedeckter Himmel bei geringfügig geringeren Temperaturen.

Füttern in Blüte
Heute gibt es 1:1:3,5 Zuckermischung. Nach der ersten Fütterungswelle am Fuchsienbäumchen am späten Nachmittag (8 fast schon verdorrte Blüten und 12 bei denen wenigstens noch der Stempel nicht vertrocknet ist) flippen Hummeln wie Honigbienen fast aus. Teilweise konnte ich die Spitze des Fläschchens in die Blüte halten, während eine Hummel diese aussaugte. Letzteres kannte ich schon aus den vergangenen wärmeren Tagen.
Abends, als sich der Himmel bedeckte, schien die pure Verzweifelung an der Fuchsie auszubrechen. Mindestens sechs Hummeln und acht Honigbienen summten um das Bäumchen.
Darum reduzierte ich die Zuckerwassergabe auf nur drei Blüten. Teilweise hingen ... kämpften ... dann fünf Tierchen an einer Blüte.
Dabei bemerkte ich, dass selbst Erdhummeln längere Rüssel haben als Honigbienen. ... Idee!!!

Futterspender (Version 3)
Schnell ... naja ... was man so schnell nennen kann ... ein durchsichtiges Plastik-Eimerchen mit Deckel genommen, ein Loch in die Seite gebohrt, ein Stück rosanen Strohhalm (altes Design, nur 3 mm Durchmesser) vor das Loch geklebt und eine rosa Kunststofffolie in Blütenform darum. Schnell noch grüne Stempel- wie auch Pollenstände-Imitation angeklebt, grüne Folie von innen gegen die Wand des Bechers geklemmt, Zuckerwasser hinein und Deckel drauf. Viel Klebeband ging dabei drauf. ;-)
Fazit: Es wird so ein Futterspender mit mehreren Blütenimitationen benötigt.

Futterspender (Version 4)
Morgen wird ein Tablettenröhrchen mit eingesteckten Strohhalmen ausprobiert.
In ersten Tests läuft nichts aus den Löchern, wenn Strohhalme in der Länge für Hummel-Rüssel drin sind.
Hoffe, dass die Rangelei bei acht Blütenimitationen ein Ende hat.
Ich hoffe, die Röhrchen sind nicht zu kurz und die Honigbienen bleiben draußen.

Erdhummel
Seit langem war keine Königin mehr hier. An sonsten nur kleine bis große ... Arbeiterinnen und vermutlich Drohnen.
Ich finde, dass die Hummeln teilweise sehr frisch aussehen.

Steinhummel
Sind wohl nicht mehr da.

Ackerhummel
Ziemlich viele fliegen hier herum. Nicht nur am Fuchsienbäumchen.

Salbei
Eine Ackerhummel sah ich daran. In letzter Zeit ist da wieder mehr Flugbetrieb durch Honigbienen, aber auch dann und wann durch eine Ackerhummel.

Fuchsienbäumchen
Die starke Blütezeit ist nun vorbei. Es wird noch ein wenig schwächer weiter blühen, wie es aussieht. Soll heißen ich rechne mit 1 bis 2 neuen Blüten pro Tag. Da passt ein Zuckerspender vielleicht gut hinein.

Weigelien
die 50 Blüten pro Strauch sind gut besucht, wie ich finde. Anscheinend ist der Boden noch feucht genug.

Fingerhut
Immer wieder gerne besucht, obwohl die Honigbienen einige der Blüten für längere Zeit besetzen ... ausruhen?

Stockrose (dunkelrot)
Auch hier gut besucht. Häufig mal eine Hummel, aber meistens Honigbienen.
Ich rätsele ein wenig, warum es so lange dauerte, bis Hummeln die Blüten angenommen haben. Vielleicht war der Beginn der Hibiskusblüte zugleich der Beginn an dem die Hummeln auch auf die Stockrose flogen.
In den Blüten versuchte ich es auch mal mit ein wenig Zuckerwasser. Aber das haben sich meistens die Honigbienen geholt.

Glockenblumen
Die kleinen kissenartig wachsenden Glockenblumen haben nach einem Rückschnitt noch einige Blüten geschoben. Nur kurze Besuche von Ackerhummeln.

Sonnenblumen
Eine Sonnenblume hat z. Zt. 23 Blüten und noch einige Knospen.
Ist der Wahnsinn, das Teil.
Hauptsächlich Honigbienen, aber manchmal auch eine Erdhummel.

Prächtige Fetthenne (mit Blütenblättern und Staubgefäßen)
Wird von Faltern und Honigbienen besucht.

Prächtige Fetthenne (verkümmerte Blütenblätter und verkümmerte Staubgefäße)
Wird von Honigbienen besucht.

Roter Sonnenhut
Hauptsächlich Bienen und Falter, z. Zt. nur ausnahmsweise mal eine Erdhummel.

Eine gelbe Korbblütler-Blume
Da weiß ich immer noch nicht, was das für eine Pflanze ist. Daran sah ich auch nur eine Steinhummel.
Diese Pflanzen blühen schon wochenlang. Vielleicht sogar schon zwei Monate.

Die Pflanze mit grauen Härchen und gelben Korbblüten - an der Spitze recht eckige Blütenblätter
Auch da bin ich noch nicht sicher was es ist. Auf jeden Fall ist die Blüte beendet. Manchmal war daran eine Erdhummel. Aber sie ist wohl eher etwas für diese komische Fliege und Falter.

unbekannte Pflanze mit Fruchtständen ähnlich denen des Salbei
Die Blüten sind blau mit leichtem lila Einschlag. Die Blüten sind so dünn und durchsichtig, dass man den Saugrüssel einer Hummel darin beobachten kann. Die Blütchen sind sehr zierlich.
Sie wurde von Erdhummeln angeflogen.

21.08.

Beflügelt von der Futterstelle in der Version 3 ging es sofort an Futterstelle Version 4. Auch wieder mit herausstehenden Röhrchen.
Insgesamt acht Röhrchen sollten die Rüssel der Honigbienen abhalten. Idee dahinter ist, dass die Hummeln einen längeren Saugrüssel haben als Honigbienen und darum weiter in die Röhrchen hinein reichen können.
Bei Version 3 hatte eine Röhrchenlänge von 8,5 mm sehr gut funktioniert.

Allerdings war diese Version ein Fehlschlag, weil sie wegen der seitlich heraus stehenden Röhrchen und der Notwendigkeit das Tablettenröhrchen immer wieder aus der Konstruktion der Blütenimitationen entfernen zu können, nicht richtig dicht sein konnte. Das bisschen Zuckerwasser, das durch den Kapilareffekt durch die Spalten kroch, reichte aus, um dutzende Honigbienen vollkommen kopflos zu machen. Die Zuckermischung war 1:1:3.

Ein weiterer Fehlgriff war, dass die Hummeln nicht schneller saugen, als die Luft in der Tablettenröhre sich bei Erhöhung der Tagestemperatur und Sonneneinstrahlung ausdehnt. Erst stand das Zuckerwasser vorne an den Öffnungen und dann lief es herunter.

Dadurch kamen nicht nur die Honigbienen in Schwärmen, sondern auch die Ameisen. Die Ameisen fanden die dünnen Röhrchen für die Saugrüssel anscheinend richtig kuschelig. Jedenfalls blieben sie lange darin. Wenn dann eine Hummel vorbei kam, um durch die Röhrchen zu saugen, wurden die von den Ameisen in den Röhrchen in den Rüssel gebissen. Die armen Hummeln. Auch sonst behaupteten sich die Ameisen gegen die Honigbienen und Hummeln.

Abends ging es dann sofort an die Konstruktion der Futterstelle Version 5.
Es musste ein Überlauf konstruiert werden, das Ameisenproblem gelöst und die Dichtigkeit sichergestellt werden.

Glockenblume
Die kleinere Art, die hellblau blüht und eine kissenartige Pflanze formt, blüht immer noch mit kleiner Zahl an Blüten. Manchmal sind noch Erdhummeln an den Blüten.

22.08.

Futterstelle Version 5 funktionierte relativ gut.
Allerdings gibt es bei dieser Version Anlaufschwierigkeiten. Manche der acht Röhrchen leeren sich nicht und die Zuckerlösung steht die ganze Zeit ganz vorne am Röhrchen an. Ergebnis: Wild schwärmende Honigbienen.

Alle Fehler der vorherigen Versionen waren zwar beseitigt, aber es zeigte sich, dass die Röhrchenlänge falsch war. Die Version 3 funktionierte zwar mit 8,5 mm Röhrchenlänge, aber es gab in dieser Version nur ein Loch, an dem sich die Hummeln immer durchsetzen konnten. Somit hatten Honigbinen keine Zeit zu erkennen was für eine tolle Nahrungsquelle das ist. Teilweise kloppten sich fünf Hummeln um dieses eine Saugröhrchen.
Bei Version 4 brauchten die Honigbienen gar nicht in die Löcher zu gehen und zu saugen, weil sie das Zuckerwasser an der undichten Stelle zwischen Röhrchen und Loch genug Zuckerwasser fanden.
Der Schluss, dass 8,5 mm Länge reichen, war also nicht so gut.

Schnell waren die Fehler zum Großteil abgestellt.
Eine Zeit lang hängte ich den Futterspender nur mit warmem Wasser gefüllt auf. Auch da saugten die Bienen wie wild, während die Hummeln schnell kapierten und weiter flogen.

Am Abend dann gab es wieder die Mischung 1:1:3. Es war sonnig und auch nicht mehr allzu warm.

Futterspender - Angriff der Honigbienen:
Ein sehr schlechtes Verhalten zeigen darauf die Honigbienen ... mal wieder.
Anscheinend wussten die Honigbienen noch vom Tage, dass der Futterspender sehr leicht erreichbare Kost liefert. Tja, anstatt zu lernen, dass das so nicht mehr stimmt, haben sich die Honigbienen einfach auf die saugenden Hummeln gesetzt, sich gekrümmt und mit der Spitze des Hinterleibs auf das Abdomen der armen Hummeln geschlagen. Das ging so lange, bis die Hummel sich nicht mehr halten konnte und beide Tiere bis auf den Boden stürzten.
Sekunden später flogen beide wieder hoch an den Futterspender. Sieht so aus als ob immer beide Tierchen den Stunt überstanden haben, aber so ganz geheuer ist mir das nicht.
Auch wenn die angegriffene Hummel das Saugröhrchen schon verlassen hatte, hing eine solch entschlossene Honigbiene noch auf ihr drauf, bis sie zusammen abstürzten.

Kann es sein, dass die Honigbienen die friedlich saugenden Hummeln mit dem Stachel angegriffen haben?
Warum sollten sie sonst wie wild mit ihrer Abdomenspitze auf der Hummel herumtrommeln?

Mache mir da ernste Sorgen.

Baumhummel
Hier war seit langem wieder eine Baumhummel. Ein sehr großes Exemplar, wie ich finde. Vermutlich war es eine Jungkönigin. Sie saß an einer Sonnenblume.

Erdhummel
Des weiteren waren an der Sonnenblume mit den zwei Dutzend Blüten plötzlich auch vier überdurchschnittlich große Erdhummeln. Das Abdomen ist doch recht breit, so dass ich eigentlich nicht an Drohnen glaube, aber die Fühler finde ich sehr lang. Die Erdhummelarbeiterinnen hier sind in letzter Zeit doch wieder ein wenig kleiner.
Vielleicht haben die pollenstarken Herbst-Anemonen einen "Wachstumsschub" für die Drohnen gebracht.
Ist schon nett. ;-)
Die kleine Erdhummel, die ich für einen Drohn hielt, sehe ich seit einigen Tagen nicht mehr. Sie war unwesentlich breiter als eine Honigbiene, aber war genau so lang. Das Tierchen hatte immer einen schlechten Stand an den Blüten im Kampf gegen die Honigbienen.

Futterspender in Fuchsie
An dem neuen Futterspender sind verschieden große Ackerhummeln (mindestens sieben verschiedene konnte ich ausmachen) und Erdhummelarbeiterinnen (mindestens drei Individuen) neben vielen Honigbienen. Die Erdhummeln wie aus dem Ei gepellt.
Da sind aber auch Hummeln, die nach dem Muster Ackerhummeln sein müssten, aber deren Härchen haben alle nahezu die gleiche Farbe ... sandfarben.

An Herbst-Anemone, Stockrose, Weigelie, Salbei, den vielen Fingerhüten sind natürlich auch noch Acker- und Erdhummeln.

23.08.

Steinhummel
Mein erster Steinhumme-Drohn! Süß sieht er aus mit der gelben Binde, den gelben Haaren an der Unterseite der Brust und den gelben "Nasenhaaren". Ich hielt ihn erst für eine Wiesenhummel, aber die sind schon seit Wochen durch.

Füttern in Blüten
Weiterhin in Fingerhüten, Roter Sonnenhut, Weißer Sonnenhut und Sonnenblume.

Futterspender Version 5
Wieder in die Öse des mit Ameisenleim bestrichenen Drahts (Baumarkt, für abgehängte Deckenplatten benötigt).
Die Länge des Überlaufröhrchens scheint endlich die richtige zu sein.
Zwanzig Milliliter Zuckerlösung sind in die Mägen von Hummeln und Bienen gekommen. :-)

Die Futterstelle Version 6 wird in Angriff genommen. Bisher wollte ich nicht, weil ich schräg in das Tablettenröhrchen hineinbohren muss.
Das Tablettenröhrchen wird wieder in voller Länge verwendet, während für Version 5 ein um 60% verkürztes zum Einsatz kam.
Ich erhoffe mir davon, dass das Gerät ohne das Einblasen von Luft automatisch bei allen Saugröhrchen den richtigen Zuckerwasserstand einstellt. Selbst wenn das nicht funktioniert, sollte sich dieser Zustand durch das Heraussaugen des Zuckerwassers selbsttätig einstellen.

Ackerhummel
Eine recht kleine Ackerhummel fand ich noch, die an einem "Fleißigen Lieschen" (? muss noch mal nachsehen) Pollen sammelte. Das ist jetzt Ackerhummel Nummer acht, die ich unterscheiden konnte.
Interessant ist es in sofern, dass die Blume schon ewig lange geöffnete Blüten hat, aber erst jetzt wohl die Pollen reifen. Die Pflanze steht übrigens schräg links unter dem Futterspender.

Futterspender in Fuchsie
Auch heute zeigen einige Honigbienen, allerdings wenige, wieder dieses schlechte Verhalten von gestern, in dem sie mit der Spitze ihres Hinterlaibs auf das Abdomen der Hummel schlagen, bis beide Tiere abstürzen.
Ich hoffe das gibt sich, wenn die Honigbienen demnächst tagelang gar nicht mehr ans Zuckerwasser heran kommen konnten.

Fuchsie
Das kleine Fuchsienbäumchen hat nur noch wenige aktive Blüten. Im Augenblick nur zwei. Die Prognose eine bis zwei neue Blüten pro Tag ist doch überzogen. Es sind vielleicht eine neue Blüte in zwei oder drei Tagen.

Erdhummel - Drohnen-Gang
Auch heute waren wieder die vier Drohnen da. Erst sah ich nur einen in den Sonnenblumen, den ich mit Zuckerwasser versorgte. Dann einen zweiten, der ebenfalls etwas in seien Sonnenblumenblüte bekam.
Der dritte war auf den Roten Sonnenhüten. Bevor der eine Portion bekam, flog er doch lieber zur Sonnenblume. Da bin ich dann auch hin. In jeder der beiden aufgemotzten Blüten saßen nun zwei der Erdhummeldrohnen.
Die Vierer-Gang war also wieder zusammen, wie gestern auch.
Hoffentlich bekomme ich die Jungköniginnen aus dem Nest auch noch zu sehen. :-)

Erdhummel Drohn putzt sich:
Eine lustige Sache.
Vielleicht habe ich es schon erwähnt, dass nach einer ausführlichen Mahlzeit in einer mit Zuckerwasser präparierten Blüte die Hummeln sich nicht selten ein wenig weiter weg begeben und sich anfangen zu putzen. So auch bei diesem Erdhummel Drohn.
Von dem Haarbüschel an der "Nase", bis zum Abdomen alles war voll Pollen - vermutlich alles Sonnenblumenpollen. Nachdem er ausgiebig gesaugt hatte, flog er ein paar Blüten weiter, hängte sich an ein Blütenblatt und begann sich zu putzen. :-)
Ich konnte es gar nicht glauben, als sich auf dem Blatt unter ihm eine ganze Menge Pollen häufte. Das so viel Pollen in das Fell einer Hummel passt. :-)
Und dabei war er noch nicht mal eine der "schmutzigsten" Hummeln, die ich dieses Jahr hier herum düsen sah.

Salbei
Außer dem Steinhummel-Drohn und Ackerhummeln wie auch Honigbienen war heute auch eine Erdhummel-Arbeiterin dran.

Prächtige Fetthenne
Fetthenne soll ganz gut sein für die Hummelversorgung. Ob die Prächtige Fetthenne dazu gehört?
Hummeln hatten vor einiger Zeit auch echtes Interesse an diesen Blumen, aber inzwischen sehe ich nur noch Honigbienen an den teilweise riesigen Pflanzen mit bis zu 1 Meter Durchmesser und Blüten in Kniehöhe.
Pro Staude vielleicht eine bis drei Bienen. Also soviel ist das nicht. Wie geschrieben können einige Pflanzen keine Pollen anbieten, weil die Pollenstände verkümmert sind.

Hibiskus
Er blüht seit einiger Zeit und immer mal wieder sehe ich dort Hummeln. Anscheinend suchen sie Nektar. Bin mir aber nicht sicher, ob sie nicht vielleicht einfach nur für die Pollen über den Fruchtstand rutschen. :-)
Ich habe den Verdacht, dass die Hummeln mit dem meisten Pollen in den Haaren vorher im Hibiskus waren. Von der Farbe des Pollens könnte es passen.

Futterspender - vergeigt
Wollte eigentlich den Futterspender um 18:30 Uhr wieder in die Fuchsie hängen. In der Abendsonne sind weniger Bienen unterwegs. Ein Snack vor dem Weg ins Bett wird immer gerne genommen. ;-)
Da aber schon von Morgen bis Nachmittag über 20 Milliliter in die Mägen der kleinen Flieger (und Honigbienen) gelangt sind, dürfte das ausgefallene Abendbrot eigentlich kein Problem sein. ;-)

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht - 25.08. bis 31.08. Bulli 08.09.2012 16:30

Hallo zusammen,

ihr habt sicherlich schon bemerkt, die Überschrift des letzten Beitrags eigentlich "Insektenflugbericht - 20.08. bis 24.08." heißen müsste. Sorry dafür.

25.08.
Heute Nacht hat es einen schönen Landregen gegeben. Der Tag begann erst wolkig mit wenig Sonne. Ab 10 wurde es immer sonniger bei immer weniger Wolken. Nachmittags waren es dann 25 Grad mit noch immer böigem Wind.

Erdhummel-Drohn
Ein Drohn übernachtete in einer Blüte des Roten Sonnenhutes.
Ich hätte nicht gedacht, dass er trotz Sonnenstrahlen erst zur Mittagszeit lebendig wurde. Er ist wohl nicht mehr der Jüngste. Seine Flügel sind schon nicht mehr symmetrisch, die gelbe Farbe ist zu einem beige geworden und allzu schnell bewegt er sich auch nicht mit Zuckerwasser im Bauch.

Erdhummel-Drohnen-Gang
Diese Gang hat den Futterspender noch nicht entdeckt. Heute glucken sie wieder zusammen an den Sonnenblumenblüten. Wenn drei in einer Blüte sind, können sie sich gut gegen die Honigbienen verteidigen.
Die Gang hat inzwischen das Flammende Kätchen - Kalanchoe blossomfeldiana - gefunden. Auf den Roten Sonnenhüten sind sie auch zu finden.
Interessant sind bei zweien von den vieren jeweils ein schwarzer Streifen in der Mitte des weißen Bereichs auf Tergum 4 und 5.
Ein Rallye-Streifen sozusagen. ;-)

Ackerhummel
Einige tragen noch Pollen ein. Heute Morgen nach dem Regen in der Nacht hatte eine Ackerhummel wieder besonders dicke Pollenpakete an den Beinen.

Hornisse
Eine riesige Hornisse sah ich den Phlox absuchen. Dann flog sie weiter zur Prächtigen Fetthenne und stürzte sich auf eine Honigbiene. Mit ihrer Beute ging es dann weiter in die Krone eines Baumes, wo sie an einem Blatt hängend die Honigbiene ... keine Ahnung ... vielleicht verspeiste?
Von der Größe her kann die Hornisse keine Arbeiterin gewesen sein. Haben Hornissen denn jetzt schon Jungköniginnen?
Hauptsache es war eine von den Honigbienen, die den Hummeln hier das Leben an der Futterstelle schwer machten.

Honigbienen
Erstmalig sah ich eine in der vorderen Hälfte bis zur Mitte des Abdomens hellbeige Biene.
Gibt es Albino-Bienen?

Futterspender Version 5
Heute verfütterte ich auch wieder ca. 23 ml Zuckerlösung 1:1:3. Von Morgens bis zum Vormittag war die Dosis schon weg.
Eine einzige Erdhummelarbeiterin konnte ich nur ausmachen. Sie brauchte für den Weg zurück zum Nest, Nektartopf füllen und den erneuten Anflug zwischen 5 und 11 Minunten.
An sonsten Ackerhummeln und viele Bienen. Wenn nur Ackerhummeln an den acht Öffnungen sind, dann passen aber trotzdem nur maximal fünf Hummeln an den Futterspender. Zwischendurch mögen sie es aufzufliegen und sich in eine andere Blüte zu setzen. Manchmal ist da dann schon eine Hummel und so stören sie sich selber gegenseitig an den Röhrchen. Ab fünf Hummeln kommt so gut wie keine mehr zum ungesörten Saugen. Eine Hummel war heute besonders aktiv. Sie flog sechs mal auf und setzte sich in insgesamt vier Blüten, von denen aber nur eine vorher unbesetzt war.

Ich bin mit dem Verhalten der Honigbienen immer noch nicht glücklich. Ihr wisst diese Atacke mit der Abdomenspitze gegen die Hummeln. Teilweise lassen die Honigbienen noch nicht mal los, wenn Hummel und Biene schon abgestürzt sind. Da unten geht der Angriff dann weiter.

Ich beneide diejenigen, die einfach einen Legostein in die Nähe des Hummelnistkastens legen können und keine Honigbiene kommt vorbei.

Tja, nun stehe ich dumm da. Mir ist der Fruchtzucker ausgegangen. Werde wohl morgen und übermorgen mit einer Mischung 2:1:1:8 arbeiten. Dumm, die Sache.

26.08.
Ein regnerischer Tag. Die Nacht hat es geregnet und Nachmittags dann auch noch massig Regen ähnlich einem Landregen. Temperaturen deutlich unter 10 Grad

Futterspender Version 5
Heute fliegen kaum Honigbienen, darum ist der Futterspender fast exklusiv von Hummeln besucht.
Am frühen Nachmittag sehe ich am inzwischen leer getrunkenen Futterspender drei Ackerhummeln sitzen. Sie sind in Kältestarre. Behutsam versuche ich sie aufzuwecken. Eine tut mir den Gefallen und fliegt weg. Zwei andere wollen nicht. Ich muss sie an einer Sonnenblumenblüte von den künstlichen Blüten abstreifen.

Linden-Problem
Ich verstehe die Sache am Futterspender nun so:
So muss das in den Linden auch sein.
Die Hummeln fliegen an, sehen leere Blüten und setzen sich in Kältestarre daneben und warten auf neuen Nektar ... der bei den Linden und beim Futterspender nicht kommt.
Bei den Linden verhungern sie.
Den Futterspender kann ich ihnen wegnehmen, damit sie sich anderweitig nach Nektar umsehen.
Heute war der erste Tag, an dem die Hummeln nicht durch die Honigbienen vom Futterspender vertrieben wurden und prompt kam dieses Verhalten.
Der Futterspender ist mit einer 25 Milliliter Füllung schon um 10 oder 11 Uhr leer. Dann müsste ich ihn also schon abhängen. An den Wochentagen kann ich aber nicht. Somit ist es wichtiger einen Futterspender zu entwickeln, den ich abends raus hängen und in der Nacht hinein holen kann. Der muss dann aber besser die Bienen vom Saugen abhalten ... bzw die Bienen von einem aufdringlichen Interesse abhalten.

Erdhummeln-Vierer-Gang
Die Hummeln scheinen sich bei dem Regenwetter verstreut zu haben. Eine fand ich in einer Sonnenblume.
Eine andere im Flammenden Käthchen.
Erstere hatte den Nachmittagsregen recht trocken überstanden, hatte aber mit dem am Abend aufkommenden Wind zu kämpfen, weil durch ihn ein Blatt immer wieder gegen ihren trockenen Standort schlug. Dort wollte sie offensichtlich auch die Nacht verbringen.
Zweitere kroch irgendwann vollkommen durchnässt auf eine der Blüten und suchte in den Regengetränkten Blütchen nach Nektar - sinnlos - . Ich habe ihr Zuckerwasser in eine Blüte gespritzt. Sie saugte und war irgendwann abgeflogen. Aber nach kurzer Zeit wieder da.

27.08.
Heute Nacht hat es wieder geregnet. Morgens war es bedeckt, aber am Tag ist es immer sonniger geworden. Temperaturen um 24 Grad. Bin nur zwei mal kurz beobachten gewesen.

Futterspender Version 5
Nur wenig Zuckerwasser 2:1:1:8 eingefüllt. Ich habe mal den Rest des Zuckerwassers ausgemessen, der ausläuft, wenn die dünnen Röhrchen zum saugen einen Luftkanal zwischen Außen und der Luftblase im Innenraum bilden. Es laufen dann schlagartig ca. 2 ml durch den Überlauf in das Auffangröhrchen.

Futterspender Version 6
Endlich fertiggestellt.
Allerdings hat er acht längere Röhrchen zum saugen. Die 10 mm Röhrchenlänge bleiben, aber durch die Neigung nach unten verlängert sich der Abstand im Mittel. Der kürzeste Weg ist aber immer 10 mm lang.
Werde heute Nacht Version 5 und Version 6 aufhängen. Beide mit ca. 10 ml gefüllt. Mal sehen.

Ackerhummeln
Die Ackerhummeln tragen immer noch ordentlich Pollen an den Hinterbeinen.
Es gibt morgens anscheinend einen Dreiecksflug. Die Hummeln kommen zur Futterstelle und fliegen ab hauptsächlich Richtung Westen (Hibiskus und Herbst-Anemone) oder Richtung Norden (Nest).

Erdhummeln
Die Vierer-Gang habe ich heute noch nicht zusammen gesehen. Inzwischen scheinen sie doch arg ausgebleicht. Die Flügel stehen häufig so wie bei Fliegen.
Bei den Erdhummel-Arbeiterinnen am Futterspender sehe ich keine Pollenhöschen mehr und ich sehe auch keine Erdhummeln mehr an den Herbst-Anemonen.

unbekannte Fliege - braun/gelb
Die unbekannte Fliege, die auf manchmal auf dieser grau behaarten Pflanze verweilte, scheint eine Partnerin zu haben. Zumindest meine ich sie manchmal zu zweit in der Luft das Hasch-Mich-Spiel zu spielen. Außerdem scheint die Fliege ein Revier in der Nähe einer Prächtigen Fetthenne etablieren zu wollen.
Oder sie folgt einfach nur den sonnenbeschienenen Blumen.
Muss doch nochmal nach dem Namen des Tierchens suchen.

28.08.
24 bis 26 Grad, bedeckt.

Futterspender
Der Einfachheit halber mache ich jetzt nur noch Mischungen nach Volumen. Somit ist eine Mischung 1:1:3 abgemessen mit einem kleinen Becher eine Mischung 1:1:3,3 nach Gewicht der zugegebenen Stoffe. Bitte nicht bös sein, wenn ich in Zukunft 1:1:3,3 schreibe.
Ach, herrje, Ameisen haben die Anlage entdeckt und pisacken die Hummeln an den Blütenimitaten. Zwei von den Spendern passen nicht an die Stelle, ohne dass einer Kontakt zu den Blumen am Boden hat, über die die Ameisen hoch krabbeln können.
An sonsten ist es den Ackerhummeln egal, ob sie Version 5 oder Version 6 anfliegen.
Die Honigbienen machen ihnen auch noch das Leben schwer. Aber jetzt sind es 16 Blütennachbildungen. Da könnte man sich eigentlich aus dem Weg gehen, wenn die Honigbienen nicht gezielt den Hummeln nachstellen würden.
Ich finde, dass die Ackerhummeln zur Zeit wenig Zuckerwasser aus dem Futterspender nehmen. Es fliegen haufenweise Ackerhummeln hier herum, aber nur wenige sind am Futterspender.

Ackerhummeln
Sie sind heute haufenweise da, dazu sehr fidel und aktiv.
Alle Pflanzen werden angeflogen oder wenigstens umflogen.
So viele waren mir sonst noch nie aufgefallen.
Auch die Kornblumen und der Wilde Majoran sind wieder gefragt.
Es muss außergewöhnlich gutes Hummelwetter sein.
Es fliegen hier auch Exemplare, die aus dem Feldbestimmungsschlüssel für Hummeln entsprungen sein könnten. Sie haben die dort beschriebenen rötlichbraunen Haare am Tergum 4 und 5.

Ackerhummel - Drohn
An einer Stockrose ritt der Drohn (längere Fühler) auf eine gleich große genau so schön braun gefärbte Ackerhummel auf. Es war vermutlich eine Arbeiterin. Jedenfalls flogen sie im Tandem davon, bis der Drohn losließ.

Erdhummel - Königin
Als sie an einer Sonnenblumenblüte war, präparierte ich die Blüte. Die Königin hat einen so hohen Stand, dass unter ihr zwei gierige Honigbienen bis zum präparierten Blütenbereich hindurch krabbelten.
Sie hängte sich schon vor 19:00 an eine Sonennblumenblüte, um dort zu übernachten.

Stockrose (dunkelrot/beere)
Anscheinend zur Zeit das Revier eines Ackerhummeldrohns.
Habe ein bisschen Zuckerwasser in die Blüten geträufelt.

Wilder Majoran
Von recht vielen Ackerhummeln besucht.

Kornblumen
Lassen in der Anzahl der Blüten deutlich nach. Dennoch werden sie von Ackerhummeln abgeklappert.

Sonnenblumen
Eine Schaar von fünf Vögeln plündert die reifen Kerne aus den alten Blüten.
Die erste Blüte wurde kaum von Insekten besucht, folglich sind die Kerne der äußeren Bereiche alle leer. Aber als dann die fünf Blüten gleichzeitig kamen, waren auch genügend Hummeln und Honigbienen an der fleißigen Bestäubung. Ein Grundstück weiter waren zur gleichen Zeit auch Sonnenblumen in Blüte. Kann also sein, dass es mehr als fünf Blüten braucht, damit Honigbienen und Hummeln sich an die Bestäubung machen.

Futterspender Version 6
Irgendwie bekommen die Honigbienen immer noch ihr Zuckerwasser.
Manchmal stecken sie ihren Kopf in das Röhrchen und ziehen ihn fast sofort wieder zurück. Manchmal scheinen sie wirklich saugen zu können.
Ich weiß nicht, was das sein kann.
Vielleicht sollte ich die Röhrchen nochmal um 0,5 Millimeter verlängern.
Ich merkte mir die Röhrchen, an denen die Honigbienen vielleicht etwas bekam und ersetzte sie durch geringfügig längere.

29.08.

Erdhummel-Königin
Sie übernachtete an einer Sonnenblume hängend.
Um sechs Uhr schon - die Sonne war noch nicht aufgegangen - wurde sie von einer Honigbiene angegriffen, bis sie aus dem Schlaf erwachte. Sehe ich zumindest so.

Gladiolen Hybrid - Gladiolus (gelb)
Gestern schon ist mir eine Ackerhummel in einer gelben Gladiole aufgefallen. Heute sind es gleich zwei, die sich in die Gladiolen "vertiefen". So lange, wie die da drin sitzen, scheint es sich zu lohnen.

30.08.
Gute 24 bis 25 Grad und sonnig.

Honigbienen
Ich mag Honigbienen immer weniger.
Ärgerlich ist ihr Verhalten gegenüber den Hummeln.

Am 28. schlief eine Königin friedlich an dem Korb einer Sonnenblume hängend ... blockiert nichts ... um sechs Uhr morgens wird sie von einer Honigbiene aufgeweckt, die die Gelegenheit nutzte und vier bis sieben Sekunden lang versuchte an der Unterseite des Körpers einen tödlichen Treffer zu landen.
Wenn das kein Angriff mit Stachel war, dann frage ich mich warum die Honigbiene mit ihrer Hinterleibsspitze auf der Hummel wild herumhämmerte.

Oder gerade eben haben zwei Honigbienen eine Hummel vom Futterspender heruntergerissen. Mit dem bewährten Hinterleibsspitzentrommeln. Beide haben aber vergessen loszulassen und auch vergessen das stechen einzustellen.
Erst plumpsten die drei auf Blätter von Blumen und kämpften weiter. Irgendwann gab eine Honibbiene die Hummel frei, aber die andere Honigbiene machte weiter. Dann plumpsten sie noch mal von den Blättern, auf denen sie kämpften, tiefer unter die Blume. Ich habe mir weiter nichts gedacht. Nach ca. 8 bis 12 Sekunden, sehe ich sie, wie die Hummel krabbelnd über die Gehsteine flüchtet. Mit der wild auf ihr stechenden Honigbiene. Panisch versucht sie sie abzuschütteln mit einer Mischung aus Flugversuch und schnellem Zick-Zack-Krabbeln. Irgendwann startet sie dann durch, aber die Honigbiene immer noch wild zustechend. Sie muss wohl getroffen haben, denn die Hummel stürzte plötzlich ab. Die Hummel berappelte sich als erste und flüchtete. Das ganze hat endlose ... vielleicht 40 Sekunden gedautert vom Kampf in der Blüte bis zur entgültigen Flucht der Hummel.
Nun nehme ich zum Futterspender immer einen Bleistift und eine Fliegenklatsche mit. Den Bleistift, um die Honigbienen aus den Blütenattrappen zu pulen und die Fliegenklatsche, damit ich sie anstubsen kann. Sie sollen gefälligst auf Abstand bleiben. Bei den Aktionen habe ich zwar auch schon Hummeln verscheucht, aber unterm Strich ist es für die Hummeln ein sorgloses Saugen. Die Honigbienen fliegen inzwischen die Blüten mit den Hummeln darin gezielt an, um dann die Hummeln wegzustechen.
Vollkommen sinnlos ist dieses Verhalten, weil ja nichts zu holen ist, aber irgendwie scheint es den Honigbinenen Spaß zu machen.
Es sind anscheinend auch immer wieder die gleichen drei Honigbienen, die so einen Mist machen. Wenn ich die drei erst einmal weg gescheucht/gestubst habe, dann ist für mindestens eine Viertelstunde Ruhe am Futterspender. Wegscheuchen dauert aber auch seine fünf Minuten.

Futterspender
Nur wenige der alteingesessenen Hummeln kommen noch dahin. Es waren mal bis zu sechs Hummeln auf einmal. Heute sind es maximal drei auf einmal.
Die Erdhummeln sind immer weniger häufig da. Heute sah ich eine, gestern und vorgestern gar keine am Futterspender.
Ich würde sagen gut vier bis fünf mal so viele Hummeln fliegen im Rest des Areals herum.
Heute freut es mich, dass die Hummeln nach dem Besuch am Futterspender nicht direkt nach Hause fliegen, sondern häufig noch Station in Sonnenblumenblüten oder Weigelienblüten machen.

Erdhummel-Jungkönigin
Ein schönes Exemplar war heute hier.

Ackerhummel
Ich bewundere immer noch die jetzt neu aufgetauchten Ackerhummeln, die genau so aussehen, wie in dem Feldbestimmungsschlüssel angegeben (braune Haare auf Tergum 4 und 5). Die anderen, die hier herum düsen, haben entweder keine zusätzlichen Haare (außer den Streifen) auf Tergum 4 und 5 oder die Zusatzbehaarung ist sandfarben.
Es fallen wieder vermehrt die Pollenpakete an den Beinen auf.

Tabula Rasa
Nun weiß ich auch, wo die tollen kleinen Ackerhummeln her kommen. Sie genossen anscheinend bis vor kurzem die Blüten auf einer riesigen Wildwiese, die inzwischen abgemäht wurde.
Auf dem naturbelassenen Areal von mindestens 100x50 Metern standen viele Blumen. Blau, rosa, gelb. Ich glaube, es war auch eine relativ große Anzahl Löwenmäulchen da. Ich hoffe, dass die Hummeln alle noch ein intaktes Nest haben.

Ackerhummel - die Zweite
Am 27.08. schrieb ich von einem Dreiecksflug der Ackerhummeln. Diesen Dreiecksflug - Nest > Futterspender > Pollentracht > Nest - gibt es vermutlich gar nicht. Dadurch, dass die Wildwiese total gemäht wurde, glaube ich eher, dass der Flugkorridor nach Westen zu einem zweiten Ackerhummelnest hier in der Gegend führt.

Sonnenblume (brauner Korb)
Die Sonnenblumenkerne in den alten Blüten werden schon extrem geplündert. Dabei sehe ich immer wieder eine kleine Gruppe von 3 bis 4 Grünfinken/Grünlingen, eine Blaumeise, eine Kohlmeise, ein Distelfinken-Pärchen und am Boden einen komisch grauen Vogel, dessen seitliche Schwanzfedern hellbraun sind und die mittleren dunkelbraun (Gartenrotschwanz?).

Dahlien - Ball-/Ponpondahlien
Zum Ende der Blütenzeit sehe ich immer mehr Dahlienblüten, die von Beginn an nicht komplett geschlossen sind, sondern einiges an Pollenständen zeigen. Erdhummeln und Honigbienen sah ich daran. So richtig Pollen scheint es aber erst zu geben, wenn die Blätter alle braun sind.

Weigelie (rot)
Etwa noch 100 Blüten aktiv.

Weigelie (rosa)
Recht wenige Blüten. Etwa zehn, schätze ich.

Hibiskus (rosa)
Schiebt ordentlich Blüten. Er steht leider den ganzen Tag im Schatten, wird aber dennoch von Erd- und Ackerhummeln immer wieder besucht.

31.08.

Ackerhummeln
Hauptsächlich Fingerhut, Sonnenblume, Kornblume (nach langer Zeit wieder), Wilder Majoran (immer mal eine dran), Stockrose, Weigelie, manchmal Roter Sonnenhut, manchmal Herbst-Anemone und in Ausnahmen Prächtige Fetthenne werden von den "neuen" Ackerhummeln hier besucht.

Ackerhummel-Drohn
Ein Drohn hat sich die Stockrose als Revier ausgesucht. :-)
Und was für ein schöner. Er ist genau so wie im Feldbestimmungsschlüssel beschrieben. Hinten mit den rotbraunen Haaren auf dem Popo. Das sind die neuen Ackerhummeln, die man jetzt hier so sieht. Die alten waren bis auf die Streifen am Abdomen meist unbehaart am Popo. Und wenn doch, dann nur sandfarbene Haare am Popöchen.

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht - 25.08. bis 31.08. Bulli 08.09.2012 17:00

Insektenflugbericht - 01.09. bis 08.09.

Hallo,

wieder mal ein Update. Diesmal bis einschließlich heute.
Dann bin ich endlich wieder aktuell. ;-)

01.09.
Futterspender Version 6
Randale machen die Honigbienen immer noch. Sie kriegen aber nichts.
Wenn ich sie auf Abstand halte, indem ich ihnen ein Revier eines anderen Tieres vorgaukele, sind einige so intelligent, dass sie sich an die Fersen einer anfliegenden Hummel heften.
So war der Futterspender einmal mehr als drei Minuten lang leer. Dann flog eine Hummel an und hatte gleich zwei Honigbienen im Schlepptau, die sich sofort auf sie setzten, um sie anzugreifen. Ich wollte klären, habe dabei aber auch die Hummel vertrieben. Der Futterspender war wieder leer. Dann kam wieder eine Hummel an und nicht mal zwei Sekunden später hing eine Honigbiene auf ihr. Habe die Honigbiene heruntergepult und unnachgiebig auf Abstand gehalten.
Ich hätte nichts dagegen, wenn die Honigbienen sich in die restlichen sieben Blüten setzen und beim rumkrabbeln vielleicht die Hummeln vertreiben. Aber sich nur bei den Hummeln auf die Oberseite zu setzten und sie abstechen zu wollen, finde ich eine Fehlprägung.

02.09.

Feldwespen
Eine habe ich wieder in die Keramikstehle krabbeln sehen, aber ob es da wirklich noch ein Nest gibt, glaube ich nicht. Eher glaube ich daran, dass sie Wasser suchte. In den letzten Wochen habe ich dort keine Feldwespe hinein kriechen sehen.

04.09.
Futterspender Version 6
In den letzten zwei Wochen ist hier jede naturbelassene Wildwiese und jeder naturbelassene Randstreifen im Umkreis gemäht worden.
Zumindest testeten die Ackerhummeln in den letzten Tagen jede kleine Blüte.
Hier fliegen sie Gladiolen und sogar die erste Blüte einer Schmucklilie (Agapanthus, nicht winterhart) an. Ob sie da aber Nektar bekommen?
Da kommt nach meiner Meinung jede Hilfe gut an. Aber raus gehängt wird der Futterspender nur stundenweise. Dennoch werden 15 bis 25 Milliliter gesaugt.
Nicht so lustig sind die Honigbienen, die zwar nichts abbekommen, aber die Hummeln doch manchmal mit ihrer Hinterleibspitze angriffen. Ich habe die Bienen während der letzten Tage in so einem Fall mit einem Bleistift von der Hummel gepult und wenn sie dann wieder anfliegen wollten, mit der Fliegenklatsche auf Abstand gehalten. Manche Honigbienen musste ich unzählige Male anstuppsen, bis sie kapierten, dass ein neuer Boss das Revier übernommen hat.
Sowas funktioniert aber anscheinend nur, wenn es nicht so heiß ist (unter 25 Grad) und wenn der Futterspender schon ein paar Tage lang fehlerfrei funktioniert ohne dass die Sauglöcher sich mit Zuckerwasser füllen.
Gerangel an den Sauglöchern gibt es immer noch. Das finde ich normal. Was ich nicht will ist dass die Honigbienen mit ihre Hinterleibspitze auf die Hummel klopfen. Das kann IMHO nur der Versuch sein die Hummel abzustechen. Außerdem bringt das der Honigbiene nichts, wenn sie mit der Hummel hinab fällt und dort unten weiter kämpft

Honigbienen
Bei den Honigbienen wird anscheinend seit vorgestern wieder zugefüttert.

Gladiolen (gelb)
Von Ackerhummeln manchmal angeflogen, allerdings glaube ich nicht, dass sie dort Nektar bekommen.

Schmucklilie (Agapanthus, blau, nicht winterhart)
Ackerhummel einmal daran gesehen, aber ob sie dort was bekommt?

Sonnenhut, Roter Sonnenhut (dunkelrosa Blütenblätter, dunkelbraun/oranger Korb)
So langsam endet die Blütezeit. Ackerhummeln sind immer wieder mal dran.

Sonnenhut (weiße Blätter, grün/gelber Korb)
So langsam endet die Blütezeit auch hier. Kaum Hummeln dran.
Auch bei den Sonnenblumen scheinen grün/gelbe Körbe nicht erfolgreich bei Hummel und Honigbiene.

Sonnenhut, Züchtung "Sombrero" (beige Blätter, grün-orangener Korb)
Verblüht auch so langsam. Kaum Hummeln dran.
Grün/orangene Körbe scheinen genau so wenig besucht wie gruen/gelbe Körbe.

Sonnenblume (brauner Korb, viele Blütenkörbe an einer Pflanze oder nur ein Blütenkorb pro Pflanze)
Immer wieder gut besucht, aber auch diese Blütenzeit hört langsam auf.
Man benötigt ab 5 Blüten in unmittelbarer Nähe, damit sie von Hummeln und Bienen überhaupt angeflogen werden. Die erste einsame Blüte war jedenfalls von allen ignoriert worden. Das zeigen auch die tauben (leeren) Kerngehäuse.
An den befruchteten Samen sind inzwischen Grünfinken, Distelfink, Blaumeise, Kohlmeise und Gartenrotschwanz.

Sonnenblume (grün/gelber Korb)
Neben jeweils einer ehemals sehr erfolgreichen Sonnenblumen mit braunen Blütchen im Korb wachsenen jetzt je eine mit grün/gelben Blütchen im Korb. Zu Anfang waren mal viele Insekten dran, aber inzwischen kommt kein Insekt mehr, obwohl die Blüten im Korb noch nicht verblüht sind.
Daraus folgere ich, dass Sonnenblumen mit dieser grün/gelben Farbkombination im Korb IMHO quasi nicht besucht werden. Entweder ein Reinfall oder zwei Pflanzen sind zu wenige damit sie den Hummeln und Bienen auffallen.
Von Hummeln ist bekannt, dass sie sich lieber in warme Blüten setzten. Hellere Blüten im Korb reflektieren mehr Energie und die Blüte wird weniger warm sein. Ob das allerdings der Grund dahinter ist? Vielleicht mögen Hummeln und Honigbienen grün-gelbe Blüten einfach weniger.

Ackerhummeln
Die Zahl der Ackerhummeln hier ist angestiegen. Man bemerkt, dass die naturbelassenen Wiesen und Straßenrandstreifen abgemäht wurden. Es ist schön, dass die Hummeln sich nach neuen Pflanzen umsehen und auch den Futterspender finden, wenn ich ihn stundenweise aufhänge.
Mit dem Futterspender versuche ich lediglich eine "Grundversorgung" sicher zu stellen.
Inzwischen hat sich die Annahme gefestigt, dass nicht nur die Hummeln eines Ackerhummelnestes an den Futterspender kommen, sondern mindestens von drei Nestern. Die beiden neuen Anflugkorridore sind anscheinend entstanden, weil die Wildwiesen abgemäht sind.
So langsam kann ich an der Färbung einer Hummel sagen, in welche Richtung sie abfliegen wird.
Es ist schon lustig.
Ich sehe wieder größere Ackerhummeln. Vor zwei Wochen kamen größere Ackerhummeln aus dem nördlichen Nest. Jetzt sind sie aus dem nordwestlichen Nest.

Ackerhummel-Drohnen
Hier waren vor einer Woche zwei Drohnen aus dem nordöstlichen Nest, die in den Stockrosen übernachteten. Dann sah ich sie an einem regnerischen Tag an zwei Fingerhutpflanzen übernachten. Die Nacht haben sie übrigens überstanden, obwohl sie nicht IN den Blüten saßen. Seit ein paar Tagen, seitdem die Hummeln des nordöstlichen Nestes den Futterspender gefunden hatten, sind die Drohnen weg. Übernachten sie vielleicht jetzt wieder im Nest?

Erdhummeln
Ein paar Erdhummeln sind hier auch noch. Bei manchen sind die gelben Haare schon ganz schön ausgeblichen (Drohnen), aber bei anderen nicht.
Eine sah ich an der Stockrose.

Hummeln - Sterbevorgang
Es verstarb heute eine Erdhummel in meinem Beisein. Sie hatte irgendeinen weißen klebrigen recht harten Brei vor dem Mund. Der Innere Rüssel steckte ganz weit draußen. Keine Ahnung, was das war. Jedenfalls scheint der Tod erst den Flugaparat zu befallen, dann die hinteren und mittleren Beine und dann erst die vorderen Beine.
Nun kann ich mir auch erklären, warum mir im Frühjahr die Steinhummelkönigin beim Päppeln gestorben ist. Deren Flügel waren unkoordiniert und des weiteren waren das hintere wie auch das mittlere Beinpaar schon leblos/steif. Somit konnte ich wohl nichts mehr ausrichten.

Steinhummel
Steinhummeln habe ich tagelang nicht gesehen. Heute flog ein Drohn die Sonnenblumen nur für wenige Sekunden an.

Herbst-Anemone
Sie ist immer noch in Blüte. Allerdings sehe ich kaum noch Ackerhummeln Pollen absammeln. Generell sammeln Ackerhummeln noch Pollen. Die Pollenpakete scheinen mir auch nicht mehr so dick, wie an Tagen an denen sie die Herbst-Anemonen besuchten.

Stockrose (dunkelrot)
Eine Erdhummel suchte systematisch erst von hinten einen Zugang zu den Blüten und flog dann erst von vorne in die Blüte.
Komisch ist das Verhalten schon, denn zwischen den Blättern der Stockrose ist kein Spalt, wie es z. B. bei den Blüten des Hibiskus ist. Die Hummel scheint die Pflanze wohl mit dem Hibiskus verwechselt zu haben.
Das ist aber IMHO ein guter Nachweis, dass die eine Stockrose wirklich erst für Hummeln attraktiv wurde, nachdem die Hibiskus-Sträucher zu blühen begannen.
Eine Stockrose mit zwei Blütentrieben scheint nicht genügend Anziehungskraft auf Hummeln auszuüben, damit sie sich die Pflanze ernsthaft ansehen.
Im Augenglick bleibt die Vermutung, dass die Stockrose einfach nur für einen Hibiskus gehalten wird.
Ausgehend von dieser Vermutung ist die Frage, ob eine Stockrose überhaupt eine sinnvolle Futterpflanze für Hummeln ist. Pollen produziert sie jedenfalls.

05.09.
Heute ist es bedeckt und es fällt Nieselregen sowie leichter Regen.

Füttern in Blüten
Es waren nur zwei Honigbienen an den Herbst-Anemonen, um Pollen zu holen. Die Honigbienen flogen also nicht.
Sofort die Gunst der Stunde genutzt und die Sonnenblumenblüten mit Zuckerwasser 1:1:3,3 für die Hummeln interessanter gemacht. Es hat gewirkt.
Aber auch Fingerhut, Stockrose und Kornblume bekamen eine Portion Zuckerwasser.

Dahlie (Ball-/Ponpondahlie, gelb)
Die teilweise offen stehenden Blütchen werden von Erdhummeldrohnen und Ackerhummeln unteruscht. Daraufhin spritzte ich immer mal wieder ein bisschen Zuckerwasser in die Blüten. Leider bekamen das auch die Honigbienen schnell spitz. Die Rangelei an den Blüten ist zwar nervig, aber z. Zt. nicht lebensgefährlich für die Hummeln.

06.09.

Steinhummel-Drohn
Habe ihn kurz an der Sonnenblume gesehen.

Erdhummel-Jungkönigin
An diesem Abend waren eine Erdhummel-Jungkönigin und eine Ackerhummel auf einer rosanen Prächtigen Fetthenne unterwegs. Das ist auffällig, weil lange Zeit keine Hummeln mehr Interesse an der Pflanze hatten und weil Erdhummel-Jungköniginnen ja doch nicht mehr so häufig sind.

07.09.
Klarer Himmel, Sonne satt bei 20 bis 21 Grad.

Wiesenhummel-Jungkönigin
An den Roten Sonnenhüten fand ich eine Hummel, die ich erst für einen Steinhummel-Drohn hielt. Dann bemerkte ich die Unterschiede. Beispielsweise ist die vordere Binde in der Mitte durch schwarze Haare geteilt. An den Seiten und auf der Unterseite waren keine weiteren gelben Haare. Somit sah sie so aus, wie einige der hiesigen Wiesenhummel-Arbeiterinnen vor einigen Wochen.
Es ist schon komisch, dass ich diese Jungkönigin heute noch sah.
Aber letztendlich war gestern auch noch eine Erdhummel-Jungkönigin unterwegs.

Gladiolen (gelb)
Es wäre schön zu wissen, ob sie auch von den Ackerhummeln besucht würden, wenn sie nicht zufälligerweise zwischen dem Futterspender und einem der Nester wachsen würden. Jedenfalls scheinen die Gladiolen keinen Nektar zu bieten. Die Ackerhummeln mögen anscheinend hauptsächlich den Pollen. Anflüge sind aber dennoch selten.

Schmucklilie (blau)
Selten angeflogen, aber wenn doch, so versuchen die Ackerhummeln an den Nektar zu kommen. Ich weiß nicht, ob ihnen das glückt.
Ich habe mal ein bisschen Zuckerwasser hinein geträufelt.

08.09.
Sonne mit wenigen Wolken bei 24 bis 26 Grad.

Füttern in Blüten
Weiterhin wird es täglich bei Dahlie (eher wenig), Fingerhut, Fuchsie, Sonnenblume, Sonnenhut (dunkel) und manchmal Stockrose durchgeführt. Die Zuckerlösung ist weiterhin eine 1:1:3,3 Mischung.

Futterspender
Hängt heute ab 11 Uhr mit einer Lösung 1:1:3,3 an seinem Platz bei der Fuchsie.
Die späte Zeit soll auch den Drohnen, die draußen übernachteten, die Gelegenheit geben sich nach dem Aufwachen zu stärken.
Meistens hänge ich den Spender spät abends auf, damit sich die Nestbewohnerinnen, die ja schon sehr früh am Morgen unterwegs sind, ungestört von Honigbienen eindecken können.
Das Verhalten der Honigbienen gegenüber den Hummeln am Futterspender ist zwar immer noch ruppig, aber sie versuchen die Hummeln nicht mehr abzustechen. Das liegt vermutlich daran, dass die Zuckerlösung lieber durch den Überlauf des Futterspenders tropft, als einen steigenden Flüssigkeitsspiegel in den Saugrohren zu erzeugen. Der Futterspender läuft jedenfalls seit Tagen anscheinend tadellos. Aber vermutlich wird immer noch bei den Honigbienen zugefüttert. Jedenfalls halten sich die Besuche an Nektarpflanzen in Grenzen.
Eigentlich könnte ich mich jetzt an die Bauanleitung setzen.

Ackerhummeln
Tragen immer noch massig Pollen ein. Allerdings suchen sie ihn nur noch abends an den Herbst-Anemonen. Woher sie den Pollen morgens oder nachmittags bekommen, weiß ich nicht.

Sonnenblume
Die Samen in zwei Blüten sind von den Vögeln (s. Bericht vom 30.08.) fast komplett herausgepickt.

Fuchsie (rosa Knospenfarbe, lila Blütenblätter)
Sie hat inzwischen schon wieder zehn Blüten. Aber nach diesem Schub wird die Blütezeit wohl vorbei sein.

Herbst-Anemone (rosa mit weißen Streifen)
Nur noch abends kommen Ackerhummeln. Den Tag über versorgt sie unzählige Honigbienen mit Pollen.

Stockrose (dunkelrot)
Sie legt sich ordentlich ins Zeug. Ständig sechs Blüten offen an zwei Haupttrieben mit einigen Nebentrieben. Immer wieder von Ackerhummeln und Honigbienen besucht.

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht - 01.09. bis 08.09. - siehe vorher Bulli 08.09.2012 17:10

Die Überschrift soll natürlich "Insektenflugbericht - 01.09. bis 08.09." heißen.

Insektenflugbericht 08.09. bis 19.09.2012 mit Blütenzustandsbericht Bulli 07.10.2012 15:18

Insektenflugbericht 08.09. bis 19.09.2012 mit Blütenzustandsbericht

Hallo zusammen,

Wieder mal ein Update.
Klima wie in Dortmund.

Zusammenfassung von 08.09. bis 19.09.2012.

Füttern in Blüten
Es profitieren vor allem die Drohnen von Erdhummel und Ackerhummel. Zumindest von den Hummeln. Scharen von Honigbienen sind natürlich meist eher da.
Hummel-Arbeiterinnen scheinen sich hauptsächlich am Futterspender zu bedienen.
Ich spritze z. Zt. in Sonnenblumen, Roten Sonnenhut, Fingerhut, Fuchsie und manchmal Stockrose.
An der Fuchsie versorgen sich seit ein paar Tagen auch Wespen. Sie warten sogar, bis ich fertig bin mit einspritzen. Wie nett.
In den letzten Tagen habe ich mit verschiedenen Mischungen Zuckerwasser experimentiert. Dabei fiel auf, dass sich Hummeln häufiger in der Nähe der behandelten Blumen zur Nacht betteten oder um die nächsten Wolken zu überstehen in Kältestarre gingen, je mehr Zuckeranteil in der Mischung war.
Die Mischung 1:1:3,3 scheint die Hummeln nicht an den Standort zu binden, aber dennoch nehmen sie viel davon auf.

Futterspender version 6
Die Version 6 funktioniert seit mehreren Wochen fehlerfrei, bis auf den Augenblick wenn zu wenig Zuckerwasser im Spender ist und durch eines der Sauglöcher schlagartig viel Luft zieht.
Das lässt sich nur verhindern, wenn der Spender nur Abends hängt und nachts bevor er leer ist wieder herein kommt. Früher habe ich morgens aufgehängt, so dass irgendwann vormittags oder nachmittags durch den Fehler die Honigbienen Zuckerwasser ergattern konnten.
Nur noch wenige Honigbienen schlecken an den Löchern, die die Hummeln verlassen haben. Es scheint so, als ob der Rüssel der Hummeln eine Zuckerspur hinterlassen, die von den Honigbienen aufgeschleckt werden.
Auch im Futterspender hatte ich die letzten vier Tage den Zuckeranteil von 1:1:3,3 auf ca. 1:1:2 erhöht. Keine Änderung des Verhaltens von Hummeln und Honigbienen. Allerdings war es auch immer recht kühl mit Tageshöchsttemperaturen um die 20 Grad.
Der Spender ist zu unterschiedlichen Zeiten draußen. Heute war der Spender gar nicht draußen, weil er gestern morgen bis Abends hing.
Die Ackerhummeln des nördlichen und westlichen Nestes besuchen den Futterspender. Pro Tag an dem er hängt, verteile ich ca. 10 ml.
Die Zeiten, in denen vier oder fünf Hummeln gleichzeitig saugten, sind vorbei. Aber bei drei mal gucken ist immer einmal eine Hummel dran.
Was mich wundert ist die Position, an der die Hummeln "andocken". Manche Tage wird Hauptsächlich von der Seite des Fuchsienbäumchens gesaugt, an anderen Tagen eher auf der vom Bäumchen abgewandten Seite.

Felder
Bei einem Ausflug auf die Felder sah ich eine Erdhummel, die sich für einen Scheinwerfer interessierte. Hatte mich gewundert, dass sie so weit weg von der Stadt war. Zumal die Feldränder auch hier schon abgemäht waren.
Aber Entwarnung. Ein Bauer hatte als Maßnahme gegen die Bodenerosion etwa 10 Meter breite Streifen neben den Abflussgräben nach der Ernte mit Wildblumen eingesät. Es wuchsen schon ein bisschen weißer, rosafarbener Klee und Löwenzahn. Die Baumschule (wirklich nur Bäume) in der Nähe hatte nicht zwischen allen Bäumen und Büschen die Wildblumen untergeheckselt und neben einem Oberflächenwasser-Abflussgraben hatte noch niemand die Wildblumen gemäht. War ja auch kein Weg daneben für den Mäh-LKW. Es blühten noch viele Wicken, die die abgestorbenen Pflanzen hoch rankten.

Erdhummeln
Anscheinend keine Arbeiterinnen mehr unterwegs.
Eine kräftig gefärbte Hummel in Größe eines Drohns gab es hier. Leider konnte ich nicht sehen ob es wirkliche in Drohn war. Vielleicht die letzte Arbeiterin, die ich sah.

Erdhummel-Drohn
Die Vierer-Gang ist inzwischen anscheinend eine Dreier-Gang. Sie treiben sich vor allem an Korbblütlern herum. Die Härchen sind sehr ausgeblichen.

Erdhummeljungkönigin
Krabbelte langsam über die Blüten einer Prächtigen Fetthenne. Sah irgendwie sehr langsam aus. Wollte sie ein wenig anfeuern, aber die Zuckerwassertropfen hat sie zwar intensiv befühlert, aber nicht angenommen. Vielleicht war die Mischung 1:1:3,3 nicht gut genug.

Ackerhummeln
Sehe nur noch die Hummeln vom westlich und vom nördlich gelegenen Nest. Die schönen Hummeln aus dem nordwestlichen Nest kommen nicht mehr. Auch nicht zum Futterspender. Vielleicht zu kaltes Flugwetter für lange Strecken?
Die Hummeln vom nördlichen Nest tragen noch Pollen ein.
Vielleicht liegt es an der Zuckermischung 1:1:3,3, aber einige Hummeln fliegen keine direkten Wege oder es gibt es noch zwei andere Nester in der Nähe. Ich finde es schön, dass einige Hummeln lieber auch andere Blüten anfliegen als nur den Futterspender anzusteuern.

Ackerhummel-Drohn
Die, die hier sind übernachten und suchen Schutz häufig in den Stockrosen. Aber auch manchmal in den Roten Sonnenhüten. Vorgestern legte sich einer in Seitenlage auf die Blätter. Er sah schon ziemlich ramponiert aus und es drohte Regen. Da habe ich ihm ein bisschen Zuckerwasser auf das angrenzende Blütenblatt getropft. So wie er da lag, hat er einfach nur seine Zunge ausgestreckt und geschlürft.

Ackerhummeljungkönigin
Auch so eine krabbelte vor einigen Tagen über eine Prächtige Fetthenne. Habe nicht versucht ihr Zuckerwasser anzubieten.

Vogelschwarm
Die hiesigen Körnerfresser schließen sich teilweise zu Schwärmen zusammen und machen so die Gegend unsicher. Besonders die vielen schon reifen Kerne der Sonnenblumen sind in diesem Bereich sehr begehrt.
Die Dreiergruppe Grünfinken scheint dabei die Basis zu sein. Denen schließen sich dann manchmal zwei Blaumeisen an. Aber auch eine bis zwei Kohlmeisen sind manchmal dabei. Die hiesigen Distelfinken sind häufiger abseits von der Gruppe. Mag sein, dass sie nur zur gleichen Zeit am gleichen Sonnenblumenstandort sind. Dabei kann es sein, dass fünf bis sechs von ihnen an nur einer verzweigten Sonnenblumenpflanze sitzen.
Den einen Rotschwanz sah ich in den letzten Tagen nicht mehr.

Sonnenblumen
Sind in diesem Bereich alle verblüht bis auf zwei kleine Blüten.
Aber angrenzend gibt es noch viele Sonnenblumen, die noch nicht verblüht sind. Ackerhummeln und Erdhummeldrohnen nutzen die Sonnenblumen.
An den verblühten Blüten sind verschiedenste Vögel dran. Von Grünfink, über Kohlmeisen, Blaumeisen bis hin zum Distelfink.

Fingerhut, Purpurner Fingerhut (lila mit wenig weißem Kontrast)
Nur noch eine Pflanze bietet Blüten. Etwa 6 Blüten an drei Trieben.

Dahlien, Ball-Dahlie (gelb)
Immer wieder sehe ich mal eine Honigbiene an den verblühten Exemplaren, wo sich die Staubgefäße schon geöffnet haben. Es sind noch recht viele Blüten zu sehen. Leider sind auch viele Läuse dran, wodurch die Blüten offensichtlich eher entfernt werden.

Weigelie (rosa)
Wenige Blüten, etwa 10 bis 15, sind offen.

Weigelie (rot)
Etwa 50 Blüten sind offen und nutzbar.

Zitronenmelisse (kleine weiße Blütchen)
Die wenigen Blütchen, die zur gleichen Zeit in Bodennähe blühen, ziehen bisher anscheinend nur wenige Insekten an. Ich sah bisher nur einmal eine Honigbiene an einem Blütchen daran.

Wilder Majoran (kleine Blütchen)
Die kleinen Blütchen ziehen bei warmem Wetter und viel Sonne immer wieder Ackerhummeln und Honigbienen an. Wie es aussieht, hat die Pflanze noch viele Knospen in petto.

Stockrose (dunkelrot)
Nur eine Pflanze mit zwei Haupttrieben. Die Stengel liegen auf einem Lebensbaum auf, so dass sie nicht umknicken.
Zur Zeit acht Blüten, aber es sind noch einige Knospen dran.
Jedoch wird sie in den letzten Tagen anscheinend nicht mehr von Ackerhummeldrohnen als Versteck für die Nacht oder als Schutz vor Regen genutzt.

Herbst-Anemone - Anemone japonica (rosa mit weißen Kontraststreifen)
Nach einem Regenschauer scheinen sie besonders guten Pollen zu haben. Oder vielleicht kann die Hummel den guten Pollen dann besser erkennen. Honigbienen holen sich in diesen Tagen ständig Pollen von den Blüten.

Purpurglöckchen (winzige Blütchen)
Es werden immer noch Blüten gebildet. Vor allem von den Pflanzen, die im Schatten oder Halbschatten stehen. Allerdings interessiert sich kein Insekt mehr so wirklich.
Zuletzt waren es nur noch Honigbienen. Vorher auch Wiesenhummel und Ackerhummel. Ob ich mit der Zufütterung durch Futterspender die Sammelleidenschaft schon verändert habe? Die Honigbienen werden meines Wissens schon zugefüttert.

Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (rosa)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.

Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (orangerot)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.

Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (hellgrün bis gelblich)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.

Strandflieder - Breitblättriger Strandflieder - Limonium Latifolium, Syn. Statice Latifolia (blau mit lila Einschlag, kleine Blütchen in verhältnismäßig weiten Abständen)
Er hat kaum noch Blütchen, sieht aber auch mit den vielen vergangenen Blüten noch dekorativ aus.
Es sind nur noch Honigbienen dran, wenn das Wetter sonnig und warm ist.
Im ganzen Jahr war es eher eine Pflanze für kletterfreudige Honigbienen, als für Ackerhummeln. Schwerere und größere Hummeln haben mit der Pflanze ihre Schwierigkeiten.
Man kann ihn über Winter trocknen und für Trockengestecke benutzen.

Prächtige Fetthenne (rot, verkümmerte Staubgefäße und Blütenblätter)
In den letzten Tagen wollen noch nicht mal mehr die Honigbienen da heran.
Die Blüten färben sich immer roter in Richtung bordeauxrot. Einige Blüten ... wie nennt man sie ... Blütenebenen oder so? ... sind noch im Knospen-Stadium und müssten eigentlich von Honigbienen beflogen werden. Vielleicht ist es den Honigbienen zur Zeit einfach zu kalt.

Prächtige Fetthenne (rosa, Staubgefäße und Blütenblätter)
In den letzten Tagen wollen noch nicht mal mehr die Honigbienen da heran.
Die Blüten sind großteils verblüht.

Löwenmäulchen (dunkelrot, gelb gesprenkelt)
Habe dort noch keine Hummel gesehen. Auch gibt es keine verräterischen Kratzspuren an den Blütenblättern. Sie blühen schon seit Wochen.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Blüten. Und dann stehen sie noch unter einer längst verblühten Azalee.

Löwenmäulchen (rosa, gelb)
Auch da bisher keine Hummel wahrgenommen. Es scheint nur eine Rispe in der Farbe zu sein mit etwa 3 bis 4 Blüten.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Blüten. Und dann stehen sie noch unter einer längst verblühten Azalee.

Schlüsselblume (gelb)
Blühen jetzt nur noch vereinzelt, aber z. Zt. ist kein Insekt dran. Im Frühjahr war das anders.

Schlüsselblume (rot, in der Mitte gelb)
Blühen vereinzelt ca. 15 cm über dem Boden. Kein Insekt daran gesehen. Auch keine Kratzspruren an den Blättern.

Clematis (dunkelblau-violett)
Sie hat wieder volle Blüten. Anscheinend ist es die zweite Blüte, die da kommt. Allerdings sind es im Augenblick nur zwei Blüten.

Herbstastern (dunkeles lila, als Knospe ein wenig bläulicher)
Hier ein Rohrkrepierer. Ich hoffte, nachdem sich die Hummeln schon für die Knospen interessierten, dass sich die kleinen Brummer dann auf die offenen Blüten stürzen würden. Aber dem ist bisher nicht so. Bisher sind allerdings erst um die zwanzig Blüten offen.
Mag sein, dass ich durch den Futterspender etwas verzerre, aber die Honigbienen oder Wespen gehen auch nicht dran.
Die Sorte hier sieht so aus:
http://green-24.de/forum/files/thumbs/t_herbstastern_lila_40_cm_2_186.jpg

Rittersporn (lila, komische Innenblüte)
Dieser Pflanzenart innerhalb der Rittersporne wurde von keiner Hummel angeflogen. Mag sein, dass er für die Gartenhummeln zu spät kam, mag sein dass er nichts bringt. Mal sehen wie es im nächsten Jahr ist. Die letzte Blüte ist jedenfalls verblüht.

Fleißiges Lieschen - Impatiens Walleriana-Zuchtform (rosa)
Steht direkt unter dem Fuchsien-Bäumchen und bekommt immer mal wieder überschüssiges Zuckerwasser ab, das aus den geimpften Blüten der Fuchsie heruntertropft. Die Ackerhummeln haben inzwischen heraus, wo die Öffnung in die Blüten sein könnte. Aber sie bekommen da anscheinend nichts.

Männertreu (dunkelblau mit lila Einschlag)
Hat nur noch vereinzelte Blüten. Hatte einmal nur kurz eine Hummel daran gesehen.

Margerite (weiße Blätter, gelber Korb, 80 cm bis 100 cm hoch)
Die Pflanze ist am Ende ihrer Blühperiode.
Keine Hummeln, nur immer mal von Honigbienen besucht. Gute Pflanze in deren Blüte Honigbienen Regenschauer überstehen wollen

Geissblatt (orangegelb)
Hat trotz des Nektardiebstahls über den Blüteneinbruch durch die Erdhummeln einige Beeren hervor gebracht. Mal sehen, ob irgendein anderes Tierchen an diesen schönen opaken orangefarbenen Beeren gefallen findet.

Strauchveronika - Veronica Andersonii-Hybrid - Syn. Hebe Andersonii Hybrid
Die blauen Blütenrispen waren viel zu verborgen und zu kurz, um von Insekten wahrgenommen zu werden. Ich sah jedenfalls kein Insekt daran. Vielleicht wird es im nächsten Jahr besser.

unbekannter Korbblütler ähnlich den Margeriten, jedoch mit gelben Blättern)
Nur noch wenige schöne Blüten. Kein Besuch von Honigbienen mehr.

Frauenmantel (kleine gelbgrüne Blütchen)
Noch eine Pflanze blüht noch. Das ganze Jahr über war keine Hummel daran zu sehen.
Die Aufgabe der Pflanze ist anscheinend Wasser auf ihren Blättern zu speichern (Lotoseffekt) und es den Wespen und Feldwespen zur Verfügung zu stellen.

Vollkommen ignoriert von Hummeln:
Spornblume (dunkelrot) - immer ignoriert
Löwenmäulchen (siehe oben) - eventuell zu wenige Blüten
Phlox (weiß) - immer ignoriert
Phlox (rosa) - immer ignoriert
Margarite (weiß) - siehe oben
Fuchsschwanz - Amarant (Blutroter Fuchsschwanz - Amaranthus Cruentus)
Geranien (rosa) - immer ignoriert
Geranien (orangerot) - immer ignoriert
Hortensie, Tellerhortensie (rosa)
Hortensie, Ballenhortensie (lila)
Hortensie, Ballenhortensie (lila-grün)
Hortensie, Ballenhortensie (blass-grün)
Fleißiges Lieschen - Impatiens Walleriana-Zuchtform (rosa) - siehe oben
Herbstastern (dunkeles lila, als Knospe ein wenig bläulicher) - siehe oben
Männertreu (dunkelblau mit lila Einschlag) - siehe oben
Frauenmantel (kleine gelbgrüne Blütchen) - siehe oben

Viele Grüße

Bulli

Insektenflugbericht 21.09. bis 03.10.2012 Bulli 07.10.2012 18:33

Insektenflugbericht 21.09. bis 03.10.2012

21.09. und 22.09.
Es ist doch recht kühl geworden. Maximal 18 - 20 Grad, teilweise sonnig, aber auch Regen.

Füttern in Blüten
Das habe ich nur maximal 2 mal pro Tag gemacht. Also verhältnismäßig wenig.

Futterspender
Bei dem Wetter bleibt der Futterspender mit 1:1:3,3 Mischung ganztägig draußen.

Ackerhummeln
Sie fliegen nach den Regenschauern die Herbst-Anemonen an, um dort Pollen zu sammeln. Danach gucken einzelne beim Futterspender vorbei und nehmen noch Zuckerlösung mit.

Erdhummeln
Von der ehemaligen Vierer-Gang sehe ich nur noch zwei hier herum düsen. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich weniger in Blüten füttere und die beliebten Korbblütler wie Sonnenblumen so langsam weniger werden.

Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Eine Lupine hat jetzt die ersten offenen Blüten. Sie steht mitten zwischen den den Herbst-Anemonen unter einem Baum. Farblich passt sie super.
Sie ist vermutlich aus diesem Jahr, so dass sie so spät erst blüht. Hoffentlich ist sie nächstes Jahr eher dran. Dieses Jahr hatte sie jedenfalls Glück, weil die Herbst-Anemonen im Winter erfroren waren und es lange dauerte bis sie Blätter bildeten. Somit kam lange Zeit viel Licht an die Stelle, an der die Lupine jetzt steht.

Silberblatt (vorher als Blume mit gelben Blüten und grauen Blättern bezeichnet)
Eine Annonce jetzt im Herbst brachte es an den Tag, dass es sich um ein Silberblatt handelt. Da soll mal keiner sagen, dass man aus Werbung nicht auch was lernen kann. ;-)
Aber zur Zeit blüht sie natürlich nicht mehr. Obwohl es nur eine einzige Pflanze mit zwei Blütenstengeln war, gingen ein paar Hummeln daran, aber hauptsächlich diese spezielle braun/gelbe Fliege, Schmetterlinge und Honigbienen.

Zweizahn, Bidens (gelb, 6 oder 8 Blütenblätter) (Früher als unbekannte gelb blühende Pflanze bezeichnet)
Die Pflanze blüht immer noch.
Aber bis auf einzelne Steinhummeln vor einigen Wochen, die aber auch nicht systematisch die Blüten absuchten, war daran nichts los. Die niedrigen kissenförmigen Pflanzen blühen schon seit Monaten, wenn ich mich recht entsinne.

23.09.
Es ist kühl und bedeckt bei max. 18 °C.

Heute gab es eine Fernsehsendung darüber wie man einen bienenfreundlichen Garten gestalten könne. Im "Ratgeber: Haus und Garten" (ARD) wurden bienenfreundliche Pflanzen für den Herbst vorgestellt. Muss darüber noch mal recherchieren.

Füttern in Blüten
Heute habe ich gar nicht in Blüten gefüttert.

Futterspender
Er hängt jetzt drei Tage. Die Füllung war mit 20 ml normal, aber nach drei Tagen ist er immer noch nicht leer. Entweder sind alle Nektartönnchen in den Nestern gut gefüllt oder es werden jetzt rapide weniger Hummeln.

Ackerhummeln
Ackerhummeln sind noch einfrig an den Sonnenblumen in der Gegend. Vielleicht nur Pollen sammeln?

Sonnenblumen
Die hiesige Sonnenblume hat nur noch wenige aktive Blütchen in einem ca. 8 cm großen Korb und eine winzige Blüte, die vermutlich nicht größer als drei Zentimeter werden wird.
An anderen Standorten mit späteren Sonnenblumen sind noch Ackerhummeln unterwegs.
Zwei Distelfinken (anscheinend ein Pärchen) fand sich an den Sonnenblumen. Somit vergrößert sich die Schar der Sonnenblumenkern-Interessierten weiter.

24.09.
Sehr problematisches Wetter. Viel Wind mit kleinen Wolken. Das heißt teilweise regnete es, während die Sonne schien. Höchsttemperatur 18 Grad.

Futterspender
Er hing heute auch fast den ganzen Tag. Damit hing er fast vier Tage hintereinander. Während dieser Zeit wurden ca. 13 Milliliter durch Hummeln abgeholt. Im Durchschnitt ein wenig mehr als 3 Milliliter pro Tag. Gestern und heute sah ich keine Hummel mehr am Futterspender. Hoffe und wünsche das beste.

Hummeln
Insgesamt nimmt die Zahl der Sichtungen deutlich ab. Heute sah ich nur eine Erdhummel. Somit ist der Flugbetrieb bei den Hummeln noch weniger als nach der Rhododendronblüte.

Erdhummel
Tatsächlich erwischte ich eine stattliche Erdhummel(-arbeiterin?) zwei mal nach jeweils einem Regenschauer an den Herbst-Anemonen beim Pollen sammeln. Das kann nicht der gleiche Sammelflug gewesen sein.
An den Futterspender ging sie nicht.

Wespen
An Fingerhut und Fuchsie, deren Blüten ich hin und wieder mit Zuckerwasser behandele, laben sich auch inzwischen die Wespen.

Vögel
Heute war meine erste gesicherte Beobachtung eines Gartenbaumläufers. Schon interessant was hier so alles herum fliegt. :-)
Er suchte in der Rinde eines Baumes nach Essbarem.

Herbst-Anemonen
Hauptsächlich durch die Honigbienen vom Pollen befreit.

Purpurner Fingerhut (lila, wenig weiß)
In den Blüten füttere ich immer noch. Inzwischen haben auch die Wespen gelernt wie sie an das Zuckerwasser heran kommen.

26.09.
Schlechtes Flugwetter. Immer mal Regen abwechselnd mit Sonne. Temperaturen ca. 16 bis 18 Grad.

Erdhummel
Eine etwas kleinere Erdhummel als bei der Sichtung am 24.09. war nach einem Schauer an den Herbst-Anemonen. Allerdings sah ich sie nicht Pollen sammeln. Vielleicht stand auch nur der Wind so ungünstig, dass sie mich roch, und sie ist lieber abgedüst. Ich hielt sie für eine Arbeiterin.
Die Drohnen sehe ich nicht mehr. Das liegt wohl daran, dass hier keine Sonnenblumen mehr blühen.

30.09.
Sehr schönes Wetter. Den ganzen Tag Sonne. Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad.

Füttern in Blüten
So langsam lasse ich es bleiben. Sporadisch wird noch gefüttert.

Futterspender
Hängt immer mal wieder für einen Tag oder so.

Ackerhummel
Eine Ackerhummel mit ein paar rötlichbraunen Haaren oben am Popo - eine Zeichnung aus dem nordwestlichen Nest - war nach langer Zeit wieder da.
Sie war an/in den Fingerhüten. Da habe ich gleich mal ordentlich Zuckerwasser in die Fingerhüte gespritzt und sie schlürfte offenbar gerne.

Herbstastern
In den ersten Blüten sind die Staubgefäße heraus gekommen. Ich sah zwei Honigbienen daran, während sie Pollen sammelten.
Der Korb sieht so aus wie der vom Zweizahn, fällt mir auf.

Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Sie startet weiter durch. Es scheint eine Zuchtform zu sein, so groß wie sie im Durchmesser ist.

Rittersporn (blau, von Gartenhummeln gemocht)
Die Pflanzen schieben z. Zt. drei Rispen in ihrer zweiten Blüte. Mal sehen, ob daraus noch etwas wird. Da Garten- und Erdhummen inzwischen verschwunden sind, wird es wohl nicht viel geben.

Sommerheide, Besenheide (rosa, knospenblühend)
Absolut entteuschend. Es geht keine Blüte auf.

Sommerheide, Besenheide (rot, knospenblühend)
Absolut entteuschend. Es geht keine Blüte auf.

Sommerheide, Besenheide (weiß bis gelblich, knospenblühend)
Absolut entteuschend. Es geht keine Blüte auf.

Sommerheide, Besenheide (rosa, blütenblühend)
Kleine schöne Glöckchen. Bisher keine Honigbienen oder Hummeln daran gesehen.
Unter die vielen knospenblühenden Pflanzen hat sich glatt eine von denen verirrt, die blütenblühend ist. War bestimmt ein Versehen.

Wichtige Pflanzen, die immer noch kräftig blühen:
Stockrose (dunkelrot),
Herbst-Anemone (helles rosa mit weiß) (z. Zt. viele Honigbienen),

Wichtige Pflanzen, die deutlich weniger stark blühen, als in der Hauptblütezeit:
Purpurner Fingerhut (lila mit wenig weiß),
Fuchsienbäumchen (rosa, innen lila),
Roter Sonnenhut (lila Blätter, braun/oranger Korb),
Weigelie (rosa),
Weigelie (rot),
Besenheide - Sommerheide - Calluna vulgaris (rosa, blütenblühend),
Salbei (lila-blau)(2. Blütezeit),
Glockenblume (kissenförmig wachsend, hellblau)
Wilder Majoran (kissenförmig)
Lavendel (lila) (Jungpflanzen von diesem Jahr)

Wichtige Pflanzen, die nicht mehr blühen:
Sonnenblume (gelb-braune Blätter, brauner Korb) - an anderen Standorten blühen sie noch.
Prachtscharte (lila)
Astilben (rosa Blütenblätter mit lila Staubgefäßstengeln )
Glockenblume (rispenförmig wachsend, hellblau)

Weniger wichtige Pflanzen, die nicht mehr blühen:
Sonnenblume (gelbe Blätter, gelb-grüner Korb)
Sonnenhut (weiß, grün-gelber Korb)
Sonnenhut Züchtung "Sombrero" (creme, grün-oranger Korb)
Dahlie, Balldahlie (gelb, gefüllte Blüten. Nur wenn sie verblüht sind, können es auch die Blüten im Korb entwickeln)
Hibiskus (rosa)

Vollkommen ignoriert von Hummeln/Honigbienen und gerade blühen (zusätzlich zu den vorher genannten):
Besenheide - Sommerheide - Calluna vulgaris (rosa, knospenblühend)
Besenheide - Sommerheide - Calluna vulgaris (rot, knospenblühend)
Besenheide - Sommerheide - Calluna vulgaris (weiß bis gelblich, knospenblühend)
Phlox (nur noch wenige Blüten)
Zweizahn (gelb)
Steinheinrich (weiss)
Steinheinrich (zartes lila)

Unsicher über den Wert für Hummeln und gerade blühen:
Schlüsselblume, vermutlich Große Schlüsselblume (gelb, hohe Blüten)
Schlüsselblume, vermutlich Große Schlüsselblume (rot, hohe Blüten)
Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Alpenfeilchen (rosa)

07.10.

Füttern in Blüten
Eingestellt.

Futterspender
Eingestellt

Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Nach jedem Regen scheint sie die Rispe weiter zur Seite zu neigen.
Bisher keine Honigbiene daran gesehen.

Rittersporn (blau, von Gartenhummeln gemocht)
Bisher keine Blüten, aber Knospen.

Heute gab es einen Fernsehbeitrag über das Bienensterben.

An dieser Stelle werde ich mein Hummeljahr 2012 beenden.

Vielleicht mache ich noch eine Zusammenfassung, aber das wird vermutlich ein riesiges Werk.

Viele Grüße

Bulli